Joseph Pultar schrieb:
wie ist das in der preislage <500€ wo man öfters von fremdherstellern gleiche brennweite mit mehr lichtstärke für's gleich geld kriegt?
Hallo,
evtl. ein mal ein paar grundsätzliche gedanken zum thema, die wiederum schon ein jeder gehört oder niedergeschrieben hat. vorab, ich bin mit sicherheit nicht so auf dem aktuellen stand wie die meisten hier, jedoch glaube ich mir anmaßen zu können zu behaupten, dass die begriffe wie qualität-schärfe-kontrast-farbwidergabe etc. nur reine nichtsaussagende worte sind.
was willst du?
im design der objektive muss der designer immer an irgendeiner stelle kompromisse eingehen. bei starker farbwiedergabe leidet der natürliche farbwiedergabewert. bei kontrastübertragung evtl. der ......
bei verzeichnungsfreiheit die-.......
streulichtempfindlichkeit - lese ich recht wenig drüber - in den so hochgelobten testzeitschriften, die für mich eh nie relevant waren.
nun, m.e. eine schwierige frage, die sich so nie beantworten lässt.
da kocht jeder hersteller seine suppe - im töpfchen.
meine feststellungen hinsichtlich der auswahl zwischen fremd-oder homehersteller hat sich meist von der mechanischen seite her gelöst. für mich ist ein objektiv als ganzes zu betrachten. auf die konstruktionsweise der gehäusebauteile legte ich immer sehr viel wert, selbstvesrtändlich gepaart mit einer guten optik. doch liegt m.e. bei den fremdlingen oftmals das problem.
eine gute linse, beherbergt in einem schlecht untergebrachten gehäuse ist nichts wert. versteht sich wohl von selbst. die kombi machts. da ich aus der leica ecke komme, und der nikon ecke immer noch verbunden bin, kann ich sagen, bei denen stimmt alles. hat aber auch seinen (teils nicht gerechtfertigten) preis. ich war und bin mit den nikon optiken immer noch super zu frieden. bei den mir bekannten fremdlingen war das nicht immer so. spreche hier aber aus der aera analogen zeit. die serienherstellung von massenprodukten, die ja zweifelsohne als solche von fremdlingen bezeichnet werden kann, beherbergt immer das große risiko von fertigungsstreuung. somit auch eine nicht gleichbleibende qualität. ich denke, ein wenig glück gehört da zum kauf dazu.
aber: um eine minimale qualitätssteigerung bei einem objektiv zu erreichen, ist oftmals ein max. aufwand von nöten. ob dieser dann im bild offensichtlich sichbar wird steht auf einem anderen blatt. messtechnisch sicherlich messbar, in der praxis auch brauchbar ? ? ?
1kg zucker im bodensee, mit den heutigen messverfahren nachweißbar, kein problem. anstieg des zuckergehaltes im bodensee XXX %, ist aber nicht gleichbedeutent, dass du karies bekommst, wenn du in ihm schwimmen gehst
ich denke, gerade die frage nach der abbildung in der anfangsöffnung ist mit vorsicht zu genießen. da bleibt es eh nur wenigen herstellern vorbehalten dort eine gute qualität zu erzielen. könnte mir vorstellen, dass gerade hier die nikon designer bessere rechnung zu tage bringen. leica optiken sind eben auf dieses kriterium gerechnet, m.w. in erster linie. und dort liegt auch eines der größten probleme - viel aufwand - eben teuer - sichtbar?
nun, geh im laden, nimm die scherben in die hand, qualität kann man fühlen.
linsen sind wie frauen, wenn man sie in der hand hat.......
stelle die frage konkret auf ein objektiv deiner kaufabsicht, ich bin mir sicher, du bekimmst dann die richtigen antworten von den anderen forenten, die mit ihrer erfahrung auftrumpfen können. was ich hier schreibe, kannst du in guten fachbüchern nachlesen - helfen aber nicht beim kauf.
http://www.fotomarktplatz.de/cgi-bi...rubrikId=11&page=&elementId=71223&action=&bq=