Objektive mit durchgehend f2.8 besser?

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sind Objektive mit durchgehenden f2.8 immmer besser als Objektive mit höheren f Werte?
Nein, sie sind nicht immer besser. Aber definiere erst mal, was du unter "besser" verstehst.

Es gibt Objektive, die im harten Preiskampf bestehen müssen und bei denen der Hersteller diverse Kompromisse eingeht, um den Preis niedrig zu halten. Einer der Kompromisse ist die Lichtstärke, denn lichtstarke Objektive haben große teure Linsen und verlangen aufwändigere Maßnahmen zur Korrektur der Bildfehler bei offener Blende.

Es gibt Objektive der "Profiklasse", mit denen der Pressefotograf Brot und Butter verdient. Hier gibt es höhere Anforderungen an Lichtstärke, Bildqualität und Robustheit im täglichen Einsatz. Dafür kosten die Dinger auch mehr. Viel mehr.

Je nach Anforderung kann selbst für den Profi das kleine, leichte, billige und unauffällige Objektiv (Diebstahls- oder Beschädigungsrisiko in der Reisefotografie) oder das große, schwere, lichtstarke und dafür teure Objektiv (Sport- und Bühnenfotografie bei wenig Licht, Porträtfotografie mit guter Schärfefreistellung, Werbefotografie mit hohen Qualitätsanforderungen, Ausstellungsfotografie mit großen Endformaten) das bessere Objektiv sein.
 
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Je höher eine konstanteLichtstärke, desto mehr Kompromisse, die, falls überhaupt möglich, mit entsprechend kostenintensiverem Aufwand gemeistert werden müsse. Siehe auch Kosten-/Nutzenverhältnis.
 
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Hallo
sind Objektive mit durchgehenden f2.8 immmer besser als Objektive mit höheren f Werte?

wie dei Vorredner schon geschrieben haben, sind solche Objektive höchstes bei der kürzenstens erziehlbaren Belichtungszeit im Vorteil.

Die über die Abbildungsleistung sagt die Lichtstärke gar nichts aus. Auch nicht das Objektive mit schlechterer Lichtstärke Billigheimer sind. Ein 500mm 4.0 ist einen 70-200 2.8 VR optisch in jeder Beziehung überlegen und auch alles andere als günstig. Unter dem Zoomobjektiven sind z.B. das 12-24 4.0 und das 200-400 4.0 die optisch zahlreichen Objektiven mit bessere Lichtsärke überlegen sind.
 
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Obwohl die Lichtstärke keinen physikalischen Einfluß auf die Abbildungsqualität hat, bilden lichtsstarke Objektive (zumindest Nikkore) in aller Regel besser ab, d. h. sind schärfer und kontrastreicher als ihre lichtschwachen consumer Pendants. Grund dafür ist, dass bei den lichtstarken Objektiven i.d. Regel auch hochwertig vergütetes Glas zum Einsatz kommt. Außerdem sind sie wesentlich besser verarbeitet, was sich z. B. in einer den Plastiklinsen deutlich überlegenen Zentrierung zeigt. Ausnahme: flare und ghosting ist i. d. Regel bei lichtschwachen Objektiven weniger stark ausgeprägt (weil dort weniger Glas verbaut wird), so dass sie sich für Gegenlichtaufnahmen (insbesondere solchen mit direkter Sonne im Bild) besser eignen.
 
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Unter dem Zoomobjektiven sind z.B. das 12-24 4.0 und das 200-400 4.0 die optisch zahlreichen Objektiven mit bessere Lichtsärke überlegen sind.

Nenn' doch mal bitte ein, zwei dieser "zahlreichen" Objektive... Ich kenne keins und fand das 12-24 im Hinblick auf Schärfe und Kontrast einfach nur schlecht im Vergleich zum 17-35 bzw. 17-55. Besser als diese beiden es nur in Bezug auf flare und ghosting.
 
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..sind Objektive mit durchgehenden f2.8 immmer besser als Objektive mit höheren f Werte?

Du sprichst von der optischen Leistung von Zooms mit durchgehender Lichtstärke 2.8 im Vergleich zu ihren Pendants mit z.b. 3.5-4.5 oder 4-5.6, oder?
Dann gilt eigentlich das von Jan geschriebene. Die 2.8er Zooms sind 'besser' als ihre lichtschwächeren Brüder, aber nicht wg. 2.8 sondern trotz 2.8 - weil eben alles an ihnen besser gemacht ist.
Das muß aber nicht so sein, das ist eher eine nikonspezifische Eigenart. Canon hat z.B. ein 4/70-200er im Programm von dem man nur Gutes hört, es soll seinen 2.8er Kollegen abgesehen von der einen Blende weniger in Nichts nachstehen (Achtung:Angelesenes Wissen).
Und überhaupt würde ich diese ganze Diskussion nur herstellerspezifisch gelten lassen, sprich innerhalb des Nikonsystems kann man sie stellen und auch mit einer gewissen Allgemeingültig beantworten. Wenn man den Vergleich auf ein 2.8/19-53mm von Sigtamkina für 399 € ausweitet, dann sollte man schon sehr kritisch schauen ob das bei der Abbildungsleistung tatsächlich einen Vorteil gegenüber einem 3.4-4.6er Nikkor bietet!
Ach ja: Mein Orthopäde sagt das 2.8er Zooms ganz klar besser sind! :hehe:

Gruß
Dirk
 
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Nenn' doch mal bitte ein, zwei dieser "zahlreichen" Objektive... Ich kenne keins und fand das 12-24 im Hinblick auf Schärfe und Kontrast einfach nur schlecht im Vergleich zum 17-35 bzw. 17-55. Besser als diese beiden es nur in Bezug auf flare und ghosting.

AF 18 mm f/2.8 Nikkor
AIS 28 mm f/2.8

sind z.B. zwei Nikonkrücken mit toller Lichtstärke

Und flare und ghostings sollte man nicht wegdiskutieren. Sie können in der Praxis selbst die besten Fotografien absolut unbrauchbar machen. Gerade das von dir gelobte 17-55 ist sowohl durch die schlechte Gegenlichtfähig als auch den eingeschränkt nutzbaren Blendenbereich z.B. für Landschaftsfotografie nur bedingt tauglich.
 
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AF 18 mm f/2.8 Nikkor
AIS 28 mm f/2.8

sind z.B. zwei Nikonkrücken mit toller Lichtstärke

Und flare und ghostings sollte man nicht wegdiskutieren. Sie können in der Praxis selbst die besten Fotografien absolut unbrauchbar machen. Gerade das von dir gelobte 17-55 ist sowohl durch die schlechte Gegenlichtfähig als auch den eingeschränkt nutzbaren Blendenbereich z.B. für Landschaftsfotografie nur bedingt tauglich.

Genau aus diesem Grund habe ich das 17-55 nicht gekauft!!!:D ---

Der Vergleich des 12-24 mit den erwähnten Nikon "Krücken" hinkt: das sind Festbrennweiten mit einer asbach-uralten Rechnung, die sich zudem noch auf das Kleinbildformat bezieht. Wenn im Vergleich dazu das 12-24 nicht besser wäre, hätte Nikon 25 Jahre geschlafen.... Das 17-35 dagegen, das zusammen mit der D1 vorgestellt wurde, ist dem 12-24 deutlich überlegen (Ausnahme s.o.).
 
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bezogen auf das Thema finde ich nicht das der Vergleich hinkt. In dem ging es um die Frage, ob lichststarke Objektive generell die besseren sind. Das stimmt weder für Nikon und schon gleich zweimal nicht für andere Hersteller.
Meist zutreffend ist, das neue 2.8 Nikonzoomobjektive höchster Preisklassen ihren deutlich günstigeren Nikon Zoomkollegen schlechterer Lichstärke in den meisten Diziplinen überlegen sind. Das liegt, wie Dirk schon geschrieben hat aber nicht an der Lichststärke.
 
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Hallo
sind Objektive mit durchgehenden f2.8 immmer besser als Objektive mit höheren f Werte?

Mein 2.8/17-55 ist dem Kitobjektiv 3.5-4.5/18-70 bezüglich Auflösung von Blende 2.8 bis ca. 5.6 sichtbar überlegen, danach würde ich beide gleich bewerten bzw. stark abgeblendet ist das 2.8er sichtbar unterlegen. 2.8er (Zooms) sind Spezialisten, was aber nicht gleichbedeutend mit "durchgehend besser" ist, wobei natürlich noch weitere Kriterien zu berücksichtigen sind als Auflösung und Kontrast...
Markus
 
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Blende 5,6 ist bei einem lichtstarken 2,8-Zoom eine mittlere Blende und liefert eine relativ hohe Brillanz. Bei einem 5,6-Billig-Zoom sieht das bei Blende 5,6 anders aus. Insofern ist das lichtstarke Zoom einem Billig-Zoom bei identischen Lichtverhältnissen überlegen ... oder bilde ich mir das nur ein :dizzy:? Zumindest hatte ich noch kein Zoom, das bei Offenblende nicht problematisch war (auch nicht das 12-24).

Vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass - wie foxmulder schreibt - für teure, lichtstarke Zooms gilt, dass
eben alles an ihnen besser gemacht ist.
 
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Blende 5,6 ist bei einem lichtstarken 2,8-Zoom eine mittlere Blende und liefert eine relativ hohe Brillanz. Bei einem 5,6-Billig-Zoom sieht das bei Blende 5,6 anders aus. Insofern ist das lichtstarke Zoom einem Billig-Zoom bei identischen Lichtverhältnissen überlegen ... oder bilde ich mir das nur ein :dizzy:? Zumindest hatte ich noch kein Zoom, das bei Offenblende nicht problematisch war (schon gar nicht das 12-24).

Nein keine Einbildung...:D Blende 4,5 oder 5,6 ist bei manchen "Billigzooms" die größte Blende, bei den lichtstarken Zooms dagegen schon zweifach abgeblendet. Und jedes Objektiv entfaltet seine maximale Abbildungssleistung, wenn es zweimal abgeblendet wird (Faustregel, es gibt Ausnahmen). Dennoch sind keineswegs alle lichtstarken Objektive bei Offenblende "problematisch". Vielmehr gibt es solche und solche: billant bei Offenblende ist z.B. das AF-S 80-200 oder das AF-S 17-55. Dagegen ist etwa das AF-S 17-35 eher nicht so offenblendtauglich (trumpft dann aber ab Blende 4 / 5,6 umso stärker auf).
 
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Dagegen ist etwa das AF-S 17-35 eher nicht so offenblendtauglich (trumpft dann aber ab Blende 4 / 5,6 umso stärker auf).

Das würde ich aber so nun auch nicht sagen, ich mache sehr viel "Offenblende" mit dem Teil und finde, dass es ein Sahnestückchen ist....
 
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