Nikon will spiegellose Kameras bringen?

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Ist dieser Trend weg von Kompaktknipsen und DSLRs hin zu Smartphones
ein speziell deutscher Trend?
Nein, kann ich aus Beobachtungen nicht bestätigen. Smartphones kommen überall da zu Einsatz, wo auch "früher" stets nur einfache, sehr kleine "Immer dabei"-Kameras benutzt wurden, und zwar bei Leuten, die sich mit Fotoequipment für ihre Erinnerungsbildchen (im neutralen Sinn gemeint, nicht abwertend!) nicht belasten wollen.

Hier habe ich manchmal das Gefühl, die DSLR-Fotografie wäre zu einem Altherrensport verkommen.
Mag ich aus meinen Beobachtungen heraus so auch nicht bestätigen. Ich sehe auch hier öfters Jugendliche/junge Erwachsene mit den eher "kleineren" DSLRs ausgerüstet herumlaufen.

CB
 
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Nein, kann ich aus Beobachtungen nicht bestätigen. Smartphones kommen überall da zu Einsatz, wo auch "früher" stets nur einfache, sehr kleine "Immer dabei"-Kameras benutzt wurden, und zwar bei Leuten, die sich mit Fotoequipment für ihre Erinnerungsbildchen (im neutralen Sinn gemeint, nicht abwertend!) nicht belasten wollen.


Smartphones kommen überwiegend da zum Einsatz wo " früher " fast niemand auf die Idee gekommen wäre ein Foto zu machen der offensichtliche Zeitgeist und für mich oft schwer erträglich z.B. letzte Woche im Restaurant am Nebentisch pausenlose Knipserei von allem und jedem das Essen die Bierflasche die Kinder die Frau.
 
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Auch alte Leute benutzen ein Smartphone, da dies sehr einfach ist und man es seinen Bekannten sofort übertragen kann.
 
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Ist dieser Trend weg von Kompaktknipsen und DSLRs hin zu Smartphones
ein speziell deutscher Trend?
Wie sieht der ideale Fotoapparat aus? Richtig, klein, immer dabei und möglichst in einem Gerät, das ich sowieso jeden Tag dabei habe. Ergo ist das Smartphone ein Fotoapparat, der dem Ideal sehr nahe kommt. Das ist ein weltweiter Trend und völlig natürlich.

In diesem Jahr ist mir aufgefallen, dass besonders auch sehr viele jüngere
Leute beiderlei Geschlechts aus dem meist europäischen Ausland, die hier
als Touristen unterwegs waren, mit DSLRs ihre Fotos geschossen haben.

Natürlich schießen auch viele Touristen ihre Bilder per Smartphone, aber
den Anteil der DSLR-Knipser fand ich schon bemerkenswert.

Das ist das Revival der DSLRs. Wunderbar.

Hier habe ich manchmal das Gefühl, die DSLR-Fotografie wäre zu
einem Altherrensport verkommen. Bei unseren Nachbarn scheint dies
nicht ganz so sehr der Fall zu sein.

Grüße aus HB
Heiner

Ist bei uns in D aber auch noch weit verbreitet. Meine Jungs (16 und 18) fotografieren auch sehr gerne mit meiner DSLR-Ausrüstung.
 
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Smartphones kommen überwiegend da zum Einsatz wo " früher " fast niemand auf die Idee gekommen wäre ein Foto zu machen der offensichtliche Zeitgeist und für mich oft schwer erträglich z.B. letzte Woche im Restaurant am Nebentisch pausenlose Knipserei von allem und jedem das Essen die Bierflasche die Kinder die Frau.

Das ist die Generation Facebook. Die asozialen Netzwerke wollen ja auch mit Fotos von jeglicher Belanglosigkeit gefüttert werden. Am meisten hasse ich Selfis und Selfistäbe, bzw. die Leute, die so etwas machen oder benutzen. Wer will schon die abgewrackte Visage eines Besoffenen im Halbdunkel mit buntem Pixelrauschen sehen? Werde ich nie begreifen.
 
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Die Frage ist, ob man Fotografie als Hobby betreibt / betrachtet.

Die meisten derer, die im Urlaub fotografieren, sehen Fotografie nicht als Hobby. Dort werden mit zunehmender Leistung Smartphones den Markt komplett übernehmen. Die Kameras, die man hier noch sieht, sind meist schon einige Jährchen alt. Ich denke nicht, dass ihre Besitzer diese Kameras überhaupt noch ersetzen wollen.
Ich denke, da muss man differenzieren. Günstige Smartphones haben für gewöhnlich winzige Sensoren und bieten die "coolen" Features, wie Doppel-Kamera und Bokeh, nicht. Erst High-End-Geräte bieten dass, und diese sind wiederum teurer als ein günstiges Smartphone und eine Einsteiger-DSLR/-DSLM. Und was man nach der Ankündigung des iPhone X und der neuen Google Pixels beobachten kann, ist dass preislich längst kein Ende der
Fahnenstange erreicht ist. Es bleibt noch zu sehen, wie der Markt diese super-teuren Modelle annehmen wird. Alles in allem, denke ich, dass nach dem Smartphone-Hype, der bald vorbei sein wird, sich für Fotografie interessierte Leute vermehrt auf richtige Kameras zurückbesinnen werden. Klar, die meisten Menschen werden weiterhin Smartphones kaufen, aber nur die wenigsten werden zu extrem teuren Modellen greifen, in der Hoffnung so bessere Bilder schießen zu können. Und mittlerweile ist(sind) die Kamera(s) das einzige Alleinstellungsmerkmal der High-End-Geräte.

Bei Fotografie als Hobby hat eine RX10- oder RX100-artige Bridgekamera echte Vorteile im Urlaub, da sehe ich die Spiegellosen schon wieder im Rückzug.
Mag sein, diese Kameras kosten aber mehr als Einsteiger-DSLRs/-DSLMs mit mehreren Objektiven.

Zu Hause mit ernsthaftem Anspruch ist eigentlich nur das Preissegment um 1000€ für Spiegellose spannend. Darunter erreicht man mit einer billigen DSLR mehr, darüber kann z.Zt. nur eine A9 (vielleicht noch A7rII) einer K-1, 5Div, D850 etc. das Wasser reichen. Und die A9 ist teuer, vor allem mit Objektiven.
Das stimmt, wenn man sich nur auf die Fotografie beschränkt. In Sachen Video sind viele Spiegellose gleich teuren DSLRs haushoch überlegen. Und Video sollte man nicht unterschätzen, besonders wenn man bedenkt, dass zunehmend diese Features gepusht werden, mit denen man Fotos aus Videoaufnahmen extrahieren kann.

Die Spiegellosen werden sich im oberen Segment behaupten müssen, denn nur dieses überlebt. Aber noch ist die hierfür nötige schnelle Sensor- und EVF-Technologie teuer. Zu teuer. Noch.
Ich bin eher der Meinung, dass sich diese extrem teuren Smartphones nicht durchsetzen werden und das folglich ILCs für unter €1000 weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben werden.
 
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Ich vermute, solange dem Wort "Speigelreflex" der Mythos des Professionellen anhaftet
(solange also jemand bei deren Anblick leuchtende Augen kriegt und "boah, Spiegelreflex!"
ruft ;)), solange werden sie sich auch verkaufen lassen und entsprechend auch produziert
werden. Bestimmt sind es bei den Hobbyisten keine 20% mehr, die aus technischen Gründen
den Spiegel bräuchten (z.B. wegen des noch besseren AF) und bei denen, die ihr Geld damit
verdienen, reduziert sich das wohl hauptsächlich auf die Sport- und Wildlife-Fotografen.



 
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Um mal den Stellenwert von Spiegellosen im Massenmarkt etwas einzuschätzen, möchte ich meine Beobachtungen aus 2 Wochen Südfrankreich wiedergeben, wo ich an diversen "Hotspots" Menschen aus allen möglichen Ländern gesehen habe. Was zu sehen war: viele Bridgekameras, viele "Einsteiger"-Spiegelreflexkameras, immer wieder mal "Mittelklasse"-DSLR - und ganz, ganz wenige Spiegellose. Ohne exakt zu zählen lag der Anteil "gefühlt" im einstelligen Prozentbereich. Natürlich sind solche Beobachtungen subjektiv und vom Zufall geprägt. Was man aber definitiv nicht erkennen kann, ist, dass DSLM im realen Leben in Europa bereits erhebliche Marktanteile gegenüber DSLR gutgemacht hätten. Interessanteste Beobachtung: Junge Menschen (Schüler/Azubis/Studenten/"Young Professionals") hatten fast durchgehend DSLR der Einsteigerklassen, mehr Canon als Nikon, aber keine DSLM umhängen.

CB


Komme gerade von einem 10-Tage-Rom-Aufenthalt zurück und kann das fast 1:1 bestätigen. Smartphones - häufig auf dem Selfi-Stick montiert - prägen absolut das Bild. In allen Altersklassen. Das Selfi-Tum mit unglaublichen Piruetten. 😃. Daneben - mit weitem Abstand - eine Vielzahl unterschiedlichster Kompakter. Ziemlich wildes und rücksichtsloses Rumgeknipse (Kompakte mit Blitzlicht, Fokussierpiepstöne, Smartphones mit lautem virtuellen Auslösegeräusch).

Bei den "echten" Fotoapparaten habe ich sehr viele Nikon-DSLRs der D3000er und D5000er-Serien gesehen, sehr häufig mit dem 18-105 drauf. Kleine Canon-DSLRs gab es auch, gefühlt hatte Nikon aber die Nase vorn.

Auch die DSLR-Leute benutzten häufig zusätzlich das Smartphone, vor allem in den Kirchen. Es ist wohl einfacher, bei schlechten Lichtverhältnissen mit dem Smartphone eine scharfe Aufnahme hinzubekommen als mit dem Kit-Zoom.

Eine Nikon D5 habe ich gesehen, eine junge Frau hatte eine F2-Analog-Ausrüstung mit Lichtschachtsucher dabei, außerdem habe ich zwei, ebenfalls jüngere Leute mit FM-2 oder FE-2 gesehen.

Zwei Sony 7 - Modelle sind mir aufgefallen, mit Zeissobjektiv (Zoom). Japaner geschätzt zwischen 30 und 40. Eine Fuji XT (welches Modell genau konnte ich nicht so schnell sehen), junge Frau.

Jemanden wie meine Frau (D7100 mit Sigma8-16 und Nikon 18-300) oder mich (Rucksack mit D810, D850 und 5 lichtstarken Festbrennweiten) habe ich sonst nicht wahrgenommen.

Ich habe auch ein paar Bilder mit meinem iPhone gemacht. Die Panoramafunktion ist einfach klasse.

Der größte Gewichtsposten in meinem Rücksack war das 1.4/105mm, und auf das hätte ich unter keinen Umständen verzichten wollen. Die Bildqualität ist einfach überragend und spielt ihr Potential in dunklen Räumen voll aus. Dafür braucht man eine gescheite FX-Kamera; welche Suchertechnologie völlig egal.

Ich bin auch 50+ und habe diverse Defekte an meinen Augen. Weder die D810 noch die D850 haben mir beim Scharfstellen irgendwelche Probleme bereitet.
 
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Es ist wohl einfacher, bei schlechten Lichtverhältnissen mit dem Smartphone eine scharfe Aufnahme hinzubekommen als mit dem Kit-Zoom.

Das kann ich nicht bestätigen. Ich habe extreme Schwierigkeiten, mit dem Smartphone (wenn ich es denn mal beruflich nutze) scharfe Bilder zu machen, wo ich mit meiner D750 und dem 24-70 keinerlei Probleme hätte.
 
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[MENTION=50796]Fotograf58[/MENTION]: Ganz Deiner Meinung! Ich nutze auch lieber das Potential des größeren Sensors und der Möglichkeiten der an eine fotografische Situation richtig angepassten Kameraeinstellungen.

Aber offensichtlich ist es so, dass viele Eigentümer der DSLR-Basismodelle vollkommen damit überfordert sind, auf schwierige Belichtungssituationen die zutreffende Antwort zu finden,und nehmen dann lieber das Handy. Da sieht es auf dem viel größeren Display nämlich gleich viel besser aus, obwohl das objektiv gesehen gar nicht stimmt.
 
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...
Weltweit kommen inzwischen auf 2 D-SLR schon über 1 spiegellose, in Asien ists fast Pari in Europa sind wir da noch etwas rückständiger.
...

Was heißt hier rückständiger???
Also mir geht das Gerede um den EVF und manche Leutchen, die meinen hier missionarisch unterwegs sein zu müssen, langsam auf den Senkel. Was da alles besser sein soll...
Bei Dunkelheit ein tolles Sucherbild, hört hört! Man bekommt den Eindruck, da sitzen Leute zum Bilder machen im Keller....
Man könnte mit dem Mäusekino tatsächlich beurteilen, wie das Bild im Hinblick auf Belichtung und Weißabgleich wird; mir zog es fast die Schuhe aus....

Leute, das sind zwei ganz verschiedene Systeme und das Gerede, was besser ist, ist vollkommener Unsinn!

Seit dem ich zehn bin, fotografiere ich und als ich das erste Mal durch einen Reflex-Sucher gesehen habe, bin ich im wahrsten Sinne infiziert. Das ist großes Kino!
Ich kann in Ruhe die Wirklichkeit sehen, kann mein Bild gestalten (käme mir im Übrigen nie in den Sinn dafür das Display zu verwenden) und, ganz wichtig, ich weiß was die Kamera macht, genauso wie ich früher wusste, welchen Film ich hatte.

Ein guter Freund, auf der Hatz nach der immer neuesten Technik, hat sich vor ein paar Jahren die A7 geholt, vor ein paar Monaten die A7R-II und kürzlich die A9. Ich kenne also die Entwicklung, zumindest was die Sony´s angeht und sehe da auch durchaus ein Verbesserung des EVF. Im Übrigen mit Batteriegriff ist die A9 ein bildhübsches Teil!! Aber mit dem EVF kann ich nichts anfangen, muss mir aber vom Freund ständig anhören, wie viele Vorteile diese Technik denn hätte und es kommen die gleichen mehr oder weniger dämlichen Argumente dafür. Nun, bei ihm sehe ich darüber hinweg, er fängt erst an wirklich ernsthaft zu fotografieren, ist aber leider zu techniklastig.

Dass Nikon irgendwann auch eine Spiegellose bringen muss, schon der Begriff Spiegellose ist irgendwie Unsinn und soll nur die andere Technik in Misskredit bringen und der Markt plapperts nach, ist mir klar. Es gibt oder wachsen eben keine Menschlein mehr nach, die das Fotografieren erlernen und sich auf die Technik verlassen, wissen wie eine Kamera funktioniert. Nein, schon im Sucher zeigt die Kamera, eher schlecht, was sie macht. Die Technik übernimmt, der fotografische Verstand und die Fantasie bleibt zurück....

Für meinen Teil: Wenn ich z.B. die D5 vor dem Auge habe (alle meine Reflexen haben die Augenmuschel!), blende ich alles Drumherum aus und genieße dieses geile Prinzip der Single-Lens-Reflex, wie es keine andere Kamera kann!! (Höchstens noch der Lichtschacht einer Mittelformat) Das ist ein großer Teil der Faszination, die für mich Fotografieren ist. Die Technik der Kamera interessiert mich dann nicht wirklich; mit dem EVF würde mir dieser Teil genommen und das Fotografieren an sich verleiden.

Aber nochmal, ich betrachte das als zwei ganz verschiedene Systeme. Und auch in Zukunft wird es Menschen geben die sich vom optischen Sucher faszinieren lassen und Technikfreaks, die den EVF bevorzugen (grob gesagt ;-) )
Das jeweils andere schlecht reden oder über den Klee loben ist Quatsch, sie haben nichts miteinander zu tun!

Achja zum Begriff Mirrorless, bei mir heißen die Dinger Mäusekino-Knipsen :D
 
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Ich will ja nicht sagen, weil mein Smartphone stark rauscht ist das bei allen so. Aber generell müsste es wegen der Sensorgröße und den fehlenden Objektiven doch so sein. Also ich verwende das Smartphone zum Knipsen und die Kamera zum Fotografieren.
In dem einen Fall sehe ich etwas, frei nach dem Motte "Besser irgend ein Bild als gar keines". Und in gewissen Situationen, dunkel oder weiter weg, probiere ich es gar nicht erst. Knipsen eben.
Und wenn es absehbar ist, dass ich auch nur ein Foto machen möchte, nehme ich die Kamera mit.
Dazwischen ist noch ein großer Graubereich. Dort wo es dunkel ist aber man schnell mal ein Foto knipsen möchte. Das ist die Domäne der Kompakten und der Einsteiger-DSLRs - vom Markt her gesehen.
 
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Die asozialen Netzwerke wollen ja auch mit Fotos von jeglicher
Belanglosigkeit gefüttert werden.

In den Netzwerken gibt es Bilder jeglicher Couleur, und ich wette
da sind tendentiell mehr gute Bilder zu finden als in den meisten
Fotoforen.

Am meisten hasse ich Selfis und Selfistäbe, bzw. die Leute, die so
etwas machen oder benutzen. Wer will schon die abgewrackte Visage
eines Besoffenen im Halbdunkel mit buntem Pixelrauschen sehen?
Werde ich nie begreifen.

An Dir ist ja auch vorbeigegangen daß Duane Michaels, Cindy Sherman
und andere mit ihren Selbstportraits zu Weltruhm gelangt sind.
 
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Masse wird nie klasse...

Und ja, mich nervt diese Bauchnabelschaugeneration und jeder noch so unwichtige Schwafler soll gelikt werden - wann erfindet endlich jeman die Schulerklopfmaschine?
 
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An Dir ist ja auch vorbeigegangen daß Duane Michaels, Cindy Sherman
und andere mit ihren Selbstportraits zu Weltruhm gelangt sind.

Ich finde Selbstportraits nicht verwerflich. Ich finde die Haltung, die dahinter steht, bedenklich. Es geht meistens darum, zu zeigen, wo man war. Als Erinnerung für sich selbst ist das unnötig, solange man nicht an Demenz leidet, und um es anderen zu zeigen, zeugt von einem beinahe schon ungesunden Hang zum Narzissmus. Man zeigt nicht, was man tolles gesehen hat und von dem man meint, andere würden es auch gerne sehen (kalssische reisefotografie also), sondern man zeigt sich vor einem bestimmten Motiv. Diese Haltung ist mir absolut wesenfremd. Und diese Haltung wird durch nichts so plaktativ demonstriert wie durch Selfie-Sticks. Deshalb finde ich diese Dinger so zum Kotzen. Wegen der Leute, die sie benutzen, und deren Haltung. Diese eigenbezogenheit und dieser Narzissmus ist nämlich der Hauptgrund für den allerorten zu spürenden Verfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Aber das weiter auszuführen, wäre soweit OT, dass ich es dabei belassen mag hier.
 
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Ich halte zwar von dieser Selfie-Manie auch nicht so arg viel, aber gerade wenn es um touristische Hot-Spots geht ist da nicht viel anders als früher.

Da fand sich dann ein Dia mit Mutti vor den Pyramiden, mit einem Kamel, im Sukh und am Assuanstaudamm wurde ein freundlicher Mitreisender gefragt, ob er nicht Mutti und Papi zusammen davor fotografieren könne.

Heute ists zwar etwas einfacher und damit auch inflationärer, aber wirklich neu ists nun wirklich nicht
 
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