Nikon pc-e 24mm an D800E

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Da macht dir die Mathematik leider einen Strich durch die Rechnung, denn die Perspektive ändert sich durchaus, mindestens geringfügig, denn es wird ja gezerrt, nicht nur entzerrt!

Wieso sollte sich die Perspektive ändern, wenn du am gleichen Standort bleibst? Der Betrachterstandpunkt bleibt doch derselbe?


Hohe Gebäude werden überproportional (nach oben) gestreckt! Ich habe hierin selber Beispiele gemacht und in einem anderen Forum gezeigt. Die Proportionen etwa von Fenster stimmen einfach nicht mehr!

Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, worin diesbezüglich der Unterschied zwischen einem Panorama und dem Tilten liegen soll. Wenn du zur Not einen Panoramawinkel einsetzt, ändert sich die Perspektive nicht und wenn das Bild später genauso perspektivisch korrigiert wird, werden alle Anteile analog dargestellt. Die oberen Anteile dürfen natürlich nicht gezerrt werden, sondern nur die unteren gestaucht (Auflösung).
Wenn du einen Hubwagen benutzt oder dich weiter entfernst, ändert sich die Perspektive sehr wohl, aber dann bräuchtest du auch kein T/S-Objektiv.

Deine Beispiele würden mich sehr interessieren, da ich deiner Argumentation nicht richtig folgen kann... vielleicht reden wir aber auch nur aneinander vorbei.
 
Kommentar
Anzeigen
@ dmachon

Natürlich wäre Stitchen eine Alternative, aber neben der dem Mehraufwand (je nach Motiv kann das auch mal viel sein) sieht man im Moment der Aufnahme auch nie sein Motiv. Gerade wenn eine nachträgliche perspektiven Korrektur erforderlich ist. Das ist ein ziemliches Handicap, nicht nur für die Komposition. Und auch die Möglichkeit die Schärfeebene zu verlagern fehlt natürlich.

Dem stimme ich vorbehaltlos zu!
Aber so richtig schlau bin ich aus der Eingangsfrage nicht geworden - was soll eigentlich fotografiert werden? Bei bestimmten naturfotografischen/architektonischen Motiven ist ein echtes T/S klar im Vorteil, aber in den meisten Fällen wird's auch so gehen.
 
Kommentar
@ Winsoft

Der Hubwagen ist sogar besser als die Tilt/Shift Optik, weil man einen viel besseren Kamerastandpunkt hat, aber auf Dauer leider auch etwas teurer, als eine Tilt/Shift Optik ;)

Du hast insofern recht, daß man bei starken perspektivischen Korrekturen am Rechner natürlich immer Qualität verliert. Das ist unabhängig von der Auflösung. Je stärker man verzerrt, desto mehr wird interpoliert. Wie Daniel aber bereits geschrieben hatte, könnte man auch unten stauchen, statt oben dazuzurechnen. Aber davon abgesehen, kann man mit Stitching-Techniken schon eine bessere Qualität erzielen. Schon alleine durch die viel höhere Auflösung.

VG
 
Kommentar
Aber von extremen mal abgesehen, kann man mit Stitching-Techniken schon eine bessere Qualität erzielen. Schon alleine durch die viel höhere Auflösung.

Eben - wenn ich ein Bild um 50% stauchen muss (und das wäre schon erheblich), muss ich lediglich eine doppelt so hohe Auflösung gewährleisten. Das sind 2, 3 Bilder mit dem 14-24.
 
Kommentar
Dem stimme ich vorbehaltlos zu!
Aber so richtig schlau bin ich aus der Eingangsfrage nicht geworden - was soll eigentlich fotografiert werden? Bei bestimmten naturfotografischen/architektonischen Motiven ist ein echtes T/S klar im Vorteil, aber in den meisten Fällen wird's auch so gehen.

Das könnte z.B. eine Blumenwiese sein, die aus nächster Nähe von vorne bis hinten scharf abgebildet werden soll. Das ist durch Verschwenken der Objektivebene nach der Scheimpflugschen Regel zu erreichen, ohne stark abblenden zu müssen und vermeidet Bewegungsunschärfen in den Blüten oder Beugungsunschärfen durch zu starkes Abblenden.

Herzliche Grüße Nic
 
Kommentar
Keine Frage - "bei bestimmten naturfotografischen/architektonischen Motiven ist ein echtes T/S klar im Vorteil".
Eine solche Blumenwiese im Wind ist ein solches Beispiel (wobei Focusstacking mit 2 Aufnahmen auch easy und in PS mit wenigen Klicks realisierbar ist), auch HDR-Panoramen sind einfacher mit T/S-Objektiven, etc.

Aber es ging mir um die Frage, inwiefern ein T/S-Objektiv einem Panorama bei einem architektonischen "Standard"-Motiv überlegen ist...
 
Kommentar
Ich glaube eine Tilt/Shift Optik lohnt sich für jeden, der Verstellungen oft braucht, oder damit Geld verdienen muß. Man arbeitet einfach viel schneller und damit auch wirtschaftlicher, als mit nachträglichem Computer-Gefummel. Ist auch nicht jedermanns Sache, Zeit am Rechner zu verbaseln.

Ich habe schon oft über Tilt/Shift Linsen nachgedacht, aber bisher habe ich sie mir immer geliehen, wenn ich sie brauchte. Kommt bei mir einfach zu selten vor... ich denke das wird sich der TO schon überlegen.

VG
 
Kommentar
Keine Frage - "bei bestimmten naturfotografischen/architektonischen Motiven ist ein echtes T/S klar im Vorteil".
Eine solche Blumenwiese im Wind ist ein solches Beispiel (wobei Focusstacking mit 2 Aufnahmen auch easy und in PS mit wenigen Klicks realisierbar ist), auch HDR-Panoramen sind einfacher mit T/S-Objektiven, etc.

Aber es ging mir um die Frage, inwiefern ein T/S-Objektiv einem Panorama bei einem architektonischen "Standard"-Motiv überlegen ist...

Du kannst, wenn Deine Brennweite lang genug ist, jede von Dir gewünschte Auflösung erzielen. In einer Qualität, die nicht nur dem TS überlegen ist, sondern nach oben quasi keine Grenzen kennt. Und wenn man weiß, was man tut und wie man es tun muss (das ist je nach Standort nicht ganz profan, wenn es exakt werden soll), dann kann man Verschiebungen der Proportionen so weit vermeiden, dass sie auch bei sehr großen Drucken keine Rolle mehr spielen.
 
Kommentar
... Aber es ging mir um die Frage, inwiefern ein T/S-Objektiv einem Panorama bei einem architektonischen "Standard"-Motiv überlegen ist...
Ich sehe das nicht als einander ausschließende Alternativen an. Sowohl als auch sind je nach Motiv und Aufgabenstellung nach meinen Erfahrungen durchaus sinnvoll.

Beispiel: Die Reproduktion eines querformatigen Kirchenfensters von ca. 4,25 x 2,5 Metern war nur aus einem vergleichsweise kurzen Aufnahmeabstand von ca. 2 Metern möglich, weil dann eine im Weg stehende Säule die Sicht versperrt. Zudem befindet sich der obere Rand des Fensters in ca. 3 Metern Höhe.

Meine Lösung: Montage der Kamera im Hochformat auf dem Nodalpunktadapter. "Höhengewinn" durchs Shiften, "Seitengewinn" durch je einen Panoramaschwenk von der Zentralperspektive nach rechts und links - beim PC-Nikkor 3,5/28 auch kombinierbar mit Shiften nach links oder rechts. Mit der D800 am Objektiv überragende Detailschärfe bei einer nativen Auflösung von ca. 10.000 x 6.500 px.

Herzliche Grüße Nic
 
Kommentar
Meine Lösung: Montage der Kamera im Hochformat auf dem Nodalpunktadapter. "Höhengewinn" durchs Shiften, "Seitengewinn" durch je einen Panoramaschwenk von der Zentralperspektive nach rechts und links - beim PC-Nikkor 3,5/28 auch kombinierbar mit Shiften nach links oder rechts. Mit der D800 am Objektiv überragende Detailschärfe bei einer nativen Auflösung von ca. 10.000 x 6.500 px.

Und das gleiche Bild hätte man durch eine 2. Reihe und anschließendes Entzerren mit dem gleichen Bildinhalt und gleicher Auflösung erstellen können, oder nicht?
 
Kommentar
Und das gleiche Bild hätte man durch eine 2. Reihe und anschließendes Entzerren mit dem gleichen Bildinhalt und gleicher Auflösung erstellen können, oder nicht?

Nein, ein zweireihiges Panoramastitching war hier insoweit überflüssig, als ich die Aufnahmen im Hochformat aufgenommen und dabei nach oben geshiftet habe. Drei Bilder mit dem 28er reichten also völlig aus, um das Kirchenfenster in der Vertikalen zu erfassen.

Und ja, z.B. bei einer längeren Brennweite kann man es auch komplett zweireihig stitchen, ohne zu shiften.

Mir ist es einfach sympathischer, ein Motiv, wie ein zu reproduzierendes Kirchenfenster, in möglichst hohem Maße mit optischen Mitteln aufzunehmen.

Aber es gibt bekanntlich Tausend Wege nach Rom ...

Herzliche Grüße Nic
 
Kommentar
Mir ist es einfach sympathischer, ein Motiv, wie ein zu reproduzierendes Kirchenfenster in möglichst hohem Maße mit optischen Mitteln aufzunehmen.

Das ist der Knackpunkt!
Kollege Winsoft behauptet aber, Stitching würde nicht funktionieren, liefert aber (mal wieder) keinen Beleg dafür...

Aber bevor sich der TE mit matschigen Ecken und überzogenen Preisen rumschlägt, wäre das ein oder andere Panorama vielleicht die einfachere Variante - zumindest bis geklärt ist, was mit dem T/S überhaupt angestellt werden soll.
 
Kommentar
Hallo,

shiften vs. stitchen ist ja so Dauerthema, das leider nicht immer vollumfänglich ergebnisoffen diskutiert wird :rolleyes:.

Mir ist es einfach sympathischer, ein Motiv, wie ein zu reproduzierendes Kirchenfenster in möglichst hohem Maße mit optischen Mitteln aufzunehmen.
vom Bauchgefühl her würde ich Dir zustimmen. Immerhin wollen wir so ein Kirchenfenster ja fotografieren und nicht "graphikdesignen". Der Kopf sagt aber, dass man mit einer Panoreihe dramatisch viel mehr Möglichkeiten hat (z. B. bzgl. Schärfe und Auflösung "bis in die Ecken") und die Praxis zeigt auch, dass ich ein T/S-Objektiv zwar oft gewollt, aber nie wirklich gebraucht habe.

Es kommt aber dann doch immer mal wieder vor, dass sich große (aber einfache) geometrische Strukturen wie etwa Fenster- oder auch Bilderrahmen, rechte Winkel etc. nach dem stitchen etwas anders darstellen als erhofft - insbesondere wenn die Brennweite kurz und der Aufnahmewinkel groß ist. Dass plötzlich leichte S-Kurven in "eigentlich" geraden Linien zu finden sind oder sich Rechtecke kissen- und tonnenförmig (n-ter Ordnung) verzeichnen und sich per EBV nur mit ganz viel Mühe beheben (frei transformieren) lassen.

Kennt Ihr den Effekt? Was tut Ihr dagegen? Im Prinzip bräuchte man in den Pano-Tools eine Funktion, mit der man eine Freihandlinie zeichnen kann (oder noch besser, eine Kontrastkante selektieren / segmentieren kann) und dem Pano-Tool sagen kann: "mach´ mal gerade ... incl. dem Bildkontext in der näheren Umgebung". ;)

Ciao
HaPe
 
Kommentar
Ergebnisoffen betrachte ich das Thema schon alleine deshalb, weil ich es gelernt habe und gewohnt war, Architektur mit der Fachkamera zu fotografieren. Das war für mich sehr lange der einzig gangbare Weg. Aber verschiedenste Umstände haben für die ergebnisoffene Herangehensweise gesorgt... ;)



Hallo,
...
Es kommt aber dann doch immer mal wieder vor, dass sich große (aber einfache) geometrische Strukturen wie etwa Fenster- oder auch Bilderrahmen, rechte Winkel etc. nach dem stitchen etwas anders darstellen als erhofft - insbesondere wenn die Brennweite kurz und der Aufnahmewinkel groß ist. Dass plötzlich leichte S-Kurven in "eigentlich" geraden Linien zu finden sind oder sich Rechtecke kissen- und tonnenförmig (n-ter Ordnung) verzeichnen und sich per EBV nur mit ganz viel Mühe beheben (frei transformieren) lassen.

Kennt Ihr den Effekt? Was tut Ihr dagegen? ...



Ich nehme für die Serienaufnahme Objektive, die von sich aus schon sehr wenig bis gar nicht verzeichnen.
Das ist im Normalfall immer noch besser im Ergebnis, als ein stark verzerrendes Weitwinkel mit unscharfen Ecken am Rand des Bildkreises, auch wenn ich es verschwenken kann.

Und wenn man das fotografierte Objekt genau betrachtet (speziell bei alten Gebäuden), dann sind Verzeichnungen oft schon in der Architektur selbst vorhanden.
 
Kommentar
Hallo zusammen, weiss ich jetzt nicht ob das was bringt, habe im Netz was gefunden aber Erfahrungen damit habe ich nicht:
http://www.zoerk.de/
MfG
Dies scheint mir ein sehr praktikabler Weg anstelle von herkömmlichen TS-Objektiven an KB zu sein.

Ich werde mich hier mal schlau machen und die Sache beäugen...

Vielen Dank für den Tipp!

Soeben:
Laut Zörk kostet das Ding:
Pro Shift Adapter (Pro SA MFS/Pro SA P67) Pro Shift Adapter für MFS an KB-SLR*
EUR 450,-Pro
Schon happig...
 
Kommentar
Da hilft nur eine Großformatkamera kaufen und einen Delta100 rein, Auflösung dürfte genug vorhanden sein und tilten, shiften geht wie verrückt. ;)
 
Kommentar
Da hilft nur eine Großformatkamera kaufen und einen Delta100 rein, Auflösung dürfte genug vorhanden sein und tilten, shiften geht wie verrückt. ;)

Das geht ja auch mit digitalen Kameras problemlos. Nur bei den Nikon Kleinbildmodellen gibt's im Moment nur eine richtig gute WW-Optik und die ist exorbitant teuer.

VG
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten