Naturreise(n)bericht: Seltsame Vögel

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... und der in Afrika lebende Glanzklaffschnabel bilden gemeinsam bei den Störchen eine eigene Gattung, deren auffälligstes Merkmal die namensgebende Lücke zwischen Ober- und Unterschnabel ist. Der Glanzklaffschnabel wird fast einen Meter groß, der Silberklaffschnabel bleibt deutlich kleiner.

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Krüger Nationalpark, Südafrika, Juni 2016
 
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Aus der fünf Arten umfassenden Familie der Fregattvögel habe ich bisher zwei Arten aufnehmen können, die sich recht ähnlich sehen und jeweils etwa einen Meter groß werden sowie eine Flügelspannweite von 230 Zentimetern erreichen: den Bindenfregattvogel ...

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Galápagos, Ecuador, Januar 2024
 
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... und den Prachtfregattvogel.

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Golf von Santa Elena, Costa Rica, Januar 2022

Den scharlachroten Kehlsack blähen die Männchen nur in der Balz auf.


Ihren Familiennamen haben diese Vögel übrigens in Anspielung auf ihre Piraterie erhalten. Sie attackieren gelegentlich andere Vögel, darunter Tölpel, Möwen, Kormorane, Pelikane und sogar Fischadler, bis diese ihre eigene Beute fallenlassen. Der wendige Fregattvogel beendet dann sofort den Angriff und stürzt sich auf die Beute.
 
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Der Rabengeier ist mit bis zu 74 Zentimetern Körperlänge auch ein recht großer Vogel. Im Bild ist er rechts zu sehen. :sneaky:

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Nähe Purace, Kolumbien, Januar 2024

Links sieht man den ‚geringfügig größeren‘ Andenkondor.

Er läßt den Rabengeier geradezu schmächtig wirken. Seine Körperlänge von bis zu 122 Zentimetern ist nicht rekordverdächtig, seine Flügelspannweite von bis zu 310 Zentimetern auch noch nicht ganz, sein Gewicht von 15 Kilogramm dagegen durchaus. Er gilt als der größte Greifvogel, zählt ebenfalls zu den Geiern und frißt hauptsächlich Aas.

Dieses Bild habe ich in freier Natur aufgenommen, mitten in einem gebirgigen Nationalpark in Kolumbien. Dort wurden vor einigen Jahren drei Kondore ausgewildert. Zwei davon kommen noch heute jeden Morgen zur Fütterung, wie hier zu sehen.
 
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achim kostrzewa
achim kostrzewa kommentierte
Zumindest was Körperlänge (bis zu 130cm) und Flügelspanne (330cm) angeht, schlägt der Königsalbatros den Andenkondor. Er ist vor allem im Süden Neuseelands und südlich davon beheimatet.

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Kaikoura, Neuseeland, Januar 2019
 
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Ihr ahnt sicher, was noch fehlt, wenn es um Größe geht: Laufvögel. Ich beginne mit der kleinsten der vier Arten, die ich hier noch zeigen möchte, nämlich dem Darwinnandu.

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Torres del Paine, Chile, November 2010

Mit etwa 90 Zentimetern Rückenhöhe ist er recht klein.
 
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Schon deutlich stattlicher ist der Große Nandu, hier ein noch junges Exemplar. Mit bis zu 140 Zentimetern Höhe ist er allerdings im Vergleich mit den nächsten Arten immer noch geradezu lächerlich klein.

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Pantanal, Brasilien, September 2024

Beide Nandu-Arten leben in Südamerika, wobei sich ihre Verbreitungsgebiete nicht überlappen.


Große Nandus gibt es aber auch in Deutschland: Im Jahr 2000 gelang drei Pärchen die Flucht aus einem Lübecker Gehege. Mittlerweile gibt es in Nordwestmecklenburg fast 600 freilebende Nandus, die alle von diesen Tieren abstammen und nunmehr rechtlich als heimische Art eingestuft sind.
 
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Der Afrikanische Strauß dagegen kann bis zu 275 Zentimeter erreichen und über 150 Kilogramm wiegen.

Er erreicht Laufgeschwindigkeiten von 70 km/h. Das ist gut doppelt so schnell wie der Roadrunner! (Selbst der Nandu schafft übrigens schon 60 km/h!)

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Krüger Nationalpark, Südafrika, Juni 2016

Dieses Exemplar habe ich im Krügerpark aus dem Mietwagen heraus fotografiert, und zwar mit 200mm auf einer Nikon D7100. Der Strauß war also nicht wirklich weit weg. Die seitlich ausgestellten Flügel signalisieren einen bevorstehenden Angriff. In der Tat rannte der Vogel kurz nach dieser Aufnahme genau in unsere Richtung los. Wir haben gemacht, dass wir wegkamen.


Keine Ahnung, was er gegen uns hatte. Ich schwöre: Wir haben nichts Böses getan. :unsure:
 
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Tja, nun komme ich zum Ende meiner kleinen Revue einiger der interessanten und seltsamen Vögel, die unseren Planeten (noch) bevölkern.


Auf meinem allerletzten Bild in diesem Bericht, mitten in einem australischen Nationalpark aufgenommen, ist nochmals ein großer Vogel zu sehen, wenn auch nur teilweise:

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Lamington-Nationalpark, Australien, Dezember 2022

Die zwei kleineren sind definitiv Königssittiche, mit dem neidisch dreinblickenden Weibchen im Hintergrund. Bei dem anderen komischen Vogel gab meine Bestimmungs-App leider nichts her.

Ich bin auch nicht ganz sicher, welcher von den Dreien der seltsamste Vogel ist. ;) Na, egal.
 
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Ich fürchte, das war‘s mal wieder. Ich bedanke mich dafür, dass Ihr mir bei diesem laaaaaaaangen Bericht gefolgt seid und hoffe, dass Ihr Spaß dabei hattet. Ich jedenfalls hatte viel Freude daran, ihn zu verfassen.


Wie gesagt: Teilt ruhig auch Eure Vögel. Es müssen ja nicht gleich so viele sein. :)

Lothar
 
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S
salvatore kommentierte
Vielen Dank für den interessanten Bericht. Nicht nur schöne Fotos, sondern auch viele Infos. Ich habe jeden Tag reingeschaut.
 
L
lokatz kommentierte
Das freut mich sehr!
 
Eine wahnsinnig tolle Präsentation, vielen Dank dafür. Nicht nur tolle und technisch einwandfreie Fotos, sondern auch eine präzise und interessante Beschreibung dessen, was wir zu sehen bekamen. Herzlichen Dank und alle Achtung für diesen einmaligen Thread!!! (y) (y) (y)
 
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Wölkchen
Wölkchen kommentierte
.......ich schließe mich Hans-Peter an und sage auch,
herzlichen Dank, für diesen grandiosen Bericht. (y) (y) (y)
 
L
lokatz kommentierte
Sehr nett von Euch, vielen Dank! :giggle:
 
Auch von mir vielen Dank für den tollen und informativen Thread . (y) Eine Frage hätte ich noch (wenn du die beantworten möchtest :) ) Bist du beruflich in dem Thema drin oder als engagierter Fotoamateur ?
 
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L
lokatz kommentierte
Danke. Ich habe nach durchaus arbeitsreichen, aber eben auch erfolgreichen Jahren in anderen Bereichen das große Glück, sowohl genug Zeit als auch genug Geld dafür zu haben, meinen Hobbies intensiv nachzugehen, ohne damit etwas verdienen zu müssen. Das ist leider nur Wenigen vergönnt, und dessen bin ich mir sehr bewusst.
 
milupamann
milupamann kommentierte
Dann hast du im Leben alles richtig gemacht (y):)
 
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