Meine Migration von Aperture 3 auf Capture One Pro 9

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Wuxi

NF-Platin Mitglied
Platin
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So, jetzt ist es so weit!

In den letzten Jahren habe ich immer wieder darüber nachgedacht von dem abgekündigten Aperture auf Capture One Pro umzusteigen.
Jetzt gab es in einer Calumet-Aktion C1P in Version 9 für 169 Euro - da habe ich endlich zugeschlagen.

Ich dachte mir ich lege mal vorsorglich einen Thread an, in dem ich von meinen Fortschritten und Erfahrungen berichte. Gerne auch zum Diskutieren. Vielleicht hat ja der eine oder andere den Schritt schon hinter sich oder plant ähnliches? Oder macht gar einer denselben Prozess durch, das wäre ja ganz cool!

Der Thread wird vermutlich ein Langsam-Läufer, weil ich nur unregelmäßig vorankommen werde.
 
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Ausgangspunkt:
Software: Capture One Pro 9.3
Buch: Praxis Capture One Pro von Sascha Erni (ist für C1P 8 geschrieben, wird schon trotzdem helfen…)
Hardware: ist ein Macpro und macOS Yosemite.

(Das wäre schon mal die erste Frage: läuft C1P 9.3 überhaupt schon mit macOS Sierra?)
 
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Erste Schritte
Die Installation lief erst mal ohne Besonderheiten. Ich war überrascht, dass ich einen Account bei Phase One anlegen muss, um die Software freischalten zu können. Ist aber kein Problem.

Dann stellt sich die Frage, will man mit einem Katalog arbeiten oder mit Projektverzeichnissen. C1P hat ja beide Alternativen im Bauch.
Den Ausschlag gibt da, dass ich ja von Aperture her komme, und so ein Katalog entspricht der Aperture-Mediathek eher.

Auch wird beim Import von Aperture ein Katalog erzeugt, insofern war der Fall dann klar.

Zu Beginn war ich gar nicht sicher, ob ich den neusten Aperture-Katalog überhaupt importieren soll (denn Aperture läuft ja noch bei mir).
Aber ich habe mir dann gesagt, dess ich am besten in die neuen Strukturen reinkomme, wenn ich mir ansehe, was der Konverter aus meinen bisherigen Strukturen macht.
 
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Migration

Ausgangspunkt war meine Aperture Mediathek mit 13000 Bildern aus den letzten 3 Jahren. (Also im Schnitt geschätzte 24 Megapixel))
Die Bilder sind nur verwaltet, also ausserhalb der Mediathek in Verzeichnissen gespeichert.
Also habe ich die Migration angestoßen, das ist ja nur ein einfacher Importbefehl.
Fehler: vorher hätte ich die Größe der Vorschauen sinnvoll festlegen sollen, jetzt läuft das alles erst mal mit dem Standard durch.:mad:

Nach 40 Minuten war das alles durchgelaufen.
(Nur die Vorschauen nicht, die dauern länger, aber das läuft ja im Hintergrund. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen weil ich, dann aufhören musste.)

Auf den ersten Blick sieht das Resultat nicht schlecht aus.
Sammlungen und Ordner wurden so angelegt und benannt wie ich es vorher in Aperture hatte.
In den Ordnern sind die Aufnahmen drin.

Allerdings hatte ich zusätzlich noch Alben angelegt, diese sind in C1P zwar angelegt aber leer.

Die Bilder bringen immerhin Ihre Bewertung richtig mit (*-*****). Sonstige Tags und Schlagworte muss ich noch checken.
Auch werden Stapel angezeigt, das Konzept der Stapel in C1P habe ich aber noch nicht verstanden.

Bearbeitungen werden auch migriert.
Also ein B/W-Bild wird zumindest auch wieder B/W. Aber das wird jetzt meine nächste Aktion sein: genauere Analyse, wie gut die Übertragung der Bildbearbeitungen im Detail ist.
 
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Aufhören wäre kein Problem. Beim nächsten Laden des Katalogs / der Sitzung fährt C1P damit fort.
 
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Hola. Bin überrascht das du diesen schritt machst.
Aber logisch isse schon.
Funktioniert eigenblich nik software mit one pro?

Gruss
Mc
 
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Hola. Bin überrascht das du diesen schritt machst.
Aber logisch isse schon.
Funktioniert eigenblich nik software mit one pro?

Hola, Senor!
Irgendwann muss man ja ran. Eines Tages kommt eine BS-Version heraus mit der Aperture nicht mehr läuft. So lange warte ich nicht.

Ob nik mit Aperture zusammengeht weiß ich nicht.
 
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Konvertierung von bearbeiteten Bilderm

Es ist natürlich eine entscheidende Frage, ob bearbeitete Bilder auch ordentlich konvertiert werden.
Entscheidend deshalb, weil die Migration der Aperture-Bestandsdaten nur dann wirklich Sinn macht.

Ich habe mir ein Bild ausgesucht, das ich etwas stärker bearbeitet habe.

Hier ist das Original:



svolvaeroriginal.jpg

1) Original mit Std-Einstellung konvertiert

Bei diesem Bild habe ich in Aperture einige globale Korrekturen vorgenommen und das Bild begradigt, aber auch relativ viele lokale Korrekturen aufgepinselt.
Bildschirmfoto%202016-10-26%20um%2006.56.44.png

2) Aperture Anpassungen

Das Ergebnis sieht in Aperture dann so aus wie folgt.
Ich hänge dann gleich (ohne großen Abstand, damit man es vergleichen kann) die Version dahinter, die Capture One Pro im Import ankommt

svolvaeraperture.jpg

3) Bild aus Svolvaer mit Aperture bearbeitet
600_5236%201.jpg

4) Import in C1P


Tja. Das ist ja nun doch relativ enttäuschend.
Nicht nur sind die lokalen Bearbeitungen (die aufgepinselten) nicht angekommen, sondern auch insgesamt entsteht ein ganz anderer Bildeindruck.

Die Anpassungen in C1P sehen so aus:

Bildschirmfoto%202016-10-26%20um%2007.02.48.png

5) Nach C1P migrierte Anpassungen

Übrigens werden bei allen Bildern die in Aperture bearbeitet wurden in C1P 2 Varianten angelegt, also eine unbearbeitete und eine mit den Anpassungen. Die bilden dann einen Stapel.
 
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OK, das heißt, ich werde die Aperture-Daten nicht migrieren, sondern fange mit C1P mit einem nagelneuen Katalog an.

Oder gibt es jemanden der die Aperture-Mediathek mirgiert hat und jetzt damit glücklich ist?
 
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(..)
Die Bilder bringen immerhin Ihre Bewertung richtig mit (*-*****). Sonstige Tags und Schlagworte muss ich noch checken.
Auch werden Stapel angezeigt, das Konzept der Stapel in C1P habe ich aber noch nicht verstanden.

Bearbeitungen werden auch migriert.
Also ein B/W-Bild wird zumindest auch wieder B/W. Aber das wird jetzt meine nächste Aktion sein: genauere Analyse, wie gut die Übertragung der Bildbearbeitungen im Detail ist.

Danke für das Teilen deiner Erfahrungen!
Ich habe vor ca. einem Jahr den Schritt weg von Aperture in Richtung LR unternommen, aber dennoch interessiert mich, wie du mit C1 fährst.

Ich nehme an, dass die Bearbeitungsschritte und Bewertungen von Aperture in xmp-Begleitdateien neben dem jeweiligen RAW abgelegt wurden?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass C1 die Daten aus Aperture selbst ausgelesen hat.
 
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass C1 die Daten aus Aperture selbst ausgelesen hat.
Warum nicht?
So ein Konverter schafft ja Kunden heran, da lohnt sich die Entwicklung schon.

Ich nehme an, dass die Bearbeitungsschritte und Bewertungen von Aperture in xmp-Begleitdateien neben dem jeweiligen RAW abgelegt wurden?
Nein, bei den externen RAW's liegt da nichts.
Die Aperture-Mediathek ist ja so ein Sparsebundle, welches man öffnen kann. Da drin sind dann auch wieder tausende von Einzeldateien. Es könnte sein, das sich dort XMP-Dateien finden lassen, ich habe das allerdings noch nie gecheckt.
Jedenfalls ist das Format soweit offen, da konnte man bestimmt relativ problemlos ein Reverse Engineering machen.
 
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OK, das heißt, ich werde die Aperture-Daten nicht migrieren, sondern fange mit C1P mit einem nagelneuen Katalog an.

Oder gibt es jemanden der die Aperture-Mediathek mirgiert hat und jetzt damit glücklich ist?

Hast du auch Bilder ohne lokale Korrekturen miteinander verglichen?

Fraglich ist, wie du das auf Dauer angehen möchtest: Irgendwann wird Aperture nicht mehr funktionieren.

Willst du dann in letzter Sekunde deine gesamte Bibliothek in ein anderes Format (TIF, JPEG...) konvertieren, nur um deine Letztbearbeitung zu erhalten?

[an irgendeiner Stelle hinkt der Vergleich mit dem digitalen Negativ dann halt doch...:fahne:]
 
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OK, das heißt, ich werde die Aperture-Daten nicht migrieren, sondern fange mit C1P mit einem nagelneuen Katalog an.

Oder gibt es jemanden der die Aperture-Mediathek mirgiert hat und jetzt damit glücklich ist?

Und? Hat sich dein Glücksfaktor eingeschaltet ?
 
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Neee. Meine D3s ist sexy.

Ich habe Capture installiert. Nun dachte es wird die opencl Karte angezeigt, doch nur "Auto" steht zur Auswahl.
Jetzt weiss ich nicht ob es simuliert oder betrieben wird.
 
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