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Jochen2

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Hallo zusammen!

Wir waren neulich in Ladakh, im Norden Indiens, ein wenig spazieren und ein paar meiner Eindrücke
möchte ich gerne hier zeigen. Also, wie eigentlich immer bei mir: Landschaften, Leute & Szenen.





Über dem Himalaya: "Sky is the limit"


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Ladakh liegt zwischen den Gebirgsketten des Himalaya und des Karakorum. Der Flug nach Leh,
der Hauptstadt, ist spektakulär, die Berge erreichen Höhen von über 7.000 m. Vorab einen Fenster-
platz im Flieger - links oder rechts scheint gleich spannend zu sein - zu buchen kostet ein paar
Rupees extra, ist aber Pflicht!










Leh liegt 3.524 Meter hoch und ist somit eine der höchstgelegenen, ständig bewohnten Städte der Erde.










Ladakh ist ein sehr trockenes Gebiet (vergleichbar mit der Sahara), da die Hauptkette des
Himalaya verhindert, dass die indischen Sommermonsune bis nach Ladakh durchdringen.
Der Niederschlagsmangel wird durch Bewässerung ausgeglichen. Wie alle Städte und
Dörfer liegt Leh in einem Tal, wo mit Hilfe des Flusses eine fruchtbare Oase geschaffen
wurde, die Getreide und Gemüse gedeihen lässt; vor allem Gerste und Aprikosen
wachsen in den Tälern Ladakhs gut.









Leh, Shanti Stupa











Umgebung von Leh







 
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Im Winter sind die meisten Passstraßen nicht befahrbar. Der Kardung-La Pass wird jedoch vom
indischen Militär (Road Construction Companies) ganzjährig befahrbar gehalten, da er zur
chinesischen Grenze und den dortigen Militärposten führt. Diese Militäreinheit ist für den Bau
und die Pflege aller wichtigen Straßen im Grenzgebiet verantwortlich.






Road workers










!










Im Nubra-Tal













Kloster Diskit, Nubra-Tal












Kloster Diskit




 
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Ganz grosses Kino, Jochen! Danke für diese wieder einmal tolle Reportage!


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Ich freue mich immer wieder, Dich hier auf deinen Reisen begleiten zu dürfen, Jochen ....:up::up::up:
 
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Fährt man von Leh in Richtung Südosten, gelangt man über den Chang-La Pass (5.360 Meter hoch) zum Pangong See, der zum
Teil in Ladakh, zum Teil in Tibet liegt. Aufgrung der Grenznähe zu Tibet (China) ist der See, wie auch schon das Nubra-Tal, eine sog.
'Restricted Area', für die man sich vorher eine Sondergenehmigung besorgen muss ('Inner Line Permit'). In die Tour zum See kann
man den Besuch von ein paar buddhistischen Klöstern einbauen, die auf dem Weg liegen.







Kloster Thikse










Gebetshalle, Kloster Thikse



Vor der Buddhastatue steht in vielen ladakhischen Klöstern ein Bild vom Dalai Lama. Dieser wird in Ladakh sehr
verehrt, da in Ladakh größtenteils und traditionsbedingt ein tibetischer Buddhismus vorherrscht.










Überdimensionale Buddhastatue, Kloster Thikse











Mönch mit Gebetsmühle (Kloster Hemis)



Unser Begriff 'gebetsmühlenartig' hat hier wohl seinen Ursprung! Zum Gebet drehen die Gläubigen (nicht nur die Mönche) oft eine
oder sogar zwei Gebetsmühlen. In der Mühle befinden sich auf Papierstreifen Tausende von kurzen Gebeten, Wünschen und
Sprüchen, die ständig im Kreis gedreht werden. Dadurch soll sich ihre Wirkung verstärken (oder so).












Chemrey Tal


Am Chemrey Tal windet sich die Passstraße zum Chang-La Pass hoch.











Traum vieler Biker: mit einer Royal Enfield durch die Berge Ladakhs zu cruisen!








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Der Pangong See ist ein Salzwasser-Gebirgssee, er liegt 4.250 Meter hoch! Im Winter friert er komplett zu.
Der 134 km lange und max. 8 km breite See liegt zu zwei Dritteln auf tibetischem (chinesischem) Gebiet.







Pangong See, kurz nach Sonnenaufgang












Pangong See, spät nachmittags












Pangong See, mit kleinen 'Chörten' (buddh. Kultaufbauten)










"Royal Enfield Lady" , mit Gebetsflaggen am Lenkrad (mit dem Sanskrit-Mantra "Om mani padme hum", und (leider) mit Canon-Kamera)











Fotograf, Stativ, Ente



.


 
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Von Leh aus in westlicher Richtung befindet sich das langestreckte Indus-Tal. Der Indus ist
mit 3.180 km der längste Fluss auf dem indischen Subkontinent (vgl.: Rhein: 1.239 km,
Amazonas: 6.448 km). Er entspringt in Tibet, durchbricht den Himalaya, durchfließt
zunächst den Tarbela-Stausee, dann Ladakh und wird danach zum wichtigsten Fluss
Pakistans. Ein Vertrag zwischen Indien und Pakistan (Indus-Wasservertrag, 1960)
regelt die Wasserversorgung.








Indus-Tal




Der Name "Indus" geht auf das Sanskrit-Wort "Sindhu" = "Fluss" zurück und von seinem Namen
ist auch die Bezeichnung "Indien" abgeleitet. Die bronzezeitliche Indus-Kultur entwickelte sich von
ca. 2.500 - 1.500 v. Chr. entlang des Indus und besaß bereits Stadtanlagen mit bis zu 40.000
Einwohnern. Entlang des Indus-Tals gibt es einige lohnenswerte Ausflusgziele und Wanderwege,
was sich auch wunderbar kombinieren lässt!










Bus nach Alchi





Oft fahren die Busse in die Dörfer nur einmal am Tag: mogens hin, nachmittags zurück. Hier
sind wir unterwegs in das Dorf Alchi. Die Busse halten nicht nur an jeder Milchkanne, sondern
bei jedem auffälligen Armwinken.









"Über-Gepäck"






Da die Busse so selten fahren, sind sie oft hoffnungslos überfüllt, so dass unhandliches Gepäck
auf die Leute mit Sitzplatz verteilt wird. In diesem Fall haben wir das der Mutter aber ziemlich übel genommen











Gerstenernte, Alchi















"Erleuchtung", Kloster Alchi





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Und nun kommt unser aller Lieblingsschild!!!
Auch wenn's manchmal nicht so einfach ist, halte ich mich natürlich daran.









"Fotografieren strengstens verboten", Kloster Mangyu











Mönch mit Gebetskette, Kloster Mangyu













Bibliothek in der Gebetshalle, Kloster Mangyu

(Hier durfte ich auf Nachfrage ausnahmsweise ein Foto machen, weil ich erklärt habe,
dass ich ein alter Buchhändler bin: "Ahh, then is OK, Sir"!)












Im Kloster Mangyu













Pilger, Kloster Mangyu (im Raum eine große Gebetsmühle)













Porträt des Pilgers, Kloster Mangyu













Einzelhändler, Mangyu (leider hatte ich keinen Polfilter dabei )




Dieser Ladenbesitzer war wunderbar. Wir fragten nach etwas Essbarem und er baute
schnell seinen Laden in ein Restaurant um: eine Kiste zur Seite, zwei Hocker aufgestellt,
Gaskocher angeschmissen - fertig!










Einzelhändler und Koch unseres Vertrauens, Mangyu




Er packte all seine Kochkünste aus und bereitete uns die beste "Spicy Maggi Noodle Soup" zu,
die Ihr Euch vorstellen könnt! Dazu zwei lauwarme Cola, danach eine Packung trockener Kekse
als Nachtisch. Was will man mehr nach 10 Kilometern durch Hitze und Staub latschen und wieder
davor? Das Beste war dann am Schluss die Abrechnung: er konnte weder schreiben noch rechnen!
Als Händler! Und dann noch so viele Sachen! Also ließ er einen, der gerade vorbei lief, die einzelnen
Beträge aufschreiben und reichte uns dann den Zettel: rechne yourself! Am Ende haben wir um-
gerechnet etwas über einen Euro bezahlt!




.


 
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Mensch Jochen, schon wieder ein Reisebericht von dir!
Ladakh wurde uns von so ziemlich jedem empfohlen, leider haben wir es nie dorthin geschafft - umso größer unser dankeschön an dich, dass du uns auf diesem Wege mitnimmst! :up::up:
Besonders die Bilder des Pagong-See und die Portraits haben es mir angetan, als ob ich aus dem Fenster schaue...
Ich fühle mich arg an Nepal erinnert, wenngleich die Kultur und das Antlitz der Menschen deutlich an Zentralasien/Tibet denken lässt - wie unterschiedlich doch Völker und Kulturen in einem einzigen Land sein können?
Mit so manchem anderen Teil Indiens hat das ja nicht viel gemein?
 
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dem Spanier schrieb:
... Mit so manchem anderen Teil Indiens hat das ja nicht viel gemein?

Hi Daniel,

vielen Dank auch. Nein, also Ladakh ist irgendwie nicht Indien, eher "Asien", und deshalb haben wir dort auch 10 Tage stressfreie Erholung von Monsun, Mumbai und seinem ... naja, ihr wisst schon, gemacht. Und sie haben ja auch ihre eigene Sprache, das Ladakhi. Kingt unlernbar, aber schon am ersten Tag konnte ich ein Wort, das ich auf dem Amt für unser 'permit' ständig gehört habe: "Julee!" [sprich: dschuleh], das ist der Gruß in Ladakh! Er klingt doch schon wie ein kleiner Jubel! Außerdem heißt es gleichzeitig auch noch "Tschüß", "Danke", "Bitte", "aber gern doch", "bis später" u.v.m., je nach Aussprache, begleitender Mimik, Gestik und auch Häufigkeit der Anwendung! Also, z.B. heißt ein fröhliches "Julee!" bei einer Begegnung soviel wie "Hallo" oder "Guten Tag" oder "Tach auch". Zwei fröhliche "Julee, Julee!" kurz hintereinander aber heißen: "Einen wunderschönen Tag auch", "Herzlich willkommen" oder auch "Hallo mein Lieber" ...



In diesem Sinne ein fröhliches "Julee, Julee" von unserem Lieblingsmönch, der uns ein paar
Mal über den Weg gelaufen ist, uns sogar einmal beim Trampen mitgenommen hat!






Immer guter Laune: Mönch aus dem Kloster Lamayuru


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Die alte Straße nach Lamayuru ist spektakulär, ...













... es geht es ganz schön steil hoch / runter!













Die Landschaft wirkt nun eher wie auf dem Mond ...











[

... und die Ortschaft hängt am Hang, ...














..., das Kloster ...














... empfinde ich nun als so richtig "ladakhisch", (hier mit Gebetsmühlen) ...














... und auch der der Blick ins Tal ist wunderbar!





.


 
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Wir haben Glück, denn als wir am Kloster Lamayuru ankommen, versammeln sich die Möche gerade
zu einer Gebets-Zeremonie. Zuschauen ist erlaubt, es gibt extra einen gesonderten
Zuschauerbereich auf Teppichen. Fotografieren wird geduldet, wenn man sich geschickt anstellt,
d.h., ohne dass es groß stört (also ISO hoch, Knie hoch und Kamera dahinter, Q-Mode rein,
Fotografentarnkappe aufsetzen, zum Glück habe ich meine dabei!)





Hier habe ich nun eine kleine Hörprobe eines Ausschnitts der Gebete aufbereitet,
vielleicht passt die ganz gut zu den Bildern hier:

[MP3]http://www.foto-grafo.de/Moenche.mp3[/MP3]








Die Mönche versammeln sich im Vorhof zur Zeremonie











Aufgabe der Frischlinge ist es, vor der Zeremonie den typischen ladakhischen Buttertee
('po cha', oder für alle hier, die des Ladakhi mächtig sind: བོད་ཇ་,) zu servieren.
Auch wir Zuschauer bekommen eine Tasse serviert, sehr höflich! Der Tee ist gesalzen und
fet... ähh ... reichhaltig, er schmeckt ..., sagen wir mal, "interkulturell spannend"!













So sieht es in der Gebetshalle aus. Jeder hat so seine Aufgabe: Singen, Vorlesen, Trommel
schlagen, Tee servieren ... Die Kleinen dürfen ohne Konsequenzen ziemlich rumalbern, d.h.,
auch ein junger Mönch darf noch Kind sein
:up:











Dafür müssen sie zwischendurch dem Chefe (= höherer Sitz!) Tee servieren.











Der Youngster kann auch ernst, aber das war einer der seltenen Momente!













Im Gebet












Die Zeremonie dauert ca. eine Stunde. Draußen dann noch ein Schwatz, unter Brüdern, sozusagen ...












... bevor man zum Abschluss noch die Gebetsmühlen drehen geht, und zwar in der Gruppe, ...













... oder alleine.












Auf dem Rundgang des Klosters: Gebtesmühlen überall












Aussicht vom Kloster




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Statt der Daumen kriegst Du nun halt 5 Sterne, Jochen ...

Aber vielleicht passen ja Sterne noch besser als Daumen zu deiner innigen Reportage ... zumindest für mich auch ein schöner Akt, nach den Sternen zu greifen und sie jemandem schenken ...

In diesem Sinne: mach' weiter, ich geniesse jedes Bild ...
 
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Kleine Fehlerkorrektur:
Im Posting #4 ist mir ein Tippfehler unterlaufen, den ich nun leider nicht mehr selbst
korrigieren kann. Der Khardung-La Pass ist 5.600 Meter hoch, nicht 6.600 Meter.













Natürlich waren wir auch ordentlich trekken, wie sich das dort so gehört. Unser Startpunkt war das Kloster Likhir:









Kloster Likhir












Aussicht vom Kloster Likhir














Hier startet der Trek in Likhir













So trekkt der Profi (ein anderer Wanderer unterwegs wie wir nach Yang Thang)














So trekkt der Laie! (Mein Fotorucksack, etwas zweckentfremdet Gepackt für drei Tage,
unterwegs haben wir in sog. "home stays" übernachtet, wo man i.d.R. Unterkunft,
Abendessen und Frühstück bekommt. Zelten kann man aber auch überall in den Dörfern.
Ach ja: Objektiv: 24-70er, der Rest musste im Hotel in Leh bleiben.













Kleine Warnung gleich am Anfang des Weges :schluck:




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