Keine Zeit fuer Verlierer

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dkochina

Auszeit
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Hallo, ich bitte um konstruktive Kritik.

Bin etwas unsicher, ob die Bewegungsunschaerfe technisch OK ist und zum Titel passt. Auch die Lichtsituation war nicht einfach - zu harte Kontraste, oder passend zur Situation?

Ist die Bildaussage klar ersichtlich und ansprechend dargestellt, oder eher etwas fuer die Tonne?

Danke und Gruesse,

Det

290334825ba6845208.jpg
 
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... sehr eindringlich - und schockierend ...

Gefällt mir so wie es ist - eine Steigerung würde das Motiv vielleicht S/W bringen - bitte mal ausprobieren.
 
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Der gute Mann auf dem Boden dürfte was schärfer sein, die Bewegungsunschärfe, Kontraste und der Bildaufbau hingegen passen schon.

Gruß Erik
 
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Vielen Dank fuer die ersten Anregungen.

Habe es mal in sw konvertiert und etwas nachgeschaerft.

Entstanden ist das Foto mit einer D40 und einem (dann nur manuellen focussierbaren) Sigma 15-30. Bei so einer Szene muss man dann recht schnell reagieren, auf M belichten und manuell scharfstellen.


290334825c9ca5557c.jpg
 
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Bei so einer Szene muss man dann recht schnell reagieren, auf M belichten und manuell scharfstellen.

Mitnichten. Mit der Bildidee im Kopf kann man alles schonmal einstellen, sich gemütlich danebenstellen und abwarten, bis passende Menschen durchs Bild "rauschen".

Gruß Erik
 
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na toll..! Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen das es immer noch Leute gibt welche die Ärmsten der Gesellschaft benutzen, um vermeintlich "eindrucksvolle" Fotos (ab)zuschiessen.
Und die "Betroffenen" nutzen die Gelegenheit natürlich gerne, um sich als solche zu Outen.
Diskutiert wird dann aber statt der "schrecklichen Realität" die fotografische Umsetzung!
Schämt Euch!
 
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na toll..! Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen das es immer noch Leute gibt welche die Ärmsten der Gesellschaft benutzen, um vermeintlich "eindrucksvolle" Fotos (ab)zuschiessen.
Und die "Betroffenen" nutzen die Gelegenheit natürlich gerne, um sich als solche zu Outen.
Diskutiert wird dann aber statt der "schrecklichen Realität" die fotografische Umsetzung!
Schämt Euch!

Schön, dann zeigen/machen wir nur noch Blümchenbilder.

Kopfschüttelnd, Erik
 
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na toll..! Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen das es immer noch Leute gibt welche die Ärmsten der Gesellschaft benutzen, um vermeintlich "eindrucksvolle" Fotos (ab)zuschiessen.
Und die "Betroffenen" nutzen die Gelegenheit natürlich gerne, um sich als solche zu Outen.
Diskutiert wird dann aber statt der "schrecklichen Realität" die fotografische Umsetzung!
Schämt Euch!

Lieber Werner,

das was Du betreibst, ist Realitätsflucht.
Vom Nichtfotografieren und den Kopf in den Sand stecken, wird das Leben dieser an den Rand unserer Gesellschaft gedrängten Menschen, auch nicht besser ...

Lg.

Arthur
 
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Diskutiert wird dann aber statt der "schrecklichen Realität" die fotografische Umsetzung! Schämt Euch!

Das meinst Du jetzt nicht ernst, Werner? :kopfkratz:

Um auf die Anfangsfrage einzugehen: die Aussage lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig, die Umsetzung ist durchaus gelungen - die Unschärfe passt haargenau und die Kontraste sind keinesfalls zu hart. Die Farbvariante ist meines Erachtens die Gelungenere der beiden.
 
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Lieber Werner,

das was Du betreibst, ist Realitätsflucht.
Vom Nichtfotografieren und den Kopf in den Sand stecken, wird das Leben dieser an den Rand unserer Gesellschaft gedrängten Menschen, auch nicht besser ...

Lg.

Arthur

Na super, freut mich zu hören das die Diskussion um die bestmögliche fotografische Umsetzung ihnen hilft...! Soweit zum Thema "Realitätsflucht"!
 
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hallo,

ein vieldiskutiertes thema: darf man obdachlose oder menschen, die offensichtlich ans untere ende der sozialen leiter abgerutscht sind fotografieren? ja. naja. ich relativiere: wie immer wenn man mitmenschen auf der strasse fotografiert, muß man sich an spielregeln halten, der obdachlose auf den abluftschächten ist natürlich nicht rechtelos. wenn man streetfotgrafie betreibt, eine stadt zeigt, wenns also eher ´reportagemäßig´ gezeigt wird und nicht eine hochglanzbildgestaltungstrophäe eines luxushobbyknipsers darstellt, spricht meiner bescheidenen meinung nach exakt nichts dagegen. das stichwort dabei sollte "fingerspitzengefühl" lauten. daher finde ich auch, das die technische seite eines solchen fotos nicht überbewertet sein sollte, sondern das dies eher...wie soll ich sagen...unauffällig bleiben darf?

und so bekomme ich die kurve zum gezeigten: ich bevorzuge die sw variante, weil es auch hier unwesentliches einfach wegläßt. ich selber hätte die kontraste noch kräftiger gemacht, zumal es auch inhaltlich passen würde.

nur mein senf...

lg bütti
 
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Mitnichten. Mit der Bildidee im Kopf kann man alles schonmal einstellen, sich gemütlich danebenstellen und abwarten, bis passende Menschen durchs Bild "rauschen".


wenn ich das richtig sehe (falls nicht, dann bitte eine korrektur), macht sich der aufgekeimte unmut wohl in erster linie an einem unbedacht hingeschriebenen wörtchen fest: "gemütlich" steht da oben im text.

der schreibeautor, also Erik, hat aus meiner sicht dem grunde nach nur eine
technische kurzanleitung geben wollen, wie man in einer streetsituation doch zu einem vernünftigen bild gelangen kann.

der bildautor, also Det, lebt derzeit in der grossen volksrepublik, die uns mit vielen dingen und kontrasten das staunen und das fürchten lehrt.

einen dieser kontraste hat er festgehalten.
in meinen augen gut festgehalten.
(das hat Erik in seinem ersten posting bereits geschrieben.)
wenn man sich gegen die darstellung auch dieser seite des lebens stellen wollte, dann hätten August Sander, Robert Doisneau und viele andere
-auch kriegsfotografen- nie einen cent für viele ihrer bilder bekommen dürfen.
und das, Werner, nehme ich dir nicht ab.

gruesse
ralf
 
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Ralf, danke, schöner hätt ich's nicht erklären können. Allerdings frag ich mich, seit wann die BRD zur kommunistischen BVRD geworden ist. Hab ich was verpasst? :)

Gruß Erik
 
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Ums nochmal explizit zu schreiben: Ja, ich finde den Kontrast der Situation (nicht des Photos) auch nicht unbedingt schön. Da ich aber a) als selbstverständlich voraussetze, daß das niemand tut und b) man mit der Beleuchtung der Hintergründe, warum Leute auf der Straße leben müssen (oder auch wollen, das soll's auch geben!), ganze Bände füllen könnte, die aber mit Photographie nur sehr peripher zu tun hätten, habe ich c) an dieser Stelle auf die Erwähnung von a) und die Erörterung von b) verzichtet.

Gruß Erik
 
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Hallo,

ich weis nicht ob der Fotograf hier nicht einen Schritt zuweit gegangen ist?

Wenn ich Menschen auf der Straße ablichte vermeide ich es Menschen bloss zu stellen. Einen Menschen der am Boden liegt und scheinbar schläft würde ich nicht ohne seine zustimmung Fotografieren oder möchte einer von uns in seinem Schlafzimmer abgelichtet werden?

Die Strasse ist in diesem Moment leider sein Schlafzimmer und dieses ist immer ein privater Ort.

Ich weis aber nicht ob das Bild nicht mit Zustimmung des Obdachlosen Menschen gemacht wurde, ich hoffe das er zumindet einen kleinen Obulus dafür bekommen hat.

Das Bild selbst spricht mich schon an und ich finde die Farbversion glaubhafter, denn dieses Bild lebt durch seine Aussage.

Gruss

Patrick
 
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@ Werner:
dies ist mir durchaus bewusst.
vielleicht hätte ich den letzlich deine
äusserung betreffenden teil meines textes
durch einen absatz inhaltlich wie gestalterisch
deutlich separieren sollen. aber im grunde hast du
durchaus verstanden, was ich meine. ('ne harley und
zwei damen reiferen alters werfen bei entsprechender titel-
wahl auch gewisse fragen auf.

gruesse
ralf
 
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...aber im grunde hast du
durchaus verstanden, was ich meine.
gruesse
ralf

Sorry, aber habe ich (immer noch) nicht verstanden. Ich habe ein Statement zum Eingangspost abgegeben.
Den Vergleich mit Werken anderer bekannter Fotografen, die mit meiner Einstellung angeblich nicht Zustande gekommen wären kann ich nicht nachvollziehen, da dieser Schluss m.E. nur durch ein deutliches Missverstehen meines Statements möglich ist. Hab nochmal geschaut ob ich mich da vielleicht unklar ausgedrückt habe, aber ich denke, das es bei sorfältiger Leseweise keinen Raum für solche Interpretationen gibt.
Im Übrigen finde ich Formulierungen wie die oben zitierte von der Form her reichlich unpassend, um es mal gelinde auszudrücken.
 
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na toll..! Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen das es immer noch Leute gibt welche die Ärmsten der Gesellschaft benutzen, um vermeintlich "eindrucksvolle" Fotos (ab)zuschiessen.
Und die "Betroffenen" nutzen die Gelegenheit natürlich gerne, um sich als solche zu Outen.
Diskutiert wird dann aber statt der "schrecklichen Realität" die fotografische Umsetzung!
Schämt Euch!

Dann komm mal nach Berlin, ich nehm' Dich mit auf eine S-Bahnfahrt wie heute zu einem UT: Ein Bettler ging durch's Abteil, beim nächsten Bahnhof raus, der nächste rein, auch durch, beim nächsten Halt auch zum nächsten Waggon rüber ... und der Dritte kam. Das geht jeden Tag so ...

Ich bin heilfroh, daß die Regierung hier in Berlin steckt- die können zwar einige Wege mit Dienstwagen erledigen, aber irgendwann treffen sie auf die schonungslose Realität- nur wird das Zusammentreffen nichts ändern, ebensowenig wie die sonntagabendlichen Laberrunden für's gemeine Volk (wir haben darüber diskutiert- aber passiert danach eigentlich was ?) die Gesellschaft driftet auseinander, wer das anders sieht hat entweder heile Welt als Wohnort oder ist mehr oder minder wirklichkeitsfern ...

Jock-l
 
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..die Gesellschaft driftet auseinander, wer das anders sieht hat entweder heile Welt als Wohnort oder ist mehr oder minder wirklichkeitsfern ...
Jock-l

Einverstanden! Seh ich genauso! Nur ist das eben leider nicht auf die Frage reduzierbar, ob Farbe oder S/W besser ist, oder ob die Bewegungsunschärfe richtig gewählt ist....!
Es geht auch nicht darum, dieses "Thema" auszublenden, sondern einzig und allein darum, wie es behandelt wird. Darüber nachzudenken lohnt sich allemal. Ich hab hier auch keine Patentlösung, aber das Recht zu Sagen, wie es mir nicht gefällt, nehme ich mir.

alles Klar?
 
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