Frage Keine Bildkritik erwünscht?

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... Würde jeder User nur ein Bild pro Monat einstellen (können), läge die Latte automatisch sehr hoch.

Dann wäre ich nicht mehr in diesem Forum.

Für mich gehört zu einem Forum auch Unterhaltung, Freitagsthemen und gelegentlich Suff schuhten.

Wenn ich nur Bilder von Rainer M. sehen dürfte, wäre das wie der Gang zu einer Ausstellung, aber kein kommunikativer Vorgang mehr.

Mir geht es nicht um 1a Bilder, sondern um den Austausch von Erfahrungen, Kenntnissen, Stimmungen, Erlebnisberichten (auch mit minderer Bildqualität), ...

Über das Forum habe ich nette Menschen kennen gelernt, auch "in echt", war seinerzeit auf Reise, auf Treffen - all das möchte ich nicht missen !
 
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Ich habe immer noch nicht verstanden, warum es Fotografen gibt, die keine Kritik wollen? Warum?

Ich meine das keinesfalls ironisch oder so, ich verstehe den Grund nicht :confused:

Vermutlich weil sie gar keine Fotografen sind?
Und es Ihnen nicht ums Bild geht?

Vielleicht geht es diesen Menschen mehr darum dass sie ein tolle Spiegelreflex haben und das die Bilder jetzt natuerlich jeden beeindrucken muessen.
Weil was da aus der Profiausruestung kommt muss einfach gut sein.

Ich amuesiere wenn ich auf Flickr sehe das 80% der Namen XXXXX_Photography lauten.
Muss ich wirklich den Zusatz hinten anstellen und wenn warum.

Sehen kann man lernen bis zu einem gewissen Grad und auch Technik.
Aber fuer richtig geniale Fotos braucht es neben Kreativitaet auch eine gewisse Einfuehlsamkeit fuer das Objekt.
Das hat nicht jeder und das ist jetzt keine Kritik, sondern ein Fakt.
 
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Mir wäre es lieb, wenn Daniel schreibt, was Daniel meint und nicht Margot schreibt, was Daniel gemeint haben könnte !

Dann schreite ich zum Äußersten und mache das. :hehe:

Ich meinte, dass in einem solchen "Lieblings-Bilder-Thread" eine gewisse Selbstdisziplinierung herrschen müsste - indem man sich darauf beschränkt, nur z.B. 1 Bild pro Monat zu zeigen. Im "Zeigt her eure 5 besten Bilder des Jahres XY" gibt es auch klare Regeln: aus einem bestimmen Jahr, max. 5 Stück, kaum Kommentare.
Dieser Thread ist einer der spannendsten des ganzen Jahres... warum nicht einen Langzeit-Thread dieser Art?
 
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Na gut, meinst Du mit Fakt, dass wir nicht anderer Meinung seien dürfen ?

Das ist Fakt !


Hurraaahh !

Natuerlich darf jeder seine Meinung haben, mich eingeschlossen?

Mea culpa, Kritik angenommen.
Ich haette besser geschrieben das ist -fuer mich- eine Tatsache.
 
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Ich meinte, dass in einem solchen "Lieblings-Bilder-Thread" eine gewisse Selbstdisziplinierung herrschen müsste - indem man sich darauf beschränkt, nur z.B. 1 Bild pro Monat zu zeigen. Im "Zeigt her eure 5 besten Bilder des Jahres XY" gibt es auch klare Regeln: aus einem bestimmen Jahr, max. 5 Stück, kaum Kommentare.
Dieser Thread ist einer der spannendsten des ganzen Jahres... warum nicht einen Langzeit-Thread dieser Art?

Im Club macht man das bereits. Es gibt zum Beispiel das Bild der Woche. Jeder darf nur ein Bild in dieser Woche posten und im Anschluss gibt es ein Votum der Clubteilnehmer, welches das Bild der Woche wird. Kommentare jeglicher Art sind nicht zugelassen.

ABER:
Getrennt hierzu gibt es den Small-Talk zum Bild der Woche. Hier kann jeder Clubteilnehmer Kommentare, Fragen und Kritik zum jeweiligen eingestellten Bild einstellen. Das hat sich in meinen Augen bewährt.

Insofern wäre ein Small-Talk zum Thread "Zeigt her eure 5 besten Bilder des Jahres" sicher interessant gewesen. Allerdings weiß ich nicht, ob dieser nicht nach 6 Seiten hätte geschlossen werden müssen, weil sich zu viele (oder auch nur zwei so richtig) in die Haare gekommen wären. :rolleyes:
 
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Es kann muss aber, kein Langzeitthread werden.
Es ist doch so einfach die Mitglieder die Kritik haben möchte werden diese bekommen und dieses entsprechend äussern und akzeptieren das ander Mitglieder den Anspruch auf Kritik nicht oder nicht immer erheben ohne den Grund zu hinterfragen und alles ist gut.
 
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...
Heute weiß ich etwas besser, was ich wie machen muss, damit das Bild so auf den Chip kommt, wie ich es mir ungefähr vorstellte oder warum es völlig daneben ging ...


Dieser Satz ist gewiß so, wie ich ihn deuten werde, nicht intendiert,
trifft aber überraschend genau ein grundsätzliches Problem. Nämlich
dieses:

Technische vs. ästhetische Kritik


All das, was technische Aspekte eines Bildes anbelangt, gehört für
mich in die Sparte(n) Handwerkliche Ausbildung, Fortbildung oder
Optimierung. Ratschläge der Art "Nimm nächstes Mal eine kürzere
Belichtungszeit" sind dafür typisch. Hinweise à la "Mit einem 200er
hättest Du eine bessere Bildwirkung erzielt" zeigen dagegen gut,
daß es auch Grenzbereiche zwischen Technik und Ästhetik gibt, die
interdependent sind.

Ich betrachte (fotografisches) Handwerk – früher auch als τέχνη
(Kunstfertigkeit) bekannt – lediglich als Mittel zum Zweck, eine
Idee realisieren zu können. Jedoch interessiert mich allein und
ausschließlich das Ergebnis gemäß meines oft zitierten Mottos:
"Einem guten Bild ist egal, wie es gemacht wurde."

Womit wir bei der Ästhetik angekommen sind. Denn wie erkennt
man, daß bzw. ob es sich um ein "gutes" Bild handelt? Verkürzt
gesagt, erfordert dies eine ästhetische Bildung des Betrachters
und auch Erfahrung, sein Empfinden sprachlich umzusetzen –
denn der Mensch denkt in Sprache. Wie man seine Gedanken
dann für Dritte formuliert, ist ein anderes, soziologisches Thema.

Solange wir nicht halbwegs sauber zwischen technischer Beratung
und ästhetischer Kritik differenzieren, werden wir es nicht schaffen,
den Fähigkeiten eines Fotografen noch (s)eines Bildes individuell (!)
angemessen gerecht zu werden.

Da ich mich an anderer Stelle (noch) ausführlicher dazu geäußert
habe, danke ich hier nun für geduldiges Lesen und Nachdenken.



 
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Technische vs. ästhetische Kritik
Da hast du meine volle Zustimmung Sven, wenn du die Wichtigkeit dieser Trennung betonst.


"Einem guten Bild ist egal, wie es gemacht wurde."
Das trifft es in den meisten Fällen auf den Punkt.
Aber für mich gibt es Ausnahmen. Immerhin ist die Wahl des Handwerkzeuges in gewisser Weise die Wahl eines Stilmittels und sollte die fotografische Sprache nicht stören. Es gibt sanfte Worte, Geschrei und dazwischen weitere Varianten und nicht jedes Motiv verträgt alle Varianten davon.
 
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Ich meinte, dass in einem solchen "Lieblings-Bilder-Thread" eine gewisse Selbstdisziplinierung herrschen müsste - indem man sich darauf beschränkt, nur z.B. 1 Bild pro Monat zu zeigen. Im "Zeigt her eure 5 besten Bilder des Jahres XY" gibt es auch klare Regeln: aus einem bestimmen Jahr, max. 5 Stück, kaum Kommentare.
Dieser Thread ist einer der spannendsten des ganzen Jahres... warum nicht einen Langzeit-Thread dieser Art?

Ein interessanter Ansatz zu einem schwierigen Thema... Selbstdisziplinierung ist immer schwierig, finde ich.
Es gibt ja eine Reihe von Threads, die mit "Zeigt her Eure besten..." anfangen. Oft denke ich mir, ein wenig Selbstreflektion wäre vielleicht angeraten, zumal viele Bilder richtiggehend lieblos fotografiert und vom Top-shot doch eher weit entfernt sind. Weniger ist eben manchmal mehr...

Würde eine Jury über die Auswahl entscheiden, würden sich daran auch garantiert die Gemüter erhitzen (also "warum dieses Bild und nicht meins, meins ist doch viel besser)...

Wenn man mal links und rechts schaut, gibt es sie ja, die "top-shot-corners" - und die laufen auch sehr diszipliniert. Letzenendes käme es mal auf einen "Großversuch" an :)

Viele Grüße
Rolf
 
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Im Post 134 Sven, hast Du einen ganz entscheidenden Hinweis gegeben. Die Trennung zwischen "Technik" und "Ästhetik".

Generell stellt sich - unabhängig vom Forum, in das ich das Bild einstelle - die Frage, was betrachte ich bei diesem Bild?

Im Club haben wir ja diese Abteilung "Bildbesprechung in 5 Phasen", wo ein Mitglied ein Bild zur umfassenden Besprechung einstellen kann. Sie beinhalten folgende Punkte:

1. Bildbeschreibung: Inventur im Bild (Teilnehmer)
2. Persönlicher Eindruck, Gestaltung, Technik, Persönliche Wertung (Teilnehmer)
3. Intention des Fotografen, tatsächliche Aufnahmesituation (Fotograf)
4. Positive und negative konstruktive Kritik (Teilnehmer)
5. Feedback zum Feedback: was nehme ich an, was nicht? (Fotograf)

Bei Punkt 1 geht es ja darum, nur das eigene Sehen zu schulen. Also was sehe ich und wo und es geht dabei nur darum, vorerst zu beschreiben. Das wäre ja die Voraussetzung überhaupt, ein Bild umfassend zu bewerten. Der zweite Punkt unterscheidet sich vom ersten, dass eine persönliche Wertung stattfindet, also die Empfindung des Betrachters oder eben auch die Ästhetik. Punkt 3-5 wenden sich dann der Feedbackkultur zu, resp. der Stellungnahme des Fotografen.

Es ist nicht so, dass der Mensch nur über Kritik lernt, das ist neurologisch betrachtet schon gar nicht richtig. Genau so lernt er über Lob und Motivation. Hier eine Balance im öffentlichen Raum wie hier zu finden, hat oft mit den eigenen Erwartungen an sich und dem Gegenüber zu tun. Das Bild von Brenda ist ja wohl ein typisches Beispiel dafür. Aber ich kann auch meine Bilder als Diskussionsgrundlage nehmen. Ich erfahre ja in der Regel Lob für meine Bilder, ich weiss aber auch, dass ich kritisiert oder hinterfragt würde, wenn ich daneben haue. Meine Bilde leben ja - im Vergleich zu andern Fotografen hier - nicht in erster Linie von der sauberen Technik. Das hat Jan (Teewatt) einmal schön auf den Punkt gebracht. Dennoch mögen sie Reaktionen auslösen. Betrachte ich die Bilder von tomschi mit diesen wunderschönen Vogel- und Waldtierbildern, dann leben diese nicht zwingend von der Ästhetik, sind aber situativ und technisch nahezu perfekt und in ihrer Art wunderschön.

Was will ich damit sagen: Vielleicht könnten wir angewöhnen, bevor wir zum Rotstift greifen, uns vorerst zu überlegen, welche Ebene ich bewerten möchte. Das würde dem Aussteller schon sehr helfen zu differenzieren.

Ein letzter Aspekt möchte ich noch aufgreifen, über den ich viel nachgedacht habe. Ich bin zum Beispiel kein Autofan. Ich finde an Autobilder keinen Gefallen, ich kann für mich nichts anfangen mit ihnen. Aber sind sie deshalb für mich kritisierbar? Ja und nein. Ich könnte, wenn ich wollte, auf die technische Ebene gehen. Das tue ich nicht, weil ich von Technik viel zu wenig verstehe. Also lasse ich das. Die ästhetische Ebene darf ich aber nicht betreten. Wenn ich schon mit Autobilder nichts anfangen kann, dann lasse ich auch die Kritik.

Was ich damit sagen will ist, dass ich versuche auch nur zu Bildern etwas zu sagen, positiv oder negativ, zu welchen ich etwas zu sagen habe. Sei es, dass sie mich berühren oder interessieren oder ich sie schlicht und einfach originell oder gut finde...

Und so freut es mich immer wieder, wenn - wie gestern - zu einem meiner Bilder eine weiterführende Antwort, eine Kritik, eine Stellungnahme usw. kommt...:)
 
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Klar man technisch und gestalterisch trennen aber.....
Wenn ich eine LowKey Aufnahme gestalte wird mir der geneigte Betrachter womoeglich sofort sagen unterbelichtet, da faengt es schon an.

Rein technisch ist die schoene gleichmaessig belichtete Aufnahme OOC mit ausgeglichenem Histogram sicher die Richtige.

Gestalterisch..

Mein Ansatz ist da recht einfach, was lag dem Fotografen denn am Herzen als er abgedrueckt hat, sofern er sich vorher Gedanken gemacht hat.

Kommt das bei mir rueber?

Wenn nicht oder nur mangelhaft dann hat er das Thema, jedenfalls bei mir, verfehlt.

Bei manch anderem Betrachter mag dies nicht so sein und das ist ja auch gut so.
 
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Was ich damit sagen will ist, dass ich versuche auch nur zu Bildern etwas zu sagen, positiv oder negativ, zu welchen ich etwas zu sagen habe. Sei es, dass sie mich berühren oder interessieren oder ich sie schlicht und einfach originell oder gut finde...

!!!!!
 
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Wenn ich eine LowKey Aufnahme gestalte wird mir der geneigte Betrachter womoeglich sofort sagen unterbelichtet, da faengt es schon an.

Das ist jetzt wahrscheinlich off Topic, aber ein Low Key ist nicht einfach unterbelichtet - die wesentlichen Bildinhalte sind korrekt bzw. ausreichend belichtet.
Ein Portrait, dessen Hintergrund in weicher Unschärfe verschwimmt, ist ja auch nicht "unscharf". ;)
 
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