Ist Analog (nun endgültig) tot ?

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Die Euphorie fürs Analoge in Ehren, bei mir ist das Spass und ich bin nicht mehr so zwanghaft aufs selbstentwickeln fixiert. Negative einscannen ist mir genug und beim letzten Mal war die CD vom CEWE von besserer Qualität.
Mal abgesehen davon bin von Beginn an Abonnent vom PhotoKlassik Magazin und denke dass gerade bei der jüngeren Generation sich ein Interesse an der analogen Fotografie entwickelt, vor allem im künstlerischen Bereich.
Aber was ist Kunst, die liegt im Auge des Betrachters und mir fehlt leider oft die Zeit um den ganzen Prozess des Analogen selbst zu absolvieren.
Analogfotografie ist nicht tot.
 
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Hi:

Analog ist erst tot wenn es keine Filme mehr zu kaufen gibt und keine Möglichkeit sie zu entwickeln.

Bis dahin fotografiere ich analog wann immer ich daran Freude habe. Und zwar mit den verschiedensten Kameras. Sammeln alter Technik alleine ist für mich keine Erfüllung, der Spaß kommt erst wenn man das Zeugs benutzt.

Die Frage "analog oder digital" stelle ich mir nur wenn ich wenig Graffel mitnehmen will. Sonst kommt die D700 und eine Analoge aus meiner Sammlung mit. Unlängst hatte ich Lust auf Plastik der 90er Jahre von Olympus (OM-101, OM-77 und IS-3000), vorige Woche durfte die Kiev 80 an die frische Luft.

Bei einem Besuch im Müller Drogeriemarkt in Horn habe ich meinen Vorrat an "Alltagsfilmen" aufgestockt und konnte nicht umhin Vinyl mitzunehmen. Ich war echt erstaunt über die Auswahl an LPs.



Hannes
 
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Hallo zusammen,

würde gerne mal wieder analog knipsen.

Wie macht ihr das?

Entwickeln lassen mit digitaler CD usw. oder selbst entwickeln und scannen.

Gruß

Stephan
 
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Hallo:

würde gerne mal wieder analog knipsen.

Wie macht ihr das?

Entwickeln lassen mit digitaler CD usw. oder selbst entwickeln und scannen.

Genauso :)

Die meisten Farbfilme gebe ich ins CEWE Labor via Müller.
Entwickeln, Abzüge in 10x15 und Scans auf CD für die schnelle Verfügbarkeit am PC.

Bessere Scans mache ich dann selber mit dem Coolscan 4000, aber nicht gleich und nicht immer.

Wenn ich bessere Qualität will gebe ich den Film ins Speziallabor für Entwicklung, Scan und Ausarbeitung. Mein Labor der Wahl ist Foto Speed in Wien. 6x6 Farbfilme gebe ich immer zu Foto Speed. Für 6x6 Farbdias gibt es auch ein Labor in Wien. KB Dias gebe ich ins Großlabor, Scans mache ich danach selber.

Schwarz/Weiß Filme entwickle ich selber. KB und 120er Rollfilm.
Scans dann mit em Coolscan oder Kamerascan bei 120er Film.

Analoge S/W Abzüge mach ich derzeit keine, Ausbelichtung der Scans via Großlabor. Selten, wenns schnell sein soll, ausdrucken am Tintendrucker.

Zum Neu- oder Wiedereinstieg empfehle ich den Farbfilm im Großlabor abzugeben. Die letzten Filme wurden bei CEWE in durchaus brauchbarer Qualität gescannt. Ich hoffe das bleibt so.

Wenn es S/W sein soll nimm einen Film für den C41 Prozeß.

Später kannst ja selber entwickeln und scannen, wenn die Lust am Analogen bleibt oder stärker wird.

Hannes
 
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Moin!

Seit dem Wiedereinstieg nach einigen Jahren Digitalphotographie gemischt mit etwas Kleinbild-Dia aktuell nur S/W - Negativ. Diese werden selbst entwickelt und zur Zeit - genauso wie "alten" Negative - bei Bedarf durch Reproduktion mit einem sehr hochwertigen Dia-Duplikator (Beseler) aus Analog-Zeiten digitalisiert. Sorgfältige Arbeit vorausgesetzt reichen die Ergebnisse für exzellente Drucke bis A3+ vom Kleinbild.

Gute Nacht!

Wolfgang
 
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Totgeglaubte leben immer länger und ich sehe gerade bei jungen gibt es einige die wieder Analog lernen wollen und es dann auch tun, back to the roots!!!

Ich mache seit jeher beides, bezahlt wird leider nur noch Digital, weil heute ja alles immer schnell gehen muss! Zudem ist bei einem Auftrag Digital wirklich stress freier!

Meine 2 Cts.:)
 
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Ein Blick genügt um festzustellen - hier ist nichts mehr los !
...
Schade !

Die Bemerkung verstehe ich, aber es geht nicht immer nur danach, wer am lautesten schreit.

Ginge es nach der Lautstärke,
wäre es wichtig,
zu wissen,
ob der Zonie besser ist als der Wudschie,
wo die Randunschärfe bei mittenbetonter Hintergrundpolarisation über die Diagonale atypisch verläuft ...
und ob der Spiegelschlag von Karajan korrigiert wurde ...

Analoge Fotografie dagegen ist leise. Der Eine knipst, der Andere macht Kunst ... ruhig und mit Bedacht.

Mein Traum ist immer noch die meditative Fotografie
und ich werde mich hoffentlich irgendwann freuen,
wenn ich von Zen nur ein Staubkorn vom Weg dahin gefunden habe

und eine empfundene analoge stille Aufnahme

kann anders sein, als ein Zufallsfund bei digitalem Dauerfeuer mit Schärfennachführung

muss aber nicht ...
 
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Totgeglaubte leben immer länger und ich sehe gerade bei jungen gibt es einige die wieder Analog lernen wollen und es dann auch tun, back to the roots!! ...

Vor einiger Zeit habe ich bei der Volkshochschule einen Panschkurs mitgemacht.
Der älteste Teilnehmer war über 70, der jüngste 17 und drei Damen so um die 30 - gute Mischung !
 
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Vor einiger Zeit habe ich bei der Volkshochschule einen Panschkurs mitgemacht.
Der älteste Teilnehmer war über 70, der jüngste 17 und drei Damen so um die 30 - gute Mischung !

Schön und im Grunde Voraussetzung dafür ist, dass Du noch ein VHS-Photolabor gefunden hast. Hierzulande wurde meines Wissens alles 'rausgerissen und auf den Müll geschmissen ... "Wir machen jetzt nur noch digital!"
 
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Dann besuch die VHS in Hamburg ...

https://www.vhs-hamburg.de/fotografie/dunkelkammer-labor-190

und erzähl uns davon am hamburger Stammtisch ! :D :up:



Du wirst mir angesichts der Tatsache dass die Anfahrt aufgrund der aktuellen Baustellen und sonstigen Umstände von meinem Wohnort nach Hamburg-Mitte nicht unter 1h45min dauert (meistens jedoch mehr und abends nach Feierabend von meinem Arbeitsplatz aus noch minimal (!) 1h20min dazu) nachsehen dass ich davon Abstand nehme. Auch wenn ich es ausgesprochen gerne täte. Der Abend in Eurer Runde hat Spaß gemacht! Die Fahrerei bzw. Rumsteherei auf der Autobahn jedoch absolut nicht.

Freundliche Grüße vom

Wolfgang
 
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Analog ist nicht tot. War letztes WE in Zingst. Die jungen Wilden (meistens Studenten) zeig(t)en dort bevorzugt analog fotografierte Bilder (sie nennen es selbst "Arbeiten"; natürlich, war ja Kunst). Da ich selber jahrelang in meinem Fotolaor gestanden und meine S/W Negative entwickelt und aufs Papier gebracht habe, traue ich mir zu, aus Erfahrung zu sprechen. Stilistisch sind die Bilder eindeutig als analog zu identifizieren, wenn man mal damit zu tun hatte. Stilistisch sind aber die technischen Mängel Elemente der Kunst oder des anders seins. Da ich selber mit den gleichen Objektiven wie damals fotografiere (Nikkor Ai/Ai-s an FM+FE, heute an Sony A7), weiß ich, was der eigentliche Unterschied ist. Es ist vor allem die Möglichkeit der Reduktion auf die wesentlichen fotografischen Parameter (Fokusebene, Blenden- und Zeitwahl, DIN/ISO Einstellung. Die manuelle Auswahl und daraus resultierende Durchdachtheit ermöglicht eine bewußtere Komposition, sofern der künstlerische Blick und das technische/handwerkliche Vermögen vorhanden ist. Der reine Bildlook selbst, kann digital genauso erzeugt werden. Natürlich nur dann, wenn nicht brutal kontrastharte Objektive zum Einsatz kommen. Die Bilder, die mich dort angesprochen haben, wurden allerdings digital fotografiert und ebenso (teilweise sehr aufwendig) in der EBV bearbeitet. Der analoge Look der dort ausgestellten Arbeiten war für mich nicht aussagestark genug; die Bilder (aus meiner Sicht) eher schwach. Das Stilmittel analoge Fotografie hat schon andere Höhepunkte erlebt. Ausnahme waren die Großformatbilder von Christoph Morlinghaus. Er nutzt das Großformat für die Umsetzung seiner Auflösungsvorstellungen, Detailwiedergabe und Schärfentiefe. Seine Homepage: http://www.morlinghaus.com
Ausgestellt wurde diese Serie: Superlatives (Kamera: Sinar mit einer Negativgröße von 8x10"). Eins der Highlights in Zingst. Analog war dort aber nicht der Bildlook, sondern die Technik für höchste Auflösung und Dynamikumfang. Die Bildanmutung seiner Fotografien, ist für mich, wie ich es von digitalen Ergebnissen kenne (Hasselblad, PhaseOne...). Klar, da er eine entsprechende EBV ja nachgeschaltet hat (Scan bis zum digitalen Print).


Meine Lösung ist wie oben angedeutet. Ich habe den analogen Bildlook von der Pike auf gelernt und erlebe ihn auch heute als natürlicher, da er meinem praktischen Sehen näher kommt; für mich also meiner Wahrnehmung der Realität näher dran ist. Die analytische, detailaufdeckende Fotografie hat aber ebenfalls ihre Reize. Da braucht es dann moderne Kleinbild-Objektive, wenn auch offenblendig dies erlebbar sein soll. Abgeblendet sind die damaligen Profilinsen immer noch problemlos einsetzbar. Für mich habe ich damit beide Welten auf sehr angenehme Art und Weise vereint und ich geniesse jeden Tag der manuellen Fokussierung (ich beschäftige mich nicht mit AF), genauso wie die absolut überzeugende Haptik meiner "Altglas"-Nikkore. Ich warte noch auf einen besseren Sucher (EVF), der es mir ermöglicht, ohne den Umweg der Fokuslupe die Schärfebene zu erkennen. Dann werde ich auch schneller und habe geringeren Ausschuß.

In diesem Sinne: Analog lebt bei mir (eingeschränkt) weiter, da ich meinen digitalen Body, analog - nämlich manuell, wie damals die FM/FE - bediene.
 
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Um nicht nur den thread sondern auch die kontinentale Filmindustrie am Leben zu erhalten hab ich mir direkt bei Foma in Tschechien n paar 50 Meter Rollen Fomapan 100 gekauft. Bei entsprechender Menge ist der Versand kostenlos und n 36 Bilder Film kommt auf - 2,2 € !!! Meterpreis 1,36€ - recht viel billiger gehts nimma.

Natürlich braucht man die Patronen auch dazu.
Manche berüchtigte Firmen stellen ja ihre eigenen wiederbeladbaren Patronen her, die ob ihrer Konstruktion keinen Filz haben und somit - theoretisch - unendlich oft gefüllt werden können.

Obwohl im Gefrierschrank noch etliche (alte) Agfa APX 100 und Ilford Pan 100 liegen konnt ich es mir nicht entsagen den Film mal auszuprobieren.
Mein letzter Fomapan ist - äh - 20 Jahre (?) her.
Also - Trockenübungen gemacht, Patronen laden, einspulen . . .
Ist reine Übungssache, im Dunkelsack den Film ablängen (2 x Breite Dunkelsack ~ 1,6 Meter), das Filmende spitz zuzuschneiden, in den Kern einfädeln usw usw.

So, der Film hängt auf der Leine. Sehr klarer Träger (nicht so durchsichtig wie der PET Träger, aber - sehr klar), mit freiem Auge sehr schöne Negative. Natürlich hat der Film keine Randnumerierung, aber die kann man nachträglich draufschreiben wenn man die Bilder nach Nummer archivieren will.

Film - was sonst?
Gruß: Dieter
 
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Oh ja, den Thread wiederbeleben.

Film?... ja, auch.

Aber nur zum „Spaß“.

Die Duka möchte ich mir nicht mehr antun, so dass der ausgezeichneter Ilford XP-2 jetzt zum Einsatz kommt.

Der wird im Fachlabor entwickelt, so das mir das Einscannen und Ausflecken übrigbleiben.

Danach der „normale“ Bildbearbeitungsprozess.

Insgesamt muss man/frau sich einfach Zeit lassen.
 
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Mein Fotolabor ist einsatzbereit, nachdem es Jahre gedauert, den Kellerraum dafür einzurichten. Die ersten Filme sind entwickelt. In erster Linie sollte das mit der Mittelformat-Fotografie verbunden werden. Aber nun habe ich spontan mal ne F3 aus der Vitrine wiederbelebt, mit der ich als "Bläulich"-Reporter nun abseits des Business auch spannende Einsatzlagen dokumentieren werde. Vorgestern habe ich damit angefangen. War zwar thematisch spannender als fotografisch, aber das kommt noch.
Faszinierend finde ich, dass gerade in Studentenkreisen analog so in ist. Sowohl auf dem Plattenteller als auch in der Fotografie! Die 68er sind für den gesellschaftlichen Wandel auf die Straße gegangen, deren Kinder haben die Welt digitalisiert, und nun kommen die Enkel, die traditionelle Werte wiederentdeckten! Zumindest in der Technik... auf gesellschaftliche Rückschritte kann ich gut verzichten. Obwohl... es gab mal Zeiten, in der war "rechts" nicht "salonfähig". Die Zeit hatte was für sich...
 
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peterkdos
peterkdos kommentierte
...also. der zweiter Satz, da bin ich 200% dabei.

Die Entwicklung ist Angsteinflößend.

Nur soviel...
 
Oh ja, den Thread wiederbeleben.

Film?... ja, auch.

Aber nur zum „Spaß“.

Die Duka möchte ich mir nicht mehr antun, so dass der ausgezeichneter Ilford XP-2 jetzt zum Einsatz kommt.

Der wird im Fachlabor entwickelt, so das mir das Einscannen und Ausflecken übrigbleiben.

Danach der „normale“ Bildbearbeitungsprozess.

Insgesamt muss man/frau sich einfach Zeit lassen.
Zugegeben, seit Jahrzehnten wird - gescannt.
Abgesehen davon, daß ich wirklich keine Platz für eine Duka habe, wohin mit den vielen Abzügen?
Die Filme entwicklen geht problemlos am Küchentisch, die Gerätschaft ist RuckZuck her- und weggeräumt.

Ich machs auf SW-Film nicht weil es in, hip, cool oder grovy ist. Sondern weil man um ein Negativ anzusehen keinen Rechner mit Bildschirm braucht und aus eigener Erfahrung, die SW Negative auch bei unsachgemäßer Lagerung locker 50 Jahre oder mehr beständig sind.
Das metallische Silber im entwickelten Film ist seeehr lange halbbar. Wenn man sich Sorgen wegen des Triacetat Trägers macht kann man immer noch auf Filme mit PET umsteigen. Bleibt noch die Gelatine für welche anscheinend noch immer kein Ersatz gefunden wurde.
. . .
Da sich meine fotografische Tätigkeit zu etwa 80 % auf die Dokumentation meiner Stadt erstreckt und nach meinem Ableben das Stadtarchiv meine Negative bekommt, werde ich - unsterblich :cool:
Es wird wahrscheinlich in 50 Jahren oder mehr keiner mehr wissen wer ich war, aber sie werden wissen, daß es mich gegeben hat.
 
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