Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
Die wenigen tierischen Begleiter, dafür stellenweise zuhauf, sind Schmetterlinge. Und ich wundere mich, dass sie so zahlreich sind im Verhältnis zu den blühenden Pflanzen ....
Aber ich wundere mich auch, wie achtlos von Menschen Dinge fortgeworfen werden. Ein Auto dort, ein Kühlschrank hier, ein Stuhl liegt kaputt in der Natur...
Fotografisch gesehen wohl noch attraktiv, aber respektlos der Natur gegenüber ....
Ich finde immer wieder Motive vor denen ich stehen bleibe. Dann entsteht das Gefühl von Mittelland, ein Gefühl das Hinterland und das Vorderland beiseite legen zu können ...
Eines jenes zahlreichen Bergdörfchen in dieser Gegend. Wir sind ja nicht weit von der italienischen Grenze weg. Dort findet man sie auch.
Früher lebte man hier von Alp- und Viehwirtschaft und lebte bescheiden. Heute finden sich auf dieser Höhe kaum mehr Bauern und Tiere, im Hinterland lebt man, im Vorderland arbeitet man ...
Mich erinnert das alles ein wenig an die Täler des Tessins. Der grosse Dorf- respektive Waschbrunnen. Heute noch mit Wasser gefüllt, hat er seinen Zweck längst verloren ...
...und wo ein Same hinfällt und die ersten Lebenstage etwas Wasser hat, kämpft sich durch bis zu Blüte. Das wohl einzige Ziel einer Blüte, bestäubt zu werden, Früchte zu bilden und die eigene Art zu erhalten ...
Hinterland oder Vorderland. Das zählt auch hier nicht. Den Blumen träumen wohl kaum vom Wasser, und einige würden nicht so zahlreich gedeihen, hätte sie zu viel davon ...
Man kann weder vorwärts noch rückwärts fotografieren. Auch wenn ich so hoch oben bin und das Meer sehe, habe ich im Hinterland immer mit dem Mittelland zu tun. Im Hier und Jetzt ...
Es mag etwas perverses haben, einen toten Baum zu fotografieren. Ich mag mich an einen Tessiner Fotografen erinnern, welche nur seine Gegend fotografiert hat. Und er hat auch zahlreiche Menschen auf dem Totenbett fotografiert. So distanziert ich diesen Bildern gegenüber stehe, so unglaublich faszinieren sie mich.
Ich könnte ja zur meiner Entlastung sagen, dass der Tod in der Natur etwas Selbstverständliches ist... könnte ich, wenn ich wollte, nur greift es zu kurz ...
Und doch passt es. Die beiden Szenen, der tote Baum steht diametral zur Szene hinter mir. Die Sonne kämpft sich durch ein Wolkenband und lässt das Leben erleuchten ...