Schon der berühmte alte griechische Philosoph Otto Rehakles hat vor zwei- bis viertausend Jahren erkannt: Wichtig is aufm Platz (Oder so ähnlich)! Wie Axel schon richtig erwähnte, nutze ich, wenn ich überblende, üblicherweise Bilder aus einer Belichtungsreihe, zumindest bei statischen Motiven. Wegen der Diskussion hier habe ich aber mal den Pfad der Tugend verlassen.
Ich habe ein Bild, das im Kloster Maulbronn entstanden ist, als Ausgangsbild gewählt. Der Sensor kann den vorhandenen Kontrastumfang nicht abbilden, es entstehen die für Kirchen typischen ausgefressenen Lichter an den Fenstern. Das ist schade, denn die Fensterstrukturen stellen durchaus eine wichtige Bildinformation gerade bei diesem Motiv dar.
Das NEF habe ich nun zweifach entwickelt. Das Grundbild erhielt in CNX2 die Belichtungskorrektur +1. Der automatische Weißabgleich wurde beibehalten (würde ich sonst so nicht machen) und die Picture Control auf "Porträt" gesetzt. Dann habe ich sonst unverändert an ACR übergeben, das dortige TIFF in den Tiefen um +20 aufgehellt und an Photoshop übergeben. Das Ergebnis stellt dort die Variante 1 des Bildes dar.
Zurück in CNX2 habe ich beim NEF nun eine Belichtungskorrektur von -2 durchgeführt, um die ausgefressenen Lichter in den Fenstern korrekt darzustellen. Alle sonstigen Einstellungen der Variante 1 blieben erhalten. Auch diese Variante habe ich an ACR übergeben und unverändert an Photoshop weiter geleitet. Photoshop erzeugt nun ein zweites Bild mit dieser Variante.
Mit dem bekannten Verfahren habe ich Variante 2 zu Bild 1 als Ebene herübergezogen. Mittels Luminanzauswahl war schnell eine Auswahl der Fenster erstellt, die Auswahl wurde verfeinert und als Maske auf die Ebene der Variante 2 angewendet. Das Ergebnis wurde leicht in den Tonwerten und im Kontrast bearbeitet, geschärft, verkleinert und nachgeschärft. Das Ergebnis sehen wir hier:
Ich lade alle Diskutanten und Interessierten, besonders aber natürlich Hanner und häuschen, ein, mir ihre Mailadresse zukommen zu lassen. Ich werde dann das Original-NEF zusenden und die Kollegen können dann darstellen, wie sie ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen, was ja nach den bisherigen Ausführungen ein Leichtes sein sollte. Wenn ich das richtig verstanden habe, scheidet dabei die Überblendmethode, wie ich sie gerade angewandt habe, selbstmurmelnd aus. Zur Anwendung kommen dann Eingriffe im RAW-Konverter oder durch HDR-Software oder so ... . Auf die Ergebnisse bin ich gespannt.
Falls das Ergebnis ähnlich gut ausfallen sollte, haben wir bewiesen, dass die anderen Methoden ähnlich gute Ergebnisse liefern können wie die hier als "Fake-Methode" diffamierte. Falls nicht, haben wir bewiesen, dass die sogenannte Fake-Methode den anderen Methoden überlegen ist und ein paar Diskutanten hier vom Ananaszüchten in Alaska erzählt haben, obwohl sie bestenfalls mal eine Ananas gegessen haben und noch nie in Alaska waren.
Ich sichere zu, das NEF an alle Interessenten zeitnah zu verschicken. Bitte geht aber nicht davon aus, dass ich den ganzen Tag am PC sitze und auf NEF-Anforderungen warte.
Schönste Grüße
Helmut