Grundlagen für Schwarz-Weiß-Dias

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polm

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Hallöchen!

Als experimentierfreudiger Diafreund interessiere ich mich für SW-Dias.

Es gibt, laut asaerdna, soetwas nicht direkt (Ausnahme Agfa Scala 200 mit eigenem Entwicklungsprozeß und dazugehöriger Agfa-Infrastruktur...).

Was man machen kann, ist einen "normalen" SW-Negativfilm zu nehmen und einen passenden Umkehr-Entwickler anwenden. Dabei ist darauf zu achten, daß das Trägermaterial glasklar ist (ist gerne grau, damit transmittiertes (Streu)licht absorbiert wird). Lt. Balou sind dies z.B. Agfa Scala und Fomapan R100, wobei der Scala zwar klar ist, aber eines eigenen Prozesses bedarf?

Frage an Euch:
Wie heißen denn die Umkehrentwickler, und welche Film/UE-Kombination paßt? Was benötigt man an Utensilien etc.? (das schöne an Dias: man braucht keinen Vergrößerer :hehe:). Hat jemand ein 'SW-Dia für Dummies', das man mir leihen könnte?

Danke für Euren Input!
Phillip
 
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Hach, dankeschön, das ging mal wieder fix!

Meine eigenen "Recherchen" ergaben eine Kombination von:

Foma Umkehrentwicklersatz FP R100 + Foma Pan SW-Diafilm R 100
Die Kombi von Umkehrsatz und passender Filmmenge (8 Stück) kostet ca. 60 Taler. Reicht das, oder sind weitere Dinge (Fixierer?) vonnöten?

Rollei RSD + diverse Chemikalien
ca. 8 Euro pro Film, Chemie (verschiedene pdfs im Umlauf!) ist mir noch unklar. Jemand mit mehr Durchblick in der Nähe?

Schwarzweißdia.de scheint mir eine aufwendige Variante des o.a. Umkehrsatzes zu sein, irre ich?

Danke für Eure Infos!
Phillip
 
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Na, das liest sich ja so, als hätte ich was in der Vorweihnachtszeit zu tun :hehe:

Mal sehen, ob ich noch so einen Rotations-Jobo irgendwo herbekomme :kopfkratz:.

Gelungenen Freitag noch!
Phillip
 
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Re: AW: Re: Grundlagen für Schwarz-Weiß-Dias

asaerdna schrieb:
Schau doch mal hier - oder komm nach Stuttgart und leih dir meinen aus :).

Dein Angebot ist sehr sehr nett, aber etwas umständlich für mich -- ich denke, zum ersten Ausprobieren muß halt improvisiert werden, und dann komme ich auf Deinen eBay-Link zurück :hehe:

Schöne Fotos noch!
Phillip
 
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AW: Re: Grundlagen für Schwarz-Weiß-Dias

polm schrieb:
...

Schwarzweißdia.de scheint mir eine aufwendige Variante des o.a. Umkehrsatzes zu sein, irre ich?

Danke für Eure Infos!
Phillip

Hi Phillip,

ich weiß, ich bin sehr spät mit meiner Antwort, aber besser spät als nie :) .

Zu Deiner Frage: Nein, der Wehner-Prozess ist ein vollkommen anderes, deutlich aufwendigeres Verfahren. Ich selbst habe den Service von Herrn Wehner bisher noch nicht ausprobiert, habe aber von einigen, die es gemacht haben, begeisterte Kommentare gehört.
Ich fahre zur Zeit noch primär auf der Agfa Scala Schiene.

Du sagst, Du probierst gerne. Eine weitere Möglichkeit ist der Rollei IR 820/400. Bei diesem Film handelt es sich um einen Agfa-Gevaert Aviphot 400 Luftbildfilm. Der Agfa Scala und Agfa-Gevaerts Aviphot Filme haben die gleichen technologischen Grundlagen. Der Rollei IR / Aviphot 400 kann sehr gut als normaler Negativfilm verwendet werden. Die Infrarottauglichkeit bei entsprechender Filterung ist sozusagen ein "Zusatzfeature", im Gegensatz zum Kodak HIE.
Der Rollei IR lässt sich problemlos in der Agfa Scala Chemie zum SW-Diafilm entwickeln. Die Ergbenisse sollen sehr gut sein, wie mir berichtet wurde. Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert.
Ein Scala Nachfolger soll in den nächsten Wochen auf den Markt kommen, einige Daten liegen bereits vor. Wenn ich alle Details habe, melde ich mich nochmal.

Bis dann,
Balou
 
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Balou, spät und nie - meine Fotografie hat zum Glück Zeit!

Ich habe inzwischen eine Entwicklungsdose gefunden (Jobo 1510, war ein extra Thread nötig... bin halt Anfänger) und den Film Fomapan R100 samt Fomas Umkehrchemikalien bestellt, sollten langsam per Post ankommen :hehe: Du siehst also, nachdem ich diesen Thread anfing, ist da auch eine ganze Weile ins Land gegangen, bis irgendwelche Taten folgen, und es ist noch immer nicht abgeschlossen - Hobby halt!

Vielen Dank für die Tipps, denn trotz der Vielfalt der Produkte muß ich mich ja auch immer an dem orientieren, was es z.Zt. gibt (keine Analog ist tot-Diskussion: der Markt ändert sich halt auch mit der Zeit). Und wenn ich Spaß dran finde, werde ich natürlich tiefer in die Materie einsteigen, und dann sind Deine Hinweise um so wertvoller!

Schöne Fotos noch,
Phillip
 
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AW: Re: Grundlagen für Schwarz-Weiß-Dias

polm schrieb:
Vielen Dank für die Tipps, denn trotz der Vielfalt der Produkte muß ich mich ja auch immer an dem orientieren, was es z.Zt. gibt (keine Analog ist tot-Diskussion: der Markt ändert sich halt auch mit der Zeit). Und wenn ich Spaß dran finde, werde ich natürlich tiefer in die Materie einsteigen, und dann sind Deine Hinweise um so wertvoller!

Schöne Fotos noch,
Phillip

Servus Phillip,

interessanterweise gibt es heutzutage so viele Alternativen wie noch nie. Ich hatte mir auch vorgenommen, mehr davon auszuprobieren. Bin bisher zu faul gewesen, da mit dem Scala hochzufrieden.
Heute ist wieder einer von Photostudio 13 entwickelt zurückgekommen, herrlich! Heute abend werde ich mir schön Musik anmachen, ein Gläschen des besten Tropfens gönnen, Lupe und Leuchtpult hernehmen und die schönen Dias genießen :) . Ein wunderbarer Ausklang für eine harte Woche!

Berichte du doch dann mal von deinen Erfahrungen mit dem Foma!

Gruß,
Jo
 
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Hallöchen!

Ich habe eine Entwicklungsdose, der Foma-Kram (Filme und Chemie) ist da, in der Anleitung ist eigentlich alles schön erklärt, der erste Film wird nächstes WE belichtet. Mir war klar, daß eine Zwischenbelichtung von wenigen Minuten vorgesehen ist ("100W, 1m distance, both sides"), doch tut sich nun ein Problem auf: die wollen in ihrer Anleitung, daß ich das Zwischenbelichten unter Wasser mache :eek:

Wie stellen die sich das denn vor? Etwa elektrische Leuchtmittel in die Badewanne tunken? Wie macht Ihr denn das? Hoffentlich wird's nicht allzu teuer...

Habt Dank für Euern Rat!
Phillip
 
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AW: Re: Grundlagen für Schwarz-Weiß-Dias

polm schrieb:
Mir war klar, daß eine Zwischenbelichtung von wenigen Minuten vorgesehen ist ("100W, 1m distance, both sides"), doch tut sich nun ein Problem auf: die wollen in ihrer Anleitung, daß ich das Zwischenbelichten unter Wasser mache :eek:

Wie stellen die sich das denn vor? Etwa elektrische Leuchtmittel in die Badewanne tunken? Wie macht Ihr denn das? Hoffentlich wird's nicht allzu teuer...
Ich hab' das selber noch nicht gemacht, aber aus alten Beschreibungen, die ich so zu dem Thema im Kopf habe:
  • Wasser zum Film in die Trommel (Chemie natürlich vorher raus ;))
  • der Film bleibt in der Dose auf der Spule
  • Deckel runter
  • du belichtest wie vorgeschrieben eine Seite der Spule (ggf. bewegen - eben nach Prozess-Vorschrift)
  • du belichtest dann die zweite Seite der Spule (Spule rausholen, umdrehen und wieder rein in die Dose - ergibt dann "both sides")
  • weiter im Prozedere (also z.B. nächste Chemikalie)
Das Wasserbad ist wichtig, weil Tropfen auf dem nassen Film wie Linsen wirken und die Belichtung damit ungleichmäßig würde. Luftblasen haben den gleichen Effekt, also schauen, dass keine drin sind. Beim Belichten die Lampe von oben auf die Dose scheinen lassen.
 
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Re: AW: Re: Grundlagen für Schwarz-Weiß-Dias

asaerdna schrieb:
[*]du belichtest dann die zweite Seite der Spule (Spule rausholen, umdrehen und wieder rein in die Dose - ergibt dann "both sides")
Höchst plausibel -- so werd' ich's machen!

Danke Andreas, ich hatte schon befürchtet, einen "Zwischenbelichter" kaufen zu müssen, oder die Belichtung durch eine Nachentwicklung ersetzten zu müssen...

Ich erstatte ggf. Bericht!
Phillip
 
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Ach ja: die Spule sollte aus möglichst transparenten Kunststoff sein (sind sie aus diesem Grund eigentlich alle heute) - Edelstahl-Spulen sollen ungeeignet sein.
polm schrieb:
Ich erstatte ggf. Bericht!
Ja, bitte :).
 
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So, liebe Leute,
schon fertig mit dem ersten Film... naja, ist halt Hobby.
Das Entwicklungs-Kit besteht aus vier Flaschen und Kaliumpermanganat-Tütchen, daraus setzt man mithilfe von Wasser vier Flüssigkeiten A, B, C, D welche alle 20°C haben sollen. Dies habe ich sichergestellt, indem ich alle Zutaten (auch das dest. Wasser) bei Zimmertemperatur gelagert hatte.

Da der Tank kleiner ist als die anzusetzenden Mengen, habe ich weniger verdünnt, sodaß sozusagen die gleiche Menge "Wirkstoff" sich im Tank befindet.

Das Einspulen des Films im Dunklen ist natürlich eine sportliche Herausforderung, aber nicht unmöglich. Deckel drauf, Licht an, los geht's!

Beim Entwickler "A" ist Zeit vermutlich am kritischsten, dafür habe ich eine Stoppuhr verwendet. Beim Zwischenwässern (Leitungswasser) habe ich einfach eine Minute abgezählt (mache ich oft, ist Übungssache).

Irgendwann kommt das Zwischenbelichten, ein großer Spaß: erst im Dunklen alles einspulen, dann Dose auskippen, öffnen, Wässern. Zahnsteinfarbenes Filmmaterial, uiuiui...:eek:
Mangels 2x 1min, 1m Entfernung 100W habe ich 2x1min 35cm 60W belichtet. Da die Spiralhalterung des Tanks aus weißem Plastik ist, habe iche den offenen Tank ein wenig gedreht und bewegt, damit kein ungünstiger Schattenwurf entsteht.

Dann weiter im Text (übrigens: die beiliegende Anleitung ist an manchen Stellen leicht anders als manche, die im Internet kursieren), also den Entwickler vom ersten Mal wieder rein etc., und am Ende (ca. 1h Dauer) das ganze einfach zum Trocknen aufgehängt.

Das Beste waren die Augen der Kollegen, als ich die Dose zum Schluß aufgemacht habe: ein sofortiges "Das-will-ich-auch" in den Augen :hehe:

Fazit: mit ca. 60EUR für acht Filme, einer Entwicklerdose und ein paar Glasgeräten hat man viel Spaß.
Über Filmqualitäten mag ich mich nicht äußern, schon garnicht über Körner und Schärfe: erstens habe ich keinen Vergleich, und zweitens bin ich zu begeistert, um de jetzt schon dran rumzukritteln :hehe:

So, jetzt muß ich eigentlich nur noch ein Bild online stellen, doch kann das noch dauern: habe keinen Scanner, und der Kumpel, der einen hat, ist im Urlaub, und dann denke ich wieder nicht dran etc... sorry :nixweiss:


Bis dahin: schöne Fotos noch!
Phillip
 
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Das Oxydationsbad (zur Oxydation des nach der Erstentwicklung vorliegenden Silbers) aus Kaliumpermanganat und Schwefelsäure erscheint mir geringfügig sympathischer als jenes aus Kaliumdichromat und Schwefelsäure; es wäre jedoch den Versuch wert, ob man die Schwefelsäure nicht durch die in der Handhabung und Lagerung als Trockensubstanz sicherere Amidosulfonsäure ersetzen könnte.

Rabiatchemikalien gehörten nicht unbedingt ins Heimlabor (bin selbst Chemiker).
 
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Das Beste waren die Augen der Kollegen, als ich die Dose zum Schluß aufgemacht habe: ein sofortiges "Das-will-ich-auch" in den Augen
:hehe:

Fazit: mit ca. 60EUR für acht Filme, einer Entwicklerdose und ein paar Glasgeräten hat man viel Spaß.
Danke für den Bericht - freut mich, dass es dir Spaß macht.
 
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So, jetzt muß ich eigentlich nur noch ein Bild online stellen, doch kann das noch dauern: habe keinen Scanner, und der Kumpel, der einen hat, ist im Urlaub, und dann denke ich wieder nicht dran etc... sorry :nixweiss:


Bis dahin: schöne Fotos noch!
Phillip

Schon mal dran gedacht den Film einfach abzufotografieren. Mit einer evtl. vorhandenen Digitalkamera und ein paar Nahlinsen o. ä. müsste das für's WEB reichen.

Stefan, hat den Umkehrentwickler bereits geraume Zeit zu Hause
 
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