Gründe für VR?

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karoshi

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Liebes Forum,

vielleicht ist ja jemand hier, der sich besser als ich in die Gedankenwelt eines Entwicklers von Objektiven einfühlen und mir erklären kann, welche Gründe dafür maßgeblich sind, ein neues Objektiv mit Bildstabilisator auszustatten, oder eben nicht.

Die neuen Superteles von Nikon haben z.B. alle VR-II.
Ist es wirklich üblich, z.B. mit einem über 5 kg schweren 600er aus der Hand zu fotografieren? Machen Sportfotografen so etwas?
Ich hätte eher angenommen, dass für solche Objektive die Verwendung eines Stativs üblich ist. Und wer so teure Objektive kauft, wird auch ein gutes Stativ haben. Da ist VR doch eigentlich überflüssig, auch wenn die neue VR-Generation wohl auch beim Stativeinsatz aktiviert bleiben kann.

Das ebenfalls neue 2,8/24-70 hat hingegen keinen Stabilisator bekommen. Das ist für mich völlig unverständlich, da dieses Objektiv sicherlich oft freihändig bei schlechten Lichtverhältnissen und damit langen Verschlusszeiten zum Einsatz kommen wird. Warum also ist hier auf VR verzichtet worden? Kostengründe können in dieser Preisklasse doch nicht maßgeblich gewesen sein. Und auf ein paar Gramm Mehrgewicht wäre es bei ohnehin 900 g m.E. auch nicht angekommen.

Ratlose Grüße
Volker
 
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Ich finde es gut, auch noch bei schlechteren Lichtverhältnissen mit 125
oder 200 mm Brennweite aus der Hand immer noch ansehnliche Bilder
machen zu können, was ohne VR mit Sicherheit zu Verwacklungsunschärfe
führen könnte...

Roland
 
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Das 24-70er hat natürlich kein VR - ansonsten wäre die Lichtstärke nämlich nicht möglich. Das Objektiv soll aber offensichtlich besonders lichtstark sein, um den enstprechenden Spielraum bei der Schärfentiefe zu haben!

Ein VR-Objektiv ist aber sehr wohl dazu gedacht, dass man aus der Hand fotografiert und nicht auf ein Stativ angewiesen ist. Manchmal ist man mit einen Stativ einfach zu unflexibel, zu langsam oder einfach zu schwach...

Aber es wird ja niemand gezwungen, ein VR-Objektiv zu kaufen. Klar geht es auch ohne.
 
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Hallo,

eigentlich auf den ersten Blick nicht ganz ersichtlich aber ich glaube 3 Gründe dafür nennen zu können.

- Gelegentlich wird der ein oder andere Fotograf schon mal ein Bild damit aus der Hand machen, bestimmt selten aber dann ein echtes Argument.

- Der VR II hat einen Stativmodus was der bringt oder nicht kann ich nicht sagen, das wird wohl die Praxis zeigen.

- Marketing, Canon hat Objektive mit gleichen Brennweiten und Bildstab. schon länger im Angebot, hier will man offenbar nicht hintenanstehen.

Zusätzlich kann man sagen das sich die Preise trotz Neurechnung und VR nicht Erhöht haben, somit kann es dem Käufer egal sein und der Besitzer eines ohne VR wird wohl kaum nur deshalb wechseln.

Gruss

Patrick
 
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Sorry kurze Zwischenfrage:
Der VR II hat einen Stativmodus
Welcher ist das? Ich hab eine 'normale' Stellung und 'active' Da hab ich aber gelesen, wenn man z.b. aus einem fahrenden Auto fotografiert....
Und was ist der Stativmodus?

danke und lg
nikooner
 
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Hallo Volker,nimm es in die Hand und dann sind deine Fragen alle beantwortet.
Man kann damit natürlich nicht hexen,aber eine grosse Erleichterung scharfe Bilder zubekommen, hat sich erhöht.
Zudem man schnell aus Gewichtsgründen ,auf Einbein umsteigt, bei Platzmangel.
Gruss Ekke
 
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nikooner schrieb:
Sorry kurze Zwischenfrage:

Welcher ist das? Ich hab eine 'normale' Stellung und 'active' Da hab ich aber gelesen, wenn man z.b. aus einem fahrenden Auto fotografiert....
Und was ist der Stativmodus?

danke und lg
nikooner

schau mal da vorbei:
http://www.letsgodigital.org/de/16217/nikon-nikkor-600mm/

hier steht: Das VR-II-System weist eine neue Betriebsart auf. Diese gleicht speziell die Verwacklungen aus, die bei langen Belichtungszeiten bei einer auf einem Stativ angebrachten Kamera auftreten.

Gruß birchior
 
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HeikoZZ9 schrieb:
Das 24-70er hat natürlich kein VR - ansonsten wäre die Lichtstärke nämlich nicht möglich. Das Objektiv soll aber offensichtlich besonders lichtstark sein, um den enstprechenden Spielraum bei der Schärfentiefe zu haben.

Sorry, aber das Argument ist schlicht unsinnig. VR hat nix mit max. Offenblende zu tun. Es gibt genügend Beispiele von 2.8er VR-Linsen (70-200 2.8VR, 300mm 2.8VR, 400mm 2.8VR) bzw. 2.8er IS (Canon)-Linsen (24-70 2.8IS, 17-55 2.8IS, ...).

Nikon ist aus irgendeinem Grund wohl der Meinung, dass Objektive, die unterhalb 85mm aufhören keinen VR brauchen. Ich find's schade, da ich auf die stabilisierten 18mm des 18-200VR bei Innenraumaufnahmen, bei denen Blitz und Stativ verboten war (Museum, Kirche, Ausstellungen, ...) einge Male zu schätzen gelernt hab und etwas neidisch auf das 17-55 2.8IS von Canon schiele...

Michael
 
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Meine Erfahrungen mit dem 1ß-200VR sind, dass der VR unter 50mm kaum eine Verbesserung mehr bringt. Darüber ist es echt ne tolle Sache, wenn man beispielsweise noch bei 1/30s und 200mm scharfe Bilder machen kann.

Grüßle Michel
 
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MichelRT schrieb:
Darüber ist es echt ne tolle Sache, wenn man beispielsweise noch bei 1/30s und 200mm scharfe Bilder machen kann.

Wobei mit dem 18-200 bei 200mm sowieso keine scharfen Bilder zu machen sind, egal ob mit oder ohne VR.:dizzy:
 
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Hallo,

es ging mir nicht um die Sinnhaftigkeit des VR als solchem. Damit habe ich bereits sehr positive Erfahrungen gemacht.

Mir ist nur nicht klar, warum Nikon jetzt nicht durchweg bei allen neuen Objektiven einen Stabilisator einbaut.

Meine Zweifel über die Sinnhaftigkeit bei langen Teles im Stativeinsatz hat Herbert mit dem Link zum Test durch Fritz Pölking ausgeräumt. Vielen Dank dafür!

Nach wie vor verstehe ich aber nicht, warum z.B. das neue 24-70 ohne VR auskommen muss. Natürlich sieht man Verwacklungsunschärfe bei langen Brennweiten viel eher. Das ändert aber nichts daran, dass sich die nutzbare Belichtungszeit auch bei Weitwinkeln spürbar verlängert. So habe ich mit dem 18-200 VR bei 1/1 s und 30 mm Brennweite aus der Hand schon Bilder zustande gebracht, die jedenfalls im Familienkreis vorzeigbar sind. Ohne VR hätte es zweifellos nicht einmal für diesen Zweck gereicht.

Gruß
Volker
 
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Hallo Volker,

karoshi schrieb:
Mir ist nur nicht klar, warum Nikon jetzt nicht durchweg bei allen neuen Objektiven einen Stabilisator einbaut.
vielleicht weil der Vorteil bei vielen Fotografen nicht so offensichtlich ist und diese nicht bereit wären den entsprechenden Mehrpreis zu zahlen. Wenn Fotos mit einer Belichtungszeiten von länger als 1/20 s scharf sein sollen, dann muß die Szenerie schon sehr statisch sein. Selbst das Blattwerk an den Bäumen zeigt schon deutliche Bewegungsunschärfe. Der effektive Nutzwert von VR wird einfach bei kürzeren Brennweiten immer geringer. Irgendwo muß dann eine Grenze gezogen werden ... nicht erst beim 10,5 mm Fisheye :).

Ciao
HaPe
 
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karoshi schrieb:
...
Mir ist nur nicht klar, warum Nikon jetzt nicht durchweg bei allen neuen Objektiven einen Stabilisator einbaut.

Meine Zweifel über die Sinnhaftigkeit bei langen Teles im Stativeinsatz hat Herbert mit dem Link zum Test durch Fritz Pölking ausgeräumt. Vielen Dank dafür!
...

Die langen Teleobjektive werden u.a. auch mit Wimberly Sidekick oder Kirk King Cobra benutzt. Dabei lässt man diese dann lose um gut schwenken zu können... dafür soll der VR auch gut zu gebrauchen sein...

Gruß Tobi
 
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- Der VR kostet Geld und die Mehrkosten fallen bei einem Supertele nicht ins Gewicht, bei einem kurzbrennweitigen Objektiv meist aber schon.
- VR Objektive sollen empfindlicher sein, ob das stimmt kann ich nicht beurteilen
- VR ist umso sinnvoller, je länger die Brennweite ist.
- AV-Fotografie beinhaltet meist bewegte Objekte, wo lange Belichtungszeiten nicht so viel Sinn machen. Mit Weitwinkeln sind ja eh schon relativ lange Belichtungszeiten möglich. In Kirchen oder Gebäuden statische Objekte aufzunehmen wird man ja meist mit Stativ oder sich als Notbehelf eine Säule/ Wand zum anlehnen suchen oder eine Brüstung/Tisch zum auflegen.
 
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Es wundert mich fast ein bischen, vlt hab ichs auch überlesen:

~ benötigte belichtungszeit = 1/brennweite ( * 1.5)

Tja das sollte doch eigentlich alles erklären oder? ( Ein wenig erfahrung und gefühl für was so übliches licht und damit mögliche kombis aus blende und bel.zeit. sind)
 
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Tim schrieb:
Mit Weitwinkeln sind ja eh schon relativ lange Belichtungszeiten möglich. In Kirchen oder Gebäuden statische Objekte aufzunehmen wird man ja meist mit Stativ oder sich als Notbehelf eine Säule/ Wand zum anlehnen suchen oder eine Brüstung/Tisch zum auflegen.

Stimmt schon, aaaaber...

Gerade bei Innenaufnahmen stand ich schon öfter vor dem Problem, dass Stativverwendung aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gern gesehen / nicht geduldet wurde. Versuch mal z.B. mit Stativ in der Pariser Metro zu fotografieren und stoppe die Zeit, bis der Wachdienst kommt...

Daher macht VR IMHO auch bei kurzen Brennweiten durchaus Sinn. Mit meiner alten Bridge (Minolta A1 mit Antishake) gingen 1/5 bei kleinbildäquivalent 28 mm aus der Hand. War nicht übel. Gut, da das Teil oberhalb von ISO 200 ein Totalausfall war, relativiert sich das wieder...:hehe:

Viele Grüße
Christoph
 
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