Geschwindigkeit von Lightroom

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Hatte dasselbe Problem auch - seit der Deaktivierung der XMP-Option rennt LR aber bei mir.
Ist ein Bug und den LR-Entwicklern wohl bekannt: http://forum.adobe.com/webx/.3bca10e6/18 (Reply Nr. 19):
 
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Hallo miteinander,
der Thread ist ja richtig ans Laufen gekommen. Ich habe noch einmal meinen Rechner neu aufgespielt und außer Office 2007 und Photoshop Elements 5 nur Lightroom installiert. Kein Virenscanner und andere üblichen Kandidaten. Am Verhalten ändert sich leider nichts. Mit aktivierter xmp-Option dauert es halt knappe 10 Min bis Lightroom zur Ruhe kommt, innerhalb dieser Zeit -> Prozessorlast bei ca. 50 %, danach -> 0%. Bei ausgeschalteter Option ist die Rechner-Last bereits nach knapp 10 Sekunden auf 0%. An meiner Rechnerleistung liegt es m. E. definitiv nicht. Ein AMD dual Core 3600 mit 2GB sehr schnellen Arbeitsspeicher und flotter Grafikkarte, die schnellste SATA-Festplatte, die man für Geld kaufen kann, sollten reichen. Viel mehr geht auch nicht. Gut, beim Prozessor gibt es schon bessere, aber so gewaltig ist der Unterschied wohl nicht mehr, zumal meine Last lediglich bei 50 % liegt (könnte allerdings auch bedeuten, dass ein Core zu 100 % belastet ist da kenn ich mich mit dem Taskmanager nicht so aus).

Es wäre hilfreich, wenn die Leute, bei denen es vernünftig läuft mal mitteilen, ob sie die xmp-Option aktiviert haben. Wenn nicht, sollten sie es vielleicht mal ausprobieren.
 
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MichaelConsten schrieb:
Viel mehr geht auch nicht. Gut, beim Prozessor gibt es schon bessere, aber so gewaltig ist der Unterschied wohl nicht mehr, zumal meine Last lediglich bei 50 % liegt (könnte allerdings auch bedeuten, dass ein Core zu 100 % belastet ist

Und genau so sieht es aus! Auf einem Mac mit 2,4 GHz Intel Core2Duo nutzt Lightroom 1.2 lediglich einen Prozessorkern, den allerdings gerne mal mit nahe an 100 Prozent. Ich habe den Eindruck, dass die Software (noch) nicht ordentlich auf Intel-Prozessoren angepasst ist. Auf einem PowerMac G5 mit zweimal 1,8 GHz geht LR jedenfalls bei mir bedeutend beherzter zu Werke.

Interessant ist auch, dass bei mir die Klötzchenbilder in der Übersicht unendlich lange brauchen, um durch brauchbare Bilder ersetzt zu werden, bei einem Doppelklick das Vorschaubild in der Lupenansicht aber sehr schnell (oft sofort) in ordentlicher Auflösung zur Verfügung steht. Scheinbar hat die Software Schwierigkeiten, die kleine Vorschaubilder aus der im Katalog abgelegten 1:1-Vorschau zeitnah zu generieren. Woran das liegt, können aber wohl nur die Programmierer bei Adobe beantworten. Ich tippe auf ineffizienten Code. LR verhält sich hier im Vergleich zu einer Software wie (dem alten) iView Media Pro wie ein alter Opel Kadett neben einem Porsche!

In meiner Bibliothek sind zur Zeit rund 15.000 Bilder. Ich finde, dass ist noch nicht wirklich viel. Ein Ersatz für einen vernünftigen Bildbrowser ist LR bei der Leistung, die ich bisher erlebe, jedenfalls nicht. Bei kleineren Katalogen mag es noch gehen, bei größeren Archiven muss Adobe aber nachbessern.
 
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Angeregt durch diese Diskussion habe ich mir die Systembeanspruchung von LR mal etwas genauer angesehen. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Prozessorauslastung (leider nur ein Kern), aber auch die Festplatten-Schreib- und Leseoperationen auf meinem System auch dann noch hoch geblieben sind, wenn ich die Software über einen längeren Zeitraum garnicht aktiv genutzt habe. Gleichzeitig wurden die Katalog- und Vorschaudateien mehrmals pro Sekunde aktualisiert.

Ich habe daraufhin LR mal die gesamte letzte Nacht "rödeln" lassen und, voila, der Zugriff auf die Ordner, die Generierung der kleinen Vorschaubilder und der Zugriff auf die 1:1-Vorschau ist jetzt viel schneller, als vorher! Im Normalbetrieb wird die Software diese Arbeit parallel zur Abarbeitung der Anwenderaufträge durchführen. Das dauert viel länger und schränkt die Performance sehr wahrscheinlich stark ein. Wenn man LR nur sporadisch für eine halbe oder eine Stunde laufen hat, dauert es wahrscheinlich Tages bis Wochen!

Vermutlich hat LR die verordnete "Nachtschicht" genutzt, um die gesamte Biblithek zu durchforsten, Vorschaubilder zu erstellen und die XMP-Dateien zu schreiben. Der Prozess hat einige Stunden gedauert. Mit einer simplen Katalog-Optimierung hat das jedenfalls wenig zu tun gehabt, die geht viel schneller und räumt lediglich die lrcat-Datei auf.

Wie häufig solche "Nachtschichten" sinnvoll sind, kann ich nicht sagen. Sicherlich muss man das nicht wöchentlich machen. Gerade bei großen Bild-Importen von 1.000 Dateien oder mehr, ist es aber wohl sinnvoll.
 
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Guten Morgen zusammen,
zuerst einmal ein ganz großes Dankeschön für diese informativen Beiträge. Ich bin weiterhin an diesem Thema sehr interessiert, weil die Deaktivierung der "XMP-Funktion" für mich nicht wirklich befriedigend ist (MAC - LR 1.2).
@jflachmann
Diese Vorgehensweise habe ich auch mehrmals ausprobiert. Leider war es bei mir so, dass nach Beendigung von LR das Ganze (lange Ladezeiten) wieder von vorne losging.
Ich habe die Bilddateien und die Kataloge (bin mir nicht sicher ob die Bezeichnung richtig ist - gemeint ist die LR Datenbank) auf einem externen Laufwerk. Bei mir sind in LR ca. 13000 Bilder gespeichert.

ich wünsche noch einen schönen Tag

Tetra


Ergänzung: meine Bilddateien liegen im DNG Format vor.
 
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Ich habe nochmal einen genaueren Test mit meiner Library gemacht, die ich auf der internen Festplatte meines MacBooks habe. Diese enthält ca. 2000 Bilder, ca. 49% JPEGSs, 49% DNGs und ein paar TIFFs und PSDs. LR war mit dieser Library bereits seit mehreren Tagen am Laufen und fast völlig am "rum-ideln", d.h. keine nennenswerte CPU-Last. Dann habe ich LR neu gestartet und mir im Terminal mit "top" die Auslastung nach dem Start angeschaut:

1. direktes XMP-Schreiben eingeschaltet:
LR rödelt gute 5 Minuten auf der Platte rum und lastet dabei einen Prozessorkern zu 90-100% aus (die gesamte Systemlast liegt bei rund 50%). Danach ist Ruhe.

2. direktes XMP-Schreiben ausgeschaltet:
Ein kurzer (unter 10 sek) Peak, dann Ruhe.

=> folgt für mein System ganz eindeutig, dass das XMP-Schreiben der Übeltäter der hohen Last beim Starten von LR ist.

Ausserdem kann man feststellen, dass LR nicht wirklich ideal programmiert ist, wenn es nur einen Core der CPU benutzt, anstatt die Threads auf zwei aufzuteilen. Andererseits vielleicht auch wieder ganz gut, da das System ja sonst auch nicht mehr für andere Programm zu gebrauchen wäre während LR sich austobt.
 
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Hallo,
da werde ich meine Frage jetzt selbst beantworten.
Ich habe heute mal angerufen und mit einem freundlichen aber sehr aufgeregten Mann die Sache erörtert.
Seine Antwort: Mmm..soso.. jaja.. geben Sie mir Ihre Mail-Adresse und Ihre Telefonnummer, ich werde sofort meine Level 2 Kollegen informieren und anrufen sobald eine Lösung verfügbar ist!!
Also ganz klar, sie kennen wohl den Fehler aber haben noch keine Lösung parat!

Ich werde noch bis zum Wochenende abwarten und dann LR 1.0 von meiner CD installieren. Das deaktivieren von XMP ist ja auch nicht die Lösung, rein gefühlsmäßig denke ich das LR 1.2 sich in allen Anwendungen schwer tut! :down: Jedenfalls auf meinem Rechner!

Schöne Grüße:
Greyman
 
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Ich habe noch einen Tipp, der bei mir dauerhaft eine Verbesserung gebracht hat:

1. Die gesamte Bibliothek als Katalog exportieren.
2. Das geht, indem man alle Ordner auswählt und im Menü "Datei" den Punkt "Katalog exportieren" auswählt.
3. Beim Export die Vorschaubilder, nicht aber die Negativ mit übertragen (kann man im Dialog auswählen).
4. Der neue Katalog sollte den Namen "Lightroom Catalog" bekommen (Standardname, man kann auch eigene Namen vergeben).
5. Der Export dauert einige Zeit, man erhält einen Ordner mit der Katalog- und der Preview-Datei.
6. Lightroom öffnen und den "neuen" Katalog laden.

Wenn jetzt alles wie gewünscht (schnell) läuft, kann der alte Katalog und die alte Preview-Datei gelöscht und durch die beiden neuen ersetzt werden. In den meisten Fällen im Ordner "Bilder" im Verzeichnis "Lightroom" zu finden (Standard beim Mac).

Auf meinem MacBook hat es sehr gut geklappt.

Ergänzung: LR-Version 1.2
 
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@jflachmann: danke für den Tipp. Mich wundert nur, dass dieses Vorgehen die Performance dauerhaft verbessern soll. Bei einem Katalog, der sich nicht mehr gross verändert kann ich mir das ja vorstellen, aber was passiert, wenn im Laufe der Zeit mehr und mehr neue Bilder dazkommen (was ja kein ganz ungewöhnliches Szenario ist ...)?
 
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Da es mir mit zwei verschiedenen Katalogen gelungen ist, tippe ich schlicht auf einen Fehler, der in Katalogen auftreten kann und dann zu Problemen beim Rendering der kleinen Vorschaubilder führt. Nach meiner Erfahrung mit LR 1.2 auf drei verschiedenen Macs und Katalogen mit jeweils über 10.000 Bildern tritt das Problem nicht zwangsläufig oder regelmäßig bzw. nach einer gewissen Nutzungsdauer auf. Es kommt einfach gelegentlich unreproduzierbar vor.

Ich setze LR seit der Betaphase intensiv ein. Dabei kommen natürlich laufende Bilder hinzu. Trotzdem hat es auf meinem PowerMac G5 nie größere Probleme gegeben. Als ich dann den Katalog und die Bilder exportiert und auf einem neuen Rechner eingelesen habe, trat die Performance-Verschlechterung ein. Ich habe es dann probehalber auch noch mit meinem MacBook mit zwei Katalogen versucht. Resultat: einmal keine Probleme, einmal der bekannte Leistungseinbruch.

Eine Katalogoptimierung, wie man sie in den Katalogeinstellungen starten kann, hat nichts gebracht. Meine Überlegung war dann, den Katalog zu teilen um einmal zu sehen, ob bei kleineren Katalogen die Leistung besser ist. Tatsächlich lief dann alles wie gewohnt schnell. Dann war es naheliegend, diese Operation nochmal mit dem gesamten alten Katalog zu testen. Mit Erfolg. Vielleicht hat der Export einfach dazu geführt, dass ein Defekt in der Katalogstruktur repariert wurde.

Ich kann nur jedem empfehlen, es auszuprobieren. Kaputt machen kann man nichts, die Bilder auf der Festplatte bleiben von der Operation unberührt.
 
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Ja, einen Versuch ist es bei Problemen auf jeden Fall wert. Zumal man ja immer noch zum Originalkatalog zurückkehren kann, wenn irgendwas mit dem Kopieren schiefgehen sollte.

Danke für die Erklärung: klingt einleuchtend.
 
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Hallo,
nochmal kurz einige Infos, nachdem LR nur noch ständig mit 100% gelaufen ist und kaum noch ein Bild sichtbar war habe ich nochmal mit Adobe kontakt aufgenommen.
Wir haben auf dem Rechner einen neuen Benutzer angelegt und alles Umkopiert,
Lr läuft jetzt einwandfrei!:up:

Lt Adobe ist der Fehler bei LR1.2 behoben, die Software kann angeblich bedenkenlos von der Webseite geladen werden.
Der Fehler lag wohl bei den XMP Speicherungen.

Gruß Greyman
 
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@Greyman: gilt das nur für die Windows-Version oder auch für den Mac. Allerdings finde ich es wenig praktikabel, einfach einen neuen Benutzer anzulegen. Dann geht das ganze Einstellen der persönlichen Vorlieben wieder von vorne los. Adobe müsste doch in der Lage sein, zu sagen, wo welche Einstellungen liegen. Dann könnte man ja zur Not seinen Katalog exportieren, LR deinstallieren, alle zu LR gehörigen Daten löschen (bei Windows wohl in der Registry :-( ), LR wieder neu installieren und den Katalog wieder importieren.
 
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der neuer user wird wohl nur die doppelte absicherung gewesen sein, windows hat schließlich schnell mal ein problem im profil. die therapie dürfte der umstieg auf 1.2 gewesen sein.
 
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