So rückt ihr Immobilien ins beste Licht

Egal, ob man Immobilienmakler:in ist oder als Privatperson eine Immobilie an den Mann bringen möchte: Die Anzeige sollte nicht nur in Bezug auf den Text, sondern auch auf die Bilder höchsten Ansprüchen genügen, damit das Verkaufen oder Vermieten ein voller Erfolg wird. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Punkte im Hinblick auf das Fotografieren von Immobilien vor.
Ein Haus oder eine Wohnung derart anzupreisen, dass sie schnell Käufer findet, ist zwar kein Hexenwerk. Dennoch gilt es vor allem hinsichtlich der Fotos einiges zu beachten, denn die Weisheit, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte, trifft auf Immobilienanzeigen ganz besonders zu. Der erste Eindruck der Interessenten vom zukünftigen Zuhause ist entscheidend bei der Immobiliensuche, damit die Anzeige aus der Vielzahl der Angebote heraussticht.
Für ansprechendes Licht sorgen
Das überrascht euch jetzt nicht wirklich, ich schreibe es trotzdem: Für gute Fotos braucht es gutes Licht. Daher empfiehlt es sich, die Aufnahmen tagsüber zu machen, sodass ausreichend Tageslicht in die Zimmer kommt (Stichwort: Available Light). Idealerweise nimmt man die Bilder bei gutem Wetter mit Sonnenschein auf. Allerdings muss man allerdings auch darauf achten, dass die Sonne nicht direkt in den zu fotografierenden Raum scheint. Eine Überbelichtung wollen wir selbstverständlich vermeiden. Jalousien sollten geöffnet sein und größere Deko-Gegenstände auf der Fensterbank entfernt werden, damit sie keine Schatten werfen. Bei Vorhängen muss man schauen, wie sie beschaffen sind – blickdichte Vorhänge aufziehen, aber solche, die relativ durchsichtig sind, können auch so eingesetzt werden, dass sie die Sonneneinstrahlung filtern und damit für ein angenehm weiches Licht sorgen.Mit künstlichem Licht sollte man sparsam umgehen. Wer sich nicht wirklich gut mit der Lichtsetzung mittels Blitz auskennt, sollte darauf verzichten, um keine harten Schatten zu erzeugen. Hilfreich ist in jedem Fall ein lichtstarkes Objektiv.
Sorgsam fotografieren
Gerade im Winter ist es leider oftmals so, dass die Zeitspanne für Sonnenschein knapp bemessen ist. Und falls die Wohnung oder das Haus bewohnt ist, sind Terminabsprachen zum Fotografieren notwendig. Beides überein zu bringen, kann eine Herausforderung sein. Dennoch ist es wichtig, sich ausreichend Zeit zu nehmen, besonders, wenn man mit den Räumlichkeiten und der Ausstattung nicht so vertraut ist. Schaut euch den Raum erst einmal genau an und überlegt, wie man ihn am besten in Szene setzen kann. Gibt es Besonderheiten, wie z.B. einen Kamin, den man gut in Szene setzen kann? Was macht diesen Raum besonders attraktiv? Euer Ziel ist es, mit den Fotos Neugierde und Interesse an einer Besichtigung zu wecken. Was an diesem Raum ist also so attraktiv, dass man es hervorheben und in Szene setzen sollte?
Ordnung schaffen
Natürlich ist in einer Wohnung nicht immer alles an seinem Platz. Und selbstverständlich sollen Bilder auch authentisch sein. Bei Immobilienfotos jedoch ist von jeglicher Unordnung abzuraten, denn sie sorgt für einen schlechten Eindruck. Entsprechend wichtig ist es, Dinge, die herumliegen oder -stehen wegzuräumen - schon allein, damit der Fokus auf der Wohnung liegt.Die Wohnung "wohnlich" darstellen
Auch wenn Dinge - wie im vorherigen Punkt angesprochen - von der Immobilie ablenken können, sollte man nicht ganz auf sie verzichten. Das heißt, dass man eine Wohnung oder ein Haus nicht erst dann fotografiert, wenn alles bereits ausgeräumt ist. Stattdessen können Möbel dafür sorgen, dass die Interessent:innen einen Eindruck davon bekommen, wie die Immobilie aussehen kann, wenn sie eingerichtet ist. Daher: Ordnung ja, aber Möbel und auch ansprechende Deko-Gegenstände nicht entfernen.
Qualität statt Quantität - und dennoch nicht geizen
Je nachdem, wie viele andere Anzeigen Interessent:innen sich bereits angeschaut haben, sind sie nur noch begrenzt aufnahmefähig. Alleine schon aus diesem Grunde sollte man nicht wahllos Bilder veröffentlichen, sondern nur diejenigen, die es schaffen, andere zu fesseln. Andererseits wollt ihr ein vollständiges Bild vom angebotenen neuen Zuhause vermitteln – zu wenige dürfen es also auch nicht sein. Um hier eine Punktlandung hinzubekommen, schaut euch im Vorfeld andere Anzeigen an. Was kommt euch dort zu viel vor? Was fehlt? Versetzt euch in die Rolle eines Interessenten oder einer Interessentin.Bilder im Querformat aufnehmen
Wenn sich jemand Fotos einer Wohnung anschaut, möchte er oder sie so viele Details wie möglich sehen. Entsprechend solltet ihr unbedingt auch Weitwinkelaufnahmen im Querformat anfertigen, damit so viel wie möglich vom Raum zu sehen ist. Zwar sehen sich heutzutage viele Interessent:innen Objekte erst einmal auf ihrem Smartphone an, das sie im Hochformat halten. Aber wenn die Neugier geweckt ist und sie genauer schauen wollen, werden sie das auf dem Rechner mit dem großen Monitor tun - im Querformat.Damit so viel vom jeweiligen Zimmer wie möglich auf dem Bild erscheint, empfiehlt es sich, aus der Ecke heraus zu fotografieren und auch durchaus verschiedene Positionen einzunehmen. Zudem kann – wie fast immer - die Beachtung der Drittel-Regel oder des goldenen Schnitts vorteilhaft sein. Beide lassen ein Bild quasi automatisch ausgewogen erscheinen.

Bilder nachbearbeiten
Die besten Bilder sind natürlich die, die ohne Nachbearbeitung auskommen. Aber gerade bei solchen, die in Räumlichkeiten aufgenommen wurden, ist ein kleiner Schliff meistens unumgänglich. Ein Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop hat wohl jede und jeder von uns auf dem Rechner. Achtet besonders darauf, stürzende Linien zu korrigieren sowie Lichter und Schatten ansprechend zu gestalten.Fazit - So rückt ihr Immobilien ins beste Licht
Um Immobilien so vorteilhaft wie möglich darzustellen, solltet ihr ein vorteilhaftes Licht sicherstellen, sich Zeit nehmen, die Räume herausputzen und sie wohnlich erscheinen lassen, auf Qualität achten, im Querformat fotografieren sowie die Bilder nachbearbeiten.Bildnachweis: ©Pixabay