Farbabgleich Kamera/PC/Druck

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Anzeigen
Hallo Jochen,
ich erziele die besten Ergebnisse indem ich durchgängig Adobe RGB von Kamera PC und 'Drucker nutze, den Bildschirm (TFT) regelmäßig kalibriere und das richtige Druckerprofil für das richtige Papier nutze.
 
Kommentar
Wie macht Ihr das mit dem Farbabgleich, das die Farben auf Kamera/PC/Drucker alle gleich sind?

Hallo Jochen,

Wenn dein Bildschirm und dein Drucker kalibriert sind, entspricht die Bildschirmdarstellung dem Ausdruck.

Wenn es noch genauer werden soll, musst du die Kamera kalibrieren. Das ist aber in der Regel nicht nötig, da du einen kleinen Farbstich ja am Bildschirm siehst und entsprechend korrigieren kannst. Zudem ist ja auch kaum ein Weissabgleich 100%ig.

Phase One z. B. arbeitet mit generischen Kameraprofilen das soll bessere Hauttöne bringen.


Welchen Farbraum du verwendest, das entscheidet sich nach den Fähigkeiten deines Bildschirms und deines Druckers. Wenn der Schirm kein Adobe-RGB kann, ist das nicht toll, wenn es der Drucker nicht draufhat nicht so schlimm.

Bei einem preisgünstigem Monitor ist S-RGB zielführender. Du arbeitest in einem Farbraum den du auch vollständig siehst und der unterschied zu Adobe RGB fällt nur bei wirklich leuchtenden Farben auf, sofern dein Drucker überhaupt so leuchtend drucken kann.

Gute Ausbelichter bieten ebenfalls Farbprofile zum Download an. Die zeigen dann dass sie Adobe-RGB auch nicht können. Moderne Tintenstrahler können mehr Farben drucken als auf konventionelles Fotopapier passt!


Für korrektes Arbeiten ist es nötig, dass diene Software, vorzugsweise Photoshop, einen Softproof beherrscht. D. h. du kannst am Bildschirm ansehen, wie die u.U. nicht druckbaren Farben dargestellt werden, und entsprechend feinkorrigieren. Zudem lässt sich das Papierweiss simulieren etc....

Wichtiger ist zudem, dass dein Bearbeitung, sofern du viel nacharbeiten willst/musst, möglichst im 16bit Modus abläuft. Damit du keine Tonwerte verschenkst.

Ich hoffe ich habe dich nicht zu sehr verwirrt:dizzy:

Stefan
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
größter Schwachpunkt ist der Drucker und besonders der dazugehörende Druckertreiber. Viele Druckertreiber nutzen gar nicht die Bilddatei für den Druck sondern ziehen die Druckdaten von der Grafikkarte, weil es schneller geht. Mit einen Postscriptfähigen Drucker hast Du die besten Chanchen.

Mit einen Vierfarbdrucker kannst Du es schlicht weg vergessen. Der CMYK Farbraum ist wesentlich kleiner als der RGB Farbraum - Blau- und Orangetöne können nicht so leuchtend dargestellt werden. Mit einen Sechsfarbdrucker wird es besser. Selbst wenn Du Dir einen Prooffähigen Drucker kaufst, hast Du bestenfalls 90% Farbtreue. Das hört sich wenig an ist aber schon sehr viel.

Wenn der Monitor halbwegs kalibriert ist, machst Du einen Ausdruck. Dann kopierst Du das Bild und änderst das Bild so lange bis der Ausdruck so ist wie das originale Bild. Diese Änderungen speicherst Du ab und wendest sie auf alle Bilder an, die Du drucken willst. Die Bilder sehen oft grauenvoll aus aber der Druck ist dann super. Voraussetzung ist daber immer das gleiche Papier und den gleichen Druckmodus zu nutzen.
 
Kommentar
Wie macht Ihr das mit dem Farbabgleich, das die Farben auf Kamera/PC/Drucker alle gleich sind?

Farbmanagment ist ein umfangreiches Thema und nicht so leicht zubeantworten. In jedem Fall solltest Du Deinen Monitor kalibrieren und bei der Bearbeitung nicht zwischendurch den Farbraum wechseln bzw. diesen nur bewußt konvertieren. Einige Programme können bzw. werten die in den Bildern hinterlegten ICC-Profile nicht aus und die Ergebnisse führen dann auch zu Verfälschungen. Wenn einige Programme z.B. AdobeRGB nicht unterstützen, ist es oft sinnvoll durchgängig nur sRGB zu verwenden.

Einige Bildverarbeitungsprogramme bieten zur Vorschau eine "Proof"-Funktion an, mit der Du bereits am Monitor eine errechnete Simulation davon bekommst, wie z.B. der Druck aussehen könnte. Dieses ist oft sehr sinnvoll, da der CMYK-Farbraum des Druckers eigentlich die Schwachstelle in der Kette ist, gerade durch seinen verwendeten Farbraum und auch der Art der Farbmischung. Ein "Proof" zeigt Dir hier eventuell schon in der Vorschau Farbverfälschungen an oder zu dunkle/zu helle Flächen im Ausdruck. Gerade bei letzterer Optimierung läßt sich die Qualität des Ausdruckes noch deutlich steigern. Farbverfälschungen auf dem Monitor des PC sind allgemein sehr böse und beruhen meist auf defekten oder falschen ICC-Profilen.

Eventuell ist es auch von Vorteil, das Bild bereits in der EBV in den Zielfarbraum umzurechnen, als dieses dem BS bzw. dem Druckertreiber zu überlassen. Persönlich habe ich z.B. die besten Ergebnisse, wenn die EBV die Konvertierung in den Zielfarbraum übernimmt
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten