Fahren sie bitte vorsichtig - immer!

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Irgendwie kannst Du meine Gedanken lesen, Dirk. Habe letztens beim Fahren am Wegesrand so ein Kreuz gesehen und mich gefragt, ob es Leute gibt, die sowas fotografieren und eine Serie draus machen. :)

Klasse gemacht. :up:

Gruß Jens
 
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Wolle schrieb:
Moin,

schwer zu verkraften, die Bilder. Das Auto ist nun einmal eine Waffe, der jedes Jahr allein in Deutschland viele 1000 Menschen zum Opfer fallen.
Leider auch eine Beispiel für unsere verzerrte Wahrnehmung. Man erinnere sich nur an die Aufregung, die es um andere, vereinzelte Todesfälle gibt.


..die Waffe ist der Fahrer!!
 
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Sehr gut gemacht, Dirk. Die Formate, das Schwarzweiss, die Perspektiven... alles richtig gemacht, finde ich. Besonders auch als Serie gelungen, verfehlt sicherlich bei praktisch keinem Betrachter seine Wirkung.

Maik
 
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Auch aus meiner Sicht kommt das Thema ohne jede Effekthascherei aus, auch auf weitere, ergänzende Bildelemente kann ich gut und gerne verzichten.

Wo, wenn nicht hier - bei diesem Thema, ist Reduktion auf ein notwendiges Minimum angebracht und möglich. Die eigentlichen Bilder enstehen doch sowieso bei uns in den Köpfen, wie man an den Kommentaren durchaus sehen kann.

Schön mag ich nicht sagen, bei dem Thema - schön ist etwas anderes.

Anrührend, gut gemacht, eindrucksvoll und grausam gut in Szene gesetzt fällt mir noch ein.

Am brutalsten ist wohl das Bild #5.

lg
ManzelMoxe
 
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In meinen 16 Jahren ehrenamtlichen Tätigkeit im Rettungsdienst hab ich viele Schicksale erlebt die sehr nachdenklich gemacht haben. Überall wo ich fahre werde ich durch solche Bilder an meine Einsätze erinnert.

Das Thema finde ich gut umgesetzt und sollte einem immer wieder zu denken geben.

Gruß
Stefan
 
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Realitäten festhalten...nicht mehr, nicht weniger...fotografisch sehr schön inszeniert bleibt das Thema hängen...immer wieder und unausweichlich...danke Dirk!
 
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Wenn da oben andere Photos stünden, dann würde ich jetzt ganz entspannt ein 'Schön das es euch gefällt' in die Tastur tippen; bei diesen Motiven fällt es mir schwer das so zu schreiben.
Diese Kreuze stehen alle in einem Umkreis von ca. 15 km um meinen Heimatort, alleine die auf den Bilder 6-9 an einer Straße auf einem Abschnitt von ca. fünf Kilometern. Normalerweise fährt man an ihnen vorbei, registriert sie maximal aus dem Augenwinkel und ärgert sich im nächsten Moment wieder über den Vordermann. Wenn man sie aber so geballt sieht wie auf diesen Photos, dann kann man den Gedanken die sie vervorrufen nicht mehr ausweichen, dann kriecht einem doch das Unbehagen den Nacken herauf.
Ich habe wirklich einige Zeit gebraucht bis ich mich an die Motive herangetraut habe, ein paar Tierchen im Zoo knipsen ist einfach lustiger. Bevor ich das erste Bild gemacht habe, habe ich mir Gedanken über die Umsetzung und die Präsentation gemacht und bei den Aufnahmen dementsprechend möglichst schon schwarz/weiß und quadratisch durch den Sucher geschaut. Für beides habe ich mich entschieden um die Bildaussage möglichst auf das Wesentliche zu reduzieren, kein überflüssiges Beiwerk im Bild welches es dem Betrachter erlaubt dem Motiv auszuweichen. Keines der Bilder ist für sich betrachtet ein photographisches Highlight, aber in dieser Serie hat jedes seine eigene Bedeutung und seinen Platz.
Als ich die Photos gemacht habe fühlt ich mich manchmal schon wie ein Voyeur, denn auch wenn die Kreuze im öffentlichen Raum stehen so sind sie doch Zeichen einer ganz privaten Verbundenheit und Trauer, und irgendwie fühlte ich mich im Moment des Auslösens wie ein Eindringling in diese Privatheit.
Ich hoffe das es mir gelungen ist das Thema dann aber schlußendlich doch ohne Sensationsgier und Effekthascherei umzusetzen. Die Motivation zu dieser Serie war auch nicht beim Betrachter ein Gruseln auszulösen oder Kritik am Straßenverkehr im Allgemeinen oder sowas, mein Ziel war es einfach etwas ins Bewußtsein zu holen was wir sonst gerne - bewußt oder unbewußt - übersehen, weil es einen Stolperstein im geregelten Alltagsablauf darstellt. Wenn mir das auf respektvolle Weise gelungen ist - und so verstehe ich den Großteil eurer Kommentare -, dann bin ich in dem Sinne mit den Bildern zufrieden.

Gruß
Dirk
 
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Sorry Dirk,

absolut nicht mein Fall :fahne: . Ich kann für mich keinen nachvolziebahren Grund erkennen
Bilder von Kreuzen in irgend einer Art ansprechend zu finden, auch wenn hinter
jedem dieser Kreuze eine wahrscheinlich tragische Geschichte steht. Für mich ist
das nur ein Zeichen für die Vergänglichkeit des Menschens. Die technische Seite
der Bilder finde ich jedoch gut.
 
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Hallo Dirk,
gut umgesetzt, wie du sagst, als Serie kommen die Bilder gut zur Geltung.

Und was noch wichtiger ist, sie regen zum Nachdenken und zur Diskussion an. Diskussion über eine traurige Wahrheit, die nur allzu oft verdrängt wird.

Meine Gedanken zu diesen Kreuzen: Im Prinzip fahren wir auf einem Friedhof rum, stören uns aber nicht daran, weil:

Uns so etwas ja nicht passieren kann!!!

Gruß
Matthias
 
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Ein schwieriges Thema wurde hier von Dir dem Thema angemessen umgesetzt.
Ohne Effekthascherei und trotzdem wirksam, das beeindruckt mich am meisten an der Serie.
 
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Eindrucksvoll das Thema in Szene gesetzt - Hut ab. Stimmt alles: Perspektiven, s/w, Format etc.
 
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Ich sag nur "danke"!
Für das Thema und für die Umsetzung!

Ich fahre jetzt seit 8 Jahre jeden Arbeitstag 100 km auf der Autobahn und ich find's zum k**** wenn ich erlebe, welche Kämpfe dort ausgetragen werden (auf Kosten anderer) und frage mich, warum Entscheider in diesem Land so lange benötigen, über ein Tempo 130 nachzudenken.
imho
clemmi
 
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clemmi schrieb:
Ich sag nur "danke"!
Für das Thema und für die Umsetzung!

Ich fahre jetzt seit 8 Jahre jeden Arbeitstag 100 km auf der Autobahn und ich find's zum k**** wenn ich erlebe, welche Kämpfe dort ausgetragen werden (auf Kosten anderer) und frage mich, warum Entscheider in diesem Land so lange benötigen, über ein Tempo 130 nachzudenken.
imho
clemmi

die meisten tödlichen unfälle passieren nicht auf der autobahn, sondern auf landstrassen mit vorhandenem tempolimit... es gibt viele gründe für ein tempolimit auf autobahnen... die zahl der tödlichen unfälle gehört auf keinen fall dazu...
 
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Lausert schrieb:
H
Uns so etwas ja nicht passieren kann!!!

Gruß
Matthias

... und genau das dachte ich mir auch immer, dass mir oder auch meiner Familie/ Bekanntenkreis ein solch schreckliches Ereignis nie passieren kann/ wird.

... bis der Tag kam, an dem ich selbst so ein Kreuz am Straßenrand aufstellen musste.

Das ist mittlerweile 10 Jahre her, aber wenn ich einen solchen -andere mögen anderer Meinung sein- sehr schön und sehr "wachrüttelnd" gemachten Beitrag sehe, wie ihn Dirk hier eingestellt hat, ja dann kommen doch so manche Erinnerungen wieder hoch.

Ich find´s super, auch solche Themen einmal aufzugreifen.

Gruß
Klaus
 
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woici schrieb:
die meisten tödlichen unfälle passieren nicht auf der autobahn, sondern auf landstrassen mit vorhandenem tempolimit... es gibt viele gründe für ein tempolimit auf autobahnen... die zahl der tödlichen unfälle gehört auf keinen fall dazu...

Hallo Woici,
ich gebe Dir recht (wenngleich ich für die A2 bei Bielefeld einen anderen Eindruck habe) - wollte aber auch keine Diskussion +/- Tempolimit vom Zaun brechen.
Ich hatte die Autobahn eher als hemmungslosen Austragungsort von Rücksichtslosigkeit gemeint - die es selbstredend auch jeseits dieser gibt!
Clemmi
 
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Moin,

Horstludwig schrieb:
..die Waffe ist der Fahrer!!

Nein, der Fahrer ist derjenige, der die Waffe einsetzt. Lassen wir das.

Die Umstzung de Themas ist m.M. nach ganz hervorragend gelungen. Ein plakativer Versuch, den Zusammenhang zum Straßenverkehr herzustellen (verwischte Autos etc.) hätte die Wirkung nur verwässert.
 
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... Die Motivation zu dieser Serie war auch nicht beim Betrachter ein Gruseln auszulösen ....

Das mag sein und in dem Sinne, dass du damit kein Lob für eine besonders gelungene Leistung für dich einheimsen wolltest, glaube ich dir das auf's Wort - das steht für mich außer Frage.

Trotzdem wird an diesem Beispiel wieder einmal deutlich, dass es nicht möglich ist eine Arbeit auszustellen, ohne damit bei einem Betrachter, eine wie auch immer geartete, Reaktion hervorzurufen. Unter Umständen also auch eine, die wir nie so beabsichtigt haben oder vermutet hätten.

Es ist zwangsläufig, dass einem beim Betrachten der Bildserie das Gruseln überkommt. Es sei denn, man gehört noch zu jener Gruppe Leichtsinniger, die das Leben noch nicht viel gelehrt hat.

Ich halte es durchaus für Angebracht, solche Alltagsthemen, wie diesen Irrsinn am Straßenrand ab und an bewußt zu thematisieren - es muß ja nicht gleich in eine Grundastzdiskussion ausarten.

Das Leben besteht nun einmal nicht nur aus bunten Blümchen bei Sonnenschein. Andererseits ist es auch ok, dass sich nicht jeder den auf diese Art Tod in's Haus holen möchte.

...Wenn mir das auf respektvolle Weise gelungen ist....

Und genau hier sehe ich den wichtigsten Ansatz, der dich bei dieser Bildserie glaubwürdig bleiben läßt - du hast von Anfang an mit dem nötigen Respekt an einer würdevollen Umsetzung dieses Themas gearbeitet. Für mich eine Verpflichtung bei solchen Themen.

Von daher nicht nur eine gelungene Bilderserie, eine sehr gute Bearbeitung eines Themas, sondern ein Lehrstück darüber, wie man sowas machen kann - ohne in die Ecke des Spektakulären und der Sensationshascherei zu gelangen.

... bis der Tag kam, an dem ich selbst so ein Kreuz am Straßenrand aufstellen musste. ....

Tja und wenn du dann noch zu denen gehörst, denen man um ein Haar selbst bald ein solches Kreuz hätte aufstellen können, siehst du das Thema wieder mit anderen Augen.

lg
ManzelMoxe
 
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ManzelMoxe schrieb:
Trotzdem wird an diesem Beispiel wieder einmal deutlich, dass es nicht möglich ist eine Arbeit auszustellen, ohne damit bei einem Betrachter, eine wie auch immer geartete, Reaktion hervorzurufen.
Ein Photo welches keine Emotionen weckt ist ein schlechtes Photo. Den Satz gibt es so oder ähnlich gewiß schon aus berufenerem Munde als meinem.

Gruß
Dirk
 
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