F3 häufigster Fehler?

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Das ein teilweise mechanisches Gerät, nach 25 Jahren Dienst, Verschleißerscheinungen aufweisen kann ist wohl klar.
Die F3 war eine Profi Kamera und der Großteil der Gehäuse wurde entsprechend rangenommen.
Ich lasse mir den Spaß an der F3 nicht schlecht reden. Sie ist und bleibt eine geniale Kamera und einer der Meilensteine der Nikon Geschichte. Bezogen auf die enorme Anzahl gebauter Gehäuse die immer noch benutzt werden ist von Ausfällen sehr wenig zu hören.

Du hast Vorurteile, stimmts?
Ich mag sie nicht.
Ich schon
 
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Was soll ich da aufzählen? Die Aufzugsmechanik ist wie bei den FEs und FMs einfach anfällig.

... das ist mir ziemlich neu. Und der Vergleich FE/FM hinkt, da die entsprechenden Mechanismen im Aufbau völlig unterschiedlich sind!

Insgesamt wird die F3 für meinen Geschmack grundlos in den Himmel gelobt.

Ich mag sie nicht.

DU magst sie nicht - sie wird aber nicht in den Himmel gelobt und grundlos schon gar nicht. Die F3 ist noch heute im Einsatz und wenn ich mir meine ansehe... kein Vitrinenmodell und mit unbekannter Historie und allein dem äußeren Erscheinungsbild nach viel geprüft - somit verdient sie sich weiterhin regelmäßige Pflege und wird so manche Digitale überleben.

Viele Grüße

Christian
 
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Was soll ich da aufzählen? Die Aufzugsmechanik ist wie bei den FEs und FMs einfach anfällig. Insgesamt wird die F3 für meinen Geschmack grundlos in den Himmel gelobt.

Ich mag sie nicht.

Das erste ist völliger Unsinn. Zwar hat die F3 tatsächlich die eine oder andere Archillesverse, das Wesentliche wurde hier auch schon genannt. Aber grundlos in den Himmel gelobt? Absolut nicht. Im Gegenteil: In den 1980er Jahren hatte auch Pentax, Olympus und Canon Profi-Boliden im Sortiment, aber nur Canon konnte sich einigermaßen behaupten. Die Pentax LX und Olympus OM 4 waren tolle Kameras in einem schönen System, die gegen das Markenimage leider nicht ankamen. In diesem Zusammenhang würde ich eine F3 vielleicht als überbewertet sehen. Innerhalb des Nikon-Systems nicht.

Immerhin ist die F3 heute eine sehr hochwertige Kamera, die alltagstauglichste unter den klassischen einstelligen F´s und heutzutage obendrein spottbillig. Das sollte zum "Liebling" reichen.
(Bevor mir die F- und F2-Fans aufs Dach steigen: Klar kann man damit auch toll fotografieren, aber in Punkto Sucher und Motorbetrieb ist die F3 einfach problemloser...)

Ich mag meine F3´s !!!
 
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Was soll ich da aufzählen? Die Aufzugsmechanik ist wie bei den FEs und FMs einfach anfällig. Insgesamt wird die F3 für meinen Geschmack grundlos in den Himmel gelobt.

Gerade die Aufzugsmechanik ist eines der Highlights der F3. Keine
andere Kamera benötigt so wenig Kraftaufwand zum Filmtransport
dank Kugelgelager. Der Schnellschalthebel geht im Vergleich zu den
eher ruppigen aber auch recht soliden FE/FM butterweich und der
MD4 war wegen der sehr hochwertigen Transportmechanik der F3
nicht nur der schnellste sondern auch der effizienteste Motordrive
dieser Zeit. Zum Vergleich: 140 Filme mit 8 Mignonbatterien beim
MD4 standen 40 Filme mit 12 Batterien bei der Canon F1 gegenüber.
Diese Spitzenwerte wurden erst wieder erreicht als 3 in die Kamera
integrierte Motoren statt der aufwendigen Mechanik eingesetz wurden,
also ab F4 und Canon T90. Der Kultstatus der F3 kommt nicht von
ungefähr, sie hat ihn sich hart erarbeitet!
 
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Zwar hat die F3 tatsächlich die eine oder andere Archillesverse, das Wesentliche wurde hier auch schon genannt.

ja wie jetzt ?
unter einer achillesferse stelle ich mir etwa anderes vor als ein nach 20 jahren vielleicht flau werdendes lcd-display welches nach herstellerangaben bereits zweimal gewechselt worden sein könnte.
nach meiner bescheidenen erfahrung liegen die k.o.-punkte der F3 im bereich massiver unsachgemäßer handhabung. ich habe schlechte erfahrungen mit der F3 beim abriß von straßenbrücken gemacht wobei selbst dieses exemplar trotz diverser verformungen und kaltverschweißungen noch in der lage war kontrolliert aufnahmen anzufertigen.

schwachpunkte in meinen augen sind, je nach persönlicher ergonomie, der fummelige taster für die sucherbeleuchtung und der mit angesetztem motor nur suboptimal bedienbare meßspeicher.
ersteres kann der service mit einem lötpunkt synchron zum belichtungsmesser koppeln, was bei verwendung des motors energietechnisch völlig untergeht und wohl auch mit der kleinen batterie ziemlich lange funktioniert. ich hab's dennoch nicht machen lassen bisher, denn wenn es absehbar ist, daß ich überwiegend im dunkeln herummessen will/muß nehm ich ein gehäuse mit diodenanzeige oder aber, man kann sich auch daran gewöhnen. gewöhnen kann man sich auch an den meßwertspeicher bei angesetztem motor, ohnehin verwende wenigstens ich an der F3 häufig deutlicher den manuellen modus, als meinetwegen an der EL. das resultiert aus dem knapperen meßfeld.
diese mankos sprechen für die vorsicht mit der nikon damals dem risiko einer "elektrischen" kamera begegnet ist. wenn man bedenkt wie simpel das vorhalten von 8 reserve AAAs im vergleich zu dem heutigen heckmeck mit ersatzakkus ist ...

jedenfalls hab ich die anschaffung der F3 noch nicht auch nur einen moment bereut, vielleicht liegt es auch daran, daß ich bereit bin mich auf mein arbeitsgerät einzustellen und nicht erwarte, daß mir jemand eine eierlegende wollmilchsau in die hände legt.

ich hatte auch schon andere kameras benutzt welche mir in irgendeiner weise nicht zusagten, von der haptik oder dem handling. das muß aber nicht bedeuten, daß es nicht für jemanden anderen die perfekte kamera ist.

für die qualität der F3 spricht die lange produktionszeit, welche bei einer kamera dieser preisklasse wohl als eindutiges indiz für die qualität und den leistungsumfang gesehen werden kann.

gruß
klaus
 
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… ich habe schlechte erfahrungen mit der F3 beim abriß von straßenbrücken gemacht…
Da hast Du sie dann doch etwas überstrapaziert. Sie wurde, unter anderem, zum Einschlagen von Nägeln konzipiert.
Für Abrissarbeiten war sie nie vorgesehen.
… für die qualität der F3 spricht die lange produktionszeit, welche bei einer kamera dieser preisklasse wohl als eindutiges indiz für die qualität und den leistungsumfang gesehen werden kann.
Meine Rede.
 
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Da hast Du sie dann doch etwas überstrapaziert. Sie wurde, unter anderem, zum Einschlagen von Nägeln konzipiert.
Für Abrissarbeiten war sie nie vorgesehen.

jaja, ich hab damals irgendwas verwechselt. ich meinte im verbund mit den MD-4 sei sie gegen hilti am markt aufgestellt gewesen ... shit happens ;-)

gruß
klaus
 
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Wenn hier schon der Vergleich zwischen den Nikons und den Canons der 80er gezogen wird: Stellt euch mal ein Canon-A1-Gehäuse und eine Nikon FA oder eine F1 new und eine F3 nebeneinander, schraubt der Nachvollziehbarkeit halber jeweils ein 1,4/50 dran und vergleicht die Helligkeit der Sucher und der Anzeigen.

Nein, ihr täuscht euch nicht und habt auch keine rosa Nikon-Brille auf: Ganz objektiv ist das Sucherbild der Nikons heller und klarer. Selbst die F1 new kommt gegen eine F3 (egal, ob mit oder ohne HP-Sucher) nicht wirklich an (obwohl die F1 in dieser Hinsicht sehr viel besser ist, als die semiprofessionelle A1). Ist jemand wie ich ein computergeschädigter „Blindfisch“ und will dennoch mit MF scharfe Bilder schießen, hat er mit der Nikon dafür die besseren Chancen.

Wenn ich dann noch das immer etwas fummelige FD-Außenbajonett gegen das ohne Elektrokontakte noch schön leichtgängige F-Bajonett antreten lasse, steht der Sieger auch schnell fest.

In der Sammlung haben beide Marken ihren Platz und genannte Kameras sind ohne Frage Legenden, deren jede ihre Daseinsberechtigung und ihre historische Position hat. Wenn es aber darum geht, mit den Oldtimern im Jahre 2009 Bilder zu machen und qualitativ gegen die manchmal schon irritierend guten Digis zu bestehen, greife ich lieber zu den Nikons als zu den Canons. Weil mir die Sucher das Scharfstellen leichter machen und weil die „Beinahe-Spotmessung“ der F3 meinen Fotografiergewohnheiten eher entspricht, als die mittenbetonte Messung einer A1.

Nur eine Geschmacksfrage, freilich. Aber gerade deshalb mag ich die F3 auch. Sogar sehr.

Gruß, Hans
 
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Weil mir die Sucher das Scharfstellen leichter machen und weil die „Beinahe-Spotmessung“ der F3 meinen Fotografiergewohnheiten eher entspricht, als die mittenbetonte Messung einer A1.


Dafuer hat die Canon A-1 im Sucher eine Zeit-/Blendeanzeige, die man auch bei schlechtem Licht problemlos ablesen kann (blutrote LEDs). Da kann das Grablichterl der F3 nicht ganz mithalten, zumindest nicht, was das Aktivieren betrifft. Auch das trägt zum technisch guten Bild bei.

Aber weil du vorhin geschrieben hast, wenn die Analogen 2009 qualitativ mit den Digitalen mithalten sollen - ich denke, genau das ist nicht gefordert bzw. halte ich KB-Film für sehr viele Anwendungen qualitativ für immer noch konkurrenzfähig. Wenn nicht - künstlerische Fotografie - für überlegen. So schönes Korn wie SW- und Colorfilm liefert mir kein PlugIn für Photoshop!

Wer heute mit einer MF-Kamera KB-Film fotografiert, wird das vermutlich nur in den seltensten Fällen professionell machen, weil hier AF und digital wesentlichen Zeitgewinn bringen. Das ist gegessen, darüber gibt es für mich nichts zu diskutieren, hier hat die Technologie einfach neue Möglichkeiten gebracht. Gut ist es. Und Bilddateien aus Digis mit eingebetteten EXIF-Daten und ICC-Profilen sind Basis für jede halbwegs verwendbare Sortierung/Archivierung bzw. für Workflow mit Farbmanagement. Da kann der eingescannte Film nur bedingt mithalten etc.

MF/KB-Film - und aus diesem Grund bin ich wieder von Digital auf Analog "zurückgegangen" - ermöglichen ein ganz anderes Fotografieren. Vielleicht spielt da auch ein bisschen Nostalgie mit, wenn ich mit 43 Lebensjahren wieder mit den Gerätschaften der Jugendzeit unterwegs bin (zu einer F3 reichte es finanziell damals allerdings nicht). Entscheidend ist jedoch, dass MF/KB schlicht und einfach höchste Konzentration verlangt und das wirkt sich bei mir immer positiv auf den Inhalt meiner Aufnahmen aus:

Ohne Matrixmessung muss der Objektkontrast wieder beurteilt und mit passender Zeit/Blende umgesetzt werden. Auch wenn das bedeutet, dass eine Bildvorstellung - so wie ich mir das wünsche - nicht realisierbar ist. Ich fotografiere nicht dehnbare RAW-Files, deren clippende Lichter vielfach noch in der anschließenden Bildbearbeitung gerettet werden können, sondern Film mit seinen bekannten Grenzen. Fotografiere ich Dias, wird "das Endgültige" überhaupt in Reinform kultiviert.

Beim manuellen Fokussieren betrachte ich die Details meines Motivs genauer als mit dem AF meiner Einser-Canon, der so gut wie immer Halt findet - Schnittbildindikator und Mikroprismen wollen zu guten Scharfstellplätzen geführt werden. Dabei setze ich mich mit meinem Motiv zwangsläufig intensiver auseinander, als wenn ich eben einmal schnell mit dem roten Leuchtvisier anlege (...).

Ja, auch auf die Kamerahaltung muss ich wieder achten, unlängst rotierte bei Hochformat die Rückspulkurbel in meiner Stützhand, richtig erschrocken war ich und musste meine Greifweise neu überdenken, die eigentlich gar nicht so optimal bis jetzt war.

Unlängst stand ich mit MF/KB (motorlos) vor einem Motiv, alles Gesagte wurde überlegt und durchgeführt und auf dem Höhepunkt meiner Versenkung drückte ich auf den Auslöser - aber nichts geschah, denn ich hatte vergessen, den Verschluss vorher zu spannen. Und als dann die Programmautomatik anzeigte, suchte ich nach dem Rändelrad für den Programmshift - Fehlanzeige, der kam erst Jahre später, also musste ich mir auch da überlegen, wie ich zum beabsichtigten Ergebnis kam und drehte auf Zeitautomatik usw. Schön zu bemerken war, dass das einst Ge- und Eingelernte noch immer präsent ist und die alten Handgriffe teilweise wieder wie von selbst abliefen ...

Wer da jetzt sagt, Gott sei Dank, die modernen Kameras befreien uns von all dieser Mühsal und wir sollten doch alle froh sein, dass wir uns um den Bedienungskrempel nicht mehr groß scheren müssen, der hat nicht verstanden, dass Fotografie auch Konzentration und Versenkung bedeutet. Die beschriebenen Finger- und Denkübungen gehören für mich dazu, das Fehlen x-facher Kameraoptionen bzw. ein Sucher ohne Infogehalt eines Airbus-Cockpits sind kein Nachteil, sondern helfen, die Übersicht über die wesentlichen Infos/Funktionen zu behalten etc.

Und so geschieht es mir jetzt häufiger, dass ich ein Bild gar nicht erst mache, weil ich beim Einstellen und Analysieren erkenne, dass es die Belichtung nicht wert ist.

Wer sich den Luxus dieser zeitaufwändigen Fotografie leisten kann (weil er zB nur nach eigenem Auftrag fotografiert) ist in Wahrheit zu beneiden und nicht zu belächeln. Aber ich hab selbst Jahre gebraucht, um das zu erkennen.

Ich fotografiere mit grosser Begeisterung auch rein digital. Aber erst, seit auch wieder Film in meinen Kameras ist, habe ich das Gefühl, komplett zu sein als Fotograf.

Gruesse

Andreas
 
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Um mal wieder beim Thema zu bleiben:

Der größte Mängel der F3 für mich ist die echt miese Konstruktion der Meßwertspeichertaste. Mit dem Ding hab ich ein Jahr gekämpft, um eine Lösung zu finden, die ein Öffnen der Kamera verhindert. Aber nix ist perfekt auch die F3 nicht... Den neueren Knopf finde ich auch nicht so dolle.

Das Einstellrädel der Belichtungskorr. ist schlecht zu bedienen. Das Ding kann man eigentl. nur verwenden, wenn man sich sehr viel Zeit nimmt und die F3 auf dem Stativ hat. Das hat bei mir auch noch ne Macke, aber das ist nicht schlimm: Ein Zahn ist geschrottet, d.h. zw. 0 und 1/3 Stufe gibts kein Halt... das war der Vorbesitzer - egal.

Der Einschalter der Kamera hätte etwas leichter bedienbar sein können. Eventuell dachte man sich in Japan, daß die meisten den Motor verwenden und daher den Knopf so unauffällig gestaltet, aber das fällt mir noch auf.

Das Batteriefach (MS-3) des Motors MD-4 ist nicht gerade stabil. Da hätte man noch 1mm dickeres Material verwenden können. Das Einstellrad der Der Betriebsfunktion (L,S,C) leiert auch schnell aus und gefiel mir beim MD-12 der Fe/Fm-Reihe mehr, so habens ja auch die neuen.

Die Belitaste kann ich völlig problemlos mit angesetztem Motor bedienen. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, daß sich daran jemand stört. Die Sucherbeleuchtungstaste scheint mir auch irgendwie improvisiert zu sein. Mein Problem liegt eher mit MD-4 bei der Bedienung der Abblendtaste. Aber jeder hat ne andere Hand.

Ansonsten fällt mir nix auf, was man hier erwähnen könnte.
LCD und dessen Beleuchtung laufen problemlos. Der Rest auch.

Wer gebraucht kauft sollte schauen, ob das Prisma unten und die Mattscheibe nicht zerkratzt sind. Sobald jeder an empfindliche Teile rankommt, lauern da öfters Überraschungen.

Für mich ist die F3 die passende Kamera im KB. Die wesentlichsten Vorteile zu anderen Kameras sind der 100%-Sucher, quasi Spotmessung, nur das dran, was man braucht aber trotzdem alles... jedemenge Zubehör zum anpassen und bis auf die sehr wenigen Macken robust und kompakt. Ohne MD-4 auch nicht groß und für jeden Zweck geeignet.

Von allen Nikons die ich hatte und habe die brauchbarste für meine Zwecke.

So, ich hoffe ich hab alles.

Und noch... für mich sind diese ewigen Diskussionen ob Nikon oder Canon besser ist sinnlos! Wozu... :nixweiss:
 
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ja wie jetzt ?
unter einer achillesferse stelle ich mir etwa anderes vor als ein nach 20 jahren vielleicht flau werdendes lcd-display welches nach herstellerangaben bereits zweimal gewechselt worden sein könnte.

Bei meiner ersten F3 funktionierte nach einer Party plötzlich die Belichtungsmessung nicht mehr. Ich vermute, irgendeine A...-Krampe hat sie fallen lassen und ihr nen Schlag auf die Rückspulkurbel verpasst. Halt die Sache von der schon geschrieben wurde. Wenn Du Dir mit 21 Deine Traumkamera (gebraucht) kaufst und innerhalb von von 1,5 Jahren zwei solcher Klopper erlebst, ist das schon eine mehr als unschöne Sache.

Aber ich liebe die F3 immer noch und bin auch ansonsten bei Nikon... ergo bin ich nicht nachtragend. Zumal meine 2. F3 für mich deutlich erschwinglicher war...

Eines muß man auch ganz klar sagen: Auch eine Kamera dieses Kalibers muß bei ständigen Höchstleistungen ab und zu zum Doc. Aber im Vergleich zu ganz alten oder ganz neuen Kameras ist unsere kleine Diva äußerst genügsam!

Naja... Diva ist auch nicht ganz zutreffend, höchstens von der Eleganz her... weitere Vergleiche verkneife ich mal um es mir mit den Damen im Forum nicht zu verscherzen :fahne:

:cool:
 
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Dafuer hat die Canon A-1 im Sucher eine Zeit-/Blendeanzeige, die man auch bei schlechtem Licht problemlos ablesen kann (blutrote LEDs). Da kann das Grablichterl der F3 nicht ganz mithalten, zumindest nicht, was das Aktivieren betrifft. Auch das trägt zum technisch guten Bild bei.

Aber weil du vorhin geschrieben hast, wenn die Analogen 2009 qualitativ mit den Digitalen mithalten sollen - ich denke, genau das ist nicht gefordert bzw. halte ich KB-Film für sehr viele Anwendungen qualitativ für immer noch konkurrenzfähig. Wenn nicht - künstlerische Fotografie - für überlegen. So schönes Korn wie SW- und Colorfilm liefert mir kein PlugIn für Photoshop!

Wer heute mit einer MF-Kamera KB-Film fotografiert, wird das vermutlich nur in den seltensten Fällen professionell machen, weil hier AF und digital wesentlichen Zeitgewinn bringen. Das ist gegessen, darüber gibt es für mich nichts zu diskutieren, hier hat die Technologie einfach neue Möglichkeiten gebracht. Gut ist es. Und Bilddateien aus Digis mit eingebetteten EXIF-Daten und ICC-Profilen sind Basis für jede halbwegs verwendbare Sortierung/Archivierung bzw. für Workflow mit Farbmanagement. Da kann der eingescannte Film nur bedingt mithalten etc.

MF/KB-Film - und aus diesem Grund bin ich wieder von Digital auf Analog "zurückgegangen" - ermöglichen ein ganz anderes Fotografieren. Vielleicht spielt da auch ein bisschen Nostalgie mit, wenn ich mit 43 Lebensjahren wieder mit den Gerätschaften der Jugendzeit unterwegs bin (zu einer F3 reichte es finanziell damals allerdings nicht). Entscheidend ist jedoch, dass MF/KB schlicht und einfach höchste Konzentration verlangt und das wirkt sich bei mir immer positiv auf den Inhalt meiner Aufnahmen aus:

Ohne Matrixmessung muss der Objektkontrast wieder beurteilt und mit passender Zeit/Blende umgesetzt werden. Auch wenn das bedeutet, dass eine Bildvorstellung - so wie ich mir das wünsche - nicht realisierbar ist. Ich fotografiere nicht dehnbare RAW-Files, deren clippende Lichter vielfach noch in der anschließenden Bildbearbeitung gerettet werden können, sondern Film mit seinen bekannten Grenzen. Fotografiere ich Dias, wird "das Endgültige" überhaupt in Reinform kultiviert.

Beim manuellen Fokussieren betrachte ich die Details meines Motivs genauer als mit dem AF meiner Einser-Canon, der so gut wie immer Halt findet - Schnittbildindikator und Mikroprismen wollen zu guten Scharfstellplätzen geführt werden. Dabei setze ich mich mit meinem Motiv zwangsläufig intensiver auseinander, als wenn ich eben einmal schnell mit dem roten Leuchtvisier anlege (...).

Ja, auch auf die Kamerahaltung muss ich wieder achten, unlängst rotierte bei Hochformat die Rückspulkurbel in meiner Stützhand, richtig erschrocken war ich und musste meine Greifweise neu überdenken, die eigentlich gar nicht so optimal bis jetzt war.

Unlängst stand ich mit MF/KB (motorlos) vor einem Motiv, alles Gesagte wurde überlegt und durchgeführt und auf dem Höhepunkt meiner Versenkung drückte ich auf den Auslöser - aber nichts geschah, denn ich hatte vergessen, den Verschluss vorher zu spannen. Und als dann die Programmautomatik anzeigte, suchte ich nach dem Rändelrad für den Programmshift - Fehlanzeige, der kam erst Jahre später, also musste ich mir auch da überlegen, wie ich zum beabsichtigten Ergebnis kam und drehte auf Zeitautomatik usw. Schön zu bemerken war, dass das einst Ge- und Eingelernte noch immer präsent ist und die alten Handgriffe teilweise wieder wie von selbst abliefen ...

Wer da jetzt sagt, Gott sei Dank, die modernen Kameras befreien uns von all dieser Mühsal und wir sollten doch alle froh sein, dass wir uns um den Bedienungskrempel nicht mehr groß scheren müssen, der hat nicht verstanden, dass Fotografie auch Konzentration und Versenkung bedeutet. Die beschriebenen Finger- und Denkübungen gehören für mich dazu, das Fehlen x-facher Kameraoptionen bzw. ein Sucher ohne Infogehalt eines Airbus-Cockpits sind kein Nachteil, sondern helfen, die Übersicht über die wesentlichen Infos/Funktionen zu behalten etc.

Und so geschieht es mir jetzt häufiger, dass ich ein Bild gar nicht erst mache, weil ich beim Einstellen und Analysieren erkenne, dass es die Belichtung nicht wert ist.

Wer sich den Luxus dieser zeitaufwändigen Fotografie leisten kann (weil er zB nur nach eigenem Auftrag fotografiert) ist in Wahrheit zu beneiden und nicht zu belächeln. Aber ich hab selbst Jahre gebraucht, um das zu erkennen.

Ich fotografiere mit grosser Begeisterung auch rein digital. Aber erst, seit auch wieder Film in meinen Kameras ist, habe ich das Gefühl, komplett zu sein als Fotograf.

Gruesse

Andreas
Hallo,
erstmal danke für deinen Beitrag. Du sprichst mir aus der Seele!
Mit F3-Fehler meinte ich aber weniger die konstruktiven Mängel – die pfriemeligen Tasten sind ja bekannt – sondern typische Fehler der Langzeitnutzung. Trotzdem, bin seit langem digi-Wahn wieder back to the roots.
Gruss
 
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Trotzdem, bin seit langem digi-Wahn wieder back to the roots.

Me too - ich hatte vor einigen Jahren meine komplette, vielgenutzte Minolta-Ausruestung (zwei Gehaeuse, etliche Minolta-Objektive + Zubehoer) PLUS DUNKELKAMMER! verschenkt *) an jemanden, von dem ich hoffte, dass er damit weiterarbeiten wuerde.

Die Hoffnung hat sich erfuellt, ich hab mich digital in hoechste technische Hoehen geschwungen und jetzt bin ich wieder gluecklich mit Analog. Beides gehoert fuer mich zusammen - man trifft sich in Photoshop. Mit der Duka ist es bei mir jedoch vorbei, das ist mir zu aufwaendig.

Gruesse, Andreas

*) Ich brachte es damals nicht fertig, mein geliebtes Outfit (Jugendbegleitung ...) im Schaufenster eines Haendlers auszusetzen ...
 
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Erstmal vielen Dank an alle die nützliches vermeldet haben.

Wie das Foren so an sich haben, kann man nie so formulieren das es jedem passt. Da muss man dann eben mal mit der F3 Nägel in die Wand hauen. Huch.... der Hammer wurde ja vor der F3 erfunden.

Mal ehrlich – obwohl ich auch eine habe – ich ziehe manchmal die noch simplere FE vor. Das ist in meinen Urlauben der beste Kompromiss zwischen Möglichkeit und Ballast gewesen. Ein Bild wird letztlich nicht dadurch besser, das es aus einer F3 stammt.

Obwohl ich mich der Marke Nikon seit 30! Jahren verbunden fühle habe ich sie nicht als Fetisch. Ausserdem respektiere ich ein feinmechanisches Gerät als solches. Fotografiere ich besser wenn ich es schlecht behandle?

Gruss
 
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Fotografiere ich besser wenn ich es schlecht behandle?

Nö, eher besser. Wer seine Kamera pfleglich behandelt macht oft die besseren Fotos. Allerdings gibt es Genres, wo voller Einsatz gefragt ist. Motorsport, Rock-Konzerte oder derartiges. Da kann man aufs Equipment nicht immer sooo Rücksicht nehmen. Gerade die FE/FM(2) wäre aber eher Geschmacksache, da die auch eine Menge einstecken können. Die Biester sind auch sehr, sehr robust.
 
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Gerade die FE/FM(2) wäre aber eher Geschmacksache, da die auch eine Menge einstecken können. Die Biester sind auch sehr, sehr robust.


Kommt darauf an - zB ein Schlag gegen Boden- oder Deckplatte wirkt sich unter Umstaenden nicht so schlimm aus, wie ein Schlag gegen das Objektiv, der den Bajonettring verziehen kann oder zumind. aus dem Mass bringt. Oder ein Treffer auf eine der "Decksaufbauten" wie Schalthebel, Zeitwahlrad etc. Und wenn in der Hektik/beim rauhen Einsatz der Finger in den Spiegelkasten oder das Verschlussrollo faehrt ...

Bez. Letzterem halte ich die DSLRs "konstruktiv" fuer wesentlich besser geignet. Kartenfach auf - Karte rein - Kartenfach zu. Den Verschluss sieht man ja nie, ausser, wenn es ans Sensorputzen geht ... :eek:

Die Fummlerei mit dem Filmeinlegen bei Kameras ohne integrierten Motor mag ich auch heute nicht - die "rote Marke" in der Filmkammer brachte da wirklich eine grosse Erleichterung ...

Gruesse, Andreas
 
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Ein Bild wird letztlich nicht dadurch besser, das es aus einer F3 stammt.


Ganz deiner Meinung. Aber dass man gegebenenfalls ueberhaupt ein Bild hat bzw. eines mitbringt, ist oft nicht zuletzt der Robustheit dieses Hobels zu verdanken, zB Einsatz unter widrigen Bedingungen wo wenig/keine Ruecksicht auf pflegliche Behandlung genommen werden kann. Wo eine zartere Kamera bricht, klickt der Verschluss der F3 weiter ...

Mein Vater hatte lange Zeit eine F4 auf seinen mehrwoechigen Hoehlenexpeditionen dabei. Die Kamera hat alle Schinderei gut ueberstanden wie eine Inspektion unlaengst bei Nikon Wien ergab.

That's quality! :applause:

Andreas
 
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@ ando

Ich meinte ja keine "zerbrechliche" Kamera. Die Stabilitätsunterschiede innerhalb der F-Serie sind nicht so signifikant wie oft behauptet. Aus eigener Erfahrung weiss ich, das eine F3 die schräg vorne auf den Sucher fällt, schweren Schaden nehmen kann.
Eine FM mit Winder ist mir mal vom Armaturenbrett eines Landcruisers beim Tür öffnen auf den Asphalt geknallt. (Etwa 1,5 Meter) Ich dachte sofort die ist hin.
Nix war. Der erste Aufschlag ging auf die linke untere Ecke. Delle. Der zweite Aufpraller auf das Objektiv. Die Alu-Gegenlichtblende wurde etwas "kaltverformt". Später ergab sich das das Bajonett Auflagemass sich kein Zehntel verformt hatte.

Ein Hoch auf alle alten F`s
 
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Gerade die Aufzugsmechanik ist eines der Highlights der F3. Keine
andere Kamera benötigt so wenig Kraftaufwand zum Filmtransport
dank Kugelgelager.

Ich finde, die FA hat das haptisch noch besser geloest - bei der F3 drueckt man den Filmtransporthebel irgendwie ins Leere, mir fehlt da immer ein bisschen Widerstand. Bei der FA hat man hingegen das angenehme Gefuehl, als ob man gegen eine leichte Federspannung arbeitet. Dazu sirrt es auch nett aus dem Gehaeuse beim Filmtransportieren ... :)

And.
 
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