Mit folgendem Bericht, möchte ich versuchen meine ersten Eindrücke mit der D700 zu schildern,
nach mehr als zwei Jahren bei Canon mit der 5D. Die Gründe selbst warum ich mich entschlossen
habe diesen finanziellen recht schmerzvollen Weg zu gehen, sind vielleicht für den ein oder
anderen nicht spektakulär, aber für mich war unter anderem ausreichend zu sehen, dass Canon
sich mit der 5DII noch mehr in den Consumer-Bereich bewegt hat.
Das erste was einem auffällt der bis dahin nur mit Canon gearbeitet hat, ist dass die D700
„maskuliner“ oder „mechanischer“ daherkommt. Das Gewicht ist etwas höher als das der
5D - das wiederum erweckt den Eindruck von Solidität. Tatsächlich scheint das Gehäuse hochwertiger
gefertigt zu sein. Ausnahme machen nur das Prismendach mit dem Plastikblitz und die CF-
Kartenklappe die sich viel zu einfach öffnen lässt. Mehr dazu jedoch später.
Für meine mittelgrossen Hände, ist der Griff vielleicht nicht tief genug, denn die Fingerspitzen, stossen meist
an das Gehäuse. Jemand mit kleineren Händen, wird sich sicher sehr wohl fühlen. Die Canon hat
hier etwas mehr Platz, doch schlecht liegt die D700 dadurch aber nicht in der Hand. Eigentlich
liegen sie gleich gut, nur eben verschieden. Die weiche Belederung der D700 ist schon eine feine
Sache, auch wenn sie sich, wie man öfters liest, an manchen Ecken nach einer Weile lösen kann.
Was der ein oder andere der von Canon kommt, am Anfang als störend empfinden kann, ist die
Tatsache dass vieles bei Nikon einfach umgekehrt als bei Canon ist. Von der Belichtungsskala im
Sucher, bis zur Drehrichtung am Bajonett zum anschrauben des Objektives. Aber das ist natürlich
alles Gewöhnungssache und nach einiger Zeit, nicht weiter schlimm. Auch das hintere grosse
Einstellrad der Canon könnte man schon vermissen, das viel leichter und vor allem schneller zu
drehen ist als das kleine bei Nikon. Doch all diese Sachen sind eigentlich nur kleine Hindernisse im
Weg zu vollkommenen Zufriedenheit. Viel wichtiger waren mir AF, Belichtung und Geschwindigkeit.
Der AF: Eine ganz andere Liga. Nachteil im Gegensatz zu einer 1-er? Das die vielen hübschen
Kreuzsensoren, alle in der Mitte liegen und keines am Rand. Dennoch ist der AF sehr zuverlässig
und die Einstellungsmöglichkeiten lassen praktisch keine Wünsche offen.
Die Geschwindigkeit: Tja, die Auslöseverzögerung und die Dunkelphase im Sucher( mit MB-D10 und
EN-EL4a oder 8 Akkus) gehören zu den Kürzesten die es zur Zeit für Geld bei einer Kamera zu
kaufen gibt. Selbst eine 1DIII muss sich hier geschlagen geben. Nicht dass dies alles so wichtig
beim Fotografieren wäre, aber es verdeutlicht, dass die Kamera auf Speed getrimmt worden ist und
nicht wie bei Canon, künstlich gedrosselt um nicht zu nah an das Topmodell zu geraten.
Belichtung: Auch hier scheint alles genau andersherum als bei Canon zu sein. Wo die Canon
versucht, helle Bereiche eines Bildes, so gut wie möglich nicht zu überbelichten, belichtet die Nikon
fröhlich drauf los. Gott sei dank, denn jedes kleine Lichtchen hat mir bei der 5D gleich ein
unterbelichtetes Bild beschert. Mit der D700 komme ich in schwierigen Lichtbedingungen zu weitaus
besseren Ergebnissen. Schon alleine für diesen Grund hätte es sich gelohnt auf Nikon umzusteigen.
Ein weiterer Punkt denn viele Ex-Canonisten lieben werden ist dass die Spotmessung an den
ausgewählten Fokuspunkt verknüpft ist. Portraits bei starkem Gegenlicht? Kein Problem mehr. Für
so etwas muss man bei Canon schon zur 1-er greifen.
Auto-Iso: ist wohl einer der genialsten Eigenschaften der Kamera. Da stört es auch nicht mehr,
wenn die ISO-Taste, nicht gerade eine optimale Platzierung auf dem Gehäuse hat, denn man
benutzt sie nur noch sehr selten.
MB-D10: Sitzt bombenfest im Gegensatz zum Batteriegriff der 5D dem ich mit einem zweiseitig
klebrigen Tesafilm nachhelfen musste. Liegen tut das MB-D10 auch besser in der Hand, sehr gut
sogar. Auf jeden Fall das Geld wert!
Die Tatsache dass man die AE-L/AF-L -Taste sowie die Funkions - und Abblendtaste, frei
konfigurieren kann, zeigt mal wieder dass diese Kamera nicht von irgendwelchen Stubenhockern
designt wurde, sondern von Fotografen. Klingt so ausgelutscht, ist aber anscheinend war,
zumindest zum grössten Teil. Perfekt ist die Kamera dennoch nicht. Die CF-Kartenklappe konnte
mich nicht allzu sehr überzeugen weil sie sich viel zu leicht öffnen lies.
Habe dann einfach das Stahlplättchen abgeschraubt und am Ende etwas verbogen damit sich der
Druck beim einrasten erhöht. Nun sitzt sie Fest und ich kann damit leben.
Der An/Aus-Schalter ist eigentlich sehr gut positioniert, aber nur wenn man die Kamera nicht gerade
am MB-D10 hält und dann an oder ausschalten möchte. Dafür kann man mit dem MB-D10 die Fokuspunkte
sehr gut auswählen, was sich bei Canon immer als eine Qual darstellte. Sind halt so Sachen die bei Nikon
besser gelöst sind, andere wiederum bei Canon.
Dennoch muss ich sagen, die Nikon hat trotz all dem, das Bessere Gehäuse, die Bessere
Bedienung, die zuverlässigere Belichtung, ist um Welten schneller und sie macht einen seriöseren
Eindruck für wen das wichtig sein sollte. Ich zumindest bin sehr, sehr zufrieden mit der D700 und
hoffe sie wird mir noch lange Zeit gute Dienste leisten.
Grüße
Vic
nach mehr als zwei Jahren bei Canon mit der 5D. Die Gründe selbst warum ich mich entschlossen
habe diesen finanziellen recht schmerzvollen Weg zu gehen, sind vielleicht für den ein oder
anderen nicht spektakulär, aber für mich war unter anderem ausreichend zu sehen, dass Canon
sich mit der 5DII noch mehr in den Consumer-Bereich bewegt hat.
Das erste was einem auffällt der bis dahin nur mit Canon gearbeitet hat, ist dass die D700
„maskuliner“ oder „mechanischer“ daherkommt. Das Gewicht ist etwas höher als das der
5D - das wiederum erweckt den Eindruck von Solidität. Tatsächlich scheint das Gehäuse hochwertiger
gefertigt zu sein. Ausnahme machen nur das Prismendach mit dem Plastikblitz und die CF-
Kartenklappe die sich viel zu einfach öffnen lässt. Mehr dazu jedoch später.
Für meine mittelgrossen Hände, ist der Griff vielleicht nicht tief genug, denn die Fingerspitzen, stossen meist
an das Gehäuse. Jemand mit kleineren Händen, wird sich sicher sehr wohl fühlen. Die Canon hat
hier etwas mehr Platz, doch schlecht liegt die D700 dadurch aber nicht in der Hand. Eigentlich
liegen sie gleich gut, nur eben verschieden. Die weiche Belederung der D700 ist schon eine feine
Sache, auch wenn sie sich, wie man öfters liest, an manchen Ecken nach einer Weile lösen kann.
Was der ein oder andere der von Canon kommt, am Anfang als störend empfinden kann, ist die
Tatsache dass vieles bei Nikon einfach umgekehrt als bei Canon ist. Von der Belichtungsskala im
Sucher, bis zur Drehrichtung am Bajonett zum anschrauben des Objektives. Aber das ist natürlich
alles Gewöhnungssache und nach einiger Zeit, nicht weiter schlimm. Auch das hintere grosse
Einstellrad der Canon könnte man schon vermissen, das viel leichter und vor allem schneller zu
drehen ist als das kleine bei Nikon. Doch all diese Sachen sind eigentlich nur kleine Hindernisse im
Weg zu vollkommenen Zufriedenheit. Viel wichtiger waren mir AF, Belichtung und Geschwindigkeit.
Der AF: Eine ganz andere Liga. Nachteil im Gegensatz zu einer 1-er? Das die vielen hübschen
Kreuzsensoren, alle in der Mitte liegen und keines am Rand. Dennoch ist der AF sehr zuverlässig
und die Einstellungsmöglichkeiten lassen praktisch keine Wünsche offen.
Die Geschwindigkeit: Tja, die Auslöseverzögerung und die Dunkelphase im Sucher( mit MB-D10 und
EN-EL4a oder 8 Akkus) gehören zu den Kürzesten die es zur Zeit für Geld bei einer Kamera zu
kaufen gibt. Selbst eine 1DIII muss sich hier geschlagen geben. Nicht dass dies alles so wichtig
beim Fotografieren wäre, aber es verdeutlicht, dass die Kamera auf Speed getrimmt worden ist und
nicht wie bei Canon, künstlich gedrosselt um nicht zu nah an das Topmodell zu geraten.
Belichtung: Auch hier scheint alles genau andersherum als bei Canon zu sein. Wo die Canon
versucht, helle Bereiche eines Bildes, so gut wie möglich nicht zu überbelichten, belichtet die Nikon
fröhlich drauf los. Gott sei dank, denn jedes kleine Lichtchen hat mir bei der 5D gleich ein
unterbelichtetes Bild beschert. Mit der D700 komme ich in schwierigen Lichtbedingungen zu weitaus
besseren Ergebnissen. Schon alleine für diesen Grund hätte es sich gelohnt auf Nikon umzusteigen.
Ein weiterer Punkt denn viele Ex-Canonisten lieben werden ist dass die Spotmessung an den
ausgewählten Fokuspunkt verknüpft ist. Portraits bei starkem Gegenlicht? Kein Problem mehr. Für
so etwas muss man bei Canon schon zur 1-er greifen.
Auto-Iso: ist wohl einer der genialsten Eigenschaften der Kamera. Da stört es auch nicht mehr,
wenn die ISO-Taste, nicht gerade eine optimale Platzierung auf dem Gehäuse hat, denn man
benutzt sie nur noch sehr selten.
MB-D10: Sitzt bombenfest im Gegensatz zum Batteriegriff der 5D dem ich mit einem zweiseitig
klebrigen Tesafilm nachhelfen musste. Liegen tut das MB-D10 auch besser in der Hand, sehr gut
sogar. Auf jeden Fall das Geld wert!
Die Tatsache dass man die AE-L/AF-L -Taste sowie die Funkions - und Abblendtaste, frei
konfigurieren kann, zeigt mal wieder dass diese Kamera nicht von irgendwelchen Stubenhockern
designt wurde, sondern von Fotografen. Klingt so ausgelutscht, ist aber anscheinend war,
zumindest zum grössten Teil. Perfekt ist die Kamera dennoch nicht. Die CF-Kartenklappe konnte
mich nicht allzu sehr überzeugen weil sie sich viel zu leicht öffnen lies.
Habe dann einfach das Stahlplättchen abgeschraubt und am Ende etwas verbogen damit sich der
Druck beim einrasten erhöht. Nun sitzt sie Fest und ich kann damit leben.
Der An/Aus-Schalter ist eigentlich sehr gut positioniert, aber nur wenn man die Kamera nicht gerade
am MB-D10 hält und dann an oder ausschalten möchte. Dafür kann man mit dem MB-D10 die Fokuspunkte
sehr gut auswählen, was sich bei Canon immer als eine Qual darstellte. Sind halt so Sachen die bei Nikon
besser gelöst sind, andere wiederum bei Canon.
Dennoch muss ich sagen, die Nikon hat trotz all dem, das Bessere Gehäuse, die Bessere
Bedienung, die zuverlässigere Belichtung, ist um Welten schneller und sie macht einen seriöseren
Eindruck für wen das wichtig sein sollte. Ich zumindest bin sehr, sehr zufrieden mit der D700 und
hoffe sie wird mir noch lange Zeit gute Dienste leisten.
Grüße
Vic