Die MSC Zoe läuft in Hamburg ein

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Korrektur: Sie hat jetzt für 20:00 Schlepper und Lotsen bestellt.

MfG Jürgen
 
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Eins hab` ich noch, aber vor allem zum Größenvergleich und zu Dokuzwecken ;).



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Während die "MSC Zoe" Richtung Eurogate entschwindet, wird im Vordergrund rückwärts die Hapag-Lloyd "Montreal Express" (Bj. 2003, 293m Länge, 4402TEU) an den Burchardkai geschleppt, sie soll dann links von der "Maule" (Bj. 2010, 305m Länge, 6589TEU) festmachen, und ganz im Hintergrund liegt halb von der Zoe verdeckt die "ZIM Hamburg" (Bj. 2009, 293m Länge, 6350TEU).

Anhand der Eckdaten dieser relativ neuen Schiffe kann man die Entwicklung bei Größe und Ladekapazität der Containerschiffe in den letzten Jahren ablesen. Die Herausforderungen dadurch sind in jeder Hinsicht gewaltig, ob logistisch (die Container müssen ja irgendwie weitertransportiert werden) oder ökologisch (Stichwort Elbvertiefung, Havariegefahr etc.). - Das soll jetzt aber bitte kein Einstieg in eine entsprechende Diskussion werden :fahne:.
 
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Wie so häufig, wurde das Auslaufen verschoben (21:00), damit wurde es schon recht dunkel und ich hatte kein VR Objektiv dabei (Anfänger Fehler) - mal sehen, ob trotzdem eine halbwegs gelungene Aufnahme dabei herausgekommen ist.
(Liefere ich ggf. nach, bin noch auf dem Rückweg)

MfG Jürgen
 
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Moin
so als nicht Fachmann bzgl. Schiffe usw......
ok dieses Containerschiff ist im Hamburger Hafen eingelaufen (P.S.an Stefan und Jürgen tolle Bilder). Wenn das Schiff nun den Hafen verlässt ist es dann kleiner??
bzw. um wieviel läuft denn so ein Schiff ein :confused: hängt so was mit der Wassertemperatur zusammen ?? :fahne::fahne::fahne:

Meinst du ob das Schiff tiefer im Wasser liegt?
Ob das Schiff tiefer oder hoeher schwimmt, haengt in erster Linie von der Beladung ab. Wieviel der Kahn leer verdraengt weiss man, voll beladen auch. Der Rest haengt davon ab, wie tief der Hafen bzw die Zufahrt ist, Stichwort 'Elbvertiefung'. Da die Elbe nicht tief genug ist fuer voll beladene Schiffe dieser Groesse, wird Hamburg sie (erstmal) auch nie voll beladen sehen.

Dazu kommt, dass die Weltrekorde wie schon erwaehnt purzeln, die Dinger wurden alle zu Boomzeiten bestellt als Asien wie irre gewachsen ist. Mittlerweile sind die am aktuellen Bedarf schon vorbei. Zu Zeiten der Finanzkrise, als es damals richtig gerummst hat, lagen viele dieser Schiffe auf der Welt fest und wurden genutzt um leere Container aus den Haefen zu lagern, weil es guenstiger war als an Land. Schiffe dieser Groesse werden in absehbarer Zeit kaum voll beladen durch die Gegend schippern.

Die Be- und Entladung fuer die Schiffe werden in eigens dafuer eingerichteten Zentren geplant. Nicht jeder Container wird voll beladen, manche haben Uebermasse und - gewicht, einige muessen oder koennen nur an bestimmten Stellen im Schiff stehen. Gefahrgut, Kuehlcontainer ohne eigene Aggregate, Uebergroessen wie Ueberhoehe bzw -laenge oder - hoehe, Plattformcontainer mit und ohne Seiten, alles wird und muss bedacht werden.

Vor allem ist aber die Gewichtsverteilung wichtig, damit sich der Kahn auf hoeher See nicht aufschaukelt wenn er in schwere See kommt.
Dafuer muss der Spediteur Wochen und Tage im Voraus alle Informationen an den Carrier melden, damit der dann planen kann.

Wenn das Schiff Hamburg anlaeuft, weiss man schon genau welcher Container mit seiner individuellen Kennung wo auf dem Schiff stehen wird (wenn er rechtzeitig angeliefert wird).
Ist eine gigantische Arbeit, die dahintersteckt. Es gibt manchmal Fuehrungen ueber das CTA in Altenwerder, kann ich jedem nur empfehlen.

Da ist an einer Seite das Terminal an dem die Brummis die Container aniliefern, dann werden sie auf automatische und fuehrerlose Plattformen gestellt, die dann mit Hilfe zehntausender Sensoren da rumduesen und an die Bruecke fahren. Da sitzt in grosser Hoehe ein kleiner Mensch in einer Kabine und laedt die Container aufs Schiff. Der Mensch ist im groessten Teil nicht mehr erforderlich fuer den Umschlag.

Deutlich spuer- und sichtbarer sind Tiefgangaenderungen und Neigungen vom Schiff bei breakbulkverladungen. Wenn da ein Stueck von 500t am Haken haengt, merkt man das, dort sind die Auswirkungen oft noch schwerer. Eine Kollegin von mir hatte mal ein Stueck in Antwerpen zu laden, dass statt 209t ploetzlich 229t wog. Da wurde alles gestoppt und am Ende das Teil stehen gelassen.

Wer aber mal was richtig beeindruckendes sehen moechte, sollte mal nach der Firma Dockwise googlen, was die machen ist wirklich der absolute Wahnsinn. Die versenken ihr Schiff einfach so weit unter Wasser, dass nur noch ein Teil der Bruecke rausguckt. Dann faehrt man die Ladung rueber, pumpt das Schiff hoch und faehrt los, zum Beispiel mit ganzen Schiffen drauf oder Oelplattformen die zehntausende Tonnen wiegen.

Mit deren Blue Marlin einen Transport zu organisieren war zu meiner Logistikzeit mein absoluter Traum. :)
 
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Hendrik an Deiner Antwort erkennt man die Leibe zum Job, allerdings solltest Du Kurts Posting nochmals unter unprofessioneller Sicht lesen, Stichtwort: Zu heiss gewaschenes T-Shirt :hehe:
 
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Ach so.
Natuerlich wird das Schiff im Hafen kleiner wenn es abkuehlt, erst wenn es wieder mit Ueberschallgeschwindigkeit ueber die Ozeane faehrt dehnt es sich aus, so wie sich die Concorde beim Fliegen gedehnt hat.
Die Container wurden extra eckig entwickelt, um zusaetzlichen Luftwiderstand zu bieten, da die Schiffe sich sonst regelmaessig auf eine entfernte Umlaufbahn katapultieren wuerden wenn sie zu schnell werden.

So ein Pott hat locker 90.000 PS und muss auf Wasser fahren um die Kraft zu baendigen, an Land waere das technisch nicht moeglich. Da waere das Schiff schon am Zielort bevor es ausgelaufen ist und keiner kaeme dann mit dem Anliefern und Abholen der Container hinterher, waer ne riesen Sauerei.

Ich hab noch Kontakte bei MSC fuer Asien, ich frag mal nach ob die den Captain die Moehre mal im warmen Asien vermessen lassen koennen und dann spaeter in Hamburg um zu gucken wie gross der Unterschied genau ist. ;)
 
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Zitat :

"Und noch während das Schiff mit kleinster Fahrt einläuft, beginnen die heckseitigen Schlepper mit dem Wendemanöver."

Deine Bilder zeigen den Bug.

Besserwissermodus aus. :fahne:
 
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"Und noch während das Schiff mit kleinster Fahrt einläuft, beginnen die heckseitigen Schlepper mit dem Wendemanöver."

Deine Bilder zeigen den Bug.
Die gezeigten Bilder widersprechen aber nicht Stefans Aussage, man sieht die beiden heckseitigen Schlepper auf seinen Bildern lediglich nicht. ;)

MfG Jürgen
 
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Ach so.

So ein Pott hat locker 90.000 PS und muss auf Wasser fahren um die Kraft zu baendigen, an Land waere das technisch nicht moeglich. Da waere das Schiff schon am Zielort bevor es ausgelaufen ist und keiner kaeme dann mit dem Anliefern und Abholen der Container hinterher, waer ne riesen Sauerei.

Wie hoch hebt sich der Bug wohl bei Höchstgeschwindigkeit aus dem Wasser?
 
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Wie hoch hebt sich der Bug wohl bei Höchstgeschwindigkeit aus dem Wasser?

Hallo Heiko,
da muss ich Dich enttäuschen. Selbst wenn die Schiffe ihre PS bzw. kW voll ausreizen würden,
hebt sich der Bug keinen Millimeter mehr aus dem Wasser.

Zum einen, um Treibstoff zu sparen, fahren solche Giganten sowieso nur mit reduzierter Geschwindigkeit
von ca. 17 kn (31,5 km/h). Volle Geschwindigkeit, die etwa bei 23 kn (42,5 km/h) liegen dürfte,
wird nur in Ausnahmefällen gefahren.
Und zum anderen sind einige Reeder dazu übergegangen diese Schiffe so zu trimmen, dass der
Bug ca. 80 cm tiefer im Wasser liegt, als das Heck. Dadurch wird die kraftzehrende Heckwelle reduziert,
wodurch noch zusätzlich ca. 3% Schweröl eingespart werden.
LG
Heiner
 
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Wie hoch hebt sich der Bug wohl bei Höchstgeschwindigkeit aus dem Wasser?

Kommt immer auf den Seegang an.
Hier kann man sehen, was auf so einem Schiff los ist und was fuer Kraefte einwirken:


Falls das so eine T-Shirt Frage ist, ich hab schon mehr verraten als ich eigentlich darf. Faellt unter das unheimlich geheime Speditionsgeheimnis, wenn ich noch mehr ausplauder, muesste ich jeden der das alles liest auf der Stelle tothauen. Hab ich aktuell nicht die Zeit fuer, sorry.
 
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