Die D750 und die Wetterfestigkeit

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Da wird scheinbar nicht hinterfragt, wie es dazu kommen konnte und ob die Kamera vielleicht nicht der Werbeaussage entspricht.
Damit bewegt Nikon sich aber rechtlich auf sehr dünnem Eis. Denn es muss nur jemand vor Gericht plausibel darlegen (100%ige Beweise kann in solch einer Situation kein Gericht verlangen und derer bedarf es auch nicht zwangsläufig, es geht um Glaubwürdigkeit), dass ein Schadensfall eingetreten ist, von dem Nikon in der Werbung behauptet hat, dass er nicht auftritt, weil das Produkt vor ihm geschützt ist (= zugesicherte Produkteigenschaften).

Es bleiben nämlich Nikons Werbeaussagen, von denen der Gesetzgeber sagt, dass sie der Wahrheit entsprechen müssen und in den letzten Jahren ist in der Rechtsprechung die Tendenz festzustellen, aufwändige Verklausulierungen mit dem Versuch des Haftungs-/Garantieausschlusses dahingehend zu verstehen, dass Hersteller damit die Kunden unangemessen zu benachteiligen versuchen.
Viele Richter lesen umfangreiche Haftungsaus-/Garantieschlussklauseln im Kleingedruckten, die sich entweder im Widerspruch zu den Aussagen des Werbe- und Marketingmaterials befinden oder diese in erheblichem Maße einschränken etwa wie folgt:
Da hat sich die Firma XYZ aber große Mühe gemacht, sozusagen "mit dem Arsch an die Wand" zu kommen, also wussten sie wohl schon vorher, dass ihr Produkt nicht dem entspricht, was die Werbung verspricht, also liegt eine vorsätzliche Täuschung vor.

Sicherlich, kein Hersteller ist zu Garantieleistungen verpflichtet. Aber wenn Hersteller den Kunden Garantie geben, dann dürfen die Garantiebedingungen die Kunden nicht unangemessen benachteiligen.

Und natürlich hängt alles auch davon ab, an welchen Richter man gerät. "Vor Gericht und auf hoher See", so heißt es bekanntlich, "ist man in Gottes Hand." Doch das gilt eben nicht nur für die Kunden, sondern auch für Nikon. Und selbstverständlich auch für alle andere Hersteller.
 
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Die bisherige Diskussion ist ja erst mal rein akademisch, da ja noch kein konkreter Fall bekannt ist. Aber ich denke mal, nachdem ich mich jetzt etwas näher mit dem Klappmonitor der d750 befasst habe, dass es nur ne Frage der Zeit ist wann es da Probleme gibt. Es ist m.A.n keine Vorrichtung, die man so schnell mal raus und rein klappt um 90 Grad dreht und das beliebig wenn man gerade will. (Leider wird das aber eben von Nikon suggeriert) Ich denke eher, es ist dazu geeignet, je nach Ausnahmesituation auf diese Möglichkeit zurückzugreifen. Bei schlechtem Wetter no go. Die Technik bei den d5xxx ist da, denke ich, besser.
 
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Du stehst nicht alleine da, sondern Du glaubst einfach noch an den Weihnachtsmann. Das ist alles. Wir alle wünschen uns wasserresistente Kameras aber wir glauben nicht, daß unsere Modelle tatsächlich diese Forderungen erfüllen, ganz gleich, was die Marketingabteilung behauptet und die externe outgesourcete Übersetzungsfirma aus dem Japanischen Originaltext heraus gelesen hat.
 
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Du stehst nicht alleine da, sondern Du glaubst einfach noch an den Weihnachtsmann. Das ist alles. Wir alle wünschen uns wasserresistente Kameras aber wir glauben nicht, daß unsere Modelle tatsächlich diese Forderungen erfüllen, ganz gleich, was die Marketingabteilung behauptet und die externe outgesourcete Übersetzungsfirma aus dem Japanischen Originaltext heraus gelesen hat.

Meinst Du mich.:confused:
 
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Meine Kameras sind ganz gut gegen Regen abgesichert, glaub ich. Sie haben sowas beide bereits überstanden. Dass der Hersteller das bewirbt, aber das gleichzeitig nicht beschwören will, halte ich für verständlich. Wer wird sich im Streitfall darüber schon einigen können, ob dem Gerät nicht zu viel des Guten zugemutet wurde? Und soll man mit so einen Humbug tatsächlich ein Gericht belästigen?

Wenns ein bisschen fisselt, behalt ich meine Knipse über der Schulter, solange ich dabei nicht stundenlang durch Venedig laufe. In diesem Fall schieb ich sie unter die Jacke.
Ein paar Sekunden Sturzregen muté ich ihr auch zu. Da hilft auch mal nur etwas gesunder Menschenverstand und ein wenig Risikofreudigkeit.

Es geht also, sie ist abgedichtet, aber es kann auch schief gehen. Alles völlig normal und wirklich kein Grund sich zu erregen, irgendetwas weiter zu verfolgen, oder seine Zeit mit dem Einfordern von Kamerakondomen zu verplempern.

Das ist natürlich nur meine bescheidene Meinung ;)
 
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Wie man bei einer Kamera mit Klapperdisplay, auch wenn der Prospekt anders lautet, auf den Gedanken kommt, sie wäre resistent gegen Feuchtigkeit, ist mir schleierhaft. Die filigrane Konstruktion lässt eine vernünftige Abdichtung nicht zu, schon gar nicht auf Dauer.

Die D700 musste auch schon ihr Gläser in den Nieselregen halten aber alles in kleinem Rahmen und danach gleich trocknen; auch wenn ich ihr mehr zutraue, am Ende wäre ich der Gelackmeierte, also lasse ich sie bei Mehr einfach drinne.

Die D750 ist gerade wegen ihres Displays, für mich eher eine Schönwetterkamera.

Was heißt denn so ein Satz ". mit ihren Abdichtungen gegen Feuchtigkeit geschützt.." real betrachtet?

Nichts!
 
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Du stehst nicht alleine da, sondern Du glaubst einfach noch an den Weihnachtsmann. Das ist alles. Wir alle wünschen uns wasserresistente Kameras aber wir glauben nicht, daß unsere Modelle tatsächlich diese Forderungen erfüllen, ganz gleich, was die Marketingabteilung behauptet und die externe outgesourcete Übersetzungsfirma aus dem Japanischen Originaltext heraus gelesen hat.


Willst du mich veräppeln?

Wenn ich mich nicht auf die offizielle Werbung des Herstellers verlassen kann, worauf denn dann?

Ich habe mir die Kamera im Laden angesehen und das Prospekt gelesen. NACH dem Kauf hatte ich die Möglichkeit die BA zu lesen und da steht etwas anderes als in der Werbung.

Es mag ja sein, dass technisch versierte Menschen wissen, dass das eine Irreführung vom Hersteller ist, weil es nicht leicht ist einen Klappmonitor gegen Regen zu schützen. Ich gehöre aber nicht dazu. Warum sollte ich die offizielle Werbung von Nikon in Frage stellen?

Ich rede nicht vom tauchen. Ich weiß auch dass wasserdicht und gegen Regen abgedichtet ein Unterschied ist. Es ist aber unmissverständlich geschrieben, dass die Kamera gegen REGEN abgedichtet ist. Würde das da nicht explizit stehen, wäre ich ja auch bei euch. Da ich den Monitor bei Regen nicht zu Hause lassen kann, ist das für mich ein fehlen einer zugesicherten Eigenschaft und somit ein Mangel an der Sache.

Es wurden schon Autos gewandelt, die 1 Liter mehr im Durchschnitt verbrauchen, als im Prospekt angegeben. Und da weiß wirklich JEDER, dass das niemals stimmt.

Ich bin begeistert von der Kamera. Die Bilder sind einfach nur super und ich möchte Sie nicht zurück geben. Aber ich fühle mich echt etwas verarscht.
 
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Deshalb empfehle ich vor dem Kauf das Lesen der Bedienungsanleitung, die ja mittlerweile von allen Kameras als PDF zur Verfügung steht.

Das vermeidet Missverständnisse und man kann sich "tiefer" mit dem Teil beschäftigen und findet dann vielleicht auch heraus, dass sie doch nicht so paßt, entgegen dem verklärten Blick eines im "Jagdrausch" befindlichen Käufers, Selbigem suggeriert.... :D
 
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Die D750 ist gerade wegen ihres Displays, für mich eher eine Schönwetterkamera.

Das sind sie doch irgendwie alle. Nicht nur wegen des Displays. Ich habe noch nie eine Outdoor Fernsehübertragung bei schlechtem Wetter gesehen, wo die superteuren Kameras keinen Regenschutz hatten.

Kürzlich habe ich einen Berufsfotografen gesehen, der für unser Käseblatt fotografiert. Es regnete leicht, er hatte zwei Canon umhängen und ihm war das anscheinend egal. Ich denke mal Canons sind auch nicht besser abgedichtet als Nikons.:frown1:
 
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Ich seh schon, dass ich der Einzige bin, der das nicht richtig findet.

Nein, ganz sicher nicht. Ich hatte jahrelang Olympus FT-Kameras (vopn E-1 bis E-3) und war damit (notwendigerweise) auch schon mal unter der Dusche. Null Probleme, auch die Schwenkdisplays (nicht so einfaches Klappzeug, snder nrundum dreh und Neigbare Bildschirme) waren grundsätzlich dicht (in einem Display hatte ich mal einen Riss, da war aber auch nicht die Dichtung schuld).

Heute verwende ich häufiger meine Nikons und wundere/ärgere mich, wie z.B. das Batteriefach der D800 "abgedichtet" ist. Einfach lächerlich. Wenn Regen ist, dass muss wieder eine Oly raus. Eine Schande!

Und wenn ich mir dann die verlinkte D750 ansehe... *kopfschüttel*

Allerdings weiß ich echt nicht, welche "brauchbare Tipps" du von uns erwartest.
 
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Mit etwas gesundem Menschenverstand kann man eigentlich selbst darauf kommen, dass ein bewegliches Klappdisplay konstruktionsbedingt viel schwieriger oder gar nicht gegen Feuchtigkeit zu schützen ist als ein fest eingebautes. Wenn ich darauf großen Wert lege, darf ich mir keine Kamera mit Klappdisplay kaufen.

Wieso schafft das beispielsweise Olympus seit vielen Jahren, wenn das "ohnehin nicht möglich" ist? Können die zaubern und Nikon nicht? Schau dir mal die Dichtiung des Akkufachs bei der D800 an. Da kann einem schon schlecht werden. Es ist auch für Nikon wirklich nicht notwendig, so zu schludern.
 
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So langsam finde ich die Diskussion doch amüsant. :cool:


Irgendwie erinnert mich das alles an das Gehampel,
was manche Mütter mit ihren Babies anstellen.

Hätten das unsere Altvorderen auch gemacht, dann
wäre die Menschheit schon längst ausgestorben.


 
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Ich mach echt kein Geschiss um den Umstand, werde die Kamera einfach benutzen und ich möchte auch gar keine Tipps von euch. Klar, dass mir doch niemand einen Rat geben kann.

Mir ist nur die lapidare Antwort von Nikon sauer aufgestoßen und ich finde, dass Hersteller für ihre Informationen gerade stehen sollten. Und da bin ich nicht der Einzige. Wenn ich meinem Kunden gegenüber eine Aussage tätige, macht der mich für die Richtigkeit auch ggfs. haftbar.

Ich war in der Vergangenheit auch nicht im strömenden Regen mit der Kamera unterwegs und bin sicherlich auch in Zukunft zu bequem dazu.

Ich guck mal wie Nikon sich verhält und seh dann weiter.
 
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Nein, ganz sicher nicht. Ich hatte jahrelang Olympus FT-Kameras (vopn E-1 bis E-3) und war damit (notwendigerweise) auch schon mal unter der Dusche. Null Probleme, auch die Schwenkdisplays (nicht so einfaches Klappzeug, snder nrundum dreh und Neigbare Bildschirme) waren grundsätzlich dicht.
Aus dem Handbuch der E-3:
  • Die Kamera niemals an Orten verwenden, die starker Staubeinwirkung oder hoher Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
  • Die Kamera niemals mit nassen Händen halten oder bedienen.
Um sowas geht es ja hier im Thread, jemand hat die Sicherheitshinweise gelesen und ist verunsichert. Natürlich halten die Kameras auch mal einen Regenguss aus, nur gibt Dir niemand eine Garantie darauf, wenns doch mal schiefgeht.
Den Sicherheitshinweisen nach dürftest Du die Kamera überhaupt nicht benutzen ;)
Heute verwende ich häufiger meine Nikons und wundere/ärgere mich, wie z.B. das Batteriefach der D800 "abgedichtet" ist. Einfach lächerlich. Wenn Regen ist, dass muss wieder eine Oly raus. Eine Schande!
Ja ja, eine Schande! Da frage ich mich wo die ganzen Bilder von den Tropen bis zur Arktis herkommen, wenn man mit den Kameras (gerade den Profi-Nikons) überhaupt nicht fotografieren kann.
 
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Hallo Sven,
Hätten das unsere Altvorderen auch gemacht, dann
wäre die Menschheit schon längst ausgestorben.
Handwerker (von mir aus auch Krieger), die sorgfältig mit ihrem Werkzeug umgehen, um seine Einsatzbereitschaft zu erhalten, sollten weniger überlebensfähig gewesen sein?
Diesen Zusammenhang musst Du mir bitte mal erklären.

So ein neumodisches Eisenschwert, war zum Ende der Bronzezeit auch noch nicht rostfrei und pflegeleicht.
Sicherlich sind unsere Altvorderen bei Regen deswegen nicht in ihren Hütten geblieben, wenn feindliche Horden anrückten. Aber dass sie anschließend keine Tücher zum Abtrocknen der Klingen verwendet haben, kann ich mir nicht vorstellen.

Gestern wie heute, ist es eine Frage der Prioritäten und der Wahl des geeigneten Werkzeugs.
Ich sehe nichts verwerfliches daran, wenn z.B. ein Fotoamateur auf eine längere Nutzungsdauer der Ausrüstung kalkuliert und versucht sie dementsprechend schonend zu behandeln.
Dazu gehört dann auch das Wissen um eventuelle Schwächen (Sollbruchstellen) der Gerätschaft und darüber unterhalten wir uns hier doch gerade, oder?

MfG Jürgen
 
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