Das passende Porträt-Objektiv für D4?

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Hannesos

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Hallo liebe Nikon-Freunde,

ich suche ein gutes Objektiv für Portraits. Hauptsächlich für meine D4. Es gibt leider eine riesen Auswahl, aber dadurch auch viel .... naja. Kennt jemand einen guten, günstigen Allrounder?

Grüße aus Hannover
 
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Dann bleiben zur Wahl: AF-S 1.8/35mm, AF-S 1.4/50mm, AF-S 2.8/60mm Micro, AF-S 1.8/85mm oder die jeweiligen Vorgänger. Wenn Du mehr Umfeld mit auf's Bild nehmen willst, würde ich 50 oder 35mm nehmen, wenn Du Dich eher ausschließlich auf die Person fokussierst, 60 oder 85mm.

Das 35mm ist schon sehr kurz, aber einige Fotografen zaubern damit auch hervorragende Portraits. Ich persönlich würde wohl zum 85er greifen. Wenn es nicht neu sein muss, bekommst Du für 500 Euro auch ein 1.8/50mm UND ein 1.8/85mm.


Viele Grüße
Peter
 
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Peter hats eigentlich auf den Punkt gebracht.
Die Kombi aus 85 + 50 (oder besser noch: 35 1.8 FX) wäre auch meine Wahl bei deinem Budget. Soll es bei einem Objektiv bleiben, dann das 85er 1.8 AF-S.
 
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Beim Wort "Portrait" wird reflexartig mit "85mm" geantwortet. Das ist "Der Standard" und gilt daher auch für "Standardportraits".

Machst Du Standardportraits?

Ich frage das, weil ich selbst kein 85er habe und wohl auch kein solches Objektiv brauche. Dabei mache ich durchaus regelmässig Portraits. Ich habe ein 24-70, dass bei Offenblende 2.8 knackscharf ist. Die 15mm Brennweitenzuwachs zum 85er kann man vernachlässigen, sie entsprechen bei einem Oberkörper-Portrait im Hochformat (Gürtel bis Kopf) weniger als einem Schritt "Fuss-Zoom". Die Schärfe ist hervorragend über die gesamte Körpertiefe, dennoch verschwimmt der Hintergrund bereits deutlich genug, um kleine Unregelmässigkeiten oder Verschmutzungen verschwinden zu lassen. Allerdings sind 70mm in meinem "Heimstudio" schon arg viel Brennweite. Hier ist das 50er (in meinem Fall 1.4-50) deutlich besser geeignet (und durch sein geringes Gewicht VIEL angenehmer zu handhaben). Allgemein ist es bei Portraits ja kein Problem, sich dem Model etwas mehr zu näheren - ein "unbemerkter Abschuss aus der Distanz" steht ja nicht im Lastenheft.

Portraits draussen sind natürlich ein ganz anderes Thema, hier mag ein 85er (oder 105 oder 135 oder 180 oder ...) das deutlich geeignetere Objektiv sein, weil der Aufnahmeabstand sich deutlich ändern kann; der gewünschte Bildausschnitt und die Art des Hintergrundverlaufs/Bokehs bestimmt die Brennweite.

Das 85er ist also EINE mögliche Lösung. Je nach Budget und Leidensfähigkeit (Gewicht) mag das 1.8er allen Wünschen gerecht werden oder es muss eben unbedingt die halbe Blende mehr für das 1.4er sein. Wenn ich aus 1m Distanz Köpfe photographieren möchte, bei denen nur die Augen scharf, Nase und Ohren aber bereits unscharf sind, dann MUSS es das 1.4 85 sein. Bei einem Halbportrait in einer Blumenwiese ist hingegen vom 1.4-35 bis 4.5-5.6 70-300 jedes Objektiv geeignet, um den DoF-Effekt aufs Bild zu zaubern. Da kommt es nur noch auf deine Sicht der Dinge als Photograph an.

Ich persönlich HÄTTE gern ein 1.8-85. Aber es ist eine Linse mehr in der (ohnehin schon randvollen) Phototasche, und ich müsste dafür weniger Blitze mitschleppen, oder eine noch grössere Tasche verwenden. In beiden Fallen ist mir der "Preis" somit zu hoch - ich reise lieber leichter und/oder mit mehr Blitzgeräten.
 
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Hallo,

dann solltest Du Dir mal das AF-S 85 mm f/1.8G ansehen.

MfG Jürgen

Exakt dieses besitze ich, es kommt zwar nicht allzu oft zum Einsatz, aber wenn, dann ist es genial. Habe im März ein Fashionshoot damit und der D4 gemacht, absolut top, wenn man auch das Preis-Leistungs-Verhältnis im Kopf behält (den Aufpreis zum 1,4er wars mir ob der doch eher überschaubaren Nutzung nicht wert).
 
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Ich frage das, weil ich selbst kein 85er habe und wohl auch kein solches Objektiv brauche. Dabei mache ich durchaus regelmässig Portraits. Ich habe ein 24-70, dass bei Offenblende 2.8 knackscharf ist.
Man merkt dass du nie eines hattest.
Sorry aber wenn du diese Scherbe mit einem guten 85er vergleichst. Das 24-70 ist zwar das klassische Brot und Butter Objektiv für Veranstaltungsfotografen, für ein Zoom sehr gut aber eben auch nur ein Zoom das überall ein bisschen etwas kann aber nichts wirklich gut.

Und was soll die Reduktion auf die Schärfe? Gute Festbrennweiten bestechen vor allem durch ihre Mikrokontraste die man so in der Nachbearbeitung nicht mehr hin bekommt. Durch ihre Farben die man so in der Nachbearbeitung auch nicht mehr hin bekommt, durch ihr Bokeh dass man in der Nachbearbeitung ebenfalls nicht mehr hin bekommt.
Und ja, wenn man sie auf 2.8 oder gar 4 abblendet dann sind sie auch scharf dass sich ein 24-70 so was von verstecken kann.

Das trifft besonders auf die besseren Festbrennweiten zu, die 1.8er Serie kann bei all den Punkten nicht mit der 1.4er Serie mithalten. Bei dem Budget würde sich z.B. das 50 1.4 anbieten, ich mag das Objektiv zwar nicht, zu langsamer AF, sehr weich bei Offenblende. Aber das Sigma 50 1.4 Art mit seinen 900€ dürfte wohl etwas übertrieben sein.
Bei einem 50er sollte man halt etwas Abstand wahren sonst hat man große Nasen und andere Verzerrungen, dafür ist es sehr universell für auch andere Fotos. Der Bereich von 85-105 mm hat sich nicht völlig Grundlos für Portraitbrennweiten durchgesetzt.

Will man einfach nur ein passables Objektiv und die von mir geschilderten Eigenschaften sind einem nicht wichtig kann man fast alles kaufen. Wobei die Nikons schöner beim Bokeh sind, dafür nicht so Scharf. Die Sigmas sind schärfer ab Offenblende erkaufen das durch ein leicht unruhigeres Bokeh.
 
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Ich habe das AF-S 50mm/1,4 und das Nikon AF-D DC 2,0/105
Das 50mm ist ganz schön für Ganzkörper im Studio, für den Outdoorbereich finde ich das Bokeh nicht so dolle, da ist das 105er der Hammer, gerade wenn man mit der DC Funktion super gut klar kommt. Wie auch schon mal erwähnt, das 105er ist kein bissel Streulicht anfällig.
Hatte jetzt das AF-S 85/f1,4 drauf, da brauche ich nichts mehr zu sagen, es ist die beste Linse die ich persönlich auf meinen Cams hatte, was Portraits angeht.
 
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Man merkt dass du nie eines hattest.

Man merkt, dass du immer wieder vollkommenen Unsinn schreibst, weil dir offensichtlich fremd ist, dass andere Photographen andere Erfahrungen machen oder Prioritäten setzen als du.

Ich habe gerade im März (?) mein 85er verkauft. Seit 1983 bin ich mit einem Nikkor 2/85 durch die Weltgeschichte gestolpert, und 2/35 (an der F2) plus 2/85 (an der FE) war 20 Jahre lang quasi meine "Standardausrüstung". Warum ich es dennoch nicht durch ein AF Objektiv gleicher Brennweite ersetzt habe, erklärt sich in meinem Beitrag hier unten.

Hätte es 1983 bereits ein 2.8 24-70 gegeben (jaja - ich hatte sogar ab 1986 ein 2/24, welches jetzt mein Sohnemann nutzt), so hätte ich vielleicht damals schon weniger Objektive mit mir herumgeschleppt.

Bei dem Budget würde sich z.B. das 50 1.4 anbieten, ich mag das Objektiv zwar nicht, zu langsamer AF, sehr weich bei Offenblende.

Bei meinen Portraitaufnahmen ist "das Motiv" eigentlich eingeweiht und weiss, dass es jetzt photographiert wird. In dieser Situation laufen mir also die Motive kaum mal spontan weg, daher ist die Geschwindigkeit des AF tatsächlich nicht soooo wichtig für ein Portraitobjektiv.
 
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"…..eher für draußen oder Urbanorte" - das sind die Zauberworte, aus denen ich entnehme, dass Personen in ihrem natürlichen Umfeld fotografiert werden sollen.
Dies geht mit Einverständnis, dann 35 - 50 mm Brennweite, oder als sog. "Streetaufnahme" mit 85mm Brennweite.

Bei 35mm braucht es schon eine etwas spezielle Aufnahmetechnik, die die angesprochenen 'Nasenfaktoren' nicht zu ausgeprägt erscheinen lassen.
In diesem Fall sollte immer etwas schräg, oder anders ausgedrückt, eine andere Körperpartie näher am Objektiv sein als die Nase. Schulter o.ä., dann hat man genug Background und trotzdem passable Gesichtsproportionen.

Bei mir und 28mm (meine Portraitbrennweite) ist es fast immer eine Schulter. Geschah unbewußt, irgenwann Routine.
 
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Man merkt, dass du immer wieder vollkommenen Unsinn schreibst, weil dir offensichtlich fremd ist, dass andere Photographen andere Erfahrungen machen oder Prioritäten setzen als du.
Andere Erfahrungen sind das eine, technischer Humbug das andere. Und wenn du schreibst ein 24-70 wäre bei Offenblende oder auch abgeblendet Knackscharf dann ist das nun mal falsch. Genau so wie das Unterschlagen der anderen Eigenschaften.

Wenn du ein AF-S 85er hattest und dir die von mir geschilderten Unterschiede nie aufgefallen sind dann war dein Anspruch an die Fotografie eben so gering dass es für dich keine Bedeutung hat welches Objektiv an der Kamera dran ist, das ist auch in Ordnung so. Jedem ist etwas anderes Wichtig.
Dann sollte man das Feld aber vielleicht Leuten überlassen welche mehr von der Materie wissen.

In dieser Situation laufen mir also die Motive kaum mal spontan weg, daher ist die Geschwindigkeit des AF tatsächlich nicht soooo wichtig für ein Portraitobjektiv.
Auch hier wäre es schön wenn du es korrekt schreibst, dass es für deine Art der Fotografie nicht wichtig ist. Es gibt duzende Fotografen welche Models Portraitieren und trotzdem einen AF mit gewisser Leistungsfähigkeit brauchen.

Es mag sein dass der Fragende nicht mehr will also du, dann wären deine Persönlichen Erfahrungen für ihn sicher hilfreich, wenn er aber einen höheren Anspruch hat, technisch nicht sehr fit ist, und du deine unzulängliche Sichtweise als Fakt darstellst, könnte ihn das sehr unzufrieden machen.
Wenn man aber nicht mal sieht dass andere Optiken eine ganz andere Leistungsklasse darstellen verstehe ich schon dass man Probleme hat das korrekt zu reflektieren.
 
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