Ich frage das, weil ich selbst kein 85er habe und wohl auch kein solches Objektiv brauche. Dabei mache ich durchaus regelmässig Portraits. Ich habe ein 24-70, dass bei Offenblende 2.8 knackscharf ist.
Man merkt dass du nie eines hattest.
Sorry aber wenn du diese Scherbe mit einem guten 85er vergleichst. Das 24-70 ist zwar das klassische Brot und Butter Objektiv für Veranstaltungsfotografen, für ein Zoom sehr gut aber eben auch nur ein Zoom das überall ein bisschen etwas kann aber nichts wirklich gut.
Und was soll die Reduktion auf die Schärfe? Gute Festbrennweiten bestechen vor allem durch ihre Mikrokontraste die man so in der Nachbearbeitung nicht mehr hin bekommt. Durch ihre Farben die man so in der Nachbearbeitung auch nicht mehr hin bekommt, durch ihr Bokeh dass man in der Nachbearbeitung ebenfalls nicht mehr hin bekommt.
Und ja, wenn man sie auf 2.8 oder gar 4 abblendet dann sind sie auch scharf dass sich ein 24-70 so was von verstecken kann.
Das trifft besonders auf die besseren Festbrennweiten zu, die 1.8er Serie kann bei all den Punkten nicht mit der 1.4er Serie mithalten. Bei dem Budget würde sich z.B. das 50 1.4 anbieten, ich mag das Objektiv zwar nicht, zu langsamer AF, sehr weich bei Offenblende. Aber das
Sigma 50 1.4 Art mit seinen 900€ dürfte wohl etwas übertrieben sein.
Bei einem 50er sollte man halt etwas Abstand wahren sonst hat man große Nasen und andere Verzerrungen, dafür ist es sehr universell für auch andere Fotos. Der Bereich von 85-105 mm hat sich nicht völlig Grundlos für Portraitbrennweiten durchgesetzt.
Will man einfach nur ein passables Objektiv und die von mir geschilderten Eigenschaften sind einem nicht wichtig kann man fast alles kaufen. Wobei die Nikons schöner beim Bokeh sind, dafür nicht so Scharf. Die Sigmas sind schärfer ab Offenblende erkaufen das durch ein leicht unruhigeres Bokeh.