Chile 2016, Teil 1/3: Osterinsel

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Da werden Erinnerungen an die eigene Reise 2003 wach, wo alles noch ohne Ticket zugänglich war.

Ich habe ältere Reiseberichte gesehen, wo Besucher auf den Moais herumklettern durften und sogar mit bereitgestelltem Werkzeug die Steine bearbeiten sollten.
Kann mich aber an keine Datierung erinnern.

Heute undenkbar.
 
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Wunderbare Bilder von Orten, die ich nur aufgrund Deines "Forscherdranges" sehen kann. Vielen Dank. Ich bin gespannt auf Folge 2 + 3!
 
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Bis auf Gemüse und Früchte müssen sämtliche Grundnahrungsmittel und Konsumgüter eingeführt werden.
Die Versorgung wird gewährleistet durch Flugzeuge (täglich) von LAN Chile und vorallem Versorgungsschiffe (einmal im Monat).
Außerhalb von Hanga Roa gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten.

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Wenn schon länger kein Schiff kam, wird das Angebot im Supermarkt überschaubar. Falls einem Greissler das Trinkwasser ausgeht, der daneben hat bestimmt noch was. Ich konnte auch eine eigene Biermarke 'Mahina Pia Rapa Nui' entdecken.

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Am nördlichen Ende von Hanga Roa, direkt am Tahai-Komplex gelegen, befindet sich der kleine (katholische) Friedhof. Er wird seit mehr als 100 Jahren genutzt. Hier vermischen sich traditionelle Mythologie mit christlichen Artefakten. Jeder Grabstein erzählt eine ganz persönliche Lebensgeschichte. Vor vielen Gräbern gibt es eine Sitzgelegenheit - sei es ein einfacher Stein oder eine kunstvoll geschnitzte Holzbank.

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Die farbenfroh und mit bunten Blumen geschmückten Gräber zeigen eine Mischung von christlichen und Rapa Nui-Zeichen.

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Die ganz eigene Art der Beleuchtung sorgt nachts dafür, dass am Friedhof alles blinkt, strahlt und flimmert. Dann macht die Begräbnisstätte den Eindruck eines Rummelplatzes.

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An der Ausrichtung der Gräber ist erkennbar, dass alle Toten mit dem Kopf in Richtung Meer ruhen.

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Der schönste Strand findet sich an der nordwestlichen Seite der Insel in Anakena. Anakena ist allerdings rund 18 Kilometer von Hanga Roa entfernt und mehr oder weniger nur mit einem gemieteten Fahrzeug zu erreichen. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es auf der Insel nicht. Hier aber erwartet den Besucher ein weißer Sandstrand, perfekt zum Sonnen, Baden oder auch zum Tauchen. Der Anakena Strand wird umrahmt von einem wunderschönen Kokospalmenwald.

Müsste ich einen Ort zum Chillaxen benennen, käme Anakena in die engere Wahl.

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Ganz in der Nähe befinden sich zwei interessante Zeremonie-Anlagen:
Die Anlage 'Ahu Nau Nau' besteht aus insgesamt 7 Moais, davon tragen 4 Hüte, die so genannten 'Pukaos'. Diese Anlage ist ca. 60 Meter lang und 12 Meter breit; sie wurde 1978 restauriert.

Ist es schon eine Meisterleistung diese tonnenschweren Steinhüte über eine derartig weite Distanz von Puna Pao zu transportieren, so ist es noch beeindruckender wie die Insulaner den Moais diese Hüte auf den Kopf setzen konnten. Die Pukaos sitzen alleine durch eine Aussparung in den Hüten auf den Köpfen der Moais; sie wurden nicht weiter verkeilt, verdübelt oder einzementiert.

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Die Zeremonie-Anlage Ahu Nau Nau an der Nordküste der Osterinsel ist wohl die schönste Zeremonie-Anlage auf der ganzen Osterinsel. Die auf der Anlage aufgestellten Moais sind in einem sehr guten Zustand. Dies liegt unter anderem daran, dass sie für lange Zeit unter einer Sandschicht lagen und somit nicht verwittern konnten.

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Hier ist die Bucht Anakena-Beach in seiner Gesamtansicht mit den Anlagen Ahu Nau Nau und Ahu Ature Huki links. Ein fabelhafter Strand, zu dem es mich gleich an drei Tagen hin- und hineingezogen hat. Eine herrliche Erfrischung trotz Badehosenverlust.

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Auf der Anlage 'Ahu Ature Huki' steht ein einzelner Moai, 6 Meter hoch und 30 Tonnen schwer. Dieser Moai wurde 1956 von dem norwegischen Forscher Thor Heyerdahl in einem Versuch mit Einheimischen auf traditioneller Art wieder aufgerichtet.

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Sehr schöne Fotos mit einem informativen Reisebericht. Danke.
 
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Die Bananenhöhle 'Ana Te Pahu' befindet sich an der Westküste der Insel und ist mit 91 Meter relativ groß und an zwei Seiten geöffnet, weil die Decke eingestürzt ist.
Die Höhle wurde speziell für Touristen erschlossen und im vorderen Bereich der Höhle sind einige Bananenstauden angepflanzt.

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Sie ist leicht begehbar, in den dunkleren Abschnitten sollte man wegen der Feuchtigkeit und des dadurch rutschigen Bodens feste Schuhe sowie eine Taschenlampe dabei haben.
Sowas erachte ich allerdings als Grundausstattung für Reisende.

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Sehr selten sind Vögel zu sehen. Haben wohl nicht viele die Strecke bis zur Insel geschafft!?

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Die Osterinsel ist eine der pflanzenartenärmsten Inseln im Pazifik.
Um die Aufzucht von Pflanzen gegen Wind und die Austrocknung der Erde zu schützen, errichteten die Rapa Nui hunderte so genannter 'Manavai', also Steinkreise in denen die Pflanzen gedeihen und ihre Feuchtigkeit halten konnten. Die Manavai sieht man heute noch, die meisten sind jedoch während der Schafzucht im 19. Jahrhundert zerstört worden.

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Im Gegensatz zu den Stränden Anakena und Ovahe bricht die übrige Insel mit schwarzem Lavagestein ins Meer hinunter.

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Die Ahu-Anlage Hanga Kio'e mit mir und dem Mietwagen. Allradantrieb ist dort selbstverständlich, wirklich notwendig jedoch nicht.
Meine Bekleidung ist nicht wegen der Temperatur (es war sehr warm), sondern schützt vor der intensiven Sonnenstrahlung.

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Der Ahu Komplex 'Tahai' besteht aus drei verschiedenen Ahu-Anlagen.
Aus der 34 Meter langen und vier Meter breiten Ahu Anlage 'Vai Uri' mit insgesamt fünf Moais, die leider sehr stark beschädigt sind und dem eigentlichen Ahu Tahai mit einem fünf Meter hohen Moai (leider auch stark verwittert). Zwischen der Ahu-Anlage Vai Uri und dem Ahu Tahai wurde außerdem noch eine ehemalige Bootsanlegestelle komplett restauriert.

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Der 3. Ahu im Tahai-Komplex ist der Moai mit Pukao und Augen, 'Ahu Ko te Riku'.
Erstellt im 12. Jahrhundert trägt er hier als einziger den Kopfschmuck, den Pukao.
Er ist zudem der einzige auf der ganzen Insel, dem man in einer Nachbildung die Korallenaugen mit Obsidian eingesetzt hat.

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Wieder würde ein anhänglicher Vierbeiner zu gerne mitspielen und hat dazu extra einen Vulkanstein mitgebracht.

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Da der Ahu Tahai-Komplex bequem zu Fuß erreichbar ist ((etwa 15 Minuten vom Zentrum Hanga Roa und gleich hinter dem Friedhof) zählt er sicherlich zu der am häufigsten fotografierten Zeremonie-Anlage auf der Osterinsel. Die abendlichen Kulisse am westlichen Horizont bietet sich auch geradezu dafür an.

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Sobald die Sonne weg ist, ziehen alle Handyknipser ab und die richtigen Fotografen mit Stativ bleiben übrig.
Wir waren also nach Sonnenuntergang immer nur zu zweit. Plus Hund.

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Etwa 5,5 Kilometer südlich von Hanga Roa, (dort wo die Landebahn zu Ende geht), befindet sich die Zeremonie-Anlage 'Ahu Vinapu O Tahiri'. Bekannt für seine Mauer ohne Fugen und Ritzen, liegen auch hier Pukaos herum - die monumentalen Hüte der Moai.

Der Pukao ist ein Kopfschmuck aus rotem Tuffgestein, der im ersten Augenblick bei den Moais so wirkt wie die Hüte der heutigen Peru-Indianer, also Hüte. Ob es sich bei den Pukaos tatsächlich um Hüte handelt, ist nicht sicher. Es gibt Wissenschaftler die meinen, die Pukaos seien Haarschöpfe von Würdenträgern mit herausragender Bedeutung.

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Auf der Anlage befinden sich insgesamt sechs Moais, die umgeworfen wurden.

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Das Tempolimit in Hanga Roa liegt bei 40 km/h, im Freiland maximal 60 km/h. Der Name 'Osterinsel' geht zurück auf den holländischen Entdecker Jacob Roggeveen, der am Ostersonntag 1722 als erster Europäer die damals von Polynesiern bewohnte Insel sichtete. Ca. 500 n.Chr. wurde das abgelegene Eiland von polynesischen Seefahrern erstmals besiedelt. Seit 1888 gehört Isla de Pascua (offizieller Name) zur Republik Chile.

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Die Zeitdifferenz zu Chile beträgt -2 Stunden, zu Mitteleuropa -7 Stunden (europ. Sommerzeit MESZ).

Das Klima ist sub-tropisch und das ganze Jahr über ausgeglichen. Es weht ein ständiger Wind. Jahresdurchschnittstemperatur +21°C. Sonnenscheindauer 2500 Std./Jahr. Die Osterinsel ist einer extremen Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Dies nicht etwa wegen des Ozonlochs, sondern wegen "zu sauberer' Luft. Deshalb sind Sonnenschutzmittel mit maximalem Schutzfaktor dringend empfohlen, um Sonnenbrand zu vermeiden.
Natürlich habe ich am 1. Tag darauf vergessen, sah am 2. Tag wie ein Krebs aus und habe mich eine Woche später 'geschält'.

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Die Elektrizität wird von Diesel-Generatoren erzeugt. Stromspannung 220 V / 50hz mit normalen Steckdosen (AT, DE). Einmal fiel in der Früh der Strom aus. Da gab's dann statt dem spärlichen Frühstück nur ein kaltes.

Der Ort Hanga Roa ist eine grüne Siedlung mit herrlichen tropischen Gärten. Die wichtigsten Dorfstrassen sind gepflastert, die lange Strasse zur Nordküste ist asphaltiert. Die Küstenstrasse ist ohne festen Belag. Auch asphaltierte Straßen garantieren kein zügiges Durchfahren. Löcher in der Straßendecke und Gruben binden die Aufmerksamkeit des Lenkers.

Giftige oder gefährliche Tiere gibt es auf Rapa nui nicht. Nur nervige Hähne.

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Hier bin ich Puna Pau Krater, dem Steinbruch der roten Pukaos.
Am Steinbruch liegen etwa 30 Pukaos mit einer Höhe von bis zu zwei Metern und 2,5 Metern Durchmesser. Man schätzt, dass diese Pukaos zwischen 10 bis 30 Tonnen auf die Waage bringen. Betreten und Rumklettern ist mittlerweile verboten und die Gegend ist bereits ziemlich zugewachsen.

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Ob es sich bei den Pukaos tatsächlich um Hüte handelt, ist nicht sicher. Es gibt Wissenschaftler die meinen, die Pukaos seien Haarschöpfe von Würdenträgern mit herausragender Bedeutung.


Es gibt einen, der sagt es seien Helme von Astronauten - und das meint der sehr "Erich".
Immer noch - tolle Bilder!!!​
 
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Ahu Akivi - Die sieben Kundschafter von der Osterinsel
Die Anlage 'Ahu Akivi' auf dem sieben Moais stehen, hat eine Gesamtlänge von 70 Metern. Die Moais haben eine Höhe von jeweils vier Metern.

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Die Anlage ist eine der ganz wenigen Ahus, die nicht an der Küste aufgestellt wurde, sondern 2,5 Kilometer weit im Inneren der Insel.

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Es scheint so, als würden diese Moais (als einzige Moais auf der ganzen Osterinsel!) auf den Pazifik schauen. Die Ahu-Anlage Akivi ist die einzige Anlage auf der ganzen Osterinsel, deren Rampe mit Steinen ererichtet ist, die nicht von der Osterinsel stammen.

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In Hanga Roa gibt es nur einen kleinen Hafen (Hanga Pito) mit einer kleinen Kai-Mauer, an dem Boote die Lasten der Versorgungsschiffe entladen. Am rechten Rand ist 'Ahu Riata' zu sehen.

Ahu Riata am Hafeneinschnitt Hanga Pito zeigt, wie alle Ahu-Anlagen einmal ausgesehen haben
Zur Küste hin befindet sich die 'Kai-Mauer' mit einer Höhe von etwa fünf Meter, landeinwärts folgt dann die so genannte 'Rampe'. Man sieht auf der 'Rampe' einen Altar, auf dem die Moais stehen, davor eine Schmuck-Ebene ausgelegt mit runden Steinen und davor einen Zeremonie-Platz.

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Unbedingt einen Besuch wert ist das Lokal Tataku Vave am Hafen direkt an der stürmischen Küste. Das bietet nicht nur einen grandiosen Meerblick direkt in den Pazifik, sondern ist auch berühmt für seinen fangfrischen Fisch und das Ceviche in der Muschel kalt serviert. Das kann ich nun vorbehaltlos nachvollziehen. Es war dermaßen köstlich, dass ich Ceviche mehrfach auf dieser Reise verzehrt habe - und nie bereute.

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Ceviche (gesprochen: Zewitsche) ist ein Gericht, das aus Peru stammt und mittlerweile in weiten Teilen Lateinamerikas verbreitet ist. Es besteht in seiner ursprünglichen Form aus kleingeschnittenem, rohem Fisch verschiedener Sorten, der ungefähr 15 Minuten in Limettensaft mariniert wird. In Scheiben geschnittene rote Zwiebeln und in manchen Rezepten Rocoto, ein sehr scharfes, paprikaähnliches Gemüse aus Peru, werden mit dem Fisch vermischt. Chemisch gesehen kommt es aufgrund der in den Limetten vorhandenen Zitronensäure zu einer Denaturierung des Eiweißes, ähnlich wie beim Kochen.

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Und wenn ich schon vom Essen berichte: Empanadas sollte man auch nicht auslassen!
Eine Empanada ist eine gefüllte Teigtasche, meist um die 10 Zentimeter lang oder etwas mehr und halbmondförmig. Die traditionelle Variante 'Empanada de pino' hat eine Füllung aus Hackfleisch (am besten klein geschnittene Fleischstückchen oder Reste eines Bratens), einem Stück gekochtem Ei, Zwiebeln, Rosinen und einer Olive.
Achtung: Die Olive ist MIT Kern!

Es werden auch Füllungen mit Meeresfrüchten 'Empanada de marisco' oder Käse 'Empanada de queso' zubereitet.
Meine Empfehlung: Alle durchprobieren! Eine ist sowieso zuwenig.

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Der 'Maunga Terevaka' ist mit 525 Metern die höchste Erhebung der Osterinsel. Wer auf den Gipfel des Terevaka möchte, der sollte sich auf einen längeren Anstieg zu Fuß einrichten oder auf den Rücken eines Pferdes zum Gipfel tragen lassen. Für PKW ist der Maunga Terevaka gesperrt und es gibt auch keine Straße rauf. (Was ein paar Irre nie abhalten wird...) Der höchste Punkt ist mit einem Haufen Steine und einem Schädel markiert.

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Die Osterinsel ist eine Vulkaninsel und erst im Laufe von rund 2,5 Millionen Jahren zu ihrer heutigen Form gewachsen. Dabei durchbrach vor etwa 2,5 Millionen Jahren der Poike-Vulkan (im heutigen östlichen Teil der Insel) die Meeresoberfläche. Etwa 1,5 Millionen Jahre später erhob sich 20 Kilometer weiter westlich der Vulkan 'Rano Kau' aus dem Meer und erst vor rund 240.000 Jahren gesellte sich dann der Vulkan 'Terevaka' im Norden dazu und verschmolz die beiden Nachbarvulkane zur heutigen Osterinsel. Vulkanische Aktivitäten soll es seit rund 2000 bis 3000 Jahren nicht mehr geben.

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Als Aufstiegsdauer zum Terevaka-Gipfel werden zwei Stunden angegeben, für den Abstieg rund drei Stunden.
Wir haben es in 79 Minuten rauf und 58 Minuten runter geschafft. Natürlich in der größten Mittagshitze.

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In der katholischen Kirche 'Santa Maria de Rapa Nui' wird sichtbar, wie sehr sich hier Christentum und polynesischer Götterglaube vermischen.
Das Innere der Kirche ist schlicht gehalten. Es gibt ein paar geschnitzte, polierte Holzstatuen. Gottesdienste finden täglich statt.

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Die Gesichtszüge der Marienstatue mit dem Jesuskind auf ihrem Arm erinnern stark an einen Moai. Ihren Kopf ziert ein mit Halbkugeln geschmückter Stirnreif und ein Band aus weißen Federn.
Daraus wächst ein Vogel mit ausgebreiteten Flügen. Diese Marienstatue gilt als die erste christliche Statue die auf der Osterinsel geschnitzt wurde.

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Ahu Akahanga - die Plattform des Königs Hotu Matuá
Die Ahu Anlage 'Akahanga' an der Südküste ist vom äußeren Anschein her einfach nur ein großes Trümmerfeld mit vielen Steinen, Moais und Pukaos.
Es handelt sich bei diesem Komplex um vier Plattformen mit insgesamt 12 umgestürzten Moais sowie 8 Pukaos. Diese sind teilweise mit Petroglyphen verziert.

Die Moais auf den Ahu Zeremonie-Plattformen in den Ebenen entlang der Küstenregionen wurden ausnahmslos alle umgeworfen, beschädigt oder auch zerstört.
Die Theorie spricht von Stammesfehden der Rapa Nui im 19. Jahrhundert.

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Man schätzt, dass es auf der gerade einmal 180 Quadratkilometer großen Insel rund 390 Zeremonie-Stätten gegeben hat, wobei auf etwa 164 davon Statuen (Moais) gestanden haben.
Das meiste an der Geschichte der Insel ist sowieso nur Theorie, weil durch die nahezu vollständige Auslöschung von Volk und Kultur das meiste Wissen verloren ist.

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Und wie sehen neben den Moais die echte Menschen aus?
Festlandchilenen und Insulaner unterscheiden sich optisch deutlich und sind leicht erkennbar. Die Chilenen sehen südamerikanisch aus wie Argentinier, die Rapa Nuis polynesisch wie Maori.
Tätowierungen sind auf der Insel üblich und eine kulturelle Selbstverständlichkeit. Die Motive sind dabei ganz eigene Muster und Verzierungen. Natürlich gibt es auch wohlgenährte Menschen, viele Bewohner sind ebenso sympathisch und optisch attraktiv.

Wie in ganz Chile ist auch hier generelles Rauchverbot (Außer in Östereich funktioniert das offenbar weltweit!?) und ich konnte auch nur ein paar ignorante Touristen bei ihrer Nikotinsucht beobachten. Die Insel ist sehr sauber, stellenweise geparkte Müllsäcke warten auf Abholung.

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Der Vulkankrater Rano Raraku erhebt sich meerseitig übergangslos aus einer grasbewachsenen Ebene und gehört als erloschener Schlackekegel zum größten Vulkan der Insel.

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Die Zeit auf der Insel habe ich mit 5 Nächten ausreichend getaktet, langweilig wurde es nie.

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Zeit für das Fazit:
Ist die Osterinsel eine Reise wert? Ja, auf jeden Fall.
Rentiert sich die Anreisezeit von knapp zwei Tagen? Nicht täglich, aber hey - es ist der abgelegenste Ort der Welt!
Kann man da ein zweites Mal hin? Immer wieder gerne. Dort ist es traumhaft schön!

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Am Rano Kau Vulkankegel läßt es sich auch in der Nacht ganz gut aushalten. Trotz starkem Wind und dank mitgebrachter Empanadas.

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Der Flughafen Aeropuerto Mataveri International (IPC) ist wie die ganze Insel überschaubar, besteht aus einer Halle mit einem Gepäckband.
Bei einer Maschine täglich braucht's auch nicht mehr. Die ist aber immer voll.

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Die beste Aussicht auf Rollfeld und Boeing 787-9 (zweimotoriger Jet B789) ist vom Mirador 'Herrenklo', die Wendeposition ist gleich hinter dem Pissoir. Sehr praktisch für Planespotter.

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Die Karte der Insel mit den touristisch relevanten Punkten:

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Das nächtes Ziel ist die Atacama in Nordchile und davon handelt der Reisebericht "Chile, Teil 2/3".​
 
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Hallo und vielen Dank für deinen ersten Reisebericht aus Chile! Auf der Osterinsel war ich noch nie, u.A. aufgrund der angesprochenen Reisezeit, daher bin ich immer froh über solch anschaulich bebilderten Reiseberichte!
Und natürlich freue ich mich auf die Atacama, aber wie!
 
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Der 2. Teil meiner Reise geht nun hier weiter.




Falls wer eine Zusammenfassung von Teil 1 braucht, dann gibt es hier die selbstablaufende Farbbildanimation:

https://www.youtube.com/watch?v=DgXHOYTDg2g


Musik und Tanzshow ist hier zu sehen:

Ballet cultural KARI KARI Rapa Nui

https://www.youtube.com/watch?v=OpC82DAe-Uo


Und bei einer flotten Fahrt durch den Ort kann man hier mitfahren:

Driving in Hanga Roa FAST, 31.03.2016

https://www.youtube.com/watch?v=F14XZVJWx88


PS: Irgendwie zerreisst es den Editor vom NFF, wenn ich mehr als ein Video einbinde.
 
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