Botswana, Wild Dogs und mehr

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Angefangen hat unsere Reise bei den grossen Salzpfannen, die zu dieser Jahreszeit total trocken und einfach zu befahren sind. Am Rand der Pfannen leben die Erdmännchen.


#16 Die Mutter hält Wache, die Kleinen dürfen spielen

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#17 Muss ganz schön anstrengend sein

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Diese Gruppe von Erdmännchen war im offenen Feld unterwegs und hat eifrig nach Termiten und anderen Insekten gegraben. Eines der Tiere hat aufmerksam die ganze Gegend abgescannt und den Luftraum überwacht, denn von dort droht die grösste Gefahr.


#18 Mit der Zeit werden auch die Wächter müde und müssen sich mal hinsetzen

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#19 Von oben droht oft Gefahr

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Im CKGR Central Kalahari Game Reserve war es bitter kalt. Ohne Bettflaschen wären wir sicher nachts im Bett erfroren. Morgens um 6:00 Uhr war es zwischen 0° und 5° C. Das war auch für die Botswaner ungewöhnlich und so standen und sassen wir oft ums Lagerfeuer. Vermutlich war es auch den Tieren zu kalt. Auf jeden Fall haben wir ausser den Oryx Antilopen nicht sehr viele Tiere beobachtet.


#20 Zwei junge Oryx Männchen am Kräfte messen

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#21

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#22 Damit es ausgeglichen ist, auch noch das Bild

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#23 Bei Vollmond war die Welt wieder in Ordnung

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Für die Transfers zwischen den Camps sind viele Kleinflugzeuge unterwegs, die in Maun stationiert sind. Maun liegt südlich des Okavango Deltas und ist Ausgangspunkt für fast alle Safaris. Erst von oben werden die gewaltigen Dimensionen des Deltas sichtbar.


#24 Diese Wasseradern werden bis im Oktober wieder austrocknen

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#25 Inseln umgeben von einer temporären Sumpflandschaft

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#26 Die Öko-Camps sind harmonisch in die Natur integriert

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#27 Sundowner ….

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Zu dieser Jahreszeit ist das Okavango Delta ein Paradies für Elefanten. Es hat überall genügend Wasser und die Tiere verteilen sich auf einer riesigen Fläche. Zur Trockenzeit konzentrieren sich die Elefanten - natürlich auch alle anderen Tiere - entlang der wenigen Wasseradern. Die Dichte führt zu Stress und Streit. Natürlich sind dann auch die Löwen bei diesen Hotspots anzutreffen und es gibt viele Interaktionen zwischen den Arten. Für spektakuläre Bilder vermutlich die bessere Zeit, aber auch viel wärmer und damit auch viele Insekten. Uns hat im Juni keine Mücke gestochen und wir haben hervorragend geschlafen.


#28 Elefanten-Paradies

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#29

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:up::up::up: Ich glaube, mehr braucht man nicht zu sagen, die Bilder sprechen alle für sich.
 
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Morgens um 7:00 Uhr, wir sassen alle noch um das wärmende Lagerfeuer, rennt ein Guide auf uns zu und erzählt was von „Wild Dogs close to the camp“. Alle sitzen schnell in einem Safarifahrzeug und wir fahren los. Auf dem nahen Airstrip sehen wir ein Pack mit acht Hunden. Von den Guides erfahren wir, dass es insgesamt 16 Tiere im Rudel sind.


#32 Bereit zum Abheben

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#35 Dasselbe Rudel am Abend

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Tierbestimmungsbilder langweilen mich eigentlich, es sei denn sie sind ungewöhnlich. (wie z.B. ‘im ersten Licht…’). Die Erdmännchen sind großartig gegen den Himmel freigestellt. Da hattet Ihr eine gute, niedrige Position. Welche Salzpfanne war es denn?
Bilder von Wildhunden sind Adrenalin.
#33 ‘shouldering’ ist ein bei Wildhunden typisches Verhalten - meistens vor der Jagd im Rahmen der Aufwärmphase, wenn spielerisch die soziale Bindung der Jäger erneuert wird.
Das Gebiet in dem Du gewesen bist ist eines der besten, auch weil es durch Konzessionen der Lodgebetreiber gut geschützt ist.

Ian Khama, der amtierende Präsident, hat 2013 die Jagd auf Wildtiere verboten.
…eine höchst umstrittene Entscheidung mit schlimmen Folgen nicht nur für die Kommunen sondern auch für die Wildtiere. Klingt zunächst paradox, aber wenn sich niemand mehr um die Jagdkonzessionsgebiete kümmert, kommen die Wilderer. Und dass die aus dem Ausland kommen wird immer behauptet - egal in welchem Land man gerade ist. Aber das Thema gehört hier nicht hin.

Frei lebende Wildhunde machen süchtig. Sie haben unsere letzten Reisen geprägt. Ein Bericht steht noch aus.
Nur Puppies fehlen mir noch.

Hoffentlich kommen noch mehr Bilder von jungen Wildhunden. :up:

Mit bestem Gruß - Jo
www.wilddog-bathmann.de
 
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Hallo Jo

Besten Dank für Deine Ergänzungen. Als Wildhund-Kenner bist Du in der Lage die Verhaltensweisen zu interpretieren, ich bin noch lange am Lernen.

... Welche Salzpfanne war es denn?

Wir sind von Gweta in Richtung Süden gefahren, an den Rand der Ntwetwe Pan. Am Abend haben wir die Erdmännchen besucht. Der ursprüngliche Plan war so, dass wir die Tierchen am nächsten Morgen besucht hätten. Wenn sie am Morgen aus dem Bau kommen stehen sie oft zusammen, putzen sich oder es sind andere Interaktionen zu beobachten. Da es am Morgen ungewöhnlich kalt war (in Maun wurden minus 6°C gemessen) vermutete der Guide, dass die Erdmännchen den Bau erst gegen Mittag verlassen werden. Im späteren Nachmittag waren dann die Erdmännchen alle noch unterwegs beim Fressen beschaffen. Darum nur Einzeltiere.

Wir haben eine Nacht im Schlafsack in der Pfanne verbracht. Brrrrr…..


... eine höchst umstrittene Entscheidung mit schlimmen Folgen

Die Zusammenhänge in Botswana verstehe ich noch zu wenig und kann daher nicht beurteilen, zu was dieser Entscheid führen wird. Emotional habe ich schon eine Meinung, da ich nicht nachvollziehen kann, was am Erschiessen eines Leoparden schön sein kann. Trophäenjagd ist für mich unverständlich, mit Fleischjagd habe ich weniger Mühe.

... Und dass die aus dem Ausland kommen wird immer behauptet - egal in welchem Land man gerade ist.

Um zu überleben, oder den Lebensstandard signifikant zu verbessern, werden wir vermutlich alle zu Wilderern.

... Hoffentlich kommen noch mehr Bilder von jungen Wildhunden. :up:

Die Geschichte mit den Puppies werde ich heute noch aufbereiten, wenn ich dazu komme.

Ja Jo, die Wild Dogs machen süchtig, das kann ich jetzt gut verstehen.

Grüsse, Herbert
 
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Dieser Hammerkopf stand direkt neben dem Weg und flog natürlich mit dem Frosch davon. Langsam haben wir uns genähert und die ersten 50 Bilder sind entstanden. Nochmals sind wir etwas näher ran. Nochmals viele Bilder. Der Hammerkopf hat den Frosch in die Höhe geworfen, aufgefangen und mit dem Schnabel bearbeitet. Wir hatten den Eindruck, dass er sich jetzt nicht mehr stören lässt und haben das Auto in einen noch besseren Winkel gestellt. Von dort aus sind dann die folgenden Bilder entstanden, die anderen habe ich alle gelöscht. Das ist typisch für die Wildlife Fotografie, man weiss nie, ob der nächste Schritt funktioniert. Wenn nicht, dann hat man wenigstens ein dokumentarisches Bild.


#36

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Der normale Safaritag begann mit dem Wecker um 6:00 Uhr, eine halbe Stunde später gab es Kaffee am Lagerfeuer und spätestens um 7:00 Uhr ging es los. Zwischen 10:00 und 11:00 Uhr war das gute Licht vorbei und wir haben für einen weiteren Kaffee an einem schönen Platz gestoppt.

Als wir wieder einmal unsere morgendliche Kaffeepause eingelegt hatten, hörten wir komische Geräusche, ähnlich wie Löwen. Alle waren sofort im Auto und wir haben die Umgebung kontrolliert. Es waren drei Hippos auf dem Weg in ein neues Wasserloch. Dort waren sie überhaupt nicht willkommen. Das Familienoberhaupt der lokalen Familie hat sofort die Konfrontation mit den Eindringlingen gesucht. Es begann ein ernsthafter Kampf zwischen den beiden Bullen.


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#41 Das war eine coole Kaffeepause!!

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Herbert, # 36: Klasse: Auge in Auge - so liebe ich Aktion-Fotos.
Nur kurz damit das nicht so im Raum stehen bleibt: Trophäenjagd ist verwerflich, wenn der beste Genpool herausgeschossen wird, bevor die Gene weitergegeben wurden. Deshalb wird es wohl künftig keine Elefanten mit langen Zähnen geben. Und wie Lizenzen für den Abschuss von 3 Leoparden gegeben werden für ein Gebiet, in dem es nur einen gibt, verstehe wer will. Und es wäre gut, wenn die Jäger wüßten, welches Tier sie aus der Herde herausschießen können, ohne damit die Zukunft der Herde zu gefährden. Aber wenn man mit Jägern spricht, dann schießen die -wörtlich: “nur alte und kranke Tiere” - Es ist schon dreist, wie man belogen wird.
Fakt ist, dass Jäger viel Geld ins Land bringen. Da bleibt auch für die Bevölkerung etwas hängen: Geld, Arbeitsplätze, Fleisch.
Nur wenn die geregelte Jagd und damit die Kontrolle über die Jagdkonzessionsgebiete wegfällt, dann wird die Wilderei gewerblich. Das Fleisch wird jetzt schon auf den Märkten zum Kauf angeboten. Wir Europäer müssen uns von der Wunschvorstellung verabschieden, dass Afrika ein Museum bleibt. Eine Patentlösung habe ich auch nicht.
Wenn wir mit unseren Bildern andere motivieren, das Land wegen seiner Tiere zu besuchen, dann ist das schon mal ein guter Ansatz.
Bitte immer sagen, dass Ihr Wildhunde sehen wollt. Das hilft schon.

Mit bestem Gruß - Jo
 
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... Wir Europäer müssen uns von der Wunschvorstellung verabschieden, dass Afrika ein Museum bleibt.

Danke Jo, für Dein Engagement.

Es wäre sicher sentimentale Träumerei, zu glauben, dass es so bleibt wie heute. Der Bevölkerungsdruck nimmt zu. Die ehemaligen Jagdfarmen werden vermutlich jetzt zu Rinderfarmen. Für die Farmer sind die Wildtiere dann nur noch störend, hauptsächlich die Raubtiere. Die Anzahl vergifteter Löwen und Wildhunde wird zunehmen, mit entsprechenden Folgeschäden. Ich erinnere mich noch an Deine Bilder mit der Geiertragödie.

Grüsse, Herbert
 
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Wild Dog Puppies

Unsere Guides vom Kwara Camp wussten, wo ein Wild Dog Pack ihre Höhle mit Jungen hat, waren aber nicht sicher, ob diese schon den Bau verlassen. Deswegen waren wir hier, also früh Aufstehen und um 5:00 Uhr losfahren. Die Wildhunde schlafen während der Nacht. Sobald es etwas hell wird, beginnt das Stretching, gegenseitiges Begrüssen mit der Nase und Herumtollen. Das Alpha-Weibchen rennt herum, schreit und bettelt um Futter. Ein Zeichen für die Jäger, dass es Zeit ist aufzubrechen, um Frühstück zu besorgen. Das dominante Paar und ein Wächter bleiben zum Schutz der Höhle mit den Jungen zurück.


#42

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Das Alpha-Weibchen, eine auffallend helle Hündin, beginnt den Ausgang der Höhle freizuscharren. Wir trauen unseren Augen nicht, ein kleiner Wildhund nach dem anderen kommt aus dem Bau, insgesamt sind es 15 Junge. Sie sind ca. drei Wochen alt und haben vermutlich erst vor wenigen Tagen die Augen geöffnet und noch nicht oft die Höhle verlassen. Alle Jungen suchen sofort die Zitzen der Mutter. Nicht für alle gibt es einen Zapfhahn und das Gerangel geht los. Der Wächter sichert die Umgebung.


#43 Die Alpha-Hündin

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#45

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Plötzlich hören wir mehrere Hyänen und dazwischen die Schreie von Hunden. Da ist zweifellos ein Kampf im Gang um die Beute, die vermutlich von den Hunden erlegt wurde. So schnell es geht fahren wir in Richtung des Geheuls. Wir befinden uns in einem Wald, der zu 50% unter Wasser steht! Wie soll man da vorankommen mit einem ausgewachsenen Land Cruiser? Ich bin heute noch dankbar, dass wir keinen Platten hatten. Unser Guide Dickson ist ein unglaublich guter Fahrer.

Wir sehen gerade noch wie vier Hyänen davon rennen. Sie haben den Hunden einen Teil der Beute geklaut. Die Jäger ruhen sich etwas aus und gehen später in Richtung der Höhle. Dort gibt es einige hungrige Mäuler.

#48

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Der Weg zurück zur Höhle ist fast noch stressiger, da wir befürchten, nicht rechtzeitig dort zu sein, um die Ankunft zu sehen. Ein umgestürzter Baum versperrt uns den Weg. Zurücksetzen und vorsichtig umfahren, dann eine tiefe Wasserpassage. Locker könnten wir hier in ein Loch fallen und wären blockiert. Es passiert zum Glück nichts und wir erreichen eine Minute vor den Jägern die Höhle.

Bei der Ankunft der Jäger geht es drunter und drüber. Die intensive Begrüssung lockt auch die Puppies wieder aus der Höhle. Die Mutter und die zurückgebliebenen Wächter betteln um Futter, indem sie sich ducken, den Kopf tief halten und hohe Heultöne von sich geben. Die Jäger würgen Fleischbrocken heraus, die zuerst von der Mutter und dann von den Wächtern verschlungen werden. So etwas Spannendes haben wir noch nie gesehen. Es ist total faszinierend zu beobachten, wie sich eine Gruppe von 16 erwachsenen Wildhunden in den Dienst der 15 Jungen stellt. Ich war völlig überfordert mit der Situation und die Bilder haben einen dokumentarischen Charakter.


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#54 Die Mutter mag es nicht, wenn andere Hunde ihren Jungen zu nahe kommen und sie abschnuppern

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