Eine Ausnahme ist noch die Wahl zwischen analogen Bodys und digitalen. Das ist eine bewusste Entscheidung. Aber in den meisten Fällen überlege ich mir nicht, was ich fotografieren möchte...zwei Kameras mit Objektiven liegen ohnehin immer griffbereit herum ...
ich bin wohl zu kompliziert veranlagt. und ich denke, du hast trotz aller umtriebigkeit mehr ruhe in dir als ich.
Ich hab Unmengen an Objektiven, viele Brennweiten doppel und dreifach ...
Ich habe auch diverse Fototaschen, die ich nie benutze, denn ich schleppe nicht gern und selbst auf Usedom hatte ich nur eine kleine mit 3 manuellen Objektiven dabei, sowie die D4 mit dem Riesenzoom, die ich einzeln so in den Kofferraum geworfen habe.
Wenn ich hier zuhause eine Kamera ausführe, dann ist es meist die Df mit dem Ai-S 35/1.4, oder eben ab und an eine andere Brennweite.
Die Auswahl zu haben kann belasten, muss es aber nicht. Den Gedanken 80% meiner Scherben zu verkaufen habe ich häufiger, aber wenn ich sie einzeln im Kopf aufrufe, dann bleiben sie doch.
Was uns unterscheidet ist mEn primär der Geldbeutel. Ich hab lieber ein Objektiv ungenutzt rumliegen, als den Gegenwert dafür auf dem Konto. Auch störts mich wenig, dass sie immer weniger wert werden, womit ich die ganzen modernen AF-Dinger meine.
Hinzu kommt, dass sich die fotografischen Interessengebiete bei mir noch nicht gesetzt haben. Ists zurzeit das 35er, welches ständig aufgeschraubt ist, kanns nächstes Jahr auch das 105er sein.
Drum warte ich noch, bis ich meine tatsächlichen Interessen besser einzuschätzen weiß, das kann noch Jahre dauern.
Dennoch ists nicht ausgeschlossen, dass ich dann doch einmal was verkloppe.
Du merkst: Ich bin mindestens so unentschlossen, wie Du auch
ich würde wahnsinnig werden, hätte ich auch noch einige brennweiten doppelt.

im moment würde geld nichts ändern, da bin ich sicher, denn den schritt zum nichtsammelnwollen habe ich nach der anfänglichen wunschphase hinter mich gebracht. (dennoch: durch einen Leica- sucher schaue ich besser nicht

).
möglicherweise fotografiere ich noch nicht lange genug, um mich beschränken zu können auf einer tour, so wie du. respekt! eher lasse ich dann alles zuhause, geniesse die zeit mit hund draussen ohne kamera.
das kitobjektiv benutze ich gar nicht, aber davon trennen kommt nicht in die tüte. es symbolisiert doch den beginn einer leidenschaft.

ich bin ehrlich froh, nicht mehr zu haben, auch wenn ich ab und an von besseren linsen träume ändert das nichts daran, daß es reicht. jedenfalls für das, was ich im moment fotografiere.
Deine minimalistische und puristische Idee gefällt mir. Ich habe mal eine Asienreise mit ein paar Dia-Filmen, einer F3 und einem grottigen 24mm erledigt, das war kein Problem. Bilder davon wurden in einem Magazin gedruckt, nobody cares. Heute habe ich auch nur genau die Linsen, die ich auch tatsächlich einsetze beim Klettern e.g. Alle anderen empfand ich als Belastung und hatte mich getrennt. Sonstige Aufnahmen kann ich, so bilde ich mir ein, mit jeder x-beliebigen Linse machen, die gerade aufgeschraubt ist.
Von deinen Motiven her zu beurteilen, zumindest jene, die du hier zeigst, kann ich mir vorstellen, dass sie sich mit nur einem 50mm (deine Vorgärten) und einem 105mm (deine Blumen) erschiessen lassen.
Den Rest, den ich nicht kenne, kannst du meiner Meinung nach ohne nachzutrauern und ohne schlechtes Gewissen, dem Glascountainer zb übergeben. Was willst du mit dem ganzen Plunder ??? Objektivwechsel bringt ohnehin nur Staub ins Gehäuse.
das ist gar keine puristische idee, es hat sich einfach so entwickelt und war eine entscheidung aus dem bauch heraus als die zeit reif dafür war. zu anfang wollte ich möglichst alle objektive haben.
wow, ein ganz entscheidungsfreudiger mensch bist du. wäre ich auch gerne.
zuallererst fehlt es am loslassen können, das konnte ich noch nie gut und ich glaube, daß mich nur ein großer umzug vor jahren vor weiteren ansammlungen bewahrt hat. es war einfach schrecklich, mit dem ganzen zeugs umzuziehen. dabei wollte ich nicht mal ne einbauküche und nur zerlegbare möbel, damit ich örtlich flexibel bleibe. jaja, meine logik hält sich in grenzen.
ach den staub im gehäuse, den putze ich bei der nächsten sensorreinigung mit weg, auch die rauchschwaden und hundehaare werden da entfernt. obwohl ich sentimental an den teilchen hänge, sind das für mich dann doch gebrauchsgegenstände.
mit den brennweiten liegst du nicht ganz richtig. für vorgärten usw. brauche ich oft das 24er, da ich digital im Df-format fotografiere, aber auch das 50er kommt zum einsatz, manchmal das 55er, wenn ichs kontrastiger mag. selbst analog benutze ich das 24er sehr gerne. und ja, für blumen das 105er, 2.8. bei den monoblocs kommt ab und an das 105, 2.5 zum zuge, das kann ich auch analog verwenden, was mit dem 2.8er nicht funktioniert . ganz selten kommt das 75-300 zum zuge, damit kann ich aus entfernung manchen motiven mehr dichte geben als aus der nähe... bei gutem licht mag ich das 35-105 ais...usw...du siehst, es ist nicht einfach. bei er bildbearbeitung bin ich eine krücke, so entscheide ich manchmal auch nach dem farbgehabe der objektive, weil ich weiß dass bei manchemlicht eine linse gräusliche farben macht, die ich hinterher nicht wegbekomme.das kommt noch dazu...
ist ja kein wirkliches leiden was mich zum thema gebracht hat, sondern eher ab und an ein kleiner nervfaktor und ich wollte mal diese erfahrungen teilen nichts weiter anzuschaffen zu wollen.

du bist da einen deutlichen schritt weiter gegangen als ich mit der reduzierung der menge. :up: