Schön! Für die Bildgestaltung ist das aber nicht massgeblich, sondern viel eher der Bildwinkel. Er ist eigentlich das Gestaltungsmittel.
Ich stelle immer wieder fest, dass die Perspektive das wichtigste Gestaltungsmittel ist und Perspektive heißt nicht anderes als: Wo steht man und wie hoch und in welche Richtung hält man die Kamera?
Ein halber Schritt nach rechts und plötzlich ist eine hässliche Säule von einem Baum verdeckt, eine Treppenstufe weiter hoch und der Horizont liegt im goldenen Schnitt, oder die Linien der gegenüberliegenen Kirche hören auf zu stürzen. Es sind diese perspektivischen Feinheiten, die ein Bild machen.
Dann erst und an zweiter Stelle kommt für mich der Ausschnitt, der, wenn die Perspektive stimmt gar nicht mehr so entscheidend ist.
Gerade weil wir uns in einem Festbrennweitenthread befinden ist diese Bemerkung wichtig, denn die Festbrennweite lehrt die Perspektive zu schätzen, während der Zoomer meist den Ausschnitt überbewertet und dann stimmt oft die Geometrie nicht.
Frank
PS: Ich antworte im Thread für alle, ich lese alles und was ich für relevant halte zitiere ich. Mir ist dabei egal, wer was Kluges sagt, Hauptsache es bringt die Diskussion weiter. Ob irgendwer bei 44.000 Mitgliedern hier mehr oder weniger Postings hat ist für mich unerheblich.
PPS: Der Unterschied zwischen 2,15cm und 3,23 cm Schärfentiefe bei 1 Meter Objektabstand spielt in der Praxis selten eine Rolle. Bei einer 3/4 Frontalansicht im Porträt kann er aber unter Umständen genau so groß sein, dass beide oder nur ein Auge scharf werden.