Bilderthema Albanien – Ansichten

5. Land, Fluss (Wasser) - Albanische Alpen


Albanian Alps - Its Clearing Up

Denn plötzlich wurde die Wolkendecke weggeweht, aufgerissen, runtergedrückt - was auch immer - und die Gipfel kamen innerhalb von wenigen Sekunden aus dem Wolkenmeer aufgetaucht. Ich wusste gar nicht wohin ich mich zuerst drehen sollte. War so ein richtiger "magischer Moment". Werde ich nicht so schnell vergessen (hier so Musik ala "Division Bell" vorstellen...).
:D

More to come...
 
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Albanian Alps - Die Bäume Machen Wieder Mit

Schließlich sank die Wolkendecke komplett runter und gab die stärker bewachsenen Hänge unterhalb meiner Position wieder frei.
Es sollte im weiteren Verlauf einer der schönsten Tage im ganzen Urlaub werden. Unsere Tour wird dann im Tal bei Theth fortgesetzt. ~ 27 km haben wir an dem Tag zu Fuß gemacht, da wurde die Fuji dann zum Schluss doch schon ganz ordentlich schwer, aber es hat sich gelohnt, das Knie hat gehalten und die Erinnerungen sind bleibend.
 
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Vielleicht ein bisschen verfrüht von meiner Seite kommentiert - aber nach dem ich mir die Muse genommen habe, Bilder wie auch Text in Ruhe zu Gemüte zu führen, ist es mir ein wirkliches Bedürfnis.
Beides, Pixel wie Script, sind ein gleichwertiger Genuss für den ich gerne jetzt schon "herzlichen Dank" sage. Ich habe mich sehr, sehr unterhalten und (auf die Reise) mitgenommen gefühlt.
 
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Land, Fluss (Wasser) - Albanische Alpen - Farbfinale

Jetzt gibt es eigentlich nicht mehr viel zu berichten, außer einige grandiose Ausblicke in den Albanischen Alpen zu zeigen.
Einmal die Farbigen, gefolgt von noch einem Set s/w Wandlungen, weil die irgendwie bei Bergen sooo gut funktionieren. Alle Aufnahmen sind von diesem einen Tag dort.

Albanian Alps - Winnetou Feelings

Albanian Alps - Das nördliche Blue Eye

Albanian Alps - Abendstimmung zieht auf

Albanian Alps - Immer wieder Lichterspiele

Albanian Alps - Ich finds Kino


 
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Land, Fluss (Wasser) - Albanische Alpen - s/w-Finale


Albanian Alps - Ich will ein Stein sein in dieser Welt

Albanian Alps - Talblick

Albanian Alps - Kino-Doppelung, weil in s/w auch so fein

Ich danke allen die mitgereist sind. Albanien ist ein Land das ich mir gut nochmal als Reiseziel vorstellen kann. Die Mischung macht es.
Wer Berge mag ist dort ganz gut aufgehoben, wer gerne Schwimmen und Sonnenbaden will ebenso. Die Strecken sind gut zu bewältigen. Den Spätsommer ab Mitte September kann ich als Reisezeit auch absolut empfehlen - aber da gibt es natürlich keine Garantien, vielleicht hatten wir auch nur sehr viel Glück. Hier noch ein paar allgemeine Albanien-Tipps:

Die Badeorte (Saranda und Himare) sind zur Hauptsaison -total- überlaufen und haben an den rundumzu gelegenen Stränden auch unangenehme Begleiterscheinungen wie Disco-Schwimmburgen mit Ibiza-Megamix-Wummer-Anlagen - d. h. den ganzen Tag über "Umts Umts Umts" am Badestrand (nur einmal erlebt, danach diesen Strand gemieden) - dazu sind die bekannten Badeorte recht verbaut, aber wenn die Saison eigentlich vorbei ist kann man das aushalten. Zum Strand = früh = gute Liegen noch zu haben.

Die Hafenpromenaden versprühen eher Partymeilen-Feeling denn Romantik (als die Frau den offiziellen Aperol-Spritz-Promo-Stand gefunden hatte war das trotzdem entspannt). Dort findet man dann 25x das quasi identische Restaurant aneinandergereiht. Wir haben uns immer mit Google und diversen Blogs orientiert und so ein paar feine Flecken und "interessante" Lokalitäten entdeckt. Die Preise sind durchweg günstig, vor allem wenn man die Hotspots meidet. Strandliegen sind noch für vertretbare Preise zu haben, nach 3 Wochen hat man aber wahrscheinlich doch mind. eine quasi in neu gekauft, das ist inzwischen leider überall so. Wer mit eigenem Gelöt reist kann am Strand viel sparen, liegt aber auch nicht immer nah am schönsten Teil der Bucht. Wasser- / Badequalität ist an allen Spots die wir besucht haben spektakulär gut gewesen. Es gibt aber ein Plastikmüll Problem das nicht wegzudiskutieren ist.

Man muss aufpassen beim Autofahren, nicht immer wegen der anderen Autofahrer, aber es gibt dort Schlaglöcher dort, die gehen bei uns als Kanalsystem durch. Dann wird teils so viel gebaut, dass sich das noch Jahre hinzieht - fahrt zum Komani See mit Miet-Kleinwagen - gaaanz schlechte Idee (für noch mindestens 2-3 Jahre vermutlich)! Tirana - oh oh oh...habe ich gelassen, ein verkehrstechnischer Hexenkessel. Und zweimal hatten wir Unterkünfte an Hängen so steil, dass ich die Kupplung schon fast riechen konnte. Bei der Unterkunft in Himare haben wir das Auto für ein paar Tage ganz stehen gelassen, weil mir ein Ortskundiger helfen musste überhaupt auf den Parkplatz zu kommen. Es war nicht sicher dass das Auto da am nächsten Morgen noch steht. Das ist nicht ohne, wer sichergehen will sollte zu einem 4x4 greifen. Auf den Überlandstraßen die dann auch mal vierspurig sind gibt es "ungeregelte Kreuzungen" die man so nicht bei uns findet, daher heißt die Devise "langsam ist besser", auch wegen der Ziegen die einen großen Teil des Verkehrsraumes ganz plötzlich in beschlag nehmen können. Mit denen ist nicht gut diskutieren.

Ernährung dort ist fleischlastig bis Sea-foodig. Als Veganer wird es eher wenig abwechslungsreich, aber man bekommt immer und überall einen sehr guten Salat nach griechischer Machart, Olivenöl und Käse gibt es für jeden Geschmack. Man sollte Katzen und Hunde mögen, und darf sich nicht echauffieren wenn man ein Müllentsorgungssystem, das olfaktorisch teilweise am Rande der Ohnmachtsgrenze agiert, mitverfolgen muss.

Dann hat man eine entspannte Zeit, und man hat schon den Eindruck, dass Albanien an allen Kritikpunkten arbeitet und versucht voran zu kommen. Die Stimmung (oder der Vibe von mir aus) ist jedenfalls irgendwie immer "positiv" chaotisch gewesen. Und die abgeschiedenen Flecken sind dann auch wirklich gechillt. Und es reist ja jede*r anders...
;)

Mal schauen ob es noch einen Epilog geben wird...
 
1 Kommentar
ni27fo
ni27fo kommentierte
Sehr schön einerseits, informativ andererseits. Vielen Dank (y)
 
Danke für den interessanten Reisebericht.
Ich bin gerne virtuell mitgereist.
Albanien steht schon seit vielen Jahren auf meiner Wunschliste.
Dein Reisebericht macht Lust darauf, endlich mal dorthin zu fahren.
 
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Albanien - Epilog

Kein Bericht von mir ohne einen kleinen Epilog, bei dem man noch ein paar Bilder unterbringen kann die zur Abrundung geeignet sind, weil man sie entweder zuvor vergessen hatte, oder sie schlicht noch nicht rein gepasst hatten.

Konstantin Der Große

Er spielte bei dem was wir heute als "europäischen Raum" wahrnehmen eine große Rolle und ist ein Italiener illyrischer Abstammung, einem Gebiet das im heutigen Albanien lag. Daher identifizieren sich viele Albaner immer noch stolz mit diesem Feldherren und Gestalter der europäischen Idee. Es gab wohl eine kolossale Statue, von der heute nur noch der gut 3 m große Kopf in der Burg von Berat steht. Solche hiostorischen Figuren sind über die Zeiten immer weiter verklärt worden, und seine Rolle als Wegbereiter des Christentums, als Friedensstifter und als Kriegsherr ist dicht umrankt von allerlei Mythen und Meinungen. Ein Kind von Traurigkeit war er jedenfalls nicht und soll wohl unter anderem seine Frau, seinen Sohn, seinen Schwager und seinen Schwiegervater um die Ecke gebracht haben. Also eher weniger christlich denkend so relativ betrachtet.


Osumi Schlucht - Der Grand Canyon von Albanien

Ich hatte sie oben erwähnt, dann aber keine Bilder gezeigt, schlicht weil bei dem Ausflug dorthin wenig zeigbares rumgekommen ist. Die Osumi Schlucht ist eindrucksvoll, aber natürlich nicht wirklich mit dem Grand Canyon vergleichbar. Der Weg dorthin sollte von Berat aus am besten auch nur mit einem Ortskundigen Fahrer gemacht werden, denn die Straße zeigt irgendwann deutliche Erscheinungen von "Löchern", die man nicht zu schnell und mit ungünstigen Winkeln queren sollte.
Das Wasser in der Schlucht hat eine milchig-grüne Färbung durch die Sedimente die immer noch reichlich ausgewaschen werden, es ist aber sauber und man kann im Canyon allerlei Wassersport betreiben, allerdings nur wenn dort Wasserhochstand ist, zu unserer Reisezeit im Spätsommer ist das teilweise nur mehr ein Rinnsaal und selten tiefer als bis zum Becken.
Wir waren dort zur Mittagszeit und die Bilder sind teilweise sehr flach und mein WW war nicht ausreichend um die Dimensionen zeigenswert zu gestalten. Es gibt dort aber malerische Wanderwege mit Brücken und entlang der Ufer, wobei echtes Wilderness-Feeling aufkommt.


Transportgelegenheit auf Albanisch

Immer wenn einem nicht nach laufen zumute ist findet sich schnell ein hilfsbereiter junger Mann mit Gefährt, um einem den Weg zu erleichtern. Hier bei einer etwas ausgedehnteren Mittagspause im spätsommerlichen Sonnenschein. Ein kleiner Tipp: Wer Albanien besucht sollte einigermaßen gut zu Fuß sein, vor allem im ländlichen Raum. Ständig geht es Bergauf und Bergab, viele Wanderwege sind ziemlich "rustikal" und nicht unbedingt für die Adiletten-Wanderschaft geeignet. In den Touristen-Hochburgen ist das ntürlich kein Thema, aber sobald man mal zur Seite abbiegt ist es fix vorbei mit der sauber verlegten Platte. Dazu haben die Albaner eine recht kreative Ader, was die Bearbeitung des öffentlichen Raumes angeht, insbesondere bei der Verlegung von Leitungen oder der Ausstattung mit Kanaldeckeln.


Die Holzgeister im Olivenholz

Wie überall im Mittelmeerraum sind Olivenbäume und ihr Holz einer der prägenden Stoffe die immer wieder zu Bildern einladen. Mir hat es vor allem das knorrige Totholz immer wieder angetan, das allenorten rumliegt und in irgendwelchen Strukturen verbaut ist. Manchmal dekorativ, manchmal einfach nur als Abraum am Wegesrand. Darin kann man bis zum abwinken Holzgeister sehen und allerlei Assoziationen wirken lassen.


Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen

Das dunkelste Kapitel Albaniens hat mehrere Gedenkstätten. Die Verfolgung des eigenen Volkes durch den Staatsapparat. Albanien war eine drakonische Diktatur in der man wenig zu lachen hatte, wenn man am politischen Diskurs teilnehmen wollte. In abgeschlossenen Gebäuden, unterirdischen Bunkern oder in Gefängnissen wurden abertausende Menschen gefoltert, verhört, drangsaliert und aus der Gleichung genommen. All das arbeitet man heute auf und widmet den Opfern zahlreiche Stätten die eine Erinnerung an diese Verfolgung wach halten sollen. Die Methoden waren perfide und Verrat und Überwachung waren überall mit all ihren negativen Ausprägungen an der Tagesordnung. Zum Glück hat das Land dieses Kapitel hinter sich gelassen und blickt zuversichtlich in die Zukunft, wenn auch immer noch Probleme aus dieser Zeit mitgeschleift werden. Solche Dinge wachsen sich wohl nur über Jahrhunderte aus.
Dieses Bild wurde im "Bunk'Art 2" aufgenommen, in Tirana eine von zwei großen Gedenkstätten zu dieser Epoche. In "Bunk'Art 1" - noch weit größer - konnten wir leider nicht rein, weil die aus irgendeinem technischen Grund geschlossen hatte als wir davor angekommen waren. Diese Bunker-Anlage war eigentlich eine Zufluchtsstätte im Falle eines Nuklearangriffes für die hochrangigen Parteibonzen und wurde 2016 als Museum eröffnet.

tl;dr:
Offizielle "Bunk'Art" Seiten:

"Planet Wissen" Seite zu Konstantin:

HIstorische Provinz Illyrien und Geschichte dazu - WIKI:
 
1 Kommentar
Robert Goppelt
Robert Goppelt kommentierte
Das isr mal ein wahnsinnig schöner und interessater Bericht.
Komplinent
 
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