Bilderthema Albanien – Ansichten

MOS2000

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Albanische Steine Aller Art
Relativ erstaunt musste ich feststellen, dass wir scheinbar noch keinen Reisebericht zu Albanien haben, jedenfalls ließ mich eine kurze Suche diesbezüglich im Regen stehen. Ich habe nur ein paar vereinzelte Treffer gefunden, aber keinen wirklich aktuellen – und das, wo doch Albanien jetzt so ein Trend-Urlaubsland geworden ist. Das werde ich ändern, denn praktischerweise war ich gerade drei Wochen dort und habe Bilder mitgebracht.

Auch diesmal galt wieder die "Devise: Urlaub" – ich brauchte den auch bitter. Daher ist es keine reine Fotoreise geworden, ich habe auch Tagelang am Strand herumgelegen und nichts™ getan, dabei allenfalls die obigen Steine gesammelt. (Ge-)Steine sind in diesem Land nämlich relativ wichtig und präsent, dazu später mehr. Ich wollte sie eigentlich noch etwas besser in Szene setzen, aber es muss ja mal losgehen, sonst verzettel' ich mich wieder. Die ganze Sache wird ohnehin eine Weile dauern.

Ich weiß noch nicht genau wie viele Bilder es wohl werden, aber ich verspreche Abwechslung – ein Kessel Buntes – profan bis elaboriert – there and back again. Alles was sein -muss- ist mir egal, auch wenn es sich manchmal reinmogelt. Die meisten Bilder sollten klickbar sein und im besten Fall dann auch mehr technische Qualität liefern. Wie immer bei allen (meinen) Reiseberichten darf gerne auch fraglich, textlich und kritisch mitgereist werden, damit der Sinn des Forums sich dadurch manifestiert.
Alle Bilder mit Fuji GFX 50SII mit GF 45-100 F4 & Ricoh GR III – Technische Infos zu den Bildern bei Bedarf oder Interesse.
 
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  1. Die Philosophie von Haben & Fehlen
  2. Tiere zum essen
  3. Tiere die man nicht isst
  4. Stadt
  5. Land, Fluss (Wasser)
  6. Und sonst? Nur Steine?
Das wird so der thematische Kreis werden...ich will die Bilder ein wenig de-chronologisch verwenden, nicht so als "von da nach da und dann das". Ist ein Experiment, da ich ja immer gerne mit den Möglichkeiten der Plattform rumspiele, um was anders als vorher zu machen.

Grob unsere Route zur Orientierung (mit Mietwagen):
Wir reisten nach Start-Stopp in Tirana nach Lin am Ohridsee, dann nach Berat, darauf Strandurlaub in Saranda (Ausflug nach Gjirokastra und zum "blauen Auge") und Himare. Mit einem Zwischenstopp auf dem Land ("Sacro e Profano") ging es dann nach Norden: Shkodra, mit Ausflügen an den Komani See und in die "albanischen Alpen" rund um Theth. Zum Abschluss dann retour nach Tirana.
 
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1. Die Philosophie von Haben & Fehlen – Teil 1


Kein Empfang

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Nix Zum Sitzen

Weg Gestegt

Fangen wir slow an, mit ein paar Dingen, die in Albanien mitunter scheinbar einfach "fehlen". Das soll keine Vorurteile bedienen, ist aber oftmals symptomatisch für das Gefühl "Yeah! – Ich bin in Albanien". Sehr viele Dinge im Land scheinen in einem "noch da, aber vergessen"-Status steckengeblieben zu sein. Man wundert sich, warum das nicht weggeräumt wird, warum es gefühlt wahrscheinlich schon seit X Jahren genau so aussieht wie es aussieht? Der Aufwand es abzubauen scheint zu hoch zu sein. Allerdings könnte es auch der Fall sein, dass keiner mehr so genau weiß wem es eigentlich gehört, oder ob es nicht so ist, dass es tatsächlich niemandem je gehört hat (dazu später noch viel mehr). Also räumt es auch keiner weg...

Ich bin als Kiddie mit meinen Eltern sehr oft in Griechenland gereist, und obwohl ich da noch sehr klein war habe ich ähnliche Gefühle erlebt und mich daran erinnert – Griechenland vor 35 oder 45 Jahren, das fühlte sich ähnlich an; vor allem auch Jugoslawien, durch das man damals noch reiste. Auch der Zustand vieler Straßen ist noch so wie in meiner Erinnerung, als wir aus der Renault 16 Familienkutsche aussteigen mussten, um den letzten Kilometer zur Unterkunft ohne Unterboden-Schaden zu schaffen. Und ja, es gibt in Albanien (auch) ein massives Müllproblem, das ich in meinem Bericht aber auch nicht explizit bebildern werde.

Im Laufe der Reise wird es schon immer wieder mal um Dinge gehen, die in Albanien echt krass sein können, aber nie so dass man sich unsicher fühlt oder denkt "ich muss hier weg". Daher kommen dann auch nachfolgend ein paar Dinge die sie dort haben, und die all das Fehlen problemlos aufwiegen können. Denn das Land hat seinen Trend-Urlaubsstatus nicht umsonst in den letzten drei bis vier Jahren so stark manifestieren können. Zudem ist das Leben dort (relativ gesehen, für Deutsche) noch sehr "günstig", ein dreiwöchiger Urlaub stürzt einen nicht in ein Finanzierungsloch für die nächsten fünf Jahre.

Also alles kein Problem. Albanien ist seit einiger Zeit ein EU-Anwärter, und hat bei vielem aufgeholt. Ich denke der tatsächliche Beitritt wird nicht mehr in allzu weiter Ferne liegen. Im Grunde ist das Land auf einem Weg wie ihn auch Kroatien mal gegangen ist, und ich vermute dass es sich mittelfristig zu einem klassischen, beliebten Urlaubsland in der EU mausern wird. Mit allen Pro und Contra die dies mit sich bringt. Der Bau-Boom ist jetzt jedenfalls schon extrem spürbar, vor allem auch beim Straßennetz, das großflächig erneuert wird (manchmal mehr als einem lieb ist).
tl;dr:
Beitrittsverhandlungen Albaniens mit der Europäischen Union
 
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1. Die Philosophie von Haben & Fehlen – Teil 2


Es Ist Voller Sterne

Hat Hotels

Hat Was Gegen Mich

Hat Vollkommene Ruhe

Ich will aber auch mal beispielhaft damit beginnen, was es in Albanien alles gibt - was man da teils im Überfluss hat, positiv oder negativ.
Also abgesehen davon, dass mir das letzte Bild recht überraschend mal wieder ein Explore auf flickr beschert hat, ist tatsächlich eine der größten Überraschungen dort die Ruhe (wenn man sie sucht). Es gibt noch jede Menge Plätze an denen wirklich(!) Ruhe ist. Man kann da sitzen und sich ewig lange anschauen wie der Sonnenuntergang einen packt, die Farben sich verändern (Falls das Bild zu dunkel aussieht - hier ist der dunkle Hintergrund des Boards hilfreich) dazu was trinken, was schnabulieren und tatsächlich tief entspannen. Allerdings sehen wir im Bild sozusagen zwei Länder. Gemacht ist das Foto auf albanischem Boden, es zeigt aber das gegenüberliegende Ufer des Ohridsee, und da ist schon Nord Mazedonien.

Die Sache mit dem Mercedes im Hinterhof in Tirana – das ist kurios. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so viele Modelle dieser Baureihe gesehen. Gefühlt fahren -alle- die es davon noch gibt in Albanien rum. Überhaupt ist die Marke bei der Auto-Klientel mit Abstand am beliebtesten. Hier konnte der Stern seinen Status halten, und es werden auch reichlich allerneueste Modelle verkauft, vorwiegend in schwarz, was überhaupt gerne bei der Jugend/jüngeren Erwachsenen die angesagteste Farbe zu sein scheint. Hat meine Frau so als erstes bemerkt, die ist da sensibler als ich.

Die Hotels – das Beispiel ist keines in dem ich gewohnt habe, sondern modellhaft für die Sorte die man zu 80% findet – sind in den touristischen Orten – hier Saranda – sehr nach Schema F gebaut, klotzige Betonkästen, wenn sie moderner sind haben alle Zimmer inzwischen Klimaanlage. Das Bild wurde unter anderem gemacht, weil der Himmel so blau war, die rote Schrift so schön kontrastierte und sich überhaupt alles so messerscharf abgezeichnet hat.

Das Schild mit meinem Namen darauf sagt natürlich eigentlich nur aus, dass man den Rasen nicht betreten soll, "MOS PARKO" steht auch überall, aber meine Versuche dort zu parken, und dies mit meinem Boardnamen zu begründen wurden alle abgewiesen. Das bedeutet sowas wie "Nicht parken". Das Schild auf dem Foto findet man tatsächlich in Tirana rund um die größte Moschee ein ums andere Mal.
 
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1. Die Philosophie von Haben & Fehlen – Teil 3



Hier Gibt Es Essen Und Strom


Verkehrspoller-Fliegenpilze

Sie haben auch: Humor, Kreativität, Fortschrittsstreben.
Die Strommasten mit multiplen "Abgriffen" kennt man ja auch noch aus diversen anderen Ländern, auch noch viel krasser in Vietnam oder Thailand zum Beispiel, aber der hier festgehaltene kombiniert zum Look noch die übliche Essens-Versorgung mit Pizza und sonstigem Fast-Food. Er kombiniert sozusagen alles zur Versorgung in klassisch und modern. Byreke oder Börek, oder Byrek ist das klassische Teigfladen-Gericht, man findet es gerollt oder als Lappen, gefüllt mit Käse, Spinat, Fleisch, je nach Wunsch. Pizza und Konsorten macht wohl seit dem Ende der sozialistischen Ära einfach jeder, da es so wunderbar mediterran ist und weil ja sowieso jeder Pizza mag. In Lin am Ohridsee bekommt man Byrek als Fladen frisch von der Haustür verkauft, einfach so von Frauen die damit ein Zubrot verdienen. In belebteren Städten sind es dann Bäckereien und diverse Imbiss Betreiber die meist die gerollten Byrek anbieten.
Auf gelegentliche Strom-Ausfälle muss man in Albanien aber immer gefasst sein, meist aber sehr kurz und lokal sehr beschränkt. Meist bastelt dann mal wieder jemand am nächsten "Verteiler".

Die stilisierten Fliegenpilze sind tatsächlich eine organisierte Bemalung seitens offizieller Stellen, sie beziehen sich auf die Pilze in den "Mario" Spielen von Nintendo. Dazu gibt es später noch mehr zu erzählen, wenn ich zur Stadt-Abteilung im Speziellen komme. Da spielen einige Themen aus der Populär-Kultur eine interessante Rolle. Man findet die "Pilze" in Tirana, laut unserem Streetart-Guide hat hoher Regierungsbeamter immer Mario-Kart gespielt und daher die Poller so bemalen lassen. Man spricht über die Person wohl hinter vorgehaltener Hand: "xyz und seine Pilze..."

Was Here

Mit der neuen Offenheit hat man natürlich auch die Besucher, die sich immer und überall verewigen müssen, bloß taggen wollen oder ihre sonst wie geartete (politische) Botschaft manifestiert sehen wollen. Hier dann an einem Kulturell wichtigen Ort in Tirana, bei dem man extra ein "Loch" ins Haus gebaut hat um eine historische Ausgrabung im städtischen Raum stehen zu lassen. Die absichtlich "kahl" gelassene Botonwand nimmt dann nach und nach Farbe an. Einerseits hat das auch Charme, aber es kommt immer auf das Level an; irgendwann fängt es an schäbig auszusehen.
 
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1. Die Philosophie von Haben & Fehlen – Teil 4


Haben Die Ruhe Weg

Haben Immer Jemand Im Auto

Haben (Ge-)Steine Und Wasser

Haben Viel Wald Und Berge

Wenn das Wetter gut ist, und das war es während der gesamten Reise bis auf die letzten zwei Tage, dann haben Sie dort die Ruhe weg. Man lebt viel "auf der Straße" oder generell vor der Haustür. Viele werden das aus den südlichen Urlaubsländern kennen, warum auch drinnen rumhocken? Draußen spielt die Musik, ist das Business. Also Sofa raus und schauen was geht!

Das Straßennetz in Albanien ist teilweise so eng, baufällig oder generell ohne Kenntnis sogar gefährlich, dass man die Touristen lieber immerzu in einen (leidlich) geländegängigen Wagen packt und irgendwohin schaukelt, der Fahrer kennt die Strecke und kann die Gefahrstellen sicher umschiffen. Wir trafen ein Pärchen das eigentlich mit Wohnwagen nach Theth reisen wollte, da die Straße aber für zwei breite Fahrzeuge (fast) zu klein ist haben sie nach einem ersten Anlauf aufgegeben und sich extra nochmal einen Kleinwagen gemietet um dorthin zu fahren. Während der Fahrten ist es durchaus üblich, vor engen Kehren einfach mal zu hupen, als Signal dass da jetzt was kommt. Die Strecken sind oft nicht lang, aber sie dauern. Von Shkodra nach Theth sind es gerade mal etwas weniger als 80 km, für die man aber zwei Stunden braucht (wenn es glatt läuft).

Als kleiner Appetizer hier schon mal zwei Aufnahmen von der wirklich großartigen Natur in Albanien, das mir stärker bewaldet vorkam als zum Beispiel Griechenland oder Kroatien. Es ist insgesamt alles noch sehr "grün", und hoffentlich bleibt das auch so. Wasser, Fels und Berge/Täler prägen sehr oft die Landschaft, was wirklich malerisch ist, manchmal werden Erinnerungen wach die ich hier aber noch nicht verrate, sondern zu gegebener Zeit. Die beiden unteren Bilder sind beide beim Ausflug zum Komani See entstanden, aber ich hebe mir noch ein wenig was auf für später.
;)
 
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2. Tiere zum essen – Teil 1


Herdentrieb

Solo Für Ziege

...iege


Hier soll es um Viecher gehen, zunächst die essbaren – und um weitere Genussmittel im folgenden.
Als erster und vielleicht wichtigster Vertreter der Tierhaltung ist die Ziege zu nennen. Sie wird gerne in ganzen Herden durch die Gegend getrieben. Wenn man zu Fuß unterwegs ist riecht und hört man sie meist bevor man sie sieht. Es laufen aber auch gerne vereinzelte Exemplare rum, traben über die Straße mit einer Seelenruhe die schon ziemlich beeindruckend ist. Da vielen Privatleuten zur sozialistischen Phase Albaniens die Tierhaltung verboten war, gab es immer schon Ziegen die "versteckt" gehalten wurden, und die nach der Öffnung der Grenzen dann freigelassen wurden. So zählt die Ziege nun auch ganz normal als Wildtier zur Fauna Albaniens.

Ich bin auch einmal einer recht nahe gekommen und durfte ein Portrait nehmen, zwar während des Essens, aber es ist trotzdem recht gelungen. Das war in Himare auf dem Stadtberg mit der Altstadt und diversen Ruinen des Himara-Castle, in denen man sehr malerisch umherwandern kann. Dort ist eine seltsame Mischung aus "unbewohnt und bewohnt" anzutreffen. Wir hatten das schweißtreibende Abenteuer des Fußmarsches nach oben gewählt.

Wenn die Ziegen getrieben werden, dann sind sie immer schnell unterwegs. Das Bild mit der flüchtenden Ziege ist auf dem Land gemacht worden, als wir einen Zwischenstopp in einem Agricultura machten. Zwar eigentlich Quark, aber fotografisch hat es irgendwie eine Dynamik und Anmutung die ich mag, ich kann nicht genau sagen warum. Habe das Bild jedenfalls irgendwie lieb gewonnen, weil es so anders ist.

Lebensmitteltechnisch macht man von und mit der Ziege alles was man so kennt - Fleisch, Milch, Käse, Yoghurt...es gibt quasi jedes Milchprodukt auch als Ziegen-Version. Leider sind wir absolut keine "Ziegen-Aroma" Fans, daher kann ich zur Qualität der Produkte leider nichts sagen, vermute aber das entsprechende Genießer hier voll auf ihre Kosten kommen. Die Ziege gibt vielen Menschen in Albanien Arbeit und Auskommen, ohne sie wäre die problematisch hohe Arbeitslosigkeit sicher noch dramatischer.
 
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2. Tiere zum essen – Teil 2


The Rasterchicken

Ohne The Rasterchicken

Grasrein

Brubaker Und Timotei

100% Timotei
Nach den Ziegen sind wir bei Hühnern & Schafen.
Da ist die Ausbeute eher spärlich, nicht so sehr weil es da deutlich weniger gibt - für mich sind speziell Hühner weniger fotogen, allerdings begab sich obiges einfach direkt in mein Bild, welches ich eigentlich machen wollte. Ein recht strenges Motiv das hauptsächlich von Schatten und Kontrast leben sollte, von einer Diagonalen und davon, dass man den Fußballplatz eigentlich zuerst gar nicht wahrnimmt. Als das Huhn ins Bild kam hat es den Fokus des Bildes komplett verschoben. Sogar die eigentlich geplante s/w-Umsetzung musste dran glauben. Zur Dokumentation das Motiv noch ohne Huhn und in s/w anbei.

Die Schafe... Nun ja, sie gucken immer ein bisschen treudoof, sind je nach wolligkeit mal mehr oder weniger elegant, jedenfalls haben sie weniger Charakter als die Ziegen. Dafür riechen sie wesentlich angenehmer und alle Käsesorten aus Ihrer Milch schmecken uns ganz bedeutend besser. Ersteres ist ein Paradebeispiel fürs treudoof schauen. Die anderen beiden waren gar nicht auf der Weide unterwegs sondern standen plötzlich in einer Einfahrt. Wir erstarrten alle drei als unsere Blicke sich begegneten. Dann flüsterte Sie ihm irgendwas ins Ohr, ich legte an und konnte gerade noch auslösen bevor die beiden mit einem völlig irren Satz wieder irgendwo auf dem Gelände verschwanden. Ich meinte fast ein irres kichern hören zu können. Die ganze Szene dauerte keine drei Sekunden. Ebenfalls zur Doku mal ein 100% Crop von Timotei, weil es mal schnell gehen musste und der so langsame Autofokus ja bei der Fuji immer alles völlig verhunzt.

Der große Vorteil der Schafe und Hühner (aus meiner Perspektive, sie sehen das wahrscheinlich anders): Sie schmecken viel besser als die Ziegen. Huhn, Lamm, Schafskäse usw... all das sind in Albanien quasi "Grundnahrungsmittel". Ein Bauernsalat nach griechischer Art mit einem schönen Stück Schafskäse ... eine Delikatesse in der ich mich zur Ruhe betten könnte.
 
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2. ... zum essen – Teil 3


Knofi

Zwibli1

Zwibli2

Stopf Das...

... Da Rein

Ein kleiner Ausflug zu den Dingen die man zu den Tieren dazu genießen kann, oder danach.
Wir schauten in Tirana auf einem Markt vorbei, der war weit weniger spektakulär als wir das so in anderen Ländern erlebt haben. Basic Gemüse, Gewürze, ein bisschen Obst und diverser Touri-Kram. Töpfereikrempel, Öl, Honig, eingelegtes Gemüse usw... so richtig viel war auch nicht los.
Irgendwie ist es ja nice, dass beim Knoblauch direkt eine Zeitung mit irgendwas zu Trump darunterliegt.

Dass Tabak "offen" verkauft wird hatte ich allerdings schon länger nicht mehr gesehen, also wirklich ganz offen, ohne jede Abdeckung, was nach meinem Dafürhalten eigentlich für schnelle Austrocknung sorgen müsste. Es gab aber ganz viele Stände damit, denn die Albaner rauchen gerne und viel. Dazu passend reihen sich dann die Tabakpfeifen auf den Auslagen nebeneinander, die stecken dann meist bei älteren Herren im Mundwinkel.

Alle Waren wurden nach unseren Maßstäben sehr preiswert offeriert, ich schätze dass man sich in Albanien noch recht günstig auf den Wochenmärkten versorgen kann, bei uns hat sich das ja eher gedreht und die Märkte mit frischem Gemüse aus der Gegend sind eher eine kostspielige Angelegenheit geworden. Man kann mit den Händlern dort gerne und viel verhandeln, überall ist noch Luft drin.

Alle Bilder hier übrigens mit der Ricoh GR III, da ich an diesem Tag die Fuji nicht dabei hatte. Es hat nämlich ziemlich geregnet und das Licht war eher gräulich/schummerig. Alle Bilder bei ISO 800. Dafür bin ich mit dem "Pop" der Bilder recht zufrieden.Wir hatten aber nur an den 2 Abschlusstagen in Tirana überhaupt Regen.
 
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3. Tiere die man nicht isst – Hunde 1 - Inaktiv


Street-Dog

Gas-Dog

Bank-Dog

Bank-Dog 100 – Impftag

Wer oben noch die Fische vermisst – die waren so lecker, dass ich es meist versäumt habe sie zu fotografieren...
Kommen wir nun zu den Tieren, die emotional so nah an uns herangerückt sind, dass man sie im Wesentlichen kaum noch isst. Hunde und Katzen. Wir starten mit ersteren.

Hunde lassen sich einteilen in "aktive" und "inaktive" Phänotypen. Ihr Genotyp dagegen scheint nur bedingt etwas damit zu tun zu haben. Fast alle sind "Kinder der Liebe" und zeigen Merkmale verschiedenster Rassen, besonders oft in Richtung Schäferhund, Terrier oder Golden Retriever/Labrador. Wir beginnen mit den "inaktiven". Diese definieren sich vor allem dadurch, dass sie irgendwo herumliegen, gar nichts tun außer herumliegen. Das kann ein Bürgersteig sein, eine Verkehrsinsel oder auch schon mal die Straße selbst. Dabei haben sie die Ruhe weg, selbst wenn Autoreifen milimeternah an ihnen vorbeirollen bleiben sie einfach liegen.

Man findet sie überall, vor Geschäften, vor Kirchen, vor Moscheen, Tankstellen (s. o.), in Parks, an Stränden, bei Landwirten und auf Wanderungen im Nirgendwo. Inzwischen haben die städtischen Straßentiere ein besseres Standing. Früher wurden sie wohl noch mehr getreten und gegängelt. Inzwischen gibt es sogar ein offizielles Impfprogramm für Straßenhunde, wie man im Ohr des Bank-Dogs erkennen kann. Das ist ein mega Fortschritt, und die jüngere Generation in Albanien sorgt wohl dafür dass sich die Haltung zu den Tieren auch dauerhaft zum Positiven dreht. Im Gegensatz zu den noch folgenden Katzen sind die Hunde oft erstaunlich groß und recht wohlgenährt, treten gerne mal in kleineren Rudeln auf und ich habe keinen gefunden der aggressiv gegenüber Menschen gewesen wäre.

Nur wenn es sich um Hunde handelt die mit Menschen zusammen auf Gehöften oder in Häusern leben, dann kläffen die gerne wenn man vorbeiläuft, was wahrscheinlich auch Ihr Job ist. Durch das bellen eines einzelnen fühlen sich meist die drei nächsten in der Siedlung auch angesprochen und in nullkommanichts hat man ein feines Gebell-Konzert ausgelöst, was sich dann durch das ganze Viertel fortpflanzt, so lange bis überall die Besitzer die Faxen dicke haben, und ein gemeinschaftliches, sich ebenfalls fortpflanzendes, anraunzen auf albanisch die Vierbeiner wieder zum verstummen bringt.

Alle drei Bilder oben sind aus Shkodra, allen abgebildeten Hunden geht es prima, das Wetter war perfekt und die Touri-Massen schon wieder daheim. Am wohlsten fühlen die sich wenn sie ihre Ruhe haben, im Gegensatz zu den "aktiven"...
 
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3. Tiere die man nicht isst – Hunde 2 - Aktiv


Shop-Dog

Wander-Dog

Mauer-Dog

... und die befinden sich dann auf ihren vier Pfoten und suchen aktiv Konatakt mit dir.
Ersterer gehörte eine Sekunde zuvor noch zur "inaktiven" Gruppe. Als ich in die Knie ging um ihn zu fotografieren war er schon aufgestanden und in froher Stimmung auf dem Weg zu mir...muss ja was geben, wenn mich da einer mit so 'nem Kasten anvisiert.

Der Goldie-Artige hat sich in den albanischen Alpen mal kurzerhand für ein drittel des Tages unserer Wanderung angeschlossen. Von Theth aus hatte er Lust dabei zu sein und ist mit uns bis zum ersten Stopp am Wasserfall mitgelaufen. dabei hat er nie gebettelt oder irgendwas in der Richtung getan, er wollte einfach mal 5 km lang mitkommen, wie eine Gassi-Runde. Unseren Guide kannte er wohl auch schon, weil der die Tour öfter macht. Als wir dann angekommen waren schien er höchst entspannt den Stopp zu genießen.

Der Brocken auf der Mauer ist einer von den typischen Kläffern. Als wir vorbeigelaufen sind musste er nonstop kläffen, aber wenn wir stehenbleiben und zu ihm hochschauen, dann war er ganz interessiert und hat mit dem ganzen Heck gewedelt. Der hatte auch noch einen Kumpel der kurz darauf ebenfalls angelaufen kam und ebenfalls schauen musste was geht.

Mit Hunden muss man sich beschäftigen in Albanien, hat man da Panik == kein gutes Urlaubsland! Die Straßenhunde sind auch schonmal derbe dreckig oder sehen hart abgerockt aus, man kann nicht allen nonstop Liebe schenken, weil man dann keinen Urlaub mehr macht sondern zum Hunde-Streetworker wird. Es bleibt die Hoffnung, dass sich in denn kommenden Jahren vieles für die Tiere weiter verbessert. All das was für die Hunde gilt, gilt in weiten Teilen auch für die...
 
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3. Tiere die man nicht isst – Katzen 1


Car-Cat

Pair-Cat

Tarn-Cat


... Katzen.
Allerdings sind die Katzen in Albanien wesentlich "vorsichTIGER".
Im Gegensatz zu den Hunden sind fast alle Modelle eher sehr klein, quite scheu und in Summe wesentlich besser "in Schuss" (Ausnahmen bestätigen die Regel). Mit ihnen gemein haben sie das nahezu stoische "irgendwo rumliegen". Sei es unter Autos, auf Autos, Wiesen, Stühlen, Bänken usw... Eine Katze passt oft noch an eine Stelle wo die großen Hunde nicht passen würden.

Außerdem sind sie in fast -jedem- Restaurant Deine Begleitung. Warten mit viel Geduld dass was abfällt. Das Katzenelend in Albanien ist groß, junge Katzen auf der Straße kann man kaum alle kastrieren, und so gibt es überall ganz junge Kätzchen die selbst schon wieder Mutter geworden sind. Zweites Bild ist da ein typisches Beispiel. Die Mama-Katze mit Aufpasser-Blick hat einen Wurf von vier Kätzchen zu verwalten. Das ist auch die klassischste Farbvariante, eher viel weiß mit ein paar Tabby-Flecken. Speziell die langhaarigen Modelle haben wir so gut wie gar nicht gesehen. EU-Kurzhaar hat sich sehr dominant durchgesetzt. Bei den männlichen Katzen ist das Modell "Orange getigert" reichlich unterwegs.

Die unscharfe Variante hat für mich einen besonderen Charme, daher ist das Bild in der Auswahl gelandet. Ich mag total wie sich der Look ändert wenn man weiter weg steht – oder eben ganz nah dran ist.

Hat man ein Problem/eine Allergie mit Katzen == kein gutes Urlaubsland!
Wie die Hunde tauchen sie gerne in Gang-Form auf, insbesondere rund um die offen auf der Straße abgestellten Müll-Container, dabei dürfen dann zwei oder drei tauchen gehen und zwei passen draußen auf; dass viele in der Gang miteinander verwandt sind darf angenommen werden. Nicht alle sind distanziert, man kann mitunter auch nah ran...dazu gleich mehr.
 
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3. Tiere die man nicht isst – Katzen 2


Auf-Car-Cat

Hinter-Gitter-Cat

Hinter-Gitter-Cat 100

The-Black-Cat

Erstes Modell an das ich nah ran durfte hatte sich kurz zuvor ein junges, unerfahrenes Auto gefangen und musste sich nun, nach der anstrengenden Jagd, erst mal auf der Beute ausruhen. Das war unsere offizielle Unterkunftskatze in Berat. Ebenfalls zu Gast ein englisches Paar, bei dem die Frau immer hysterisch von Ihrer Katzenallergie brüllte, sobald nur eine zu sehen war. Anstrengend, weil in Albanien eigentlich immerzu irgendwo eine Katze zu sehen ist. Ich glaube die hatte den ganzen Urlaub lang keinen Spaß.

Die zweite Aufnahme zeigt eine junge Katze hinter einem Gittertor, einige der Gitterelemente ragen dabei ins Bild, was der Aufnahme zusätzlichen Kontrast verleiht, fast so eine Art Vignette. Man kann das Tor schön im 100%-Augen-Ausschnitt erkennen. Dieser zur Doku nochmal anbei. Die war zuerst etwas reserviert, aber als das Eis gebrochen war hätte ich sie am liebsten direkt in die Fototasche gepackt. Zum Glück hat sie dann einen Spiele-Kumpel getroffen und war abgelenkt. Das war mit bei den ersten Fotos, in Lin am Ohridsee.

Drittes Foto ist genau eine der Müllcontainer-Aufpasser-Katzen. Völlig schwarze sind gar nicht so häufig dort zu sehen. Rechts steht eigentlich eine große Mülltonne, die ich gerade so aus dem Bild gelassen habe, und in der die Gang auf Such-Kommando war. Von der Mauer aus werde ich taxiert ob ich störe oder harmlos bin. Das war am Fuße der Erhebung auf der die Festungsruine in Shkodra steht.
 
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Ich war faul, aber es soll weitergehen, wir wenden uns den Städten Albaniens zu...

4. Stadt – Berat


Beratstart - unten

Beratstart - halbhoch

Aussicht01

Aussicht02

Aussicht03

Ura e Varur - Tag

Ura e Varur - Nacht

Ura e Goricës

Beratnight

Bevor ich hier auf Berat direkt eingehe, vielleicht ein paar Fakten zu Städten in Albanien allgemein.
Sie sind natürlich von der Größe her kaum vergleichbar mit Metropolen in anderen Gefilden, selbst die Hauptstadt Tirana ist keine Millionenstadt, sondern bleibt mit ~ 650.000 Einwohnern in der gesamten Metropolregion noch hinter einer Stadt wie Frankfurt am Main zurück. Das Land ist aber auch nicht groß, gerade mal ein wenig größer als Bayern und im Vergleich mit D ~12 mal kleiner.

Was die Städte dafür sehr reichlich haben, ist eine bewegte Geschichte und die Inbesitznahme durch verschiedenste Kulturen – weshalb religiöse und kulturelle Unterschiede im Land sehr breit gefächert sind – und diese schaffen es (jetzt) sogar weitestgehend friedlich zusammenzuleben. Fast alle Städte waren im Laufe der Geschichte schon mehrfach sowohl dem europäischen Raum unterworfen als auch dem muslimischen. Ost und West sind immerzu über das Land hinweggefegt und haben Spuren hinterlassen – Spuren, die nicht so einfach wieder verschwinden. Ganz unterschiedliche politische Systeme wurden den Menschen regelmäßig aufgezwungen, und vielleicht hat das auch dazu beigetragen, dass die Albaner insgesamt recht schwer festzulegen sind und sich selbst entweder nun als sehr frei sehen oder eben doch noch in einer alten Tradition feststecken.

Berat trägt den Spitznamen "Stadt der 1000 Fenster", was als Name sofort klar wird, wenn man am Ufer des Flusses Osum entlang schlendert. Drei Stadtteile wurden allesamt im gleichen osmanischen Stil errichtet und haben besonders viele Fenster, die alle in die gleiche Richtung zeigen. Die Stadt "schaut einen förmlich an". Der moderne, neubauliche Stadtteil erstreckt sich dann weiter raus in die Ebene, die Altstadt von Berat (Bild 2 -4) wurde 2008 offiziell Weltkulturerbe und in den alten Teilen der Stadt dürfen auch keine Neubauten errichtet werden.
Hier hat das kulturelle Zusammenleben von christlichen, muslimischen und jüdischen Strömungen eine besonders starke Tradition. Zur Zeit der nationalsozialistischen Besetzung 1943 konnte die jüdische Gemeinde Berats komplett überleben, weil sie von den Nachbarn als “Familienmitglieder” aufgenommen wurden. Sonst ist die Geschichte der Stadt ein hin und her aus verschiedenen Epochen, zu viel, um es hier mal kurz zusammenzufassen – der unten verlinkte Wiki-Artikel ist bei Interesse die richtige Anlaufstelle.

Für Berat gilt – wie für fast alle albanischen Städte – es gibt eine hoch gelegene Burg-/Schlossanlage, der dann die Stadt zu Füßen liegt. Ganz schön “mittelalterlich”. Von dort oben – im ersten Bild ist einer der Aussichtspunkt ganz oben links zu sehen – hat man einen fantastischen Blick über die ganze Stadt und in alle Himmelsrichtungen, allerdings muss man sich ziemlich hochquälen, denn da das alles “Altstadt” ist sind die Straßen (oft sehr) eng und Parkraum knapp. Wer wie wir zu Fuß hoch wackelt, sollte sich im Klaren sein, dass man, oben angekommen, erstmal nass geschwitzt und halb tot ist. Ohne Kameraequipment und mit 20 bis 30 Jahren weniger auf der Uhr klappt das natürlich viel besser. Aber wir hatten so Bock auf laufen, das Wetter war so gut und oben gibt es ja gekühlte Getränke und Nahrhaftes zur Regeneration.

Über den Fluss Osum gehen zwei wichtige Brücken, die Steinerne hat ihre eigene, bewegte Geschichte und war in mittelalterlichen Zeiten der einzige Weg über das Wasser, dementsprechend wichtig für Handel und Transport, Sie ist ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, inzwischen aber modernisiert und nicht mehr in der ursprünglichen Version.

Berat ist Ausgangspunkt für viele weitere Aktivitäten und Touren, wenn man das möchte. Auch zur noch folgenden Osumi-Schlucht. Im modernen Teil ist es eine “normale und wuselige” Stadt mit allen Annehmlichkeiten vom Weinfest über FuZo bis zu allen Stufen der Gastronomie und Unterkunft. Berat und die weitere Umgebung ist eine der wenigen Regionen in Albanien, die ein aktives Wachstum verzeichnen.

Etwas uneins war ich mir wohl mit dem Weißabgleich für die Ansichten der Altstadt, das fällt mir jetzt aber stärker auf, wo die Bilder hier so sortiert untereinander stehen, kann auch sein dass ich verschiedene Filmsimus genutzt habe. Mit den Nachtbildern (eigentlich die ersten, richtigen mit der Fuji) bin ich sogar sehr zufrieden, ein Stativ hatte ich nicht dabei, die Kamera lag dabei einfach auf der Umrandung des Aussichtspunktes.
:D

tl;dr:
WIKI zu Berat
WIKI zum Fluss Osum
Berat auf Maps - Aussichtsplattform auf der Burg
 
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4. Stadt – Städtemix unterwegs


Lin am Ohridsee

Theth

Himare 1

Himare 2

Shkodra 1

Shkodra 2

Weitere Städte und Städtchen auf der Reise will ich in einem Post zusammenfassen, da sie sich eher gleichen und nicht alle für einen Einzelbeitrag taugen. Dafür findet man bestimmte Dinge immer wieder, seien es die Roller, seien es Marken oder eine Bildsprache. Es geht mehr um die Stimmung als tatsächlich um identifizierbare Orte.

Wir mäandern hier durch Lin am Ohridsee, wo man buchstäblich bis ans Wasser und teils darüber hinaus baut. Durch Theth in den albanischen Alpen, mit seiner markanten Holz-Kirche, die ich mal etwas anders als allgemein üblich fotografiert habe. Den Strandort Himare und die Stadt Shkodra. Letzteres hat in etwa die Größe von Berat, und man kann in der Totalen sehen wie sehr sich diese Städte architektonisch doch gleichen.

Wer aussteigen will, und ein Land sucht in dem das Wetter überwiegend ganz gut ist, das Leben als solches noch recht günstig, das wahrscheinlich bald zur EU gehören könnte und das viele "Gelegenheiten" bietet, sei es räumlich sowie für kreative Ideen, der könnte in Albanien eine Interessante Alternative finden. Kroatien hat ja eine ähnliche Phase hinter sich. Inwieweit man sich mit lokaler Korruption, Bürokratie oder Eigenheiten rumplagen muss kann ich natürlich nicht sagen, aber das Land steht jedenfalls viel besser da als zum Beispiel Kuba, wo man stets den Mangel deutlich spürte. In Albanien fühlt sich alles nur ein wenig rustikaler an, aber es gibt in der Regel auch das zu essen was auf der Karte versprochen wird.

Ein Problem ist wohl speziell bei Bauprojekten, dass ganz viele Neubauten irgendwie und ruckzuck ohne wirklich Genehmigungen hochgezogen wurden, oft bauliche Vorgaben gar nicht erfüllen und daher dem Abriss entgegensehen, sollte man sie irgendwann mal rechtlich prüfen. Diejenigen die zu spät dran waren sind die mit den "Gerippen", die gerne und reichlich rumstehen. Zu einem drittel fertige Gebäude, bei denen dann der Bau plötzlich eingestellt werden musste, weil entweder Genehmigungen fehlten oder irgendwelche territorialen/familiären Regelungen griffen, die in der Folgezeit der sozialistischen Herrschaft wohl ein einziges Chaos waren. Zu viele hatten Ansprüche auf irgendwas, was ihnen zuvor genommen worden war, eine richtige Regulierung konnte nicht etabliert werden.

Trotzdem hat das herumlaufen in diesen Städten seinen Reiz, weil eben doch noch so vieles anders als bei uns ist, weil es Katzen und Hunde gibt (s. o.) und eben das Wetter zur positiven Grundstimmung beiträgt. Ich hatte im ganzen Urlaub nie das Gefühl in eine No-Go Area gelaufen zu sein, fühlte mich nie beäugt oder bedrängt. Im letzten Städte-Teil wird es dann noch um Tirana gehen, denn die Hauptstadt ist wirklich für Albanien ein Ort der "Superlative" und bietet ganz viel was man sonst nirgendwo in Albanien findet..
 
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4. Stadt – Tirana


Tirana - Downtown One


Tirana - Tirana’s Rock


Tirana - Mode


Tirana - Albanien Mosaik am Skanderberg Platz


Tirana - Modern Ride


Ich habe den Bericht über Albanien schleifen lassen und gelobe Besserung. Schließlich fehlen die visuellen Highlights der Reise ja noch.

Ich habe mit den Bildern aus Tirana recht lange gekämpft, besonders weil uns das Wetter nicht hold war. Zum Abschluss der Reise (nicht aber des Reiseberichts) erlebten wir nochmal recht kühles und regnerisches Wetter, das die Bearbeitungen recht aufwändig macht, um trotzdem noch etwas visuell befriedigendes herauszukitzeln. Aber es soll weitergehen...vielleicht beende ich ja auch nochmal den Bericht zu Irland von vor 13 Jahren ;)

Tirana ist ->DAS<- Zentrum Albaniens, alle (Albaner*innen) wollen hierher, die Kultur findet hier statt, die Architektur, die Mode und die Geschicke des Landes werden hier beschlossen und geleitet. Tirana wächst rasant (Großraum inzwischen ~600.000 Einwohner) und baut dabei ziemlich viele schräge Häuser, genauer gesagt gibt es wohl einen Wettbewerb um das kreativste Hochhaus, das zukünftig die Silhouette der Stadt prägen soll. Außer Ruhm und Ehre gibt es allerdings nichts zu gewinnen, aber da die Stadt (noch nicht) im Herzen Europas liegt und kurze Wege nach Italien, Bulgarien, Griechenland und die Türkei bietet, ist sie interessant für Investoren und tendenziell ein wichtiges Drehkreuz.

Deutsche, Schweizer, Niederländer und viele weitere Nationen bauen an der Stadt mit. Die Gestalt der Stadt spiegelt osmanische, faschistische und russische Zeiten in allen möglichen Schattierungen wider, konzentriert diese Geschichte in vielen Museen, Kirchen und in den Gebäuden selbst. Wirtschaftlich befindet sich hier ebenfalls das Zentrum, weshalb die Albaner*innen ebenso wie bei uns in die Stadt kommen um dort ein Auskommen zu finden. In den letzten Jahren vermehrt auch in der Tourismusbranche.

Der Verkehr ist ein Problem in Tirana, weshalb wir unseren Mietwagen zuvor schon abgegeben hatten, mit Öffis kommt man gut durch, nebenbei für fast kein Geld. Alle, die wir über unsere Reiseroute informiert hatten, rieten uns ab in Tirana selbst zu fahren. Wenn der Verkehr in Albanien selbst schon reichlich chaotisch ist, dann erreicht er in Tirana einen Unwahrscheinlichkeitsfaktor der zu seltsamen Effekten führen kann. Daher kein Risiko eingehen.

Tirana bietet auch eine eigene Street-Art Szene mit besonderen Motiven auf die ich im Folgenden noch eingehen will; dazu haben wir eine extra Führung mit einem jungen Albaner gemacht der viele Hintergründe zu den Werken geliefert hat - übrigens kostenlos (Gespendet werden darf...) :D

tl;dr:
Wikipedia

Hier gibt es Informationen zu den Hochhaus-Projekten wie Downtown One, Eyes of Tirana/Tiranas Rock und weiteren. Sehr interessante Lektüre mit Links zu den Insta-Seiten der Häuser:

WIKI-Info zum Mosaik "Albanien" an Historischen Nationalmuseum:
 
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4. Stadt – Tirana Street<>Art


Im Gegensatz zu anderen Albanischen Städten findet sich in Tirana Streetart und öffentliche Kunst die durchaus ansprechend ist. Überall beschränkt sich das sonst auf meist krakelige Tags und Sticker-Verschandelung. Wir sind mit einem Guide und sehr kleiner Gruppe in Tirana zu diversen Spots gelaufen. Dabei gab es sehr viel Hintergrund-Info und wir waren auch in ein paar Ecken in die wir wohl sonst nicht gekommen wären. Die weiter oben gezeigten "Fliegenpilz-Poller" gehören auch schon zu diesem Streetart-Thema.

Verkehrsschildkunst

Besonders gerne spielt jemand in Tirana mit den Verkehrsschildern herum, da gibt es eine ganze Menge an denen manipuliert wurde. Zunächst wurde das wohl immer noch entfernt, aber irgendwann haben die Autoritäten aufgegeben und die Schilder so gelassen – im Bonus-Part vielleicht noch ein paar mehr davon.


Mural 01

Viele der Werke haben mit dem Ende der kommunistischen Herrschaft zu tun, mit der Befreiung und der Hoffnung die nach dem Ende dieser historischen Epoche überall im Land begann. Dabei wurden in den Murals viele Motive angelegt die entweder sehr nachdenklich und Systemkritisch waren, oder die sich explizit mit westlichen Motiven wie Coca-Cola beschäftigt haben.


Chuck?

Wenn nicht Cola, dann eben Schuhe. Chuck Taylor hat auch hier seinen Einzug gehalten.


Cloud Pavillon

Der Cloud Pavillon ist ein begehbares Kunstwerk aus einem Gerüst das mit sehr vielen, milchig transparenten Kunststoff-Elementen verkleidet wurde. Runde Scheiben in allen möglichen Größen bilden eine "Wolke". Inzwischen könnte der Pavillon mal wieder eine Pflege-Einheit gebrauchen.


Mural 02

Hier noch eines der Werke bei dem es tatsächlich auf die genauen Details ankommt, auf die Bilder die im Regal stehen, auf die Buchtitel die vielleicht zuvor verboten waren. Das Motiv ist für die Identität der Stadt relevant.


Kafka

Diese ziemlich krasse Skulptur findet sich ebenfalls in einem Glaskäfig im öffentlichen Raum. Sie passt zum stets etwas morbiden Charme der Stadt. Ein paar Kippen haben sich schon gelöst, aber dafür dass sie wohl schon seit 2009 dort steht ist sie noch ganz gut in Schuss. Sie wurde weder verstickert noch beschmiert.


tl;dr:
Die Streetart-Tour ist übrigens völlig kostenfrei:

PDF zum "Cloud Pavillon":
chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://tirana.al/uploads/2019/1/20190111141849_l19-the-cloud-art-pavilion-at-national-gallery-gardens.pdf
 
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5. Land, Fluss (Wasser)


So langsam nähren wir uns dem Ende des Albanien-Berichtes...ich will noch ein paar Eindrücke aus dem Land als solches Posten, denn es ist sehr schön, als Finale gibt es noch die Albanischen Alpen...und die waren dann auch der Höhepunkt, sowohl rein in Höhenmetern als auch visuell.

Partia Socialiste

Dry

Bunker

Die Sozialistische Partei mit dem Führer Enver Hoxha (bis 1985) hat das Land fast ruiniert, es war eine Diktatur die fast 50 Jahre lang das Leben bestimmte. Westliche Einflüsse wurden radikal verfolgt, Spionage, Misstrauen und Kontrolle nahmen immer mehr zu. Folter und ein rigide arbeitender Überwachungsstaat ließen jedes Streben nach Fortschritt verkümmern und die Gesellschaft litt unter einer schlechten Zentralverwaltungswirtschaft. 1991 gab es dann erstmals freie Wahlen, aber die Ergebnisse waren noch bis in ins Jahr 2009 immer Grund für Vorwürfe, Wahlfälschung warfen sich alle gegenseitig vor. Erst 2013 gab es Wahlen die ohne größere Probleme über die Bühne gingen. Seit den 90ern ist das Land im stetigen Aufbruch, die großen Fortschritte kamen mit dem Jahr 2000.

Die Sache mit den Beton-Bunkern begegnet einem überall in Albanien, teilweise sogar in den Städten. Die Dinger sind fast sowas wie der "Designklassiker" des Landes. Albanien hatte sich abgeschottet, man fürchtete eine Invasion/Besetzung von Italien oder Griechenland her, und baute daher überall diese Bunker um eine ständige Warn- und Verteidigungsbereitschaft aufrecht zu erhalten. Heute verfallen die Bunker, dienen als Müllabladeplatz, Notdurft-Ecke oder Jugendtreff, viele sind auch schon überwuchert und vergessen. Sie alle zurückzubauen ist fast unmöglich.

Dornig

In Albanien wurde viel Wald gerodet, zurück blieben verkarstete Flächen und kaum richtiger Baumbestand. Diese karge und steinige Umgebung prägt vielerorts das Bild, erst 2016 wurde rigoros umgedacht und ein weitreichendes Verbot bei der Rodung von Wald erlassen. Die Tierwelt in Albanien hatte ebenfalls keinen leichten Stand, und ab 2014 wurden Jagdverbote ausgesprochen die sich positiv bemerkbar machen. Diese Regelungen wurden alle nach deutlichen Erfolgen ausgeweitet und sind alle noch immer aktiv.

Camping Fish Restaurant Korça

Kiço Meniko Himarë

Wo sich die Natur erholen konnte finden sich ganz zauberhafte Flecken, hier einmal am Ohridsee (Achtung: der Wirt im Fish Restaurant Korça ist ein Schlitzohr was die Bestellung und Abrechnung angeht, aber wenn man das weiß kann man es genießen...Grillgerichte sind superlecker!) und einmal in einer Bucht nahe Himare. Dort herrscht dann wirklich dieses mediterrane Urlaubs-Flair mit Ruhe, gutem Essen, lustigen Getränken und einer durchweg lockeren Stimmung. Man setzt sich dort hin und lässt einfach nur die Seele baumeln (und macht das ein oder andere Foto).


tl;dr:
Die Bunker haben ihren eigenen WIKI Artikel:
 
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5. Land, Fluss (Wasser) - Kukësi Resort Aldo


Einem besonderen Platz möchte ich noch eine eigene Bilderreihe widmen, dem Kukësi Resort Aldo am Ohridsee.
Dabei handelt es sich um eine sehr große Hotelanlage am "Ende" einer Straße, die in den sozialistischen Hochzeiten wohl ein Ziel für die Parteibonzen war, um ungestört Gelage und Schulterklopferei zu feiern. Inzwischen ist die Anlage sehr sanierungsbedürftig, allerdings immer noch in Betrieb. Es ist sehr spaßig die Kritiken auf Google zu lesen - s. u..

Wenn man dort ankommt wähnt man sich fast wie an einem Lost Place, zu der späten Jahreszeit war dort absolut nichts mehr los. Am malerischen Seeufer standen vielleicht drei oder vier Camper irgendwo rum, und die aufwendigen Bauten des Hotels wirkten fast wie aus einem Horrorfilm. Auf dem Ausleger konnte man wohl mal extrem romantisch im Abendlicht dinieren, jetzt hat man Angst ihn zu betreten. Der Kiesstrand ist recht ungepflegt und die Tische. Stühle und Liegen haben allesamt deutlich(!) bessere Zeiten gesehen.

Wer 10 Millionen EUR hat sollte da seine Investition machen, und den alten Glanz zurückholen. Wenn das gepflegt wird, dann wäre es sicher in trendiger Hotspot im albanischen Tourismus, die Lage ist traumhaft, unverbaubar und richtig ruhig. Das oben erwähnte Fischrestaurant Korça ist ein paar Meter weiter am Ufer des Sees, da ist definitiv die bessere Option für eine Einkehr.

Kukësi Resort Aldo - 0100

Wenn man nicht die Straße nimmt bekommt man sehr romantische Ausblicke auf den Ohridsee. Hier von Lin her kommend. Um die Landzunge muss man noch rum. Drüben am anderen Ufer ist schon Nord-Mazedonien, die Grenze verläuft genau durch den See.



Kukësi Resort Aldo - 0200

Dann liegt das Hotel irgendwann am Ufer. Von weitem sieht es eigentlich noch ziemlich normal aus.


Kukësi Resort Aldo - 0300

Der alte Anleger ist nur noch für die Kormorane interessant. Betreten wohl eher lebensgefährlich.


Kukësi Resort Aldo - 0400

Das ist der Ausleger den man schon von weitem sieht. Dort wurde früher getanzt und gefeiert...


Kukësi Resort Aldo - 0500
Kukësi Resort Aldo - 0600

... Heute ist der Zustand "quasi nicht mehr in Betrieb", obschon man sich wohl noch mit einem Bierchen hinsetzen könnte.
Die b/w version weil ich mit dem Bild soviel rumgespielt habe und nicht entscheiden konnte, welche Stimmung mir besser gefällt.
:)

Weitere Details der Anlage habe ich nicht, die ist einfach nur recht hässlich, alt und sehr abgerockt. Das Restaurant ist noch in Betrieb, und Zimmer könnte man auch buchen, aber da muss man schon recht leidensfähig sein was Service, Hygiene und Standards angeht. Manche Rezensionen scheinen aber auch genau diesen Charme zu goutieren. Im See könnte man jedenfalls bestens schwimmen, der ist blitzsauber, und seine Ruhe hat man dort definitiv. Wer die Ecke zum Camping in Betracht zieht findet 500m weiter die Anlage "Camping Erlin", die bietet die gleichen Ausblicke und Qualitäten, ist aber gepflegter und sicher die bessere Option (wenn man Campingplätze mag).


tl;dr:
Auf Maps:
 
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5. Land, Fluss (Wasser) - Landschaften in Albanien


So, vorletztes Kapitel der Haupt-Bilderreihe - da Albanien grandiose Landschaften und Natur zu bieten hat belästige ich Euch jetzt mit ein paar generellen Mood-Shots aus allen möglichen Ecken des Landes. Das Licht war immer prima. Wolken waren immer fein verteilt und ließen genug sichtbar werden um die Aufnahmen am Ende nicht zu platt wirken zu lassen.

Shkodra - Weitblick
Aussicht von der Burganlage bei Shkodra ins weite Land. Die Stadt ist der Ausgangspunkt für all die Touren in die Albanischen Alpen.

Alte Olivenbäume
Das platte Land ist mit Olivenbäumen reichlich bestückt. Sehr schöne knorrige Varianten, hier auf einem Agricultura wo wir bei einer längeren Fahrt eine Zwischenstation eingelegt hatten. Da kommt sofort Griechenland- oder Italien-Stimmung auf.

Komani See
Albanischer Tourismus-Klassiker, der Trip auf dem Komani See. Herrliche Felslandschaften. Erfrischende Temperaturen. Am Ziel angekommen verbringt man drei Stunden an einem Flussbett, das mit allerlei Restaurants an beiden Seiten des Ufers bestückt ist. Leider gibt es dort fast nichts zu tun, und eigene Liegestühle hat man nur schwerlich dabei. Die Fahrt == sehr schön. Der Aufenthalt == eher mau. Wenn man ordentlich Hunger hat und sich gerne einen reindrehen will hat man da Spaß.

Auf der Burg von Himarë
Beschwerlicher Aufstieg, aber lohnenswerte Sicht. Wenn man sich bei Himarë auf die Burg rauf geschafft hat kann man in alle möglichen Richtungen weit schauen - gesetzt den Fall das Wetter spielt mit. Hat es getan, daher konnte die Fuji-Optik ihre Qualitäten als Landscape-Kamera ausspielen. Ich wünsche mir noch etwas mehr WW - aber mit dem Kapitel 2. Linse zur GFX komme ich nur langsam weiter. Am 45-100 gibt es aber in puncto Qualität für mich nix zu meckern.

Im Feigenbaum-Wald
Immer wieder kommt man durch dichte Feigen-Baum-Wälder. Die beruhigen mit ihrem satten grün und laden dazu ein die Fähigkeit des Objektivs zur Abbildung von schönen Sonnensternen zu testen. Hat geklappt, hier mit Blende 22.

Start zum Blue Eye Syri i Kaltër
Albanien bietet zwei Quellen die durch bestimmte Mineralzusammensetzungen im Wasser und im Zusammenspiel mit der Vegetation tiefblau aussehen - die sogenannten "Blue Eye" Quellen. Davon gibt es zwei berühmte, eine im Norden des Landes: Blue Eye Kaprre das man von Theth aus erreicht.
Das andere blaue Auge heißt Syri i Kaltër und liegt ziemlich im Süden des Landes. Beide sind recht touristische Hotspots und schnell recht überlaufen. Hier machen wir uns auf dem Weg zum südlichen blauen Auge, streng nach deutscher tourismus-Strategie - sei ganz früh, dann bist Du noch alleine. Die Landschaft leuchtet grandios im frühen Morgenlicht und macht Lust auf die ca. 60 Minuten Fußweg. Wer faul ist kann sich auch mittels Bus 90% des Weges fahren lassen, oder einen der reichlich angebotenen Scooter nehmen. Wir sind natürlich gelaufen. Die frühe Anreise war letztlich ein Fehler, denn wir waren zwar am Blue Eye tatsächlich nur mit 3 oder 4 Leuten zusammen, dafür liegt es am frühen Morgen noch komplett im Schatten und bot visuell kaum was.
:)

Lauschiger Wasserfall
Immer wieder Wasser - in Albanien stößt man in den bergigen Regionen ständig auf Wasserfälle und diverse kleine Seen, Flusswindungen und Quellen. Das sollte das Land eigentlich sehr fruchtbar machen, aber es hat eben auch viel Stein rundum. Hier eine Langzeitbelichtung mit 8 Sek. bei Blende 9; die Stelle liegt eigentlich ziemlich im Schatten. Ich mag an dem Bild besonders den Look direkt am Fuße, weil es aussieht als würde da ein Alien aus den Wasservorhang herauskriechen.
:)

Auf 2700m
...und dann sollte es in die Albanischen Alpen gehen, doch o-weh - wir kamen am höchsten Punkt der Reise an, auf 2700m, und die Sicht betrug satte 30m, na toll. Die Wettervorhersage für den Trip war ohnehin sehr gemischt - wir erwarteten das Schlimmste. Nach diesem Stopp geht es wieder runter auf ca. 1700m, unter die Wolkendecke in das Tal in dem Theth liegt, und von dort sollte unsere Tour starten.

Aber Dinge ändern sich...manchmal schnell.
 
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