Alaska! - 1: Die Bären von Katmai

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assiliisoq

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Hallo liebe Leute!

In diesem Sommer hat es mich nach Alaska gezogen.
Ich habe die Bären am Brooks River beim Lachsfischen beobachtet.
In der Vulkan-Landschaft des Novarupta habe ich eine mehrtägige Trekking-Tour gemacht.
Und ich war in den Wrangell-St.Elias Mountains wandern.

Da das sehr verschiedene Touren waren, gibt es drei getrennte Berichte.

Es geht los mit den Bären am Brooks River im Katmai National Park.
Der Park liegt im Süden Alaskas und ist der Beginn der Aleuten-Kette.
Der Brooks River ist ein kurzer Fluss, der zwei große Seen verbindet. Hier findet alljährlich eine Lachswanderung statt, und die Bären finden sich gerne an der reich gedeckten Tafel ein.
Der Juli ist die Hauptwanderzeit der Lachse. Doch in diesem Jahr waren sie zwei Wochen zu früh unterwegs. Das soll an dem sehr milden letzten Winter gelegen haben. So habe ich leider in der 2. Juli-Hälfte schon nur noch die Nachhut sehen können.
Ein paar Bilder habe ich trotzdem mitgebracht.

Hauptverkehrsmittel in weiten Teilen Alaskas ist das Wasserflugzeug, Straßen gibt es nicht viele. Das nächste Dorf liegt 20 Flugminuten entfernt.

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Parkplatz

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Bei der Ankunft am Strand hat man gleich gute Chancen einen Bären zu treffen.

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Da man sich überwiegend frei zwischen den Bären bewegt, werden Neuankömmlinge als erstes zu einer kleinen Schulung im Umgang mit Bären geschickt.
 
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AW: Alaska! 1: Die Bären von Katmai

Die Bären gehen sehr gerne am Strand spazieren. Das ist einfacher als sich durchs dichte Unterholz zu schieben.

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Doch kann so ein Bär jederzeit und überall plötzlich auftauchen.

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Diese Bärin hier hat einen besonders schönen Aussichtspunkt gefunden. Gerade hat sie die Möwen gejagt - ein lustiges Spiel!

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Dies ist dieselbe Bärin noch einmal.
Sie ist ein 2 1/2 jähriges Jungtier, den ersten Sommer ohne Mama unterwegs.

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Sie hat echtes Entertainer-Talent und es scheint ihr zu gefallen, wenn sie bei ihrem Unfug beobachtet wird.

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Der Ranger sagte, wenn ein Bär an dir vorbeirennt, kreuze den Weg nicht gleich hinter ihm.
Es könnte ihm ein anderer Bär auf den Fersen sein.
Und da kommt er auch schon.

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Mit dem lege ich mich lieber nicht an.

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Oh, ich geh dann mal lieber.


Nur mal so zum Größenvergleich:
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AW: Alaska! 1: Die Bären von Katmai


Besonderes Ziel der Touristen und vieler Bären sind die Brooks Falls.
Hier müssen die Lachse einen vielleicht 2-3 Meter hohen Wasserfall überwinden.
Einer der beliebtesten Plätze für erfahrene Bären ist dann oben auf dem Wasserfall. Hier springen ihm die Lachse direkt ins Maul.
Das wollte ich eigentlich gerne sehen und fotografieren, aber die Bären, die dort waren, übten sich in anderen Fischfang-Techniken.

Brooks Falls

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(Wer findet den springenden Lachs?)


Man kann sich auf eine Aussichtsplattform stellen ...

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... und versuchen, die Lachse im Weißwasser von oben zu finden.

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Vielleicht hat man Glück und erwischt einen im Flug.

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Oder man kann ins Wasser steigen ...
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... und versuchen sie mit den Tatzen zu ertasten.

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Hauptsache man bekommt irgendwie seine Mahlzeit.

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Ich bin mir jetzt schon sicher dass dies ein Highlight wird ... für mich es schon eines ... :):up::up::up:
 
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Überblick verschaffen

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Verschnaufpause im Whirlpool

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Hoch konzentriert

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Viele Bären sind sehr gute Taucher.

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Sie verbringen Stunden in dem eiskalten Wasser.
Man kann gut beobachten, wie sie unterschiedliche Fangmethoden ausprobieren und zu optimieren versuchen.

Und endlich stellt sich der Erfolg ein.

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Meine Däumchen sind aufgebraucht, also bitte keine weiteren Knaller-Bilder mehr ;)

Wirklich klasse Bilder und der Besuch von Brooks Falls steht bei mir ziemlich weit oben auf der Wunschliste.
 
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Und dann kommt der Alte.
Alle anderen verschwinden von der Bildfläche.
Er ist hier der Boss.
Und hat schon im Juli ein mächtige Herbstwampe.

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Das war es von den Bären am Brooks River.
Ich glaube, ich muss da nochmal hin, wenn sich bis zu 70 Bären dort tummeln.
Für den Anfang fand ich es auch mit einzelnen Petzen ganz interessant.
Es ist für einen Mitteleuropäer schon etwas spannend, zwischen diesen großen Pelztieren herumzulaufen.

.​
 
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Als Zugabe noch ein paar Bilder von der Umgebung.

Blick aus dem Zelt
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Abends am Strand
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(Am nächsten Morgen waren hier Wolfsspuren.)



Der Brooks River am Unterlauf,
hinten der Dumpling Mountain.
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Durch den Wald hinauf zum Dumpling Mountain.

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Aussicht vom Camp in die Gletscherberge.

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Abendstimmung

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(Da vorne schwimmt übrigens ein Bär.)




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Diesen Vulkanen und dem Wüstental zwischen ihnen will ich mich im 2. Teil der Alaska-Trilogie nähern.

Vielen Dank für´s Reinschauen bei den Bären vom Brooks River!

Beste Grüße aus Alaska,
Sylvia

 
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Hallo Sylvia!

Latscht Du eigentlich allein durch die Gegend oder in einer geführten Gruppe?

LG Molly
 
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Hallo Sylvia,

das muss ja ein irrsinniges Erlebnis gewesen sein! Die Bilder sind einfach großartig!

Viele Grüße
Quincy
 
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Vielen Dank euch allen für die viele positive Resonanz!

Wirklich klasse Bilder und der Besuch von Brooks Falls steht bei mir ziemlich weit oben auf der Wunschliste.

Sag Bescheid, Christoph, wenn du konkreter planen solltest. Ich kann dir sicher eine ganze Menge hilfreicher Tipps geben nach meinen Erfahrungen dort. Ich weiß mindestens noch zwei, die ganz dringend dorthin wollen - und ich will ganz sicher auch nochmal!


Latscht Du eigentlich allein durch die Gegend oder in einer geführten Gruppe?

Wenn Christoph mitkommt, bin ich eine Gruppe. :winkgrin:

An den Brooks Falls war ich alleine, wenn man die anderen Touristen vernachlässigt.

Bei der Tour durch das Vulkantal (Teil 2) treffe ich wirklich 6 Tage lang niemanden. Bei der Trekking-Tour durch die Wrangell-St.Elias Mountains (Teil 3) sind wir zu sechst, incl. Guide.
Ich laufe aber oft und gerne alleine in der Gegend herum, wenn nicht gerade ein passender Tour-Partner mitkommt.


Super.. bin erstaunt das Menschen so nah am Bären.. so was hab ich nicht gedacht..

Vielleicht kurz zum Drumherum am Brooks River.
Die Bären sind nur vorübergehend in dieser Gegend, wenn nämlich der Lachs durch den Fluss vom Naknek Lake in den Brooks Lake zum Laichen wandert. Seit über 30 Jahren kommen Touristen hierher, um den Bären beim Lachsfischen zuzusehen. (Und seit mehreren tausend Jahren sogar haben Menschen am Brooks River gesiedelt.)
In dieser Zeit hat sich eine gewisse Infrastruktur entwickelt.
Es gibt einen Zeltplatz mit einem Elektro-Zaun drumherum - schreckt Bären ab, ist aber nicht bärensicher. Sämtliche präventiven Verhaltensregeln zielen darauf ab den Menschen für die Bären uninteressant bleiben zu lassen. Essen, Getränke und alles andere Duftende, vom Brennstoff bis zur Sonnencreme, muss in gesonderten Holzschuppen untergebracht werden. Weder Essen noch Getränke dürfen außerhalb des Gebäudes bzw. Kochschuppens mitgenommen werden. Auch nicht auf die Beobachtungsplattformen. Nichts darf auf den Boden fallen, alles muss penibel gereinigt und Reste entsorgt werden. Rucksäcke dürfen nicht abgesetzt werden ...
Es gibt zum Beobachten und Fotografieren an drei Stellen am Fluss Holzplattformen, die bärensicher sind (und leider ziemlich hoch über dem Boden/Fluss). Doch dazwischen läufst du zwischen den Bären herum. Zu Beginn bekommt jeder Besucher eine genaue Einweisung, wie er sich bei Begegnungen mit Bären zu verhalten hat bzw. sie am besten vermeidet.

Aber ein wenig Nervenkitzel ist das schon, wenn du das erste Mal alleine die 2,5 km über verschlungene Pfade durch dichten Wald bis zur Falls Plattform läufst ... Wenn man sich dann länger in Bärenland aufhält, gewöhnt man sich daran.


Viele Grüße,
Sylvia
 
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Hallo Sylvia,

hochstes Lob für eine klasse Reportage, danke, dass Du mich teilhaben lässt.

Ich sags ja immer wieder, die Arktis ist ein Traum!
 
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