AF 85 1,4 und Landschaft

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Sir Freejack

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Viele werden besagtes Objektiv eher als Portraitobjektiv verwenden. Ich brauche eine Linse in dieser Brennweite für Landschaft und Panorama.
Der Filterdurchmesser ist da genau richtig, da ich die vorhanden 77mm Filter weiter hernehmen kann.
Doch wie sieht es mit den optischen Eigenschaften aus. Insbesondere folgende Aspekte:

Schärfe bei starken Abblenden (F7.1 - F14)
Gegenlichtempfindlichkeit
CA

Bin gespannt, was ihr da so für Erfahrungen gemacht habt
 
Anzeigen
lemonstre schrieb:
Das kann ich bestätigen. So gut das 60er im Makro Bereich ist desto schlechter ist es bei größeren Entfernungen.


Da frage ich mich prompt, ob es nicht am Sensordesign liegt? An einer S2 oder S3 kenne ich solche Negativeffekte jedenfalls nicht, während ich mir z.B. in dieser Kombi das ansonsten so beliebte 18-70 nie antun würde. Egal wie, an besagten Fujis (und vermutlich auch der S5) ist das 60er, vom weniger schönen Bokeh mal abgesehen, eine der besten Linsen die Nikon zu bieten ha - auch im Normalbereich.

Wie wärs mit einer kleinen Sammlung unveränderter JPEGs von kritischen Motiven, damit Mann/Frau sich selbst eine visuelle Meinung bilden kann?
 
Kommentar
Leider habe ich das 85er 1.4 nicht, aber das 85 1.8. Damit habe ich etliche Landschaftsbilder gemacht (Dias) und immer wieder eine heftige Streulichtanfälligkeit bemerkt. Die Gegenlichblende war natürlich drauf.
Mehr zufällig habe ich aber festgestellt, dass man mit dem 105er 2.8 VR sehr schöne Landschaftsaufnahmen machen kann. Die Dias sind scharf und konstrastreich und bieten z.B. in den Bergen oder im Blick auf Orte schöne Ausschnitte. Beim Fotografieren muss man sich beschränken und will eigentlich immer noch mehr aufs Bild bekommen. Zu Hause aber hat man durch die Einschränkung schöne Einblicke. Natürlich ist der Blickwinkel beim 105er für Dias immer noch größer als beim 85er an der Digitalkamera. (An meiner D50 macht das 85er auch wunderbare Bilder.)

Gruß
Matthias
 
Kommentar
kristallio schrieb:
Stimmt, das 28-70 AF-S und auch das 17-55 AF-S haben Farbsäume und das nicht nur offen. Das 18-70 ist, glaube ich, bis auf den extremen WW-Bereich frei davon, genau wie das 70-200 (auch hier geringe Säume im 70 mm 'WW'-Bereich offen).
Aber vielleicht sollte man den Farbsäumen auch nicht zu viel Bedeutung beimessen. Ich finde die Bildwirkung der 2.8er Zooms jedenfalls viel dichter und besser, als die des 18-70ers, andererseits gefallen mir Aufnahmen des 60er Micros nur im Nahbereich richtig spitzenmäßig gut (trifft leider auch auf das vielgelobte AF-D 50 1,4 zu).
Verrätst Du uns, welche Linsen Dich happy machen?
Gruß, Dirk
Also ein paar Erfahrungen: Das 28-105mm hat das ab 50mm aufwärts, bei 105mm hilft bei mir auch Abblenden auf f/8 nicht mehr. Also weniger mein Fall. Das 28-70mm/3,5-4,5 hat sie im WW Bereich, abblenden hilft. Zudem zeigt es wenig Gegenlicht Empfindlichkeit. Ist daher im Moment analog mein WW. Allerdings kommt demnächst ein 25-50mm/4.

Das 50-135mm/3,5 hat gar keine Probleme damit. Die Linse mag ich wirklich sehr! Analog mein Standardzoom. Das AiS ED 180mm/2.8 hat auch keine Probleme damit.

Für die DSLR musste natürlich auch eines her, das das wenn möglich nicht hat. Das AF 35-70mm/2.8 ist günstig und lichtstark. Mein Standard Test (Dunkler Baum vor bewölktem Himmel) reicht auch bei der Optik nicht aus, diese longitudinale CA zu provoziern. Es gibt also auch lichtstarke Zooms ohne das (Das AF-S 17-35mm soll gemäss Björn auch kaum Probleme damit haben).

Grüsse,
Sebastian
 
Kommentar
Nobody schrieb:
In Sachen Landschaft dürfte jedes halbwegs brauchbare Zoom sinnvoller sein.

Dem schliesse ich mich an. Das 85/1.4 AF-D finde ich für Landschaftsbilder unbefriedigend, da liefert das 70-200VR bessere Qualität mit weniger komischen Farbeffekten im Unschärfebereich und "knackigerer" Abbildung. Das 1.4 ist ein Spezialist für available light und nur dort wirklich herausragend.
 
Kommentar
Und wer das manuelle 85mm/1,4 besitzt, sollte das mal für Landschaften ausprobieren. Ab Blende 4 ist das Teil super dafür geeignet.

LG
 
Kommentar
Moin,

hier ist der Vermisste.
Kann nur sagen, dass mir auch bei Landschaftsaufnahmen (z.B. Wilder Kaiser von Bayern aus) nichts unangenehmes aufgefallen ist. Habe bisher allerdings nur Landschaftsdias und keinen wirklich guten Scanner.

RaSo schrieb:
und läßt sich wenn´s mal sein muß sogar bis 32 abblenden.

Dann hast Du aber schon heftige Beugungsunschärfe. Alles jenseits von Blende 16 ist unbrauchbar. Irgendjemand hier, ich glaube, dass es Nobody war, hat mal eine Blendenreihe gemacht, bei der die nachlassende Schärfe durch abblenden sehr eindrucksvoll zu sehen war. Kann es aber leider nicht wiederfinden.
 
Kommentar
Beugungsunschärfe, analog einst ab etwa Blende 22, setzt ungeachtet verwendeter Optik bei Crop 1.5 spätestens ab Blende 16 und bei hochauflösenden Sensoren (> 10 Mpix) noch früher ein. Zudem benötigen letztere entsprechend höhere Offenblendleistungen, womit die Schere nochmals weiter zugeht ...


85/2.8 PCD im Nahbereich:

original.jpg
 
Kommentar
Moin Nobody,

genau das meinte ich, danke.
Den Schärfenverlust kann man an den ganz feinen Strukturen sehr gut sehen.
 
Kommentar
Aber Blende 11 ist noch voll in Ordnung!

Coole Methode Bilder zu zeigen!
Wie geht das!?!?
:-O
 
Kommentar
TJA schrieb:
Coole Methode Bilder zu zeigen!
Wie geht das!?!?

Ist ein GIF. Leider auf 256 Farben beschränkt. Das was da so pixelig ist, ist kein Rauschen, sondern die Rasterung, die dadurch nötig ist, um Zwischentöne zu bekommen.

Maik
 
Kommentar
TJA schrieb:
Mit welchen Programmen kann man sowas denn machen?

Ich hatte mal eins für meinen MS-DOS PC vor 20 Jahren, oder für den Amiga (weiß nicht mehr genau). Was Nobody heutzutage benutzt, um solche Gimmicks mit diesem Uralt-Dateiformat zu machen, soll er mal selber verraten :D

Maik
 
Kommentar
Na Photoshop und damit Image_Rettich sollte doch wohl mindestens jeder zweite hier haben....

jan_2s.gif
 
Kommentar
TJA schrieb:
Mit welchen Programmen kann man sowas denn machen?

Mit Photoshop bis etwa Version 6 oder so ging das recht einfach. Die Bildteile wurden als Ebenen gestapelt und bei der Speicherung als animiertes GIF kommt die Standzeit für die Einzelbilder (=Ebenen) hinzu. Optional noch die Angabe ob Endlosschleife oder nicht und das wars.

Mit moderneren PS-Versionen geht es nur noch über HTML-Geraffel oder so in ImageReady. Lizenrechte?
 
Kommentar
Dass Blende 1.4 für Crop 1.5 alles andere als optimal ist, zeigt schön dieser Beitrag hier von Dr. Horst Kretzschmar (EX-User HK im Gelben "Blaumschen" Forum):

http://www.digitale-slr.net/showpost.php?p=630293&postcount=1

Kommt erschwerend hinzu, dass das Mikrolinsendesign eines Sensors grundsätzlich nur für eine Blende berechnet/optimiert werden kann - und das ist garantiert keine hochöffnende. Unterm Strich bedeutet dies, dass es eine Beschränkung bzgl. der optimalen Blende sowohl nach oben, als auch noch unten gibt.

Oder wie HK/HKO schreibt: optimal für Crop 1.5 ist Blende 4.3 bis 8.6. Bei größeren Pixeln (= geringere Auflösung) bleibt allerdings mehr Spielraum. So kann eine D2H locker einen 1 bis 2 Stufen größeren Blendenrange als eine D2X nutzen. Deshalb auch der größere Range bei FF, sofern die Optik mitspielt ...
 
Kommentar
Nobody schrieb:
Mit moderneren PS-Versionen geht es nur noch über HTML-Geraffel oder so in ImageReady. Lizenrechte?

Stimmt nicht, geht auch im CS2 immernoch hervorragend. Man muss nur die Schalter an anderen Stellen wie früher suchen.

GIF-Lizenzen waren doch wohl inzwischen freigegeben, oder?

jan.
 
Kommentar
Nobody schrieb:
Dass Blende 1.4 für Crop 1.5 alles andere als optimal ist, zeigt schön dieser Beitrag hier

Die Tabelle gilt nur für eine konstante Pixelzahl bei jeweils der Diagonalen des Sensors angepaßten Brennweite, und das ganze Statement ist theoretisch. Real existierende Objektive können jederzeit Ausnahmen bilden. Mein Sigma 30/1,4 ist offen nach meinem Eindruck mindestens genauso hoch auflösend wie mein Nikon 85/1,4.

Und speziell wenn man Objektive für KB verwendet an DX-Sensoren, gilt das Argument ja nicht.

Kommt erschwerend hinzu, dass das Mikrolinsendesign eines Sensors grundsätzlich nur für eine Blende berechnet/optimiert werden kann

Das läßt sich jetzt aus dem Artikel nicht herauslesen, und die Aussage gilt nur pro konkretem Objektiv. Entscheidend ist schließlich der Einfallswinkel des Lichts, und der dürfte gegebenen Mikrolinsen z.B. bei einem 200er Tele mit f/2 wesentlich besser passen als bei einem Retrofokus-Superweitwinkel mit f/4.

und das ist garantiert keine hochöffnende

Bis auf Ausnahmen wie die Leica M8 haben die üblichen Bayer-Sensoren Mikrolinsen im selben Abstand wie die photosites. Das heißt, je paralleler, desto besser, oder?

Maik
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten