Es ist imho nur eine Frage der Zeit - und das Abo-Modell wird Standart bei (fast) allen Anbietern.
Adobe ist ein Riese der Standardsoftwareanbieter, also ausserhalb der Betriebssystem, Security und Firmensoftwareanbieter. Ich glaube, der grösste.
Daher starren jetzt alle auf das Adobe Mietmodell. Kann Adobe dies durchsetzen, bricht ein Damm. Leidtragende werden die kleinen Softwareanbieter sein, von denen sich niemand abhängig machen möchte. Und natürlich wir, mit dann dutzenden von monatlichen Softwaremietgebühren.
Das einzige Gegenmodell ist der Mac-Appstore, der ein Kaufmodell ist, wie auch der iPhone App-Appstore. Ausnahmsweise hoffe ich hier, dass sich das Apple-Modell doch durchsetzt, auch wenn Apple bei Musik nun ebenfalls auf Miete setzt.
Wenn wir nicht aufpassen, zahlen wir für Software (Desktop-SW, Mobil, Domainnamen, Spiele-Channels, Online-Dienste wie Webhosting, Musik, Filme on demand, Community-Memberships, Softwareupdates für das Auto, das Haus, etc.) mehr Miete als für das Wohnen. Wollen wir das wirklich?
Unsere Zustimmung oder Ablehnung zu Adobe's Weg stellt die Weichen für die Zukunft.
Hinzu kommt, dass zunehmend Menschen für die (Denk-)Arbeit von Maschinen bezahlen. Ich könnte philosophisch werden, aber unsere Gesellschaft ist hierzu noch gar nicht ausreichend bereit, soziale Verwerfungen vorprogrammiert. Es kann nicht schaden, den Prozeß ein wenig zu bremsen, zu unser aller Wohl. Es gab etwas ähnliches schon mal in der Frühphase der Industrialisierung, da ging es noch um die (Körper-)Arbeit von Maschinen, mit dem Ergebnis von 2 Weltkriegen, Kommunismus und anfänglich grossen sozialen Ungleichgewichten. Das war nicht gut, das muss sich nicht notwendig wiederholen ...
Diese "grossen" Zusammenhänge sehen natürlich nur wenige, sonst würde Mietsoftware (Gewinn aus Vermietung immaterieller Gegenstände) schlicht gesondert besteuert. So einfach wäre das ...