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Ihr kennt doch bestimmt auch diese dunklen Schrappspuren in Kniehöhe an Pfeilern zwischen Parkbuchten in Parkhäusern. Und habt euch wahrscheinlich auch schon gefragt, wie man diese dicken Teile übersehen kann. Aber es gibt ja Tage ... na ja, und genau an so einem Tag bin ich doch tatsächlich mit Schmackes auch an so einem massiven Pfeiler hängengeblieben. Und zwar ausgerechnet zwei Wochen vor dem internationalen Volvo-Treffen in Konstanz am Bodensee. Für eine ordentliche Reparatur bekam ich in meiner Werkstatt so kurzfristig keinen Termin mehr. Und beim Treffen hätte ich auf die Frage, was denn da passiert sei, überhaupt gar keine Lust gehabt. Also habe ich deutlich auf die Wunde geschrieben, was der Buckel da hat, nämlich eine Beule, und bin damit noch zwei Jahre herumgefahren.
Bei weiteren Urlaubsfahrten lernte der Buckel die dänischen Inseln Fünen und Møn kennen. Da werkelte in ihm schon ein B20A-Motor, denn der originale B18A hat mich nicht lange ertragen. Und mit dem neuen Motor ging es nicht nur zügiger voran, sondern ich konnte wegen gehärteter Ventilsitzringe auch bleifrei tanken.
Dank regelmäßiger Wartung durch die bereits erwähnte Werkstatt, die von zwei Brüdern in Duisburg geführt wird und sich auf alte Volvos spezialisiert hat, hat der Buckel mich übrigens während unserer gemeinsamen 240.000 km noch nie mit einer Panne genervt. Man hört zwar immer wieder, dass alte Autos so einfach gestrickt seien und eigentlich von jedem technisch interessierten Menschen repariert werden können, aber mit meiner Erfahrung deckt sich das nicht wirklich. Ich habe allerdings auch manchmal den starken Verdacht, dass es so manchem Oldtimerfahrer gar nicht so wichtig ist, dass sein Gefährt perfekt funktioniert, sondern dass er in Wirklichkeit am liebsten daran herumschraubt und -tüftelt, bis es halbwegs rund läuft, um sich dann die nächste Baustelle an Land bzw. in die Werkstatt zu ziehen ...
Auf dem nächsten Bild stand der Buckel in Thüringen, im vor ihm liegenden Tal der Lichte waren die Reste des Dorfes Leibis zu sehen. Die Bewohner von Leibis wurden zugunsten eines Stausees umgesiedelt, die Berghänge waren deswegen zu einem großen Teil bereits gerodet.
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