24-70/2,8 vs. 28-70/2,8 => Schärfe

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palmers

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Hallo!

Ich habe heute mal ein Nikkor 28-70 2,8 mit einem Nikkor 24-70 2,8 an einer D200 ab Stativ verglichen. Was die Schärfe angeht sind die Resultate recht eindeutig:

Das 28-70 ist dem 24-70 eine ganze Nasenlänge überlegen, vor allem was die Randschärfe angeht!

Bin etwas überrascht, wo doch dass neue 24-70 so hoch gelobt wird...

Kann jemand den Eindruck bestätigen?

Cheers

Thorsten
 
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Bei Objektiv deutlich unter 1.000€ ist dass im Einzelfall vielleicht noch vertretbar, oben jedoch, wo die Luft dünn wird, sicher nicht!

Sehe ich nicht ganz so!

Auch im unteren Preissegment sollte die Qualität auf Anhieb stimmen. Ein Kunde hat auch, wenn er "nur" 500€ bezahlt ein Anrecht 100% Qualität zu bekommen.
Dass es häufig nicht so ist, wissen wir inzwischen. Traurig genug...

Gruß
Matthias
 
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Auch im unteren Preissegment sollte die Qualität auf Anhieb stimmen. Ein Kunde hat auch, wenn er "nur" 500€ bezahlt ein Anrecht 100% Qualität zu bekommen.
Dass es häufig nicht so ist, wissen wir inzwischen. Traurig genug

Stimmt!

Daher auch meine Einschränkung "im Einzelfall vielleicht noch vertretbar"...

Cheers

T
 
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Neben der Tatsache, dass hier auf mich der Spruch "wer lesen kann ist klar im Vorteil" Verwendung finden könnte, ist mein Post ja teilweise (zum Glück) allgemein gehalten... Es gibt Leute die ein 28-70 wechseln, aber die Gründe dafür kann ich mir eigentlich denken :rolleyes:

Schlimmer noch finde ich die Tatsache heutzutage etliche Tests durchfüren zu müssen, um zu wissen, ob eine Linse ok ist. Ich habe so etwas aus Faulheit noch nie gemacht, aber wenn mal nur ein Hauch Schärfe bei einer Serie Bilder fehlt, fragt man sich doch ob etwas nicht stimmt. Allerdings gibt es in der Technik (auch bei den Tests) so viel zu beachten, dass man schlussendlich doch selbst schuld war... (Ich schaffe es mit nem 300er bei 1000el zu verwackeln:D)

Wie auch immer, das mit dem Leihobjektiv darf nicht sein, zumal Du da bestimmt für beide so einiges hingelegt hast, oder?
 
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Geschenkt bekommen habe ich sie nicht...;)

Viel ärgerlicher ist die Tatsache, dass ich trotz des aufwändigen ( und kostenintensiven ) Vergleichs zu keiner Kaufentscheidung kommen konnte ( dies war die Intention ), also alles mehr oder weniger für die Füße!

Dabei ist es für mich unerheblich, ob die mangelhafte Performance des 24-70mm nun auf lieblosen Umgang anderer Mieter mit dem 24-70mm, oder eine herstellerseitige Dezentrierung zurückzuführen ist. Die nicht unerhebliche Möglichkeit, dass ich beim Kauf eines 24-70mm ebenfalls ne "Gurke" erwische, sollte bei der Kaufentscheidung wohl aufgrund der Serienstreuung mit ins Kalkül gezogen werden!

Fakt ist desweiteren, dass ich beim Fotografieren mit den beiden Optiken festgestellt habe, dass ich diesen Zoombereich nicht wirklich ausreize. Die meisten Fotos ( hauptsächlich Architektur ) entstanden entweder am kurzen oder am langen Ende ( ich bin einer dieser "Extremwinkel-Junkies"... ).

Am kurzen Ende bin ich aber bereits mit dem 14-24mm bestens versorgt, am Langen hingegen mit dem 80-400mm ( wenngleich mit Anfangslichstärke 4.5... ). Da ich ebenfalls ein 50mm / f1,8 mein Eigen nenne, überlege ich ernsthaft, evtl. für den Fall der Fälle in eine weitere Festbrennweite ( z.B. 35mm / f2,0 ) zu investieren... Dies würde natürlich nervende Objektivwechsel nach sich ziehen!

Cheers

T
 
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mangelhafte Performance des 24-70mm

Wie gesagt, es gibt noch die Möglichkeit, daß die Randschärfe durch AF Probleme so schlecht war. Sowas habe ich schon mehrfach erlebt (u.a. bei 17-55 und 28/1.4) und es ist nicht immer auf Anhieb als AF Problem erkennbar, weil die Bildmitte durchaus scharf sein kann.
 
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Was Serienstreuung angeht: Bei einem Objektiv, dass satte 1700€ kostet, bin ich sicher nicht bereit, es dreimal zum Service zu schicken, bis es irgendwann mal passt. In dieser Preisklasse sollte sich ein so renommierter Hersteller wie Nikon keine nennenswerte Serienstreuung mehr leisten, schon garnicht im selbstdeklarierten Profisegment!

Das sehe ich im Prinzip genauso. Aber die Realität sieht wohl leider anders aus.

Gruß
TG
 
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Mit Leihobjektiven ist das so eine Sache. Ich habe mir auch extra das 28-70 ausgeliehen um mal zu schauen, ob es sich lohnt eines der vielen zu fischen, die derzeit weg gegeben werden. Ich habe zwar keine genauen Tests mit Stativ gemacht. Es waren Freihandversuche bei gutem Tageslicht und gleichen Blenden gegen das 18-70 auf einer D70. Die Ergebnisse waren so, dass mir das 28-70 auf keinen Fall den Aufpreis für das etwas Lichtstärke wert gewesen wären. Mittlerweile habe ich das 24-70 und sehe deutlich spürbare Verbesserungen in der Bildqualität ohne groß analysieren zu müssen. Es könnte wirklich etwas daran liegen, dass Leihobjektive nicht immer so behandelt werden, wie es gut wäre.
 
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Nach dem Wechsel von DX zu FX und 20.000 Bildern mit der D3 hat sich bei mir eine Linse als DAS Objektiv herauskristallisiert: es ist das 28-70! Ja, wenn man es ungeschickt anstellt hat man mal ein paar CAs, aber leichtes Abblenden hilft da ungemein. Die Schärfe bis 40mm bei f2,8 bis zum Rand ist unglaublich. Die Fokuspräzision, Schnelligkeit, niedrige Verzeichnung, Unschärfezeichnung UND ganz erstaunlich das Kontrast und Gegenlichtverhalten (an DX meine Problemlinse, an FX schaff ich es einfach nicht bei Gegen- und Streulicht Probleme zu bekommen - keine Ahnung wieso) sind auf hohem Niveau. Es ist einfach durch und durch ein absolut herausragendes Arbeitsgerät. So wie man es bei einem solchen Objektiv erwarten würde. Wer die 4mm nach unten braucht soll zum 24-70 greifen. Wer allerdings meint wegen den optischen Qualitäten vom 28-70 zum 24-70 wechseln zu müssen, wird sich nicht merklich verbessern. Die Unterschiede zwischen beiden Linsen (habe das 24-70 mal getestet) bzgl. der Schärfe sind zu vernachlässigen. Wer dennoch welche sieht hat entweder eine Gurke erwischt oder muss sich wohl oder übel den Vorwurf der Erbsenzählerei gefallen lassen.

Macht mal richtige Bilder und schaut wie gut diese Linsen in der Praxis sind!

Viele Grüße
Christoph

P.S. Das 28-70 bekommt man in einem sehr guten gebrauchten Zustand für unschlagbare runde 800€.
 
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Macht mal richtige Bilder und schaut wie gut diese Linsen in der Praxis sind!

=> Habe beide Linsen durch ganz Heidelberg und halb Berlin geschleppt und dort nicht nur Nikon-Kartons fotografiert. Knapp 700 "richtige Bilder" zum Vergleich dürfen im Sinne einer Entscheidungsfindung in diesem Preissegment kaum als "Erbsenzählerisch" gelten.

Ansonsten stützen Deine Aussagen genau das, was ich festgestellt habe :rolleyes:

Cheers

T
 
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=> Habe beide Linsen durch ganz Heidelberg und halb Berlin geschleppt und dort nicht nur Nikon-Kartons fotografiert. Knapp 700 "richtige Bilder" zum Vergleich dürfen im Sinne einer Entscheidungsfindung in diesem Preissegment kaum als "Erbsenzählerisch" gelten.

Ansonsten stützen Deine Aussagen genau das, was ich festgestellt habe :rolleyes:

Cheers

T

Ja natürlich. Meine auch nicht Dich. :) Du bist da schon was das 28-70 angeht zu aussagekräftigen Ergebnissen gekommen. Mit dem geliehenen 24-70 stimmt ganz sicher etwas nicht.

Ich meine mehr so die CA kritische Fraktion, die mit den Alufolie-Tests. ;)

Viele Grüße
Christoph
 
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Ich meine mehr so die CA kritische Fraktion, die mit den Alufolie-Tests. ;)

Die Sache mit den CA-Problemen habe ich bis heute nicht so recht verstanden: CAs sollten doch eigentlich nur dann ins Gewicht fallen, wenn man bereits JPEG "out of Cam" fotografiert, oder wenn die NEFs nicht per CNX in JPEG konvertiert werden. Wenn man RAW fotografiert und CAs auftreten sollten, so werden diese doch bereits beim Öffnen durch CNX sehr efektiv herausgerechnet. In sofern ist das Auftreten von CAs für mich kein kaufentscheidendes Kriterium.

Oder verstehe ich da was falsch? :rolleyes:

Cheers

T
 
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Wenn man RAW fotografiert und CAs auftreten sollten, so werden diese doch bereits beim Öffnen durch CNX sehr efektiv herausgerechnet.

Leider nein. Herausgerechnet werden nur die Farbquerfehler. Beim 28-70 sind mir vor allem Farblängsfehler störend aufgefallen ("purple fringing") und die sind bisher per Software nicht zu entfernen.
 
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Leider nein Herausgerechnet werden nur die Farbquerfehler. Beim 28-70 sind mir vor allem Farblängsfehler störend aufgefallen ("purple fringing") und die sind bisher per Software nicht zu entfernen.

Ja, das hat das 28-70 in extremen Situationen, mehr als das 35-70 oder das 24-70, aber bei F3,5 sind die schon weitgehend weg :nixweiss:
 
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Hier ein schneller Test, direkt in die Sonne, mehr Kontrast geht eigentlich kaum. 100 % Crops.

F2,8 70mm, D200 RAW, CA Korrektur in Capture auf OFF.

f28.jpg


F4 70mm, D200 RAW, CA Korrektur in Capture auf OFF.

f4.jpg



So richtig schlecht kann ich das nicht finden :nixweiss:
 
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bei blende 4 ja. bei blende 2,8 bei ca 40mm am stärksten. allerdings gebe ich dir absolut recht wenn das bei blende 4 schon das übelste ist kann man ja wohl damit leben - so gerade noch :rolleyes:
ich geb mein 28-70 jedenfalls nicht mehr her!
 
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Also ich muss dazu nochmal was sagen.

Ich finde solche Bilder wie "schwarzer Fensterrahmen gegen die Sonne" ist doch nicht wirklich praxisgerecht (und auch hier ist das Ergebnis noch ok - siehe oben). Schaut doch mal auf die Bilder, die Euch gefallen, stören dort CAs wirklich?

Meine Erfahrung ist die: Achte ich auf ein ausgewogenes Licht, kontrolliere alle Reflexe auf metallischen Gegenständen, blende evtl etwas ab... dann gibt es in der Praxis gar keine CAs bei dem 28-70er. Ich würde das Objektiv sicher nicht benutzen, wenn es dermaßen unbrauchbar wäre, wie es hier und in anderen Threads teilweise dargestellt wurde. Man kann es provozieren, wenn man möchte.

Egal, für diejenigen, die Angst haben, mit einem 28-70 in kontrastreiche Situationen reinzugehen, und es in Folge dessen lieber gegen ein 24-70 "tauschen", habe ich mal ein paar Bilder ausgesucht, die die Stärken des Objektives in etwa andeuten. Harte Kontraste/ Metall und Verzeichnungen - kein Problem. Dazu ist es knackscharf (alle Bilder aus der D3 kann ich auf 24MP aufblasen und kein normaler Mensch würde bei der 100% Ansicht auf die Idee kommen, dass dort interpoliert wurde). Von Architektur über Portrait und Reportage oder für Details setze ich es universell ein... na ja was soll ich sagen, seit ich die D3 habe bin ich eben ein Fan von der Linse :up:

6292486696991a8f7.jpg


Dann noch ein paar 100% Crops:
62924866999376085.jpg


62924866999391609.jpg


629248669993aac4a.jpg


Fazit: alles halb so wild.

Viele Grüße
Christoph
 
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Man kann es provozieren, wenn man möchte.

Fazit: alles halb so wild.

Viele Grüße
Christoph

Ja, man kann es provozieren. Wenn man sich aber "normal" verhält, (will heissen bei genügend Licht auch schon mal auf abartig kleine Blende wie F5,6 geht :) ) ist es überhaupt kein Problem. Klar geht es immer noch ein wenig besser, aber das 28-70 spielt schon in einer sehr hohen Liga und wird nicht automatisch zu Plunder nur weil es nun das 24-70 gibt. Von daher schliesse ich mich an, alles halb so wild. Ich mag die Linse alleine wegen ihrer Verarbeitung lieber als das 24-70, der Trum ist einfach klasse :)
 
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