Säben – Der Heilige Berg Tirols

jazzmasterphoto

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Ende September habe ich meinen Bruder P. Kosmas auf dem Säbener Berg
in Südtirol besucht, wo er als Seelsorger allein im Kloster Säben lebt.

In der folgenden, ziemlich umfangreichen Reportage zeige ich neben Bildern,
die jeder machen kann, vor allem exklusive Einblicke in das Kloster, das für
355 Jahre von streng klausulisierten Benediktinerinnen bewohnt war.

Alle hier gezeigten Bilder entstanden mit der Nikon P330 sowie mit einem
iPhone 14, wobei meist deren Bildformat von 4:3 beibehalten und eher
selten auf 2:3 beschnitten wurde.

Beginnen möchte ich mit meinem ersten Blick auf das Kloster Säben:

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Wenig später hatte ich das Glück, die Geissler-Spitzen in den westlichen Dolomiten
im recht kurzen Alpenglühen zu sehen:


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Ich darf Euch schon jetzt ein besonderes Erlebnis wünschen!


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Kloster Säben ist nur zu Fuß zu erreichen: entweder von Klausen
über den Kreuzweg (ca. 30 min.) oder die Säbener Promenade
(ca. 40 min.), oder von Pardell (Parkplatz am Torgglhof, Pardell 58
– ca. 10 min.)

Wir beginnen unseren Weg in der Stadt am Säbener Aufstieg:

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Einige Schritte weiter befindet sich der Eingang zum Kreuzweg:


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Von nun an wird es mühsam …


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Heiter geht es weiter und dann sieht man sie in voller Pracht:

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Da die Liebfrauenkirche nicht zum Kloster, sondern zur Pfarrei Klausen gehört,
ist es ein wenig Glückssache, sie auch geöffnet vorzufinden – ich brauchte drei
Anläufe, weshalb Bilder vom Inneren erst später folgen; seid gespannt.

So blieb mir zunächst nur ein Blick auf den darunterliegenden Weinberg:

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Endlich erschöpft angekommen, erhebt sich der Blick aus dem Hof
auf die Klosterkirche, in der mein Bruder jeden Tag um 11.30 Uhr
die Heilige Messe liest – komme, wer wolle … oft feiert er allein.

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Hatte ich schon die vielen Treppen erwähnt? Schon außen gibt es reichlich,
vom Inneren des Klosters mal ganz zu schweigen …

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Links sieht man ein wenig vom Kloster, rechts das Gästehaus:

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Mit einem Blick aus meinem Gästezimmer in das südwestliche
Eisacktal endet meine Ankunft auf Kloster Säben:

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Links sieht man vier Etagen Kloster, darunter gibt es drei Etagen Keller.
Neben der Kuppel der Liebfrauenkirche liegen unter dem großen Dach
einige Wirtschaftsräume und ehemalige Ställe – rechts demonstriert
die bewachsene Wand die Stärke der frühenen Burganlage …

Demnächst folgen Bilder der Heilig-Kreuz-Kirche, dem Ziel vieler Pilger,
und einige Impressionen aus der Klosterkirche, bevor es dann endgültig
zum großen Entdecken der weitläufigen Klosteranlage geht.

Seid gespannt – es gibt noch viel zu sehen!

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4 Kommentare
rollertilly
rollertilly kommentierte
Völlig ungewohnt, eine solche Reportage von dir zu sehen, Sven.
Aber hochinteressant und spannend.

Gibt es am Ende nicht doch eine heimliche Kloster-Jazz-Session, wenn du solche Strapazen auf dich nimmst?
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte


Im Prinzip hat die Idee durchaus was für sich, Stefan,
aber man muss halt alles heraufschleppen – da ist der
Drummer schon vor dem ersten Takt tot …

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F
fwolf15 kommentierte
Spannend finde ich ja auch, daß man mal findet der Heilige Berg Tirols, obwohl man an andere Stelle ganz klar mitgeteilt bekommt es ist in Südtirol. Auf der Klosterseite heisst es am heiligen Berg Tirols, woanders ist dann die Rede von Säbener Berg in Südtirol
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte


Der Heilige Berg ist halt der gefühlte Mittelpunkt von ganz Tirol.
Der geografische Mittelpunkt liegt wenige Kilometer entfernt am
Latzfonser Kreuz auf 2.300 Meter Höhe – stay tuned …

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Hier geht es hinauf zur Heilig-Kreuz-Kirche, aber wer glaubt,
damit sei es geschafft, der irrt – vor den Eingang rechts um
die Ecke hat der Herr noch eine weitere Treppe gesetzt:

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Hier nun zunächst der zentrale Blick in die Heilig-Kreuz-Kirche:

260900_0009_low.jpg


Die Decke besteht übrigens aus bemalter, abgehängter Leinwand,
aber so richtig interessant ist die linke Kirchenwand:

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Mit deren Ikonografie habe ich mich ehrlich gesagt nicht weiter beschäftigt,
sehr wohl aber mit der genialen perspektivischen Gestaltung:

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Läuft man nämlich von links nach rechts, ändert sich der Bildeindruck;
das finde ich schon außerordentlich imposant …

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Hinter der Heilig-Kreuz-Kirche hat man einen schönen Blick
aufs nördliche Klausen samt Fussballplatz im Abendlicht:

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Rechts oben erkennt man übrigens die schon gezeigten Geissler-Spitze.
Dazu sieht man die A22 und darunter die Eisenbahnlinie sowie für Kenner
die ehemalige Kehre ins Grödnertal …


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Nun gibt es einen Blick in die barocke Klosterkirche:

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Mein Bruder feiert allerdings die Heilige Messe in der dahinterliegenden Kapelle.
Aus gutem Grund: erstens ist die beheizbar, und zweitens sind die Bänke dort
zum Altar ausgerichtet.

Bis auf die mit imposantem Schnitzwerk ausgestattete Holzdecke gibt es dort
allerdings nichts wirklich Sehenswertes:

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Bevor ich mich nun auf einen langen Rundgang durch das Kloster begebe,
empfehle ich Euch erst einmal einen famosen Bericht über meinen Bruder:

ff-Titel.jpg

ff-Story.jpg

Hier ist der Link zu der kompletten Story, die allerdings hinter
einer Paywall liegt – aber die Lektüre ist das Geld wert!

Ich habe dem Autor postwendend für sein Portrait gratuliert,
was ich sonst eigentlich nie mache.


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Von allen Räumen des Klosters ist nur das Zimmer meines Bruders
zum Fotografieren tabu – deshalb gibt es nur einen Blick von draußen
auf die ehemalige Krankenstation samt Balkon:

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Links sieht man das Gästehaus – das linke Fenster oben war meines.

Im Gang vis a vis vom Pater-Domizil hängt ein riesiges Bild:

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Hinter der rückseitigen Wand befindet sich die Totenkapelle des Klosters:

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Für wen der Sarg gedacht war, ist unbekannt …


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2 Kommentare
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Der Deckel liegt verkehrt herum, also liegt niemand im Sarg, richtig?
 
jazzmasterphoto
jazzmasterphoto kommentierte


Richtig, der ist noch zu haben … :aliena-vampirshrek:
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Bevor es nun endlich in den Klausurbereich des Klosters geht,
gönne ich Euch einen Blick auf die Zirbenstube des Gästehauses:

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In diesem Raum konnten bzw. durften die Nonnen ihre Gäste treffen:

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Billie, eine Mischung aus Border Collie und Appenzeller Sennenhund,
die nach der Jazzsängerin Billie Holliday benannt ist, führt uns nun
durch die kleine Tür ins Kloster-Innere.


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Zuletzt bearbeitet:
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Wie schon erwähnt, ist die Klosteranlage unfassbar groß
und erstreckt sich über vier Etagen, in denen neben den
winzigen Zellen auch die obligaten Gemeinschaftsräume
und diverse Arbeitszimmer liegen.

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In diesem Gang hängen die Portraits aller elf Abtissinnen seit der Gründung
des Klosters am 21. November 1686.


260900_0079_low.jpg


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Dass die Gemeinschaft der Benediktinerinnen, die in Blütezeiten
gut 80 Nonnen auf Säben hatte, zuletzt arg schrumpfte, sieht man
gut an dieser Tafel:

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Wofür dagegen diese Tafel gut war, habe ich nicht eruieren können:

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2 Kommentare
F
fwolf15 kommentierte
na das ist der Raumplan, muss man sich halt merken da die eigentliche Räume nicht mehr beschriftet sind *g
 
Totalreflexion
Totalreflexion kommentierte
Das hat was von unfreiwilliger (oder gar beabsichtigter?) Komik:
- Die "Tischleserin" kommt jetzt vom "Tonband" (ui, hochmoderne Technik); und
- Wer "kommt bald", oder ist "verhindert"? der Herr?

Gut gesehen! Ich hätte gar nicht darauf geachtet ...
 
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