In diesem Thread stehen Beiträge aus 2022 zu einer FM3. Da ich gerne mal bei Ebay den Handel mit NOS-Waren beobachte, erscheint mir die Sache plausibel. Wenn eine Kamera im guten, gepflegt-benutzen Zustand für 400 Euro weggeht, ist der doppelte Preis für eine im absoluten Sammler-Zustand völlig normal. Bei diesem Modell kam noch dazu, dass sie technisch sehr interessant war. Relativ jung, und der modernste Ableger der Reihe.
Was ich allerdings im Blick behalte: Analoge Fotografie bedeutet nicht mehr nur manuell. Auch wenn ich bisher selbst lieber ganz "back to the roots" unterwegs war, scheint sich das zu wandeln. Immer mehr Leute kramen ihre F801 oder F90 raus. Das habe ich mittlerweile auch gemacht. Natürlich hat es seinen Reiz, die Filmfotografie ganz klassisch zu betreiben, aber warum sollen die Vorteile modernerer Kameras nicht auch heute noch Gewicht haben? Abgesehen davon, dass meine F801s meine bisher dankbarste Kamera war, ist sie auch technologisch hochinteressant. Ausserdem war sie meine Traumkamera, als ich mit der Fotografie anfing.
Jedenfalls gibt es das Geraffel aus der AF-Zeit noch fürn Appel und nen Ei. Bin gespannt ob sich das ändert, denn immer mehr junge Leute stürzen auch darauf. Vielleicht sind die einfach pragmatisch und gehen mit der richtigen Einstellung an den Fotografie-Prozess ran. Weniger Marken- und Modell-Hype, sondern schauen, was man billig kriegt und tolle Leistung bietet. Das ist m.E. nach absolut vernünftig.
Für mich dürfen auch beide Welten verschmelzen. Im Urlaub hatte ich mein Serie-E 3,5 / 75-150 auf der Z fc. Kann man technisch nicht wirklich begründen, machte aber irre Laune. Zumal die Linse auf 5,6 abgeblendet erschreckend gut performed und ich keine qualitativen Abstriche machen brauchte. Klingt komisch, ist aber so.