Mini-Reviews erwünscht: Bewertet Eure China-Linsen!

pixelschubser2006

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In Anbetracht der inzwischen inflationär erscheinenden China-Linsen mit deutlich unterschiedlichen Qualitäten - sogar innerhalb derselben Hersteller - wird es mal Zeit, für einen vernünftigen Überblick. Versprochen wird immer viel, aber meistens nicht so sehr gehalten. Meine moderneren Nikon-Linsen sind alle schon ziemlich offenblendentauglich. Manche bringen so vernünftige Ergebnisse, legen bei 1-2 Stufen Abblenden nochmal sichtbar zu. Andere braucht man eigentlich nur noch für die Schärfentiefe abblenden.
Anders sieht es bei den China-Linsen aus. Klar: Viltrox und auch Rollei kann man offenbar vertrauen. Von Schund habe ich noch nichts gehört oder gelesen. Im Detail meine Erfahrungen:

7Artisan 1,4/35 MK.I MF: Optisch echt mies, bei Offenblende wäre das früher bestenfalls in die Kategorie "Lomographie" gefallen. Allerdings: Bei ISO 6400 und höher versöhnt es sich mit der niedrigeren Auflösung und dem Bildrauschen. Hier kann es durch die 1,4er Blende (die man lieber nicht mit dem tatsächlichen T-Wert vergleicht...) auch manches Bild überhaupt ermöglichen. Da es auch eine m.E. hervorragende Fassung hat, macht es trotzdem Spaß. Es ist aber tatsächlich ein Teil, dass für das alltägliche Fotografieren kaum geeignet ist.

TT Artisan 2,0/25 MF für APS-C: Bei Offenblende eher schlecht, aber nicht so heftig wie das zuvor Beschriebene. Abgeblendet spätestens bei 5,6 kommen ganz brauchbare Ergebnisse heraus. Sicherlich nicht ganz Sinn der Sache, aber insgesamt schon ok. Zumal auch hier die Fassung mechanisch echt überzeugt.

Laowa Shift 4,0/20mm: Einer meiner größten, teuren Fehlkäufe, bewegt sich nach Schulnoten im Bereich von "Befriedigend". Die Lobeshymnen verstehe ich nicht. Es ist nicht wirklich schlecht, und vielleicht hat es bei mir mit dem Nikon Z 4/14-30 den härtesten Gegner. Bei mir kann das Laowa doch nicht so seine Stärken ausspielen, da ich bisher nur nicht ganz so hohe Gebäude fotografierte. Und da kann ich auch mein 14-30 gerade ausrichten und dank weit höherer Auflösung hinterher gut croppen. Klar: Shift-Linsen beruhen auf Mittelformat, und 20mm klingt da nicht nach optischer Höchstleistung. Andererseits erklärt mir ein Kumpel, sein Canon Shift sei ein bestes Ultraweitwinkel. Jedenfalls ist das Laowa bestenfalls mittelmäßig und lässt sich nur als Speziallinse rechtfertigen.

Viltrox 2,8/20mm AF: Uneingeschränkte Empfehlung. Die Linse liefert das ab, was man erwarten kann. Klar: Keine Konkurrenz zu meinem entsprechenden Nikon-Z-Zoom, aber bei 5,6 hochanständig und alltagstauglich auch bei höheren Ansprüchen.Nachts bei 2,8 dank niedriger Sensor-Auflösung aber auch ein Bildretter. Verarbeitung vergleichbar dem Z2,8/28 oder dem Z2/40mm. Bei allen drei Linsen muss ich sagen, dass die Leichtbauweise mir bislang keine Nachteile hervorbrachte, und "leicht" anfürsich ja nix Schlechtes ist.

7Artisan 2,8/12mm MF für APS-C: Haut mich ehrlich gesagt nicht vom Hocker. Details liefere ich gerne mal nach, da ich die Linse bisher kaum wirklich mal ausgereizt habe. Nach ersten Erfahrungen mäßig, was man bei dem Preis auch verzeihen muss. Fassung ist massiv, aber doch schon auffallend schwergängig. Wenn ich damit bei 5,6 oder 8 richtig brauchbare Bilder machen kann, ist das Ding schon gut. Hat es natürlich schwer - richtig heftige Gegner in meinen Taschen

Für mich ist das eigentlich auch alles ok. Alle diese Optiken sind für Spezialeinsätze angeschafft worden oder aus purer Neugier angesichts der Preise. Allerdings können einen die MF-Linsen mit der massiven Verarbeitung echt anfixen. Ich wäre nicht abgeneigt, auch mal mehr für ein 35er oder 28er zu investieren, wenn es richtig gut ist. Bei den leichten Tele (die aber auch aus China i.d.R. gutes Geld kosten!) scheint es Perlen zu geben. Ein mir bekannter Fotograf, der mit so ziemlich allen System analog und digital fotografiert, hat für seine Leica M eine Brennweite (glaube um 75mm) einmal als Leica Original, und einmal aus Fernost. Seine Aussage - die ich für kompetent und ehrlich halte: Die China-Linse ist bei strengem Blick sichtbar, aber nicht dramatisch schlechter. Er hält sie für praktisch ähnlich einsetzbar.

Daher nun meine Frage / Bitte: Wer kann insbesondere für Manualfokus-Liebhaber China-Optiken empfehlen und beschrieben, die nach Schulnoten zumindest eine "2" verdienen? Vielleicht können wir hier mal einen aktuellen Marktüberblick zusammentragen! Ach ja: Falls jemand Voigtländer empfiehlt: Joa, wäre ich auch bei entsprechendem Budget nicht abgeneigt. Absolut sichere Bank. Nur im Moment kann ich mich für eine "Spaß"-Linse noch nicht zu den Kaufpreisen aufraffen, auch wenn diese zweifelsfrei angemessen sind. Teuer & Gut kaufen ist selten ein Problem. Billig und gut ist dagegen eine Herausforderung ;-)
 
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Muss jeder für sich selbst entscheiden ob eine Linse gefällt oder nicht. Jede Konstruktion ist ein Kompromiss - egal was das Produkt am Ende kostet.
Das auf einen Endpreis von 100€ in China entwickeltes und eventuell unter für uns ungewohnten Bedingungen hergestelltes Nassenprodukt wird im direkten Vergleich zu einem in Deutschland entwickelten und produzierten Produkt mit geringen Stückzahlen messtechnisch schlechter abschneiden. In der Praxis kann der Kunde trotzdem zufrieden sein, weil es unterschiedliche Ansprüche gibt.
Wenn ein Produkt die Anforderungen aus dem im Vorfeld definierten Lastenheft erfüllt und eine Serienfreigabe erhalten hat, sind alle Qualihätsanforderungen zu 100% erfüllt. Wenn es keine IPxx Anforderung zu erfüllen hat, die optischen Freiheitsgrade und Anforderungen z.B. an Haltbarkeit, Einhaltung von Umweltschutz, Arbeitsschutz.... und viele viele andere Punkte großzügig definiert wurden, dann wird es günstiger verkauft werden können als Produkte, deren Anforderungen im Lastenheft davon total abweichend waren und sind.

Bin persönlich z.B. mit dem günstigen NIKON Z 1,7/24mm sehr zufrieden, da ich an das Objektiv ganz andere Anforderungen habe als an ein 3.000€ Produkt eines Mitbewerbers. Im direkten Labor-Messvergleich wird es schlechter abschneiden. am Endergebnis wird aber niemand einen Unterschied festetellen können.
Es wurden und werden hervorragende Fotos in Postergröße erzeugt, wo kein Mensch erkennen kann ob die Linse 50€ oder 10.000€ gekostet hat.

Schulnote 2 bei mir kann Schulnote 6 bei anderen sein - und umgekehrt.
 
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Ich finde, dieser Thread ist eine hervorragende Idee. Es würde mich sehr freuen, wenn hier weitere Erfahrungen gepostet werden.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Heute ist ja auch Freitag... wenn nicht heute, wann dann? Auch wenn ich den Thread streng genommen ja schon gestern Abend aufgemacht habe ;-)
 
Muss jeder für sich selbst entscheiden ob eine Linse gefällt oder nicht. Jede Konstruktion ist ein Kompromiss - egal was das Produkt am Ende kostet.
Das sind ja nun Totschlagargumente, mit denen jeder möglichst neutrale Test obsolet würde. Natürlich kann es für Produkte jeder Preis- bzw. Qualitätsklasse Anwender geben, die genau damit zufrieden sind. Und / oder es wegen bestimmter Eigenschaften nutzen. Das ist in der Fotografie per se erstmal genauso. Inwieweit das eine Preisfrage ist, darf ein Streitthema sein. Selbst wenn man innerhalb der Produkt- und Preissparte bleibt, muss man feststellen, dass es z.b. Viltrox als eines meiner sehr positiven Beispiel es schafft, für 150 Euro sein anständiges UND hochmodernes Objektiv mit Autofocus etc zu bauen, dass absolut ok ist und abgeblendet sogar hohe Ansprüche abdeckt. Eintagsfliege? Nein, bislang konnten wohl die immer überzeugen und waren sogar als Budget-Alternative zu den entsprechenden, hervorragenden Nikon-Z-Festbrennweiten im Gespräch. Klar: Schon schlechter, aber dennoch gut.

Ich spreche hier vom anderen Ende, dass nichts mehr mit bildmäßiger Fotografie zu tun hat. Erinnern wir uns noch an billige Zooms der 70er. Nicht, dass man damals nicht in der Lage gewesen wäre, gute Zooms zu bauen - aber die lagen wohl für damalige wirtschaftliche Verhältnisse auf Profi-Niveau. Wie das AI 4,5/80-200, bei den anderen Marken dürfte es ähnlich gewesen sein. Das Gros der tatsächlich verkauften Zooms war Grottig. Auch manche Festbrennweite - wie in den 90ern mein 1,8/28er Sigma - waren ein super Beispiel für die "Renommierblende": Offen absolut unbrauchbar.

Jedenfalls bewegen wir uns bei den China-Linsen aus meinem Bestand auf der gesamten Bandbreite von "Flaschenboden" bis hin zu "richtig gut!". "Flaschenboden" heißt für mich: Meilenweit von der Abbildungsleistung jedes DSLR-Kitzooms entfernt. Die wurden ja seinerzeit zur Offenbarung: Eine Produktkategorie entwickelte sich von "gerade brauchbar" bis hin zu "richtig gut" - und das trotz deutlich gesteigerter Anforderungen. Nicht nur durch die hohe Qualität der Kameras, sondern auch durch deren konstruktive Besonderheiten.

Wenn ich China-Linsen bewerte, dann nicht mit "meckern auf hohem Niveau", sondern schonungslos. Das ist dann wie der Billig-Akkuschrauber, den man als Handwerker mal im Ramsch kauft, um Zuhause auch mal was bei der Hand zu haben, und am Ende doch immer einen von der Arbeit mitbringt. Ergo Geldverschwendung. Ich bin aber überzeugt, dass das Level steigt und es immer mehr wirklich anständige Konstruktionen gibt. Und diese Erfahrungen möchte ich mit dieser Aktion her zusammentragen!
 
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G
Gianty kommentierte
@pixelschubser2006
Die "neutralen" Tests gibt es nicht, da keiner davon die ursprünglichen Konstruktionsziele kennt. Später alles über einen Kamm zu scheren um eine Vergleichbarkeit zu haben ist zu kurz gesprungen.

Ein LEICA M Noct wird im Messlabor nie mit dem NIKON Z Noct mithalten können, da es aufgrund seiner konstruktiven Einschränkungen viele Kompromisse eingehen muss. Trotzdem ist es ein hervorragendes Objektiv. So verhält es sich im Grunde mit jedem Objektiv, von dem generellen Fehler, jeweils nur 1 Exemplar zu "testen" bzw zu prüfen mal ganz abgesehen.

Es gibt keinen Flaschenboden. Es gab z.B. Objektive, deren Hintergrundunschärfe ganz bewusst in der Konstruktion hingenommen wurde, um einen besonderen Effekt des Vordergrundmotives zu erreichen. Dadurch handelt man sich an anderer Stelle Nachteile ein, die im Messlabor natürlich nicht berücksichtigt werden.

Durch solche Tests hatten und haben Händler plötzlich Leichen im Lager, die sie nicht mehr verkaufen können.

Halte von der Testeritis und Testgläubigkeit überhaupt nichts.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Du nimmst hier zwei High-End-Objektive als Beispiel, die schon vom Einsatzzweck Charakterlinsen sind. Allerdings auf sehr hohem Niveau. Selbstverständlich wird jedes Produkt kompromissorientiert entwickelt. Am Schwierigsten ist es, ein ausgewogenes Produkt zu entwickeln, dass inklusive Preis relativ geringe Kompromisse in verschiedensten Aspekten erfordert. Das wäre beim Auto das VW-Goif-Prinzip (auch wenn der Golf aktuell kein ganz passendes Beispiel ist). Beim Z 1,8/50mm im Vergleich zu Deinem Beispiel bekäme man wiederum ausgewogene Allroundqualitäten auf hohem Niveau, aber mit etwas erhöhtem Preis und schon recht hohem Gewicht.
Das von mir eingangs genannte 1,4/35mm ist unter der Prämisse: Gute Fassung, viel Glas, billiger Preis bei "Abbildungsleistung Scheissegal". Und das im Kontext, dass es sich schon um eine sehr hohe Lichtstärke handelt, die ziemlich anspruchsvoll zu konstruieren ist. Vielleicht können die es auch nicht besser, nach dem Motto "was wir können, lässt sich immerhin billig bauen".
 
G
Gianty kommentierte
Meine Beispiele lassen sich auf alle Preisklassen übertragen. Die Physik ist überall gleich, optische Formeln sind weltweit allen Herstellern bekannt, ebenso stehen allen Herstellern die gleichen Glassorten zur Verfügung.
Aus den Zutaten und Möglichkeiten lässt sich viel machen. Wirkliche Flaschenböden gibt es meiner Meinung nach nicht mehr.
Ein Blindtest wäre mal interessant. 3 gleiche Aufnahmen mit jeweils unterschiedlichen Objektiven. Könnte wetten, dass niemand sagen kann was mit welchem aufgenommen wurde ( ähnlich einer Wein-Blindverköstigung, wo sich manch ein Weinexperte schon völlig geirrt hat ).
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Der Wein ist ein hervorragendes Beispiel. Ich spreche im übertragenen Sinne von der Winzerei Chateau Migraen und ihrem Tütenwein für 79 Cent. Da ist Schönsaufen zwecklos. Ich möchte hier herausarbeiten, dass o.g. Winzerei jetzt vielleicht sogar anständige Weine für 3,90 Euro Pulle herstellt, die sogar Liebhaber überzeugt und de facto in vielen Lebenslagen ein richtig gutes Produkt darstellt. Soweit ich das beurteilen kann, da ich mit Wein so gar nix am Hut habe. Eher mit Bier, wo die qualitativen Unterschiede tatsächlich sehr gering sind. Allerdings sind es die Preise aus. Hier kommt es echt in erster Linie auf Geschmacksrichtung und die passende Temperatur an. Auch wenn ein lauwarmes Dosenbier immer noch besser ist als Wein aus der Korbflasche.
Auf das konkrete Thema übertragen: Mein 1,4/35 sieht man sofort, mein Z2,8/28 könnte man offen beim Pixelpeeping sicher von höhenwertigeren Linsen unterscheiden, aber in der Praxis dürfte es meinen Z-Zooms ziemlich gleichwertig sein.
 
Ich hatte das Laowa Ultra Macro 2.5-5.0x f2.8. Qualitätsmäßig war es ausgezeichnet, es ist aber ein ausgesprochener Spezialist.
Ein Vitrox 13mm 1.4 für DX war auch in meinem Besitz, das hat mir gar nicht gefallen, starke Anfälligkeit für Flares bei Seiten-Gegenlicht. Schärfe war ok, aber ich will nicht immer mit der Sonne im Rücken fotografieren.
Mit Samyang war ich auch immer zufrieden, das sind aber Koreaner.
Zur Zeit habe ich nur noch Nikkore, China Objektive hatte ich außer dem Viltrox keins und werde auch keins mehr anschaffen.
Bei Laowa weiß ich gar nicht mehr woher das kommt.
P.s. gelogen, ich habe ja noch ein Voigtländer für Nikon Z, das ist herausragend.
 
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TT Artisan 2,0/25 MF für APS-C: Bei Offenblende eher schlecht, aber nicht so heftig wie das zuvor Beschriebene. Abgeblendet spätestens bei 5,6 kommen ganz brauchbare Ergebnisse heraus. Sicherlich nicht ganz Sinn der Sache, aber insgesamt schon ok. Zumal auch hier die Fassung mechanisch echt überzeugt.
Meins ist auch bei Offenblende an der X-E1 durchaus brauchbar. Ich würde es sogar als gut bezeichnen; ähnlich wie andere adaptierte Objektive, jedoch schlechter als Objektive von Fuji. Ab f5.6 ist es in der Tat mehr als einwandfrei. Meiner Meinung nach das Objektiv mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für um die 70 Euro.
 
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Laowa 6mm f/2 Zero-D für MFT: Enorm gutes Ultraweitwinkelobjektiv (12mm Vollformat). Das Ding ist praktisch verzerrungsfrei, was angesichts des Extremwinkels eine optische Meisterleistung darstellt, und hält von der Auflösung her selbst bei Offenblende gut mit hochwertigen MFT-Objektiven wie z.B. dem 40-150 f/2.8 mit. Wenn man sich dann noch die Abmaße und das Gewicht (beides unglaublich gering) vor Augen führt, ist das ein Objektiv, das ich wirklich jedem MFT-Nutzer nur empfehlen kann.
 
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Interessantes Thema (y)
Bei mir waren auf den Fujis manuelle Linsen von 7artisans im Einsatz, das 25/1.8 und das 55/1.4.
Mechanisch einwandfrei, optisch für den wirklich mickrigen Preis halbwegs ok. Bei Offenblende doch ziemlich weich und mit sichtbarer CA an den Randbereichen, waren die Resultate 2 Stufen abgeblendet deutlich besser. Nur diese manuelle Fokussierung ... also ich bin kein Freund damit geworden. Trotz elektronischer Helferlein lag die Schärfe nicht selten einen Tick daneben, weshalb die Teile bald wieder den Besitzer wechseln mussten.
Ersatz dafür kamen mit Autofokus die Viltrox 23/1.4 und 56/1.4, mit denen ich nahezu uneingeschränkt zufrieden bin. Besonders die nicht rastende Blende stört mich, aber bzgl. Verarbeitungsqualität, AF-Treffsicherheit und -Tempo sowie optisch gibt es wirklich nicht viel auszusetzen. Sicher kann man 4-mal mehr Geld für vergleichbare Gläser ausgeben, aber ob der Unterschied genauso deutlich sichtbar ist??
 
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Ist ein Bild auf den ersten Blick positiv einprägsam, spielt die optische Eigenschaft keine Rolle. Gestalterisch kann man sogar „Kompromisse“ gekonnt einbinden. Langweilige Beispiele lenken die Betrachtung auf Dinge, die mit dem Inhalt nichts mehr zutun haben. Nur Technikdiskussionen weil es sonst nichts zu besprechen gibt.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Nochmals: Die Frage ist, auf welchem Niveau. Es gibt viele alte Objektive, die ausreichend gut abbilden, da hättest Du recht. Diese Qualität erreichen die China-Linsen aber nunmal leider oft nicht. Wenn man Deine Ansicht zu Ende denkt, dürfte man überhaupt kein Geld in höhenwertigeres Glas investieren. Natürlich kann man jeden Abbildungsfehler als Stilmittel einsetzen - kein Ding. Es ist aber unpraktisch, wenn mir dieser durch die Hardware diktiert wird. Letztlich geht es bei Deinem Lehrsatz nur darum, sich entsprechend des Spruches "In Schönheit sterben" nicht zu sehr in unnötige Perfektion zu reinzusteigern. Die Fotografie ist eine Kunstform, wo sowohl die Hardware als das eigene Können so gut sein sollten, um ein für den Betrachter ansprechendes Ergebnis zu ermöglichen. Was man für sich selbst macht, ist davon eh unberührt.
 
TTArtisan 23mm 1.4 mft im Nahbereich gut und brauchbar, in mittlerer bis ferner Ferne nicht, dort keine Schärfe egal welche Blende, bzw, überhaupt einen Schärfepunkt zu finden ist mir trotz umfangreicher Bemühungen nicht gelungen; für allgemeine Fotografie damit für mich leider nicht geeignet. Solide gebaut, eine Ganzmetallkonstruktion, wertiges Anfaßgefühl. Das hilft aber alles nichts, auch nicht der niedrigen Anschaffungspreis von unter 100 Eur.
 
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pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Das ist exakt die Situation, um die es mir geht. Auch wenn die Probleme im Detail unterschiedlich sein mögen: Optik mäßig bis schlecht, nur für bestimmte Zwecke sinnvoll brauchbar. Preis billig bei toller Verarbeitung.
 
calc
calc kommentierte
Ich habe mittlerweile das TTartisan 23/1.4 für Fuji-X und bin mehr als zufrieden. Es verhält sich ähnlich wie ein Vintage-Leitz. Bei Offenblende scharf in der Mitte. Ab f4 scharf bis in die Ränder, auch bei Unendlich. Keine Ahnung ob es eine Serienstreuung gibt oder warum andere keine Schärfe hinkriegen.
 
Ich habe seit langem zwei Viltrox-Objektive in Gebrauch:

Das DX 23 1,4 ist wunderbar für Portraits mit Umgebungsbezug oder in beengten Räumen geeignet: Beispielbilder

Das DX 56 1,4 ist ein klassisches Portraitobjektiv, dass auch an DX schon eine gute Freistellung ermöglicht: Beispielbilder

Beide Objektive stellen mich außerordentlich zufrieden!

Abgeblendet werden beide Objektive bei mir fast nie. Randschärfe und Vignettierung spielenfür meine Bilder ohnehin keine Rolle. Entscheidend ist, dass die Korrekturen im Lightroom fantastisch funktionieren. Und ich mag die Haptik und den Preis.

Nur zum Vergleich sei erwähnt, dass die Zicke in meinem Objektivpark das Sigma DX 30 1,4 ist. Das verzeichnet sehr massiv und die Verzeichnungen werden im Lightroom automatisch nicht zufriedenstellend entfernt. Das mag mich allerdings nur so stören, weil ich regelmäßig meine Sprossenfenster (gerade waagerechte und senkrechte Linien) mit im Bild habe. ;)
 
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Nikon AF/S 20mm 1:1,8G ED (Made in China)
Eine ganz hervorragende Festbrennweite, absolut offenblendentauglich. Im Prinzip geradezu offenblendenpflichtig, denn für solche Motive habe ich es ja gekauft. Starkes Weitwinkel mit DOF-Möglichkeiten und klasse „3D-artigen“ Perspektiven. Nano beschichtet. Schneller AF.

Das ist mein letztes AF/S Objektiv, der Nachfolger, das z20/1,8 (kommt ebenfalls aus China) reitzt mich zwar, ist aber genausogroß wie das AF/S plus FTZ, hmmmm….
 
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Erstmal vielen Dank für die zahlreichen bisherigen Beiträge. Ich muss aber eines mal klarstellen: Ich will kein Bashing betreiben, weshalb ich betone, dass selbst die billigen Exemplare bestimmte, positive Eigenschaften haben. Es soll nur herausgearbeitet werden, wo es für moderaten Mehrpreis oder bei neueren Modellen schon richtig anständige Abbilldungsleistung gäbe. Dazu kommt ja noch: Ich habe mehrere Linsen für 200-300 Euro, die zwar optisch echt ok sind, aber eben AF-Linsen. Ähnliches hätte ich gerne - aber zum manuellen Fokussieren in "Full Metall Jacket".
 
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Viltrox AF 85mm F/1.8​

Nicht das schärfste, nicht das schnellst, aber leicht abgeblendet durchaus brauchbar. Und es fühlt sich gut an! Das ist noch die alte von Rollei anfangs vertriebene Version. Ich hatte Glück mit meinem Exemplar :)
 
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Nikon AF 50/1.8 D

Klein günstig gut.
Wat willse mer?
 
5 Kommentare
Lichtschachtsucher
Lichtschachtsucher kommentierte
Das ist eine China Linse? Wat die Illse mer will kann niemand sagen, aber ich halte das AF-D 50 1.8 für das schlechteste 50er das ich je hatte.
Es ist zwar klein und leicht aber das war's auch schon.
 
Oldie FM2
Oldie FM2 kommentierte
Ja, steht ja drauf. Vielleicht hast du auch ein schlechtes erwischt. Aber wahrscheinlich weiß ich nicht was gut ist.
 
Mauleselchen
Mauleselchen kommentierte
Die gibt es aus Japan, Vietnam und China. Das sieht man schon an den Farben der Aufdrucke. Die aus China bekommt man leicht, die anderen sind sehr selten. Das aus Japan habe ich bei einem japanischen Händler über Ebay gekauft .
 
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Oldie FM2
Oldie FM2 kommentierte
Und ist das besser als die aus China?
 
Mauleselchen
Mauleselchen kommentierte
Die nichtchinesischen scheinen einen etwas besseren Kunststoff zu haben und die aus Japan haben die alten AF Farben im Aufdruck und wirken noch wertiger
 
Hatte vor einiger Zeit zur Zfc kurzzeitig das VILTROX AF 1,4/23mm und war überhaupt nicht damit zufrieden. Bis Blende 5,6 war die Schärfe- und Kontrastleistung für mein Empfinden mangelhaft. Der AF sowie die Haptik waren in Ordnung. Ob es ein Ausreißer war weiß ich nicht.
 
3 Kommentare
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Diese 100%ig themenrelevante Erfahrung klingt für mich plausibel, widerspricht aber fundamental deiner oben beschriebenen Haltung. Dass Du Dein Viltrox schlechter beurteilst als ich mein 20mm, kann einerseits an der extremeren Lichtstärke liegen, andererseits an der Erwartungshaltung. Mein 20er habe ich auch nur gekauft, weil Reviews es für die von mir geplanten Einsatzzwecke als "echt ok" einstuften. Diese Einschätzung hat sich auch bestätigt. Als Universal-Linse für jeden Einsatzzweck hätte ich sie auch nicht gekauft.
 
W
WolframO kommentierte
Ich hab das Viltrox durch das 1,7/24 DX Nikkor abgelöst und bin damit sehr zufrieden. Es ist leichter und kleiner, bei großer Blendenöffnung besser (außer bei 1,4) und das Bajonett hakelt nicht. Was beim Metallbajonett des Viltrox leider der Fall war.
 
G
Gianty kommentierte
@pixelschubser2006
Ich hatte das VILTROX nicht aufgrund von Testberichten gekauft. Hatte ein kleines lichtstarkes und haptisch solides Objektiv zur Zfc gesucht. Dabei ist mir der Kaufpreis nicht so wichtig. Hätte es gepasst, wäre es immer noch bei mir.

Habe durchaus auch einige günstige Objektive mit denen ich sehr zufrieden bin.
 
3 Kommentare
svantevit
svantevit kommentierte
Ich mußte ersteinmal nachschauen was oder wer Greulix ist.
Hat mich nie interessiert. Bei mir gab es Digedags, Abrafax, Fix und Fax, Atomino, Frösi...........:p

Kann sein du hast mich falsch verstanden.
Ich mache diesen Thread nicht schlecht.
Soll man ruhig die Objektive in Kategorien einteilen.
Doch einer sieht es so und ein anderer wieder so. Jeder setzt Prioritäten und beachtet Qualitätsmerkmale und Eigenschaften die ihm wichtig, wichtiger sind.
Letztendlich kommt nix dabei raus was als absoluter Maßstab gilt.
Ich nutze auch top Objektive und Märchenlinsen. Das ist mir bewußt und so werden sie auch eingesetzt.

Ein Objektiv schlechtreden nur weil es nicht die vollendetsten Korrekturen auf höchstem Niveau aufweist macht ein sehr gutes Bild nicht schlecht.
Weil es keine Bedeutung hat. Der Inhalt spricht.
Nur das wollte ich zum Ausdruck bringen.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Genau das ist doch die pure Polemik. Ich kenne Dich ja als engagierten und angenehmen Mit-Foristen, aber diesmal verstehe ich Deine Haltung nicht. Wir haben hier alle unterschiedliche Ansprüche und Erwartungshaltungen. Sicherlich werden auch mal Gerätschaften niedergeredet, die in Wahrheit aus praktischer Sicht absolut professionelle im Sinne von sehr guten und ansprechenden Ergebnisse abliefern. Aber gerade darum geht es hier nicht. Es geht um ein grobes Ranking, und um zu schauen, in welchem Kontext manche Linse gut funktioniert. Und eben auch um die insgesamt sehr positive Entwicklung der Szene im Blick zu haben.

Wir sind uns auch alle dahingehend einig, dass auch eher mäßige Objektive tolle Bilder abliefern können. Aber weniger weil die Qualität egal wäre, sondern eher weil man als geschickter Fotograf den Charakter der Linse künstlerisch mit einbaut.
 
svantevit
svantevit kommentierte
„in welchem Kontext manche Linse gut funktioniert“

Damit komme ich gut klar. 👍

Aber sobald es allgemein losgeht… Finger weg! Schrott! ….verliert sich alles.
 
Habe drei China AF Objektive (für E-Mount) im Einsatz:

1) Viltrox 20/2.8 finde ich in der Bildqualität sehr ordentlich,
packe ich in die Tasche, wenn ich überwiegend mit dem Tamron 50-300, oder dem Tamron 35-100/2.8 fotografiere, aber für mehr Weitwinkel gerüstet sein möchte.

2) Viltrox 55/1.8 EVO - exzellentes Objektiv, kann mit dem Nikon 50/1.8S locker mithalten, ist besser ausgestattet und für die Leistung recht günstig.

3) TTArtisan 75/2 - gutes Portrait-Objektiv, Bildqualität ist gut, Alternative zu einem 85/1.8 - (aber kann das Sigma 65/2 i-Serie ist sichtbar besser bei Bokeh und Offenschärfe.)
 
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Ich hatte mal die beiden manuellen Objektive für meine ehemalige Nikon Zfc von TTArtisan, das 35mm F1.4 und das 50mm F1.2. Kam nicht so mit dem manuellen Scharfstellen klar trotz div. Hilfsmittel in der Kamera. Aber beide waren zumindest in der Mitte schön scharf (wenn ich getroffen hatte ;) ). Und beide unter 150€ bzw. sogar unter 100€. Für das Geld kann man nicht viel falsch machen. Das 35er war sogar in Silber wie meine Zfc. Top. Weiterhin hatte ich ebenfalls die AF Viltroxe 23mm F1.4 und 56mm F1.4 in Silber. Auch diese performten sehr gut. Und AF lag mir eh mehr. Konnte dann alle gut verkaufen nach dem Erwerb meiner Zf und dem Verkauf meiner Zfc. Und keiner der Käufer hat sich gemeldet weil er eines der Objektive als schlecht empfunden hat.:)

Momentan habe ich von Viltrox die Objektive 16mm F1.8 für meine Z9 in erster Linie, das 14mm F4 und das 20mm F2.8 für meine Zf. Dazu das TTArtisan 75mm F2 ebenfalls für die Zf. Alle performen sehr gut, sind aber wie oftmals auch schon geschrieben sehr Gegenlicht-anfällig. Ok, das 20er Viltrox ist auch schon etwas weich wenn man es mit meinem Nikon Z14-30 F4 bei 20mm vergleicht. Aber noch gut genug wenn man es benötigt. Und klein und handlich dazu. Was will man mehr.
 
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Nachdem ich vorhin im Garten auch nochmal das o.g. 7Artisan 1,4/35 mit meinem Z 28/2,8 und meinem Z24-120 verglichen habe, muss ich mein Urteil mal deutlich abschwächen. Tatsächlich waren die Ergebnisse des 35er ab Blende 4 ganz brauchbar. Klar: Man sieht die Vignetierung, Randunschärfe und den Kontrastmangel, aber es taten sich abgeblendet keine extremen Abgründe auf.
Dabei ist mir auch ein anderer Aspekt in den Sinn gekommen. Viele chinesische Hersteller suchen Nischen raus, die die Kamera- sowie die etablierten Objektivhersteller garnicht so bedienen. Schon garnicht in "preiswert". Dazu zählen ganz besonders auch sehr lichtstarke Weitwinkel. Vielleicht muss man da einfach auch die Kirche im Dorf lassen. Selbst bei Voigtländer, die sehr hohe Qualität fast schon preiswert anbieten, kostet sowas grob das Fünffache meines 35ers.
Ausserdem haben wir eine sehr hohe Erwartungshaltung, die aber auch durch die Werbung geschürt wird. Und im Nikon Z auch durch die Bank erfüllt wird. Aber mit einem Wahnsinnsaufwand, sowohl finanziell als auch in der Bauform. Da finde ich Sony bei manchen Brennweiten tatsächlich interessanter, wenn diese qualitativ auch sehr gut sind, aber kompakter und preiswerter. Jedenfalls sind wir Perfektion gewöhnt.
Was wir nicht mehr gewöhnt sind: Dass 1,4er Linsen früher auch mal offen Kacke abgeliefert haben. Aber früher waren unsere Bilder technisch nicht so überzüchtet. Und niemand hat perfekte Leistung offen erwartet, weil diese Linsen in Situationen eingesetzt wurde, die entweder mit dem Bildchrakter spielten oder nur so auf die nötige Verschlusszeit kamen. Nur wenn man der Werbung glaubte, war immer alles tipptopp. Ich habe leider noch nicht mit nem 2,0/28 oder 1,4/35 Nikkor fotografiert, bin aber schon vom einen oder anderen hochlichtstarke Weitwinkel sehr enttäuscht worden. In erster Linie weil ich den Werbeaussagen auf den Leim gegangen bin. Dafür kein eine 99-Euro-Linse aus China allerdings nichts. Ein weiterer Punkt ist: Bei den manuellen Linsen ist nix mit Zonenfokus. Die müssen echt ganz präzise scharfgestellt werden. Das ist zumindest meine Erfahrung. Macht mir persönlich auch großen Spaß!
 
2 Kommentare
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Bei den manuellen Linsen ist nix mit Zonenfokus.

:unsure: :unsure: :unsure:

Verstehe ich nicht. Egal welches Objektiv, Zonenfokus geht immer. - Beispiel: Ein 35mm Objektiv bei Blende 8 und auf 3m eingestellt, hat bei VF einen Schärfebereich von 2,1m bis etwa 5,4m, also eine scharfe Zone von 3,30m.
 
pixelschubser2006
pixelschubser2006 kommentierte
Tja, sollte man meinen. Ich habe aber bei meinen China-Objektiven den Eindruck, dass die erst bei richtig präziser Fokussierung zu ihrer Bestform auflaufen. Allerdings auch eher bei Blende 4 oder 5,6... nicht bei 8. Müsste man mal mit älteren MF-Linsen vergleichen.
 
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