Heute kommt von mir etwas ganz und gar Außergewöhnliches; etwas von der Sorte, die man wohl höchstens einmal im Leben zu Gesicht bekommt:
Hammerhuhn (Jungvogel), Indonesien
Hier wohnte ich einem besonderen Ereignis bei, nämlich der Aussetzung eines Hammerhuhns, auch Maleo genannt. Dieser nur auf der Insel Sulawesi zu findende Vogel hat ein ganz und gar ungewöhnliches Fortpflanzungsverhalten: Er legt seine Eier in heißem Sand oder vulkanischer Erde ab, wo Temperaturen von etwa 35 Grad herrschen. Danach bedeckt er das Ei mit einer Schicht aus etwa 10cm Sand bzw. Erde und überläßt es sich selbst. Das Küken muss sich nicht nur aus dem Ei herauspicken sondern auch durch die Sand-/Erdschicht graben. Es ist danach sofort flugfähig und dauerhaft auf sich selbst gestellt, bekommt also seine Eltern möglicherweise nie zu Gesicht.
Dieses Küken hier wurde als Ei geborgen und in einer Aufzuchtstation zum Schlüpfen gebracht. Danach wurde es vor der Freilassung noch einen Tag in einem Gehege belassen. Dieses Vorgehen erhöht seine Überlebenschancen, was bei dieser leider bereits als ‘kritisch gefährdet’ eingestuften Art wichtig sein kann.
Die Ähnlichkeit mit dem ausgewachsenen, nahezu flugunfähigen Vogel (Bild unten, beim Graben einer Eiablage in freier Natur) ist übrigens, nun ja, eher oberflächlich.
Hammerhühner, Indonesien
Hammerhühner-Paare bleiben lebenslang zusammen – aber quasi kinderlos.
Noch ein Trivialfakt: Weltweit gibt es nur einen einzigen Zoo, in Queens/New York City, der Hammerhühner hält.
Die Vögel wie auch die Bilder.