Zwei Bücher, zwei Vorgehensweisen zu CNX

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awin

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Hallo Forum,

ich bin gerade dabei mich mit Capture NX zu beschäftigen und lese mich durch die beiden neu erschienen Bücher (Walter Schlögel bzw. Dirk Fietz).

Zu meiner Frage: Betreff - Grundlegende Anpassungen:
Herr Schlögel schreibt - die Grundlegenden Anpassungen dienen hauptsächlich der Rückwärtskompatibilität zu Capture 4 und sollten bis auf wenige Ausnahmen nicht verwendet werden. Darauf würde auch Nikon hinweisen.

Herr Fietz schreibt - Der Bereich Grundlegende Anpassungen hat indessen einen Vorteil, der nicht zu verachten ist. Er liefert die optimale Bearbeitungsfolge!
Hangeln Sie sich bei der Bearbeitung von oben nach unten durch, .............
Arbeiten Sie als ersten Bearbeitungsschritt den Bereich Grundlegende Anpassungen von oben nach unten durch.
Führen Sie weitere Optimierungsschritte über die Menüleiste aus. Diese können sich auf selektive Bildbereiche beziehen oder mit den grundlegenden Anpassungen gar nicht zu tun haben.
Vermeiden Sie dabei die Bearbeitung des ganzen Bildes mit Funktionen, die sich unter Helligkeits- und Farbanpassung und Detailanpassung des Bereichs Grundlegenden Anpassungen befinden.

Wie denn nun?
Lt. Herrn Schlögel nur Grundlegendes wie Belichtungskorrektur, Weißabgleich usw., jedoch keine Schärfung, Rauschreduzierung oder Farbanpassung.

Lt. Herrn Fietz alles in den Grundlegenden Anpassungen und danach wenn überhaupt nur selektiv über Bearbeitungsschritte.

Wie macht Ihr das? Wie ist Euer Workflow?

Zum Schluss noch eine Frage zu einer Abbildung im Buch von Herrn Fietz auf Seite 71.
Dort gibt es bei Ihm unter den Grundlegenden Anpassungen auch den Bereich Helligkeits- und Farbanpassung, ist bei mir nicht vorhanden.

Ich bin gespannt auf Eure Meinung.


Gruß
Andreas
 
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Hi!

Warum es die grundlegenden Einstellungen gibt, ist doch wurscht, oder? Arbeite, wie Du es für richtig hältst. Es ist bildabhängig, es gibt viele Wege, die nach Bielefeld führen.

Oft wird gesagt, man entrauscht zuerst. Wenn ich dem Bild zum Beispiel eine Körnung verpassen möchte, dann entrausche ich nicht. Wofür auch? Anders gesagt: hier ist das Ziel das Ziel, nicht der Weg.

Der Nachteil bei den grundlegenden Anpassungen ist eben, dass sie nicht selektiv anwendbar sind.

Das Bild auf Seite 71 ist korrekt, die Funktion gibt es unter den Grundeinstellungen.
 
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Hallo G.Laymann,

Warum es die grundlegenden Einstellungen gibt, ist doch wurscht, oder?
ich habe ja auch nicht gefragt warum es die grundlegenden Eigenschaften gibt und das viele Wege nach Bielefeld führen ist mir auch klar, nur was will ich in Bielefeld;).

Das alles hilft mir leider nur nicht weiter.
Der eine Autor verweißt explizit darauf möglicht alles in den grundlegenden Eigenschaften zu erledigen.
Der andere Autor merkt an das selbst von Nikon gesagt wird möglicht wenig in den grundlegenden Eigenschaften zu bearbeiten und dies besser als Bearbeitungsschritte abzuarbeiten.

Das sind zwei grundverschieden Vorgehensweisen.


Das Bild auf Seite 71 ist korrekt, die Funktion gibt es unter den Grundeinstellungen.
Hmmm, bei mir gibt es keine Helligkeits- und Farbanpassung unter grundlegende Anpassungen:confused:, kann dies vom Kameramodell abhängig sein (D70s).
 
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Hmmm, bei mir gibt es keine Helligkeits- und Farbanpassung unter grundlegende Anpassungen:confused:, kann dies vom Kameramodell abhängig sein (D70s).

...nein - das ist von der Capture Version abhängig.
Bei den neuesten Versionen ist der Punkt "grundlegende Anpassungen" umstrukturiert worden.
 
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Dass Andreas leicht verwirrt ist, kann ich gut verstehen - mir geht es ähnlich.

Eine mögliche Erklärung: Schlögls Buch hat NX 1.2 (oder gar 1.1 ?), als Basis während das neue Data Becker Buch vielleicht bereits 1.3 berücksichtigt und da hat sich doch einiges getan.

Die Helligkeits- und Farbanpassungen fehlen bei mir auch !!
CNX 1.3.2 unter Windows, NEF von D200 und D300.

Peter
 
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(grundlegende Bearbeitungsweisen)
Das sind zwei grundverschieden Vorgehensweisen.

Also ganz ehrlich: selbst wenn Buchreihen als Wortspiel "Docma" heißen, so sollten EBV-Bücher nie als dogmatisch betrachtet werden. Nochmal der Hinweis: der sinnvolle Bearbeitungsweg kann nie vom Bild unabhängig sein.

Noch mal das Rauschen: nach den grundlegenden Einstellungen und dem Buch von Fietz käme das entrauschen ganz zum Schluss. Möglicherweise käme ich aber mit anderen Bearbeitungsschritten an den Punkt, wo das Rauschen durch andere Bearbeitungsschritte verstärkt würde. Also entrausche ich bei solchen Bildern zuerst.

Auch Schlögel kann man zustimmen, aber ihn auch wiederlegen. Wenn ich die Kamera-Optionen verändern möchte, komme ich um die grundlegenden Einstellungen nicht herum. CNX bietet nur eine Möglichkeit, den Weißabgleich zu ändern. Alles andere (Farbstich entfernen), ist eine andere Funktion.

Jeder - da kannst Du hier im Forum rumfragen - hat seine Art, Bilder zu bearbeiten. Ein anderes Beispiel: schau Dir mal Beauty-Retusche in Ps an. Kelby verwendet einen recht aufwändigen Weg, um der Haut Strukur zurück zu geben. Rimmler rimmelt rum. Küppers arbeitet oft mit dem Weichzeichner und die nette Frau Jarsetz nimmt noch einen anderen Weg. Insofern bist Du doch mit zwei Meinungen gut dabei.

Mache Dich frei, von einem Weg, suche Deinen Weg.
 
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Lt. Herrn Schlögel nur Grundlegendes wie Belichtungskorrektur, Weißabgleich usw., jedoch keine Schärfung, Rauschreduzierung oder Farbanpassung.

Er ist auch hier im Forum sehr aktiv und wird das bestimmt selbst begründen. Vermutlich hat die Empfehlung eine historische Ursache: in den frühen NX Versionen gab es spürbare Geschwindigkeitsunterscheide für dieselben Funktionen, je nachdem ob man sie in den Grundlegenden Anpassungen oder als separaten Schritt angewendet hat. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch der Tipp, denn damals war vieles in den Grundlegenden Anpassungen langsamer.
 
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Bin ja auf der Suche nach dem eigenen Weg, deswegen ja auch meine Fragen.
Ich hoffe nur nicht in Bielefeld rauszukommen:fahne:

Mich wundert es eben das Herr Fietz unter anderem auch schreibt das Farbanpassungen über Bearbeitungsschritte nicht auf das kpl. Bild sondern nur selektiv angewendet werden sollte da dies zu nicht vorhersehbaren Veränderungen führt (so habe ich es zumindest verstanden).

Na ja solange bei mir die Farbanpassungen in den Grundlegenden Bearbeitungsschritten nicht vorhanden sind ist dieser Punkt für mich eh hinfällig.
 
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Hallo Andreas,

bis zur CNX Version 1.2 hatten die Grundlegenden Anpassungen den alten Capture 4 Algorithums mit Performancenachteil.
Die Empfehlung, diese Rückwärtskompatibilität wurde von Nikon nur inoffiziell vertreten, da sie ja einen Nachteil von CNX bestätigen würde.
Seit CNX V 1.3 gibt es diesen Nachteil nicht mehr, in der Neuauflage des dpunkt Buches wird das berücksichtigt sein.
Die neue Empfehlung lautet: Rauschreduzierung kann nun in den Grundl. Anpassungen ohne Nachteil durchgeführt werden.

Auf Seite 32 im dpunkt Buch stehen übrigens jene Funktionen, die auf jeden Fall in den Grundlegenden Anpassungen durchgeführt werden sollten.
Weißabgleich, Belichtungskorrektur, Staubentfernung, Vignettierungskorr. (Diese Funktionen gibt es nur hier.)

Schärfung sollte immer der letzte Schritt sein, daher weiterhin nach allen zusätzlichen Bearbeitungsschritten.
Farbanpassung hat als Zusätzlicher Schritt den Vorteil, dass man übersichtlicher Erkennen kann, welche Bearbeitungsschritte auf das Bild angewendet sind,
und dass auch die Auswahl mit Masken nur in einem eigenen Schritt funktioniert.

Wenn du, wie im dpunkt Buch auf Seite 27 empfohlen, die Helligkeitsanpassungen deaktivierst,
dann ist dieser Menüpunkt in den Grundlegenden Anpassungen ausgeblendet.
Diese Empfehlung lasse ich auch für CNX V 1.3 weiter gelten (siehe oben).

Der Vorteil laut Nikon, dass die Grundlegenden Anpassungen immer die richtige Reihenfolge garantieren, lasse ich nur für ausgesprochene Anfänger gelten, die sich mit der Reihenfolge sonst vielleicht etwas schwer tun würden.
Spätestens, wenn ich den Ausschnitt verändere, ist die Reihenfolge einer Helligkeitsanpassung in den Grundlegenden Anpassungen falsch.

Farbanpassungen dürfen natürlich auch auf das komplette Bild angewendet werden (wenn notwendig und gewünscht).
Wo steht, dass dieser Schritt nur selektiv verwendet werden soll?

Walter
 
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Hallo Walter,

danke für Deine Antwort.
Dann werde ich wohl weiterhin meine Bearbeitungen als Schritte ausführen, ist mir auch lieber da es für mich übersichtlicher ist.

Das die Farbanpassungen über Bearbeitungsschritte nach Möglichkeit nur selektiv angewandt werden sollten habe ich in einem Absatz im Data Becker Buch so gelesen (hoffentlich täusche ich mich da nicht).
Habe das Buch leider gerade nicht zur Hand um dies nochmal nachlesen zu können.

Mich hat es einfach verwirrt das einmal ausdrücklich für bzw. gegen die Grundlegenden Anpassungen argumentiert wird.

Aber so wie es scheint ist es tatsächlich Geschmacksache solange man eine gewisse Bearbeitungsabfolge einhält.


Andreas
 
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Hallo Andreas,

auch für mich sind die Bearbeitungsschritte übersichtlicher,
nur die Rauschreduzierung habe ich nun wieder in die Grundlegenden Anpassungen verlegt, seit der Nachteil weggefallen ist.

Dirk Fietz schreibt auf Seite 84 über den Farbabgleich: "Sehr interessant ist die Anwendung auf einzelne Bildbereiche."
Daraus lese ich nicht, dass er die Anwendung auf das gesamte Bild verbietet.

Es fallen mir jedoch nur sehr wenige Fälle ein, wo ich das gesamte Bild in der Farbe verändern würde.
Für den Weißabgleich gibt es einen eigenen Regler, und bis auf das Beispiel auf Seite 109 im dpunkt Buch kenne ich bei modernen Kameras kaum den Bedarf nach einer derartigen globalen Korrektur.

Walter
 
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Dirk Fietz schreibt auf Seite 84 über den Farbabgleich: "Sehr interessant ist die Anwendung auf einzelne Bildbereiche."
Daraus lese ich nicht, dass er die Anwendung auf das gesamte Bild verbietet.

Ich dachte, Du wolltest das Buch Deines Mitbewerbers nicht bewerten. Jetzt nimmst Du konkret Stellung dazu! :dizzy:
 
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Hallo Gabriel,

ich verstehe nicht, was dich so verwundert.

Bewerten bedeutet doch, Vor- und/oder Nachteile zu nennen.
Da mir das Buch gefällt, werde ich sicher nichts gegen das Buch hier schreiben,
was natürlich auch gilt, wenn es mir nicht gefallen würde.

Wenn jemand eine Aussage in dem Buch (die ich noch dazu für korrekt halte) diskutiert,
dann darf ich doch hoffentlich mitdiskutieren, ohne eine Bewertung abgeben zu müssen.

Ich hoffe natürlich weiterhin, dass der Autor sich einmal im besten Nikon Forum der Welt selber zu Wort meldet, wie es ein anderer Autor von Nikon Büchern vor kurzem (leider nur sehr knapp) gemacht hat.

Walter
 
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