Das ist der Grund, warum ich bisher viel lieber unbelebtes fotografiere
Samstag wurde ich genötigt, bei einer geschlossenen Jubiläumsveranstaltung eines Vereins zu fotografieren, bei der ich eigentlich als Gast geladen war.
Das war die reinste Quälerei für mich, weil wirklich total ungerne Menschen fotografiere...
Sehe ich anders :
Unbelebtes ist mir meist zu mühsam in der Vorbereitung und ich schaffe es auch selten, dem Unbelebten Leben einzuhauchen, d.h., es irgendwie spannend zu gestalten.
Leute fotografiere ich dagegen gern, gerade, weil sie oft von sich aus so interessant und charaktervoll aussehen, dass ich sie auch gern anschaue und daher auch gerne ablichte.
Hier war die Schwierigkeit des Arrangements (!); das ist wieder ein eigenes Thema - es braucht eine Idee und die Umsetzung der Idee.
Bei drei Personen entstehen dann eventuell schon drei Ideen (und Interessen), die nicht immer deckungsgleich zu sein brauchen. Wie, nur als Beispiel : Der Mann achtet darauf, dass seine Kleidung sauber ist, weil er attraktiv und nicht "wie ein Penner" wirken will, die Frau möchte am liebsten das Gesicht mit auf dem Foto, weil sie eine Set-Card braucht und der Fotograf ärgert sich, weil das Licht nicht wie erwartet ist - wie gesagt nur Beispiele, die so, oder anders vorkommen können - nicht müssen.
Von daher scheint mir die Aufgabe "Zug verpasst" gar nicht so einfach, wie es sich zunächst anhören mag.
Der Weg, es zu probieren und das Ergebnis zur Diskussion zu stellen, um daran zu arbeiten, scheint mir gut/spannend/vernünftig und so macht es Spaß, hier mitzumachen.
Von daher noch einmal Dank an Dich, Taikido !