Ich schreib jetzt erst mal nichts dazu, den ich muss ins Bett, aber:
a) Ich hab mir schon etwas dabei gedacht.
b) Ich habe eine Strategie wie das Dickicht gelichtet wird.
Ihr könnt gerne schon mal loslegen mit der Diskussion....
...bis morgen
Frank
EDT: ERLÄUTERUNGSTEXT VON UNTEN
Hallo Ihr!
Ein Bisschen Schlafen und Arbeiten hat gut getan. Vor der Frühstückspause daher ein kurzes Statement:
Die Kapazität der 21 Festplatten (die abgebildeten und noch 2 im Computer, eine fürs System, eine für Auslagerungsdatei und Photoshop-Cache) ist eine ganze Ecke mehr als 5 Terabyte.
Der Redundanzfaktor ist leider noch eine Ecke größer als zwei.
Die Idee ist schon, die Hälfte der vollen Platten auszulagern, dazu muss ich die Daten aber noch ein wenig umsortieren, damit ich parallele Pärchen habe (wie in der Arche damals). Aus verschiedenen Gründen war es nicht immer möglich, zwei exakt identische Laufwerke mit exakt identischen Daten zu beschreiben, wie ich das zur Zeit mit zwei externen E-SATA-Platten mache.
Im Laufe des Jahres kommt dann ein Speicher-System auf dem ich mir ein Nichtredundantes Set anlege, das ich mit IMABAS verwalten will. Dieses Speichersystem soll aus 4 x 1 TB bestehen, die IDE-Platten lagere ich nach dem Überspielen komplett aus.
Dann will ich täglich 90 Minuten von meiner Arbeitszeit abzweigen, bis sämtlicher Schrott gelöscht ist und der Rest einheitlich verschlagwortet. Von da an werde ich jedes neue Bild direkt diesem System unterwerfen.
Warum habe ich das bisher nicht gemacht?
Weil es zwar mit MPEG-7 seit längerem einen ISO-Standard für Metainformationen gibt ( http://de.wikipedia.org/wiki/MPEG-7 ), aber in der Praxis hält sich keiner dran, insbesondere kein Softwareprogrammierer.
Ich hatte einfach Angst, dass ich Wochen investiere, um meinen Datenbestand in einem bestimmten Format zu Archivieren und dann gibt es irgendwann die Software nicht mehr und ich muss das Alles noch einmal machen. Inzwischen haben die Leute aber mit den Füßen abgestimmt und IPTC ( http://de.wikipedia.org/wiki/IPTC-NAA-Standard ) hat sich als Standard etabliert, der tatsächlich genutzt wird.
Was ich mit meiner Backuplösung garantieren kann ist, dass jede Kundendatei auf zwei verschiedenen physikalischen Datenträgern vorhanden ist. Demnächst werde ich zusätzlich garantieren können, dass Alles, was älter als ein halbes Jahr ist auch noch an zwei verschiedenen Orten gelagert ist.
Die Frage ist, ob ich meinen Kunden dafür mehr Geld abknöpfen kann als Leute, die die Dateien nicht sichern. Weiß ich nicht. Vielleicht irgendwann einmal. Vielleicht sichert der Kunde seine Dateien auch selber?
Wie funktioniert die aktuelle Lösung?
Ich habe eine Arbeitspartition von bisher 60 Gigabyte, die ich regelmäßig sichere und zwar auf einer externen Partition gleicher Größe bis die Partition voll ist, dann auf zwei externen Partition, bevor ich die Arbeitspartition leere, um sie mit neuen Dateien vollzuschreiben.
Im Hinblick auf die größeren Dateien meiner kommenden Kameras (statt sechs dann 12 Megapixel), habe ich nun die Arbeitspartition auf 100 Gigabyte vergrößert.
Die Arbeitspartition füllt sich je nach Auftragsslage in etwa 4 bis 8 Wochen. Textaufträge und Internetseiten brauchen kaum Speicherplatz, bei Fotoaufträgen komme ich schon mal auf 10 Gigabyte RAW-Dateien an einem Tag, dazu die JPEGs und ggf. TIFFs für die Kunden und ggf. Bearbeitungen, bei Panoramen kann eine Einzeldatei schon mal zwei Gigabyte groß sein.
Eine 10-Gigabyte-Reportage macht sich dann im Archiv mit ca. 50 Gigabyte bemerkbar (zwei mal 25 mit JPEGs und Bearbeitung).
Welche Probleme treten bei dieser Lösung auf?
1) Netzteile, sehr viele verschiedene Netzteile, die teils gefährlicher Weise die gleichen Stecker haben aber unterschiedliche Belegung. Das ist echt gefährlich, also muss man Vorkehrungen treffen. Warum ein und derselbe Hersteller von externen Gehäusen ständig die Netzteil-Lieferanten wechselt, ist mir nicht so klar, aber bei externen Gehäusen kommt es auf viele Faktoren an und Kontinuität ist leider nicht die Stärke der Hersteller. Das Aussehen der Gehäuse scheint der Mode unterworfen zu sein und die Steckerformen und Belegungen sind auch nicht normiert. Das ist nicht nur ärgerlich sondern auch gefährlich. Ich habe schon eine 250er Platte verloren auf diese Weise, deren Ersatz mich immerhin 65 Euro plus ext. Gehäuse gekostet hat.
2) Wartezeiten: Mit E-SATA geht es, da dauern 85 Gigabyte (die 100er-Partition) etwa eine halbe Stunde, mit USB dauert es je nach Controllerchip etwa 60 Minuten bis 120 Minuten für nur 58 Gigabyte (die 60er-Partition)
3) Auffindezeiten: Das geht eigentlich. Gewöhnlich suche ich nicht länger als 2 bis 3 Minuten inklusive Platte anschließen und bei SATA den Computer neu starten. Das liegt aber daran, das sich die Anfragen meist auf Dateien beziehen, die innerhalb der letzten zwei Plattengenerationen liegen. Wenn ich aus gescannten Negativen und Dias etwas aussuchen muss oder eine Email von 1995 suche, wird es schon schwieriger
4) Kosten: Der Jahresverbrauch an Festplatten ist fast genau so teuer wie früher der Verbrauch an Filmmaterial.
Nun erst mal Frühstücken und dann weiterarbeiten.
Frank
aus 
:winkgrin: