Ausstellung Zu Besuch bei Erich Grisar …

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jazzmasterphoto

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Hand auf's Malocher-Herz:
Wer hat schon mal von Erich Grisar gehört?

Nun, in den 20er und 30er Jahren war der Dortmunder als
Arbeiterschriftsteller, Journalist und Fotograf durchaus
erfolgreich – da er aber 1955 im Alter von nur 57 Jahren
starb, verschwand sein Nachlass für Jahrzehnte sang-
und klanglos in der Versenkung.

Aus der ihn jetzt eine städte- und institutionenübergreifende
Projektgruppe zurecht wieder ans Licht der Öffentlichkeit
holt – wie diese Ausstellung grandios zeigt:


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Das gelang ihm jedenfalls ausgezeichnet
in einer fabelhaften Bildsprache, die sich
hinter so bekannten Kollegen wie Albert
Renger-Patzsch & Co nicht zu verstecken
braucht:


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Diese Wand zeigt Schlachthof-Szenen,
die "Luftballons" rechts sind Tierblasen.


In opulenter Pracht zeigt die Ausstellung
rund 200 Bilder von Erich Grisar, die z.T.
mit Reproduktionen seiner Reportagen
ergänzt sind:


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Besonders beeindruckend sind seine
Kinder-Bilder, die wie alle Fotos erst
von den Negativen digitalisiert und
dann auf Baryt geprintet wurden:


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Neben schönen Szenen spielender
Kinder sind auch (s.o.) arbeitende
Kinder zu sehen, deren Alltag Erich
Grisar so beschrieb:


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:hehe:


Weitere Informationen zu der unbedingt
sehenswerten Ausstellung findet man
hier:
http://bild-akademie.de/blog/2016/03/16/erich-grisar-ruhrgebietsfotografien-1928-1933/



Erich Grisar. Ruhrgebietsfotografien 1928 – 1933

14. März 2016 bis 28. August 2016

Ruhr Museum
UNESCO-Welterbe Zollverein
Areal A [Schacht XII], Kohlenwäsche [A14]
Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen

Öffnungszeiten: Mo bis So 10-18 Uhr
Eintritt: 3 €, ermäßigt 2 €, unter 18 Jahren frei


Der gleichnamige Katalog zur Ausstellung
kostet 19,95 € und ist im Klartext-Verlag
erschienen – ISBN 978-3-8375-1404-9


 
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War heute da, die Ausstellung muss man gesehen haben - Street-Fotografie vom Feinsten, und alles ohne D5...


Grüße Dieter
 
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Hierzu noch eine zusätzliche Info:

Filmreihe zur Ausstellung „Erich Grisar. Ruhrgebietsfotografien 1928 – 1933“ startet am 26. April 2016

In seiner Galerieausstellung „Erich Grisar. Ruhrgebietsfotografien 1928 – 1933“ zeigt das Ruhr Museum rund 200 bisher größtenteils unveröffentlichte Fotografien des Dortmunder Arbeiterschriftstellers Erich Grisar. Die Auswahl der Schwarz-Weiß-Fotografien zeigt ein faszinierendes und fesselndes – vor allem aber ein ungeschöntes – Portrait des Ruhrgebiets der 1920er und 1930er Jahre. Grisars fotografisches Interesse galt insbesondere dem Arbeitermilieu, dem er selbst entstammte. Seine Bilder von spielenden und arbeitenden Kindern sind dabei die größte Entdeckung.

Begleitend zur Ausstellung veranstaltet das Ruhr Museum in Kooperation mit der Kinemathek im Ruhrgebiet eine zweiteilige Filmreihe in der Halle 2 auf Zollverein.

Den Auftakt macht am 26. April um 18 Uhr der Filmabend zum Thema „Arbeiterkinder“. Der Stummfilm „Kinderrepublik Seekamp“ (1927) ist ein Filmbericht vom ersten und größten sozialdemokratischen Sommerlager für Kinder auf „Gut Seekamp“ an der Ostseeküste in Kiel, das Grisar auch fotografisch dokumentierte. Das Sommerlager wurde von den 2.300 teilnehmenden Kindern als Kinderrepublik selbst verwaltet. Der anschließende Film „Streiter heraus – Kämpfer hervor“ (1931) berichtet vom Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands vom 31. Mai bis zum 5. Juni 1931 in Leipzig.

Am 3. Mai folgt um 18 Uhr der Themenabend „Arbeiterfrauen“. Der Kurz-Dokumentarfilm „Der Weg einer Proletarierin“ (1929) berichtet von der Hilfe der SPD für Mütter mit unehelichen Kindern. „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ (1929) gilt als erster proletarischer deutscher Spielfilm und wurde auch „der große Zille-Film“ genannt. Am Beispiel des Berliner Wedding gibt er die Lebenssituation des Proletariers in Deutschland in der Weltwirtschaftskrise realistisch wieder.

Die Veranstaltung in Halle 2 [A2] ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Adresse
UNESCO-Welterbe Zollverein
Areal A [Schacht XII], Halle 2 [A2]
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen

Informationen
Besucherdienst Ruhr Museum unter 0201 24681 444 und www.ruhrmuseum.de

Text mit freundlicher Genehmigung des Ruhr Museum
 
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