Trabant im Freilichtmuseum Memento Park
Bei überteuertem Eintrittspreis wird der Besucher mit folgendem Begleittext unterhalten:
Trabant? Trabant!
Der berühmte sozialistische „Volkswagen“ wurde in Zwickau, Ostdeutschland, gefertigt. Der Trabant wurde zwischen 1958 und 1990 produziert. Man musste die Hälfte des Preises im Voraus bezahlen und sechs bis acht Jahre warten, bis man ihn endlich besitzen konnte. Technisch war der Trabant mit dem westdeutschen Lloyd-Automobil vergleichbar, das in der gleichen Fahrzeuggröße einen luftgekühlten Zweizylinder-Viertaktmotor besaß.
Funktion/Motorübersicht: Kleiner Zweitaktmotor, Zwei Zylinder, 26 PS, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 21 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h, Kraftstoffverbrauch: 7 l/100 km, Schadstoffemissionen: Neunmal so viele Kohlenwasserstoffe und fünfmal so viel Kohlenmonoxid wie ein durchschnittliches europäisches Auto im Jahr 2007
Der Trabant war das zweite Auto, das mit Duroplast verkleidet wurde. Die Karosserie des Trabant bestand aus recyceltem Material, Baumwollabfällen aus Russland und Phenolharzen der ostdeutschen Farbstoffindustrie. Damit war der Trabant das erste Auto mit einer Karosserie aus Recyclingmaterial.
Der ehemalige bulgarische Außenminister und Gründungspräsident des Bulgarischen Atlantik-Clubs, Solomon Passy, besaß einen berühmten Trabant, mit dem er gerne Ausfahrten unternahm. Passys Trabant wurde 2002 von Papst Johannes Paul II. gesegnet.
1997 erlangte der Trabant Berühmtheit, weil er den „Elchtest“ – einen Slalom mit 60 km/h – bestand, ohne wie die Mercedes-Benz A-Klasse umzukippen. Eine thüringische Zeitung titelte: „Kommt und holt uns, Elch! Trabi besteht den A-Klasse-Killertest.“