Für eine manuelle Verstellung der Blitzparameter müssen die entfesselten Blitze solche Befehle (Brennweite/Zoom und Blitzstärke/Abbrennzeit) "von Aussen", also von der Kamera verarbeiten können. In kurzen Worten: sie müssen TTL-tauglich sein. Das ist der SB26 - ABER er kann nicht richtig mit dem Protokoll der neueren DSLRs (ab 2002?) umgehen. Leider. Genausowenig funktionniert das mit dem SB28. Letzteres wurde mir jüngst in gutem Zustand für einen Fuffi angeboten, aber auch hier: keine (i)TTL Steuerung via Transmitter - ein "dummer" Blitz, der (im Gegensatz zum 26er) noch nicht mal als Slave funktioniert.
Natürlich funktioniert ALLES hin und zurück mit dem SB900. Hier hast du (oder die Kamera - nach Wahl) via 622 TX und 622 Empfänger volle Kontrolle und perfekte Kommunikation über/mit dem SB900.
"Manuelles" arbeiten funktioniert also wie folgt: modernen Blitz auf TTL stellen (damit er alle Parameter empfängt) und auf einen 622 klemmen. Am 622TX kann ich jetzt für diesen Blitz /seine Gruppe ebenfalls TTL wählen und mich um nichts mehr kümmern, oder M wählen und Zoom und Stärke bewusst regeln. Diese Daten werden dann an den Blitz übertragen, welcher sie (dank TTL "Empfang") umsetzt. Der Blitz muss gar nicht wissen, ob seine Daten von der Kamera oder vom manuell eingeregelten 622 TX parametriert worden sind.
Ich muss also nicht andauernd zum Blitz hin rennen, um Leutwinkel oder Stärke zu verstellen - das mache ich für einen modernen Blitz am 622TX (deswegen habe ich ihn ja gekauft).
Dein SB26 kann etweder als Slave (manuell am Blitz eingestellt) oder "dumm getriggert" arbeiten. Hierbei stellst du ihn ebenfalls auf einen 622, wählst am TX "M", musst aber die Einstellungen (Stärke, Winkel) dennoch am Blitz vornehmen - er kann diese Parameter nicht per Funk empfangen. Der Vorteil der Verwendung des 622ers ist in diesem Fall, dass der Blitz auch auslöst, wenn er zB keine gute "Sichtverbindung" zum SB900 hat.
Lohnt das?
Alternative 1) SB26 oder SB28 sind praktisch genauso dumm wie ein Yongnuo 560, wobei mal letztere (zumindest in der Generation III) mit einem eigenen Master Controller von der Kamera aus perfekt manuell steuern kann, denn die 560 III haben eingebaute Empfänger. Die Blitze kosten 60.- Euro neu, sind sehr stark (ca. LZ 40), und für ein sinnvolles System aus drei Blitzen und einem 560er Controller, wird man 210.- Euro schwach. Das ist unschlagbar, aber deine beiden vorhandenen Blitze bleiben draussen. Du hättest also ein (durchaus gutes und machtvolles) Strobisten Set und auch noch einen SB900 für Unterwegs (der im Yongnuo Set noch als zusätzlicher Slave funktionieren kann)
Alternative 2) Du behältst den 900er und kaufst Nikon CLS-fähige iTTL Blitze dazu. Diesen Weg bin ich gegangen. Das können neue oder gebrauchte Nikon, Metz, Nissin oder Yongnuo (565 oder 568, NICHT 560) sein, die du dann entweder direkt aus der Kamera oder vom Master Blitz (SB900) aus via CLS oder über ein 622 Set mit einem TX und den benötigten Empfängern steuerst.
Ich habe mir zu meinem 2009 gekauften Metz AF48-1 N jüngst via eBay noch zwei weitere (quasi neue) AF 48-1 N dazu geschossen. Alle meine Blitze bedienen sich gleich (das war mir wichtig), und die "neuen" gebrauchten 48er gab es für 61.- und 78.- Euro. Sie sind nicht besonders gesucht, weil der Nachfolger (AF50-1 N) bereits einen Metall-Fuss hat, und dessen Nachfolger (AF52-1 N) sogar Metall-Fuss UND farbiges Display. Dafür legt man aber zumindest den doppelten Preis hin! Diese Blitze (Metz 48-52) sind in Licht und Funktionsumfang quasi austauschbar mit dem SB700. Das Äquivalent von Yongnuo ist der 568 - der, wie die Metz Blitze auch, HSS kann - ein 565 kann das nicht. SB900 und SB26 sind vorhanden, zwei zusätzliche Metz/Nissin/Yongnuo kosten 150.- bis 200.- Euro, ein 622er Dreierset schlägt nochmal mit 105.- Euro auf die Rechnung und zwei weitere 622 Empfänger nochmal weitere 70.-
Insgesammt 350.- Euro gilt es hier also draufzulegen - für ein ganz, ganz tolles, integriertes System. 150.- Euro mehr, als zuvor. Ob es das Wert ist? Kann ich auch nicht sagen. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich meinen Metz Blitzen auf dauer mehr vertraue, als irgendwelchen anderen Funzeln. Die Leitzahlen bei Metz sind zumindest "konservativer" angegeben, als bei Yongnuo oder gar Nissin, und alle drei Blitze haben haargenau die gleiche Lichtfarbe.
Alternative 3) SB900 und SB26 mit dummen Yongnuo 603 Kits triggern. Alles manuell - du rennst von Blitz zu Blitz - aber eben auch für kaum 40.- Euro; und WENN noch ein weiterer Yongnuo 560 III Blitz dazu kommt, dann kann der sofort mitmachen, denn er hat einen Empfänger auf der Frequenz des 603er Senders...