Wie schnell ist der AF vom Nikon AF ED IF 300mm F2,8

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jagi_2

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Hallo,

ich möchte mir ein gebrauchtes Nikon AF ED IF 300mm F2,8 kaufen. Wie schnell ist der Autofokus? Kann man damit Sportfotos (Pferdesport) und Tierfotografie machen? Optisch soll es ja Top sein....

Danke. LG
Gerald
 
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Der AF ist in 99,9% aller Fälle deutlich schneller, als die Reaktionszeit desjenigen hinter der Kamera.
 
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Wie schnell ist der Autofokus? Kann man damit Sportfotos (Pferdesport) und Tierfotografie machen? Optisch soll es ja Top sein....

Wie mißt oder beschreibt man die Geschwindigkeit des Autofokus? Schwierig. Der AF ist langsamer als beim 80-200er Drehzoom, das kann ich dir sagen.
Was Sport und Tiere angeht: Kommt drauf an. Vor allem auf die Bewegungsrichtung und die Geschwindigkeit des Motivs und wie gut man selbst es im Fokus halten kann. Wenn man letzteres schafft, dann ist der AF absolut praxistauglich und auch für schnelle Motive geeignet. Wenn man das Objekt der Begierde jedoch aus dem Fokus verliert, dann wird's kritisch, denn dann dauert es u.U. schon einen Moment bis der Fokus wieder sitzt. Meist länger als das Motiv da ist (Basis dieser Erfahrungen: D200; eine stärkere Kamera mit besserem AF-System kann sich da anders verhalten). Man kann mit einer korrekten Einstellung der Fokusbegrenzer da zwar ein wenig gegensteuern, aber das entschärft das Problem nur, es löst es nicht.
Von der optischen Leistung scheint es wohl das schwächste der 300er-AF-Nikkore zu sein, gut ist es allerdings dennoch, sprich wir jammern hier auf relativ hohem Niveau.
Einen Haken bei diesem Objektiv sollte man nicht verschweigen: AF-Konverter gehen nur die von Kenko (oder deren Klone), ich habe den 1.4er, kann man mal bringen, aber eine Erleuchtung ist die Bildqualität dann nicht mehr.
Mein Fazit: Für 1.000 - 1.200 € eine wirklich lohnende Linse, wenn man sich dieser Einschränkungen bewußt ist.

Gruß
Dirk
 
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Mein Fazit: Für 1.000 - 1.200 € eine wirklich lohnende Linse, wenn man sich dieser Einschränkungen bewußt ist.

Wobei man dafür auch ein AF-S 300/4 bekommt. Eine Blende weniger Licht, aber schneller Autofokus, wesentlich handlicher, und einen TC14E verträgt es auch gut.

Maik
 
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Wobei man dafür auch ein AF-S 300/4 bekommt.

Vollkommen korrekt. Ich habe auch wochenlange nicht geschlafen als ich vor der Entscheidung zwischen den beiden Linsen stand. Schlußendlich hat dann die Gier nach 'mehr Licht' gesiegt, die von mir o.g. Nachteile habe ich dafür bewußt in Kauf genommen; lediglich das der Kenko-Konverter so schwächelt an dem Objektiv war dann eine leicht unangenehme Überraschung für mich.

Gruß
Dirk
 
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Der AF des 300/2.8 AF ist an den "großen" Bodies etwa genau so schnell/langsam wie der AF des 300/4 AF-S. Ich hatte eine Zeitlang beide Objektive und habe das damals an der D1X und D2H verglichen.

Dirk stimme ich zu, daß es immer dann kritisch wird, wenn man das Motiv aus dem Fokus verliert und die Kamera von Anschlag zu Anschlag alles durchsucht. Wenn man mag und das Motiv es zulässt, so kann man beim 300/2.8 AF einen Fokusbegrenzer aus beiden (!) Richtungen einstellen und diesen Suchbereich eingrenzen.

Dirk stimme ich weiterhin zu, daß das 300/2.8 AF von den diversen 300/2.8 Versionen wohl die schwächste ist. An den hochauflösenden DSLR ist es sinnvoll, zumindest eine halbe Blende abzublenden, für optimale Leistung auf etwa f/5.6.

Maik hat das Thema Konverter angeschnitten: für das 300/2.8 AF gibt es von Nikon keinen passenden Konverter, mit dem auch AF möglich ist. Die geeignete Alternative heisst Kenko Pro 300, optisch ähnlich gut wie die manuell fokussierte Lösung mit Nikon TC14/TC-14B. Der Zweifach-Konverter TC-300/301 hat mich an diesem Objektiv nicht überzeugt.
 
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Uuups ich habe mich in meinem Postimng auf das AF 4,0 300 bezogen...hatte mich verlesen, darum Posting gelöscht.

Gruß
Heiko
 
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Danke für die vielen Antorten... Von den Bildern mit Konverter bin ich auch nicht so begeistert. Hoffentlich ist es ohne Konverter besser. Muss jetzt sowieso das Ende der Auktion abwarten....

LG
Gerald
 
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Wie mißt oder beschreibt man die Geschwindigkeit des Autofokus? Schwierig. Der AF ist langsamer als beim 80-200er Drehzoom, das kann ich dir sagen.
Schwierig? Nö: Tonaufnahme der AF-Fahrt und der Anschlagsgeräusche mit Deckel machen. Mit Audio-SW die Zeit zw. d. "Klacks" zoomen und ausmessen. Dieser Tip wurde im NFF übrigens schon mal veröffentlicht...

Habe gerade meine Scherben mal aus dem Schrank geholt - der Sofatest läßt mich bei aktuellen AF-S-Linsen (70-200VR, 17-55) einen etwa doppelt so schnellen AF-Fokuslauf vermuten, wie beim D2-stangenangetriebenen 300/2.8AF.

(15 Minuten später...)
Ich konnte es nicht lassen: hier die AF-Durchläufe von Anschlag bis Anschlag für ein paar Linsen (Mittel aus zwei/drei Versuchen, Streuung: < 1%):

AF 300/2.8 ED: 975 ms
AF-S VR 70-200/2.8: 680 ms
zum Vergleich:
AF-S 17-55/2.8: 454 ms

Wenn man jetzt noch den Stangenantrieb und den weitaus größeren Drehwinkel der Fokussierung (ca. 180° zu ca. 100°) im Vergl. zum VR ins Kalkül zieht, dann hat sich die 300/2.8er-Oma doch eigentlich ganz wacker geschlagen. Und dann wäre da ja noch der bereits erwähnte, beidseitig verstellbare Fokus-Begrenzer. Mag natürlich sein, dass das aktuelle VR 300/2.8 Modell ein paar hundert Millisekunden schneller ist - dafür ist es aber auch ein "paar" Tausender teurer...
Als "Antrieb" diente übrigens eine D2H. Gegen ein Stück Kuchen beim nächsten OWL-Treffen liefer ich gerne noch die Daten für eine Plasik-Knipse nach (Fuji S2 Pro).
 
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Ich würde die Finger vom stangengetriebenen 300/2,8 lassen. Gie Gebrauchtpreise liegen für das Gebotene viel zu hoch - AFI-Optiken sind kaum teurer, aber ein technischer Quantensprung, auch AFS-Varinaten bekommt man manchmal um 2000 (so ich meines!).

Das Problem beim Stangenantrieb ist nicht der reine Verstellspeed, das wird gerne falsch eingeschätzt, sondern die Ungenauigkeit der Übertragung. Wo es auf Nuancen von Grad ankommt, greift die Welle der Optik in die Welle aus der Kamera ein. Die Kamerawelle an den Motor, die optikseitige Welle auf eine größeres Zahnrad. Das ist Steinzeittechnik. Bei integreirten Motoren fallen diese ganze Übergänge, die nichts als mechnische Ungenauigkeit produzieren, einfach weg. Das macht das Fokussieren genauer und vor allem RUHIGER, ein Standenobjekiv pendelt viel stärker im Fockus. Deswegen nochmal: Finger weg, es gibt auch unter dem Gesichtspunkt Preis/Leistungs-Verhältnis bessere Lösungen!
 
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@volkerm

Das AFS 2,8 habe ich selbst seit zwei Jahren.

Das alte AF-ED habe ich zwischen 1990 und 1997 immer wieder benutzt, meistens bei offener Blende beim Fußball (mehrere Exemplare)

Ich habe auch mein 80-200 2,8 verkauft, weil mich der Stangenantrieb nicht überzeugt hat (nicht wegen mangelnder optischer Leistung) und das 70-200 mit integriertem Motor genommen. Ich habe seit 1988 Stangenobjektive benutzt im Sport. Immer wieder gemachte Erfahrung: Bei kleinen Fokussier-Nachregelungen, wie sie nunmal im Sport üblich sind, weil die Leute selten stillstehen, schießen Stangenobjektive aufgrund der mechanischen Übertrgung immer etwas übers Ziel hinaus, dann gehts in die Gegenrichtung usw., was den Fokus unruhiger macht. Die üblichen Tempo-Tests erfassen dieses Phänomen natürlich nicht und auch bei Sportlern, die in mittlerem Tempo kontinuierlich auf die Kamera zukommen, stellt sich das Problem nicht unbedingt.
 
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