Wie habt ihr eigentlich euer...Genre...gefunden?

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Bei mir begann es mit der Fotografie im zarten Alter von 9 Jahren mit einer Agfa Box (ich erinnere mich noch an den eigentümlichen Geruch dieser Kamera). Fotografiert habe ich seitdem eigentlich immer, allerdings gab es auch Phasen, in denen ich seltener zur Kamera griff. Anfangs wurde natürlich alles geknipst, aber mit der Zeit wurde die Kamera ein Begleiter meiner eigentlichen Interessen und Hobbies. In Bremen in Hafennähe aufgewachsen und von den Schiffen und der Atmosphäre in den Häfen total begeistert, rückten natürlich schnell maritime Themen in den Focus. Als Teenager kam dann die Begeisterung für Musik, die erste eigene Band und natürlich die erste Freundin hinzu, was automatisch eine Erweiterung des fotografischen Spektrums auslöste. Zu dem Zeitpunkt hatte ich die Knipserei aber eigentlich noch nicht als ernsthaftes Hobby betrachtet. So mit 28 oder 30 wurde es dann mit der ersten SLR schon wesentlich intensiver.

Probiert habe ich fotografisch dann so ziemlich alles. Ich würde sagen, dass mein Spektrum heute relativ weit gefächert ist, Fotos rund um Häfen, Schiffe, Wasser und Konzertfotografie sind aber die Schwerpunkte geblieben. Bei der Konzertfotografie sind es bei mir als Hobbyknipser natürlich nicht die Superstars, sondern die Bands die in kleinen Clubs auftreten, und für ein paar gelungene Fotos noch richtig dankbar sind.
LG
Heiner
 
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Meine Anfänge der Fotografie begannen im Alter von 14 Jahren mit einer EXA IIa aus volkseigener Produktion. Die meisten dieser DDR-Kameras waren damals im Vergleich zu Nikon, Canon und Konsorten äusserst preisgünstig. Als Objektiv war das bekannte Meyer Domiplan 50mm dabei. Besondere Vorlieben hatte ich da noch nicht. Erst als sich im Alter von rund 16 Jahren das Hobby Astronomie immer stärker herausbildete, kam dann über die Astrofotografie auch das Interesse an der Naturfotografie. Als ich ab und an mein kleines Fernrohr mit angeflanschter Kamera (nun eine Exakta Varex) auch mal tagsüber auf Objekte zun richten begann, war eigentlich schon die Infektion passiert. Natürlich war so ein Fernrohr mit 60mm Öffnung und 900mm Brennweite nicht gerade der Knaller bei Blende 15, aber es hatte eine relativ stabile Montierung und ein Holzstativ. Leider wurde nicht das komplette KB-Format ausgeleuchtet. Teleobjektive > 135mm waren damals für mich unerschwinglich. Aber für eine SW-Dunkelkammer im Keller haben die Mittel gereicht. Für die Astrofotografie war das ein echter Vorteil.

Dann kam erstmal ein fotografisches Vakuum wg Schulabschluß und Bundeswehr.

Danach verlagerte sich das Interesse zunehmend wg schlechtem Wetter und Lichtverschmutzung etwas weg von der Astronomie mehr hin zu Natur und People/Frauen:). Mittlerweile besaß ich eine Pentax SLR mit 28/3.5, 50/2 und 135/2.8 mit TK. Natürlich waren damit keine Naturaufnahmen aus größerer Distanz möglich, aber der Einsatz eines billigen lichtschwachen Achromaten aus dem Fernrohr kam nicht mehr infrage. Die Ansprüche steigen halt. Für Landschaft und Zoo hat es immer noch gereicht.
Aber weiterhin bestand der Wunsch nach einem richtigen langbrennweitigem Objektiv. Das erste war dann eine Wundertüte mit 400/8, war damals stolz wie Oskar.
Ende der 80er kamen dann unsere Kinder auf die Welt, da war natürlich klar, welche 'Objekte' nun im Fokus lagen.

Mitte der 90er, als sich nach und nach die digitale Fotografie entwickelte, bestand bei mir ein starkes Verlangen danach! Ich hatte einfach keine Lust mehr, mich mit teuren und umständlichen Filmen herumzuschlagen, die Dunkelkammer hatte ich schon lange wieder verkauft.
Digital war doch so einfach, das Ergebnis kann sofort begutachtet bzw. gelöscht werden werden, die Empfindlichkeit kann ohne Filmwechsel verändert werden usw.

Die erste Digitale gab's dann 2003 (Minolta S404), aber meine Wunschkamera war eigentlich eine DSLR wie die D100 - die war aber absolut unerschwinglich. Für die Naturfotografie von mehr oder weniger freilebenden Tieren musste unbedingt eine Kamera für Wechselobjektive her, eine Bridge z.B. kam für mich nicht infrage. Ich wollte zumindest wieder auf den Stand meiner analogen Zeiten, wenn auch mit APS.

2007 reichte das Budget endlich für eine neue D40x! Schnell machte ich Versuche mit günstigen gebrauchten Teleobjektiven wie z.B Tamron 200-400/5.6 oder Russentonnen (Maksutovs). Aber so richtig konnte mich das nicht befriedigen, das Tamron hatte jede Menge Farbfehler, fast wie meine alten Achromaten und die Maksutov-Spiegel sind zwar kompakt, aber flau, umständlich zu bedienen und haben ein saumäßiges Bokeh. Die Ausbeute guter Tierfotos war entsprechend gering. Natürlich auch, weil Tarnung und langes Ansitzen nicht mein Ding sind - ich bin der Naturfototyp, der sowohl zuhause als auch im Urlaub durch die Gegend wandert, radelt oder auch fährt und dann bei Gelegenheit zuschlägt, wenn sich etwas bietet. Glück ist da ein wichtiger Faktor. So habe ich und mache ich noch die meisten meiner Naturfotos. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit und der Erfahrungen auch bestimmte Orte in der Umgebung herauskristallisiert, wo man vermehrt auf 'Beute' lauern kann. Da nehme ich dann auch mal einen Dreibeinhocker mit und warte ab mit mehr oder weniger Deckung, was sich so bietet.
Für meine Verhältnisse hat sich der Durchbruch hin zu einer vorzeigbaren Bildqualität erst nach Erwerb eines Nikkor AF 300/4 mit 1.4x/1.6x TK ergeben, die Ära der billigen Spiegel war da endgültig vorbei. Sie dienen mir heute als kompakte Spektive oder Fernrohre für die visuelle Beobachtung, dafür sind sie gut geeignet.

Ein weiterer Fortschritt war dann ein gutes gebrauchtes BIGMA 50-500/F4-6.3 HSM, da kann bzw. muss ich den TK getrost zuhause lassen. Dieses Objektiv hat für die Preislage eine sehr gute Leistung zu bieten und ist auch noch sehr flexibel.

Natürlich habe ich nicht aufgehört zu träumen und zu wünschen - für noch mehr Geld gibt's immer noch was besseres. Da sind einmal die modernen, gut korrigierten 600er Zooms von Tamron und Sigma, aber vor allem wäre eine Festbrennweite 300/2.8 (AF oder auch nur AI) noch auf meiner Wunschliste. Von 400/2.8 oder 500/4 o.ä. wage ich noch nicht mal zu träumen, die sind einfach z.Zt. out of Budget.

Es ist halt so, mit mehr und besserem Technikeinsatz lassen sich in der Wildlife-Tierfotografie einfach mehr Objekte erreichen und mit besserer Qualität aufnehmen. Da beisst die Maus keinen Faden ab, das hab ich mittlerweile verinnerlicht. Die Grenzen sind halt die Fluchtdistanzen der Tiere und v.a. das gesetzte Budget.

Bei zunehmend längeren Brennweiten ist natürlich auch die Befestigung/Montierung ein besonderes Problem, das auch wieder jede Menge Kohle verschlingt. Neben dem Stativ ist da der Kopf sehr wichtig, um Stabilität und Schwingungsarmut zu erreichen.

Am liebsten würde ich gerne nur freihand in der Natur 'herum' fotografieren, um schnell auf Gelegenheiten reagieren zu können. Da wäre ein modernes VR/OS/VC-Objektiv von Nutzen. Leider habe ich da momentan nur ein 18-200VR und ein 70-300VC im Einsatz. Ansonsten hilft mir aber auch eine ausreichend kurze Belichtungszeit und/oder das Aufstützen, um auch ohne Antiwackel zum Zug zu kommen.
 
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Tja, ich habe mit meinem Freund zusammen eine Fotolehre gemacht.
Auch die Vesna war mit mir im gleichen Studio.
Wir haben oft zusammen was gemacht.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte...graf-dieter-eikelpoth-gestorben-aid-1.5397418


Den Nachruf, den ich hier kurz eingestellt habe, wurde aber gelöscht.
Reicht mir schon wieder.....:mad:

Äh - ja?
Die Frage war: Wie bist du zu deinem Genre gekommen?
Ich nehme an, in so einer Fotolehre lernt man ziemlich unterschiedliche Bereiche kennen?
Selbst, wenn es nur einen Bereich (z.B. Passbilder oder Hochzeit) gäbe, wäre doch die Frage, wie du gerade darauf gekommen bist, hierin eine Lehre zu machen und nicht in Reportage, Wildlife oder Unterwasserfotografie ...

Dein "Nachruf" wurde nicht gelöscht, sondern geschlossen.
 
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Mit 9 Jahren bekam ich eine Kodak Instamatik und wurde zum Familienfotograf.
Mit 12 Jahren versprach mir ein Onkel die Kamera vom Opa. Das hat er dann wohl vergessen und die Kamera war weg. Mein Vater war sauer und hat mir eine Spiegelreflex gekauft.
Die ersten Jahre alles ausprobiert, dann viel "Reportage" fotografiert und Schwarzweissaufnahmen in der Schule gemacht.
Dann Bundeswehr und Studium mit wenig Fotos. Im Studium habe ich in einem Chor angefangen und damit mein zweites großes Hobby gefunden.
1999 dann die erste Nikon eine F100. Umstieg auf Autofokus und ein Anschub, wieder viel mehr fotografiert.
Denn wirklichen Schub zum "Genre" gab dann die Fuji S2, meine erste Digitale. Iso 800 und Weißabgleich, das eröffnete ungeahnte Möglichkeiten. Ich verband meine Hobbies singen und fotografieren und habe mit unserem Chorleiter ein Agreement, daß ich bei 1-2 Liedern pro Konzert verschwinde und Fotos mache. Dabei sind viele Fotos entstanden, auch bei Proben und Chorfahrten, das Ganze inzwischen in einigen Fotobüchern zusammengefaßt.
Nach dem Fotogrfieren werde ich oft gefragt "Wie hat sich der Chor angehört?" - Ich habe keine Ahnung, beim Fotografieren ist das weg.
 
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Toller Thread, sollte man anpinnen - um nach und nach alle fotografischen-"Lebens"-Berichte lessen zu können ... hier meiner

- Schon immer sehr naturinteressiert begann ich Anfang der 90er mit Tauchen und kaufte mir als Student vom ersten Sommerjobgehalt gleich eine Video-Kamera samt UW-Gehäuse. ich suchte mir wieder mal das teuerste Hobby aus. (Bei Saufen und Frauen wurde dafür 100% gespart)
- Ich holte alles vor die Cam, von Makro und Kröten im See bis zum Napolenfisch im Roten Meer und lernte viel von der interessanten Biologie
(alle Hans Hass und Cousteau Bücher wurden ausgelesen)

Mitte 2000 verlor ich meinen Job und musste dann finaziell bedingt mit allem aufhören. Es ist ja nicht nur die Kamera sondern bis zum Auto und den Tauchrödelservice, PC, Schnittkarte usw., ausserdem wurde mir Video zu zeitaufwändig

- 2011 kaufte ich mir meinen ersten Fotoaparat, eine billige Aldiknipse um 30€ um meine Radausfahrten zu dokumentieren (Auto gabs keines mehr, Rest landete im eBay)
Dann kam zufällig ein Job und grad die Zeit als Nikon die 3100 massenweise im Mediamarkt anbot, mein DSLR Einstieg.
Ich knipste alles und probierte mich vom WW bis zum Makro.
Anfang 2013 wars mit dem Job wieder vorbei, die Cam blieb. Zuerst dachte ich: kannste etwas zur Arbeitslose damit zuverdienen, sah dann erst die Mio von Hobby- Und Eventknipsern und verwarf das gleich wieder.
Ausserdem hab ich etwas zu wenig Talent um damit auch nur einen Cent zu verdienen.

Immer noch am "Wasserwildlife" interessiert, aber aus gesundheitlichen Gründen an die Oberfläche gebunden, kam ich zu den Wasservögeln, besonders Enten, da andere an dem überlaufenen Großbadesee kaum vorhanden. Zuerst begann ich ornitologisch die Entenarten zu studieren, und erkannte dass im Winter bei weitem mehr Arten als die 0815 Stockeneten hier sind. So eine Art Jagdinstinkt entwickelte sich in mir ;-)
Wieder mal das teuerste Genre, da die Tele ja ein Vermögen kosten, aber das Sigma 150-500 bereitet schon viel Freude, war mit 500€ erschwinglich, und ist oft im Fotorucksack. Nun kam ein 300/4 dazu, was oft zu Entscheidungsproblemen führt.

Der Versuch in die Modelfotografie einzusteigen scheitert immer noch am Geld. Auch bei TFP muss man ja mal zum Set fahren und vorher die Models "aufklauben" die meist selbst nicht mobil sind, der Gastro fröhnen etc, Blitze, Spiegel etc mitnhemen usw. Von Bearbeitungssoftware ganz zu schweigen. Und erst wenn man gute Bilder hat findet man auch Models.
Bei Personen war ich aber noch nie geschickt sowie das Returschieren im Photoshop ist auch eher was ich als "fad" empfinde.
Obwohl ich dazu Ideen im Kopf habe wird daraus also nichts, da mir der Nobelfotobereich mit Elaganz gefällt und nicht die abgefuckten Streetlocations mit Piercing und Tattoowettbewerb. Als "Unterschichtler" und "Untalentierter" bleibt mir ersteres jedoch verwehrt.
Aber der Wunsch sorgte zumindest für Anschaffung einer D610 und des Sigma ART, ein 85 1.8D und 2-3 Gehversuche ... dabei bleibt es somit auch.

Sämtliche Fotowalks und Clubs mit den ganzen Wettbewerben habe ich irgendwie satt, da gehts meist nur um Konkurrenz in Ausrüstung, Gasthaussitzen etc. Und besonders deprimierend war "Wir fahren über die Grenze nach Italien ins Naturschutzgebiet" und ich muss wegen "Verliere mein Arbeitslosengeld bei Grenzübertritt für diese Zeit" absagen ...

Freue mich jetzt wieder auf die Entensaison, da kann ich mich noch viel in Qualität steigern... und da eine alte große Karre nun mein Eigen ist, auch auf Ausflüge in die weiter entfernte Natur.
Man muss dem Leben noch einen Sinn geben, auch wenn meine Altersrücklage dabei draufgeht :hehe:

Bin nur so froh in Ösiland und nicht in D-Land arbeitslos zu sein, denn sollte bei uns das (schon geplante) Austrohartz kommen ist es mit Besitz von Kamera und Karre auch vorbei.

Also wer mal hier an der Kärntner Goßbadelacke jemanden mit einer Knipse vor einer Ente am Boden im Dreck liegen sieht, oder einen mit großem Tele am Miniamazonas durch die Au pirschen, das könnte dann ich sein:)

Gut Licht!
 
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