Toller Thread, sollte man anpinnen - um nach und nach alle fotografischen-"Lebens"-Berichte lessen zu können ... hier meiner
- Schon immer sehr naturinteressiert begann ich Anfang der 90er mit Tauchen und kaufte mir als Student vom ersten Sommerjobgehalt gleich eine Video-Kamera samt UW-Gehäuse. ich suchte mir wieder mal das teuerste Hobby aus. (Bei Saufen und Frauen wurde dafür 100% gespart)
- Ich holte alles vor die Cam, von Makro und Kröten im See bis zum Napolenfisch im Roten Meer und lernte viel von der interessanten Biologie
(alle Hans Hass und Cousteau Bücher wurden ausgelesen)
Mitte 2000 verlor ich meinen Job und musste dann finaziell bedingt mit allem aufhören. Es ist ja nicht nur die Kamera sondern bis zum Auto und den Tauchrödelservice, PC, Schnittkarte usw., ausserdem wurde mir Video zu zeitaufwändig
- 2011 kaufte ich mir meinen ersten Fotoaparat, eine billige Aldiknipse um 30€ um meine Radausfahrten zu dokumentieren (Auto gabs keines mehr, Rest landete im eBay)
Dann kam zufällig ein Job und grad die Zeit als Nikon die 3100 massenweise im Mediamarkt anbot, mein DSLR Einstieg.
Ich knipste alles und probierte mich vom WW bis zum Makro.
Anfang 2013 wars mit dem Job wieder vorbei, die Cam blieb. Zuerst dachte ich: kannste etwas zur Arbeitslose damit zuverdienen, sah dann erst die Mio von Hobby- Und Eventknipsern und verwarf das gleich wieder.
Ausserdem hab ich etwas zu wenig Talent um damit auch nur einen Cent zu verdienen.
Immer noch am "Wasserwildlife" interessiert, aber aus gesundheitlichen Gründen an die Oberfläche gebunden, kam ich zu den Wasservögeln, besonders Enten, da andere an dem überlaufenen Großbadesee kaum vorhanden. Zuerst begann ich ornitologisch die Entenarten zu studieren, und erkannte dass im Winter bei weitem mehr Arten als die 0815 Stockeneten hier sind. So eine Art Jagdinstinkt entwickelte sich in mir ;-)
Wieder mal das teuerste Genre, da die Tele ja ein Vermögen kosten, aber das
Sigma 150-500 bereitet schon viel Freude, war mit 500€ erschwinglich, und ist oft im Fotorucksack. Nun kam ein 300/4 dazu, was oft zu Entscheidungsproblemen führt.
Der Versuch in die Modelfotografie einzusteigen scheitert immer noch am Geld. Auch bei TFP muss man ja mal zum Set fahren und vorher die Models "aufklauben" die meist selbst nicht mobil sind, der Gastro fröhnen etc, Blitze, Spiegel etc mitnhemen usw. Von Bearbeitungssoftware ganz zu schweigen. Und erst wenn man gute Bilder hat findet man auch Models.
Bei Personen war ich aber noch nie geschickt sowie das Returschieren im Photoshop ist auch eher was ich als "fad" empfinde.
Obwohl ich dazu Ideen im Kopf habe wird daraus also nichts, da mir der Nobelfotobereich mit Elaganz gefällt und nicht die abgefuckten Streetlocations mit Piercing und Tattoowettbewerb. Als "Unterschichtler" und "Untalentierter" bleibt mir ersteres jedoch verwehrt.
Aber der Wunsch sorgte zumindest für Anschaffung einer D610 und des Sigma ART, ein 85 1.8D und 2-3 Gehversuche ... dabei bleibt es somit auch.
Sämtliche Fotowalks und Clubs mit den ganzen Wettbewerben habe ich irgendwie satt, da gehts meist nur um Konkurrenz in Ausrüstung, Gasthaussitzen etc. Und besonders deprimierend war "Wir fahren über die Grenze nach Italien ins Naturschutzgebiet" und ich muss wegen "Verliere mein Arbeitslosengeld bei Grenzübertritt für diese Zeit" absagen ...
Freue mich jetzt wieder auf die Entensaison, da kann ich mich noch viel in Qualität steigern... und da eine alte große Karre nun mein Eigen ist, auch auf Ausflüge in die weiter entfernte Natur.
Man muss dem Leben noch einen Sinn geben, auch wenn meine Altersrücklage dabei draufgeht
Bin nur so froh in Ösiland und nicht in D-Land arbeitslos zu sein, denn sollte bei uns das (schon geplante) Austrohartz kommen ist es mit Besitz von Kamera und Karre auch vorbei.
Also wer mal hier an der Kärntner Goßbadelacke jemanden mit einer Knipse vor einer Ente am Boden im Dreck liegen sieht, oder einen mit großem Tele am Miniamazonas durch die Au pirschen, das könnte dann ich sein
Gut Licht!