Wie gut ist der Coolscan V-ED wirklich

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Marti_S

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Hallo,

ich fotografiere sowohl digital als auch analog, deshalb beschäftigt mich nun schon einige Zeit die Frage, wie gut mein Filmscanner (Coolscan V-ED) wirklich ist. Es ist immer wieder zu lesen, dass die wahre Filmqualität (zumindest wenn man digitale Dateien haben möchte) nur mit einem hochwertigenTrommelscanner erfasst werden kann. Außerdem wird dem Coolscan V-ED eine beträchtliche Kornverstärkung bei SW-Filmen nachgesagt. Um der Sache auf den Grund zu gehen, kam mir nun die Idee, mithilfe eines Vergrößerungsgerätes Filmausschnitte direkt auf den Sensor der D300 zu projezieren. Das funktioniert tatsächlich sehr gut, nur die Ausschnittbestimmung und die Scharfstellung gestaltet sich etwas diffizil. Mir geht es nicht darum Linienpaare zu zählen, solche Aufnahmen habe ich gar nicht gemacht. Ich wollte nur feststellen, ob mir bei der alltäglichen Fotografie, mit normalem Filmmaterial und der digitalisierung mit dem Coolscan V-ED, relevante Bildinformationen verloren gehen.

Die mit der D300 aufgenommenen Bildausschnitte wurden auf 25% runterskaliert. Die mit dem Coolscan erzeugten Bildausschnitte wurden auf 200% vergrößert (Screenshots). Keines der Bilder wurde geschärft.

Freihandaufnahme ( Acros 100)
Gesamtansicht:
Acros_BHom_gesamtscan.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 1
Acros_BHom_ausschnitt1s.jpg


D300 Ausschnitt 1
Acros_BHom_ausschnitt1.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 2
Acros_BHom_ausschnitt2s.jpg


D300 Ausschnitt 2
Acros_BHom_ausschnitt2.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 3
Acros_BHom_ausschnitt3s.jpg


D300 Ausschnitt 3
Acros_BHom_ausschnitt3.jpg


Aufnahme mit Blitzanlage (Acros 100)
Gesamtansicht:
Acros_Hase_gesamtscan.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 1
hase_bw_ausschnitt1s.jpg


D300 Ausschnitt 1
hase_bw_ausschnitt1.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 2
hase_bw_ausschnitt2s.jpg


D300 Ausschnitt 2
hase_bw_ausschnitt2.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 3
hase_bw_ausschnitt3s.jpg


D300 Ausschnitt 3
hase_bw_ausschnitt3.jpg


Aufnahme mit Blitzanlage (Fuji Astia 100)
Gesamtansicht:
hase_astia_gesamtbild.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 1
hase_astia_ausschnitt2s.jpg


D300 Ausschnitt 1
hase_astia_ausschnitt2.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 2
hase_astia_ausschnitt4s.jpg


D300 Ausschnitt 2
hase_astia_ausschnitt4.jpg



Aus Neugier hatte ich auch mal den so genannten Gigabitfilm ausprobiert, hier mein Ergebnis:

Aufnahme vom Stativ mit Spiegelvorauslösung (Gigabitfilm)
Gesamtansicht:
Gigabitfilm_gesamtansicht.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 1
300_0099gigabitfilm_1s.jpg


D300 Ausschnitt 1
Giabitfilm_ufraw.jpg


Coolscan V-ED Ausschnitt 2
300_0099gigabitfilm_2s.jpg


D300 Ausschnitt 2
300_0099gigabitfilm_2.jpg


Jeder mag nun selber beurteilen wie gut der Coolscan V-ED abschneidet. :)

Eine Kornverstärkung durch den Coolscan kann ich nicht erkennen. Mehr Bilddetails sind für mich nur beim Gigabitfilm sichtbar.

Martin
 
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Toller Vergleich, sowas würde ich gern öfter sehen. Schade das er und der 5000er ständig nirgendwo lieferbar ist, gutes Teil für das Geld. Versuche schon seeehr lange einen hier in der Nähe zu kaufen. Selbst Nikon ist nicht in der Lage genaue Termine zu sagen .. argl.
 
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Hallo Martin,

Mir geht es nicht darum Linienpaare zu zählen, solche Aufnahmen habe ich gar nicht gemacht. Ich wollte nur feststellen, ob mir bei der alltäglichen Fotografie, mit normalem Filmmaterial und der digitalisierung mit dem Coolscan V-ED, relevante Bildinformationen verloren gehen.

Von der Problematik Deines Testaufbaus einmal abgesehen und Dein Bemühen in allen Ehren, aber für die Beantwortung Deiner Frage hättest Du Dir die Mühe nicht machen brauchen ;).

Nein, Dir werden i.d.R. in der normalen (Freihand)Fotografie keine wesentlichen Bildinformationen verloren gehen, wenn Du mit dem Coolscan V scannst. Fachkundiges Scannen vorausgesetzt.

Warum? Ganz einfach: Der Coolscan V bringt real ca. 3600 dpi Auflösung (lt. Tests bei CDI, filmscanner.info etc.). Das entspricht gut 70 Lp/mm. Und das ist schon eine ganze Menge. Diese hohe Auflösung muss nämlich erst einmal

- der Fotograf mit seiner Ausrüstung bringen (Verschlusszeiten von 1/500 und kürzer bei Normalobjektiven und ruhiger Hand, sehr gutes Objektiv bei opt. Blende, exakte Fokussierung); 70 Lp/mm sind ohne Stativ schon extrem ambitioniert und schwierig zu erreichen, wenn überhaupt. Meistens ist in der Freihandfotografie bei 50 Lp/mm Schluss.

- das Motiv muss über so feine Details überhaupt verfügen; bei Motiven mit Flächen und gröberen Strukturen hilft mir eine höhere Scannerauflösung auch nicht weiter. Wo nichts ist, kann auch nichts aufgelöst werden.
Wenn ich dagegen ein Motiv mit extrem feinen Details habe, die umgerechnet einer Struktur von 70, 80 oder 100 Lp/mm entsprechen, dann macht auch ein höher auflösender Trommelscanner Sinn. Und in solchen Situationen werden sie im professionellen Bereich dann eben auch eingesetzt und haben ihren Nutzen.

Wie im anderen Thread bereits berichtet: Mit entsprechenden Film-Objektiv Kombinationen kann man Systemauflösungen von über 80 Lp/mm erzielen (mit den SW-Hochauflösungsfilmen deutlich über 100 Lp/mm). Mit einem apochromatisch korrigierten Vergrößerungsobjektiv bekommt man das auch aufs Papier, bzw. mit einem Trommelscanner digitalisiert.
Aber.........die Aufnahme an sich muss diesen Detailreichtum überhaupt erst einmal hergeben, sowohl von der Fotografenseite (Technik, Arbeitsweise), als auch vom Motiv. Das sind die zentralen Engpässe.
(und das gilt natürlich gleichermaßen für die Verwendung von Film-Objektivkombinationen wie für die Verwendung von Sensor-Objektivkombinationen. Auch der 22 MP Sensor bringt mir eben hinsichtlich der Auflösung nichts, wenn ich mit der 1/60s aus der freien Hand fotografiere).
Aber für die überwiegende Mehrzahl der Aufnahmen eines Amateurs spielt das in der fotografischen Praxis keine Rolle......we should be relaxt :).

Viele Grüße,
Balou
 
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Hallo Balou,
Von der Problematik Deines Testaufbaus einmal abgesehen
worin liegt die?
und Dein Bemühen in allen Ehren, aber für die Beantwortung Deiner Frage hättest Du Dir die Mühe nicht machen brauchen ;).
Na denn, vielen Dank für den Applaus. :D

Aber für die überwiegende Mehrzahl der Aufnahmen eines Amateurs spielt das in der fotografischen Praxis keine Rolle......we should be relaxt :).
Bist du Profi?

Gruß
Martin
 
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Martin, vielen Dank für die Idee zu diesem Testaufbau und das praktische Anschauungsmaterial!

Balou hat ja bisher nur theoretische Exkurse geliefert, warum es sowieso immer alles ganz anders ist. Beim Praxistest hat er gekniffen mit dem fadenscheinigen Argument mangelnder Auflösung seines Scanners selbst beim 10x vergrößerten Papierabzug. Dagegen hebt sich dein konkretes Anschauungsmaterial sehr positiv ab.
 
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Hallo Martin,
ich möchte mich auch für Deine Mühe bedanken. Aus diesem Material kann ich für mich auch bessere Schlüsse für meine Praxis ziehen, als aus theoretischen Lines per Millimeter.
 
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Hallo Martin,
ich möchte mich auch für Deine Mühe bedanken. Aus diesem Material kann ich für mich auch bessere Schlüsse für meine Praxis ziehen, als aus theoretischen Lines per Millimeter.


Dem ist fuer mich nichts zu zu fuegen! Danke fuer die Muehe! Ich habe aehnliche Erfahrungen mit der 5000-er gemacht. Fuer mich sind die Ergebnisse mehr als ausreichend.
 
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Hallo Martin,

Hallo Balou,

worin liegt die?

Du hast es ja selbst schon genannt: Die Problematik einer exakten Fokussierung auf den Sensor. Um mittels Vergrößerer eine exakte Fokussierung zu erzielen, verwendet man nicht umsonst eine Scharfeinstellhilfe wie z.B. einen Kornscharfsteller. Diese Möglichkeit hast Du bei einer Projektion auf den Sensor natürlich nicht. Eine Scharfeinstellung ohne Scharfeinstellhilfe ist recht ungenau, Bildinformationen gehen verloren.

Bist du Profi?

Gruß
Martin

Ich hatte beruflich mit solchen Fragestellungen zu tun.
Spielt aber auch keine Rolle, denn wie ich bereits geschrieben hatte, stimmen wir in unserer Bewertung doch überein: Für den allergrößten Teil der Aufnahmen ist die (Auflösungs)Leistung des Coolscan vollkommen ausreichend. Wer preiswert digitalisieren möchte, ist doch mit dem Gerät sehr gut bedient.

Viele Grüße,
Balou
 
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Um mittels Vergrößerer eine exakte Fokussierung zu erzielen, verwendet man nicht umsonst eine Scharfeinstellhilfe wie z.B. einen Kornscharfsteller. Diese Möglichkeit hast Du bei einer Projektion auf den Sensor natürlich nicht.

Man kann mit dem Live View der D300 das Bild vom Rechner aus kontrollieren, während man fokussiert.
 
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Hallo Volker,

Balou hat ja bisher nur theoretische Exkurse geliefert, warum es sowieso immer alles ganz anders ist. Beim Praxistest hat er gekniffen mit dem fadenscheinigen Argument mangelnder Auflösung seines Scanners selbst beim 10x vergrößerten Papierabzug.

1. Theoretische Exkurse: Die Physik ist keine Erfindung von mir. Und physikalische Gesetzmäßgkeiten gelten nun mal auch in der Fotografie.
2. Der mir zur Zeit des einen Versuches zur Verfügung stehende Flachbettscanner (auf den Du Dich beziehst) hat exakt die von mir berichteten Ergebnisse geliefert. War so, ich kanns nicht ändern. Wenn Du es mir nichts glauben möchtest, bitte.
3. Allen Zweiflern hatte ich angeboten, sich die Auflösungsergebnisse im Original bei mir auf dem Negativ mittels Mikroskop bzw. unter dem Vergrößerer mittels 20x Kornscharfsteller anzuschauen.
4. Ich hatte Hinweise auf entsprechende Bildbeispiele bei Zeiss und im FotoMagazin gegeben.
5. Ich starte demnächst wieder eine größere Testreihe, die ich wahrscheinlich im Sommer abschließen werde. Wenn ich dann mal wieder in Berlin bin, werde ich die bei Monochrom auf dem Trommelscanner scannen lassen und hier die Ergebnisse zeigen.

Viele Grüße,
Balou
 
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Hallo Balou,
Du hast es ja selbst schon genannt: Die Problematik einer exakten Fokussierung auf den Sensor. Um mittels Vergrößerer eine exakte Fokussierung zu erzielen, verwendet man nicht umsonst eine Scharfeinstellhilfe wie z.B. einen Kornscharfsteller. Diese Möglichkeit hast Du bei einer Projektion auf den Sensor natürlich nicht. Eine Scharfeinstellung ohne Scharfeinstellhilfe ist recht ungenau, Bildinformationen gehen verloren.
Ich habe meine Arbeitsweise heute kontrolliert, indem ich einen Linientest gemacht habe. Die Auflösung die ich dabei mit einem T-Max 100 erreicht habe liegt bei ca. 100 LP/mm. Ich hoffe dadurch erübrigt sich die Diskussion über die "Problematik meines Testaufbaus."

Martin
 
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Hallo Balou, Ich habe meine Arbeitsweise heute kontrolliert, indem ich einen Linientest gemacht habe. Die Auflösung die ich dabei mit einem T-Max 100 erreicht habe liegt bei ca. 100 LP/mm. Ich hoffe dadurch erübrigt sich die Diskussion über die "Problematik meines Testaufbaus."

Martin

Martin, danke für das up-date. Das bestätigt ja auch genau meine Testergebnisse, dass mit einer guten Optik und einem guten Film Systemauflösungen von 100 Lp/mm erreichbar sind. Mit Spitzenobjektiven und höchstauflösenden Filmen kommt man auch noch deutlich darüber.

Viele Grüße,
Balou
 
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