Welcher Scan-Service?

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Stefan L.

NF-F Premium Mitglied
Premium
Registriert
Moin (MF)-Analogisti,

seit ein paar Tagens schon quäle ich mich mit dem Thema rum, wie ich meine MF Dias und Negative wohl am Besten in den Rechner bekomme.

Ursprünglicher Plan war einen Epson V700 zu kaufen und damit auch meine anloge "KB-Sammlung" zu digitalisieren. Inzwischen bin ich aber endgültig auf dem Trichter das KB-Analog für mich vorbei ist. Zudem liegt die Scan-Qualität des V700 wohl doch recht deutlich unter der eines echten Filmscanners deshalb tendiere ich eher dazu einen gebrauchten Coolscan V zu kaufen, das erhaltenswerte KB-Material zu scannen und dann den Scanner wieder zu verkaufen.

Um die MF's dann in den Rechner zu bekommen büßte ich somit auf einen Scan-Service zurückgreifen. Filmscanner.info/Scan-Dig bietet z. B. 9000 x 9000 48Bit Tifs aus einem Coolscan 9000 für ca. 3,-€ pro Stück an.

Hat schonmal jemand bei dieser, oder einer anderen Firma höchstauflösende MF-Scans machen lassen? Thema ist definitiv max. Auflösung und max. MPix, denn Size matters.


P.S: Die Anschaffung eines eigenen 9000ers steht definitiv nicht zur Debatte. ;)
 
Anzeigen
Hallo Stefan,

das Einscannen sämtlicher Negativer die man so im Besitz hat ist beim Nutzen von Professionellen Anbietern (also nicht über den eigenen Scanner...) ziemlich teuer. Aus diesem Grunde scanne ich nur ausgewählte Negative.

Gute Erfahrungen habe ich hier gemacht:

http://www.scanservice-berlin.de/index.html

Viele Grüße

Christian
 
Kommentar
Christian,

es geht auch gar nicht um Riesenmengen, die KB scanne ich selber und bei den MF kommen max. 100 im Jahr zum Scanner.
 
Kommentar
Hallo Stefan,

mal abgesehen davon, dass 3 Euro pro MF-Scan ein sehr gutes Angebot sind, würde ich generell zur Vorsicht raten.
Ich habe bislang zweimal Scan-Services in Anspruch genommen. Das eine Mal - ein teures Profilabor - waren die Ergebnisse hervorragend. Als ich das Gleiche bei einem kleinen Fotolabor um die Ecke wiederholt habe, war es verheerend. Die Farben waren völlig verfälscht, es wurde freundlicherweise jede Menge (unbestelltes) Bildrauschen hinzugefügt und auf den Scans war deutlich der Staub und Fusseln der Scanneroberfläche zu sehen. Obwohl es dann zähneknirschend korrigiert wurde, empfand ich das als reichlich lästig.
 
Kommentar
Södele nun also Plan B :D

Da von meinen KB-Aufnahmen wohl auch nur ein paar Auserwählte den Einzug ins Digitalzeitalter finden werden, habe ich den Coolscan V auch gecancelt.

Die wirklich wichtigen Aufnahmen (egal ob KB oder MF) gehen zum Scanservice, für die Auswahl der "Scannenswerten" Aufnahmen oder auf die Schnelle ins Web packen habe ich mir gerade einen Canon 8800F gekauft.

Auslöser war schlicht die Tatsache, das sich MF-Dias recht gut im Gegenlicht auf Qualität beurteilen lassen, Negative eher gar nicht, also wird in Zukunft jeder Filmstreifen über den Canon gejagt und alle guten gehen anschließend zum Scanservice.
 
Kommentar
tendiere ich eher dazu einen gebrauchten Coolscan V zu kaufen

Die Idee haben viele: die Coolscan V werden gebraucht enorm teuer gehandelt. Bei günstigen Anbietern bekommt man zu den Preisen fast ein Neugerät, staubfrei und mit Garantie.

edit: hat sich dann ja auch erledigt. :)
 
Kommentar
Auszug aus einigen - mittlerweile auch hochwissenschaftlichen - Untersuchungen. Das Speichermedium der analogen Fotografie ist den digitalen Speichermedien derzeit noch um Längen überlegen.

Im Bereich der digitalen Daten hat der Amateur als auch der Profi heute noch immer das ungelöste Problem fehlender Standards uns auch haltbarer Datenträger (nach max. 5-10 Jahren umkopieren).

Wenn es Dir aber darum geht, einige Deiner analogen Bilder zu scannen und damit elektronisch verfügbar zu haben: ich habe mir kürzlich für kleines Geld einen Minolta Dimage Scan Dual III gekauft und bin damit sehr zufrieden. Dis Software ist nicht so gut, aber ausreichend, um die Datei für Photoshop vorzubereiten. Geh mal suchen, ob nicht irgendwo so ein Gerät angeboten wird.

Grüße
Dortmunder
 
Kommentar
Moin (MF)-Analogisti,

seit ein paar Tagens schon quäle ich mich mit dem Thema rum, wie ich meine MF Dias und Negative wohl am Besten in den Rechner bekomme.

Ursprünglicher Plan war einen Epson V700 zu kaufen und damit auch meine anloge "KB-Sammlung" zu digitalisieren. Inzwischen bin ich aber endgültig auf dem Trichter das KB-Analog für mich vorbei ist. Zudem liegt die Scan-Qualität des V700 wohl doch recht deutlich unter der eines echten Filmscanners deshalb tendiere ich eher dazu einen gebrauchten Coolscan V zu kaufen, das erhaltenswerte KB-Material zu scannen und dann den Scanner wieder zu verkaufen.

Einfach um nochmal auf den V700 zu sprechen zu kommen. Was kannst du von dem Gerät erwarten?

Ich hab den V700, bei Mittelformat mit dem Vorlagenhalter von Betterscanning. Der serienmässige hält den Film nicht plan genug, ist nicht genau genug einstellbar in der Höhe. Die Tiefenschärfe bei guter Auflösung ist sehr, sehr klein (schätze +- 0.2mm von der Idealposition).
Mit optimalem Abstand darfst du ordentliche Schärfe mit 2400 DPI erwarten. Bei Mittelformat sind das ganz ansehnliche Megapixel Zahlen. Nachteil: Ich muss dafür mit mind. 3200 DPI scannen, sonst wird das nichts.
Dichte: Du darfst Dichte 3 erwarten. Das ist etwas das, was der 200 Euro Kleinbild Diascanner Reflects Crystal 7200 bietet. Nicht genug, um die tiefsten Scahtten eines Dias zu durchleuchten, wohl aber genug, um alles aus einem Dia zu bekommen, was auhc bei einem normalen Projektor nicht im schwarz absäuft. Negativ: Dichte reicht locker.

Und noch was aus eigener Erfahrung: Es ist recht schwer, mit einer Mittelformat Kamera 2400 DPI formatfüllend scharf auf den Film zu bannen. Die Tiefenschärfe ist sehr, sehr gering. Mehr als Blende 16 ist nicht (bei einem Objektiv, das sich bei kleinen Blenden sehr gut verhält), sonst macht's die Beugung matschiger als 2400 DPI. Beispiel: Bei meinem 165mm/2.8 (leichtes Tele, entspricht Kleinbild 85mm) an der Pentax 67 II hab ich bei f/16 zwar einen recht grossen Bereich, der gemäss Schärferechner schar fist. Scharf heisst für den aber: Auf die Bildbreite passen 1200 Zerstreuungskreise. Das sind bei 6x7 etwa 0.06mm Zerstreuungskreis-Durchmesser. Für 2400 DPI reden wir aber von 0.01mm, besser noch weniger. Bei 0.01mm und 165mm f/16, fokussiert auf 12m ist ein Bereich von 1.5m Tiefe so scharf. Mehr nicht.

Zudem hab ich es noch mit keinem Film geschafft, mit üblichen Landschaftmotiven Auflösung jenseits dessen rauszukitzeln, was die Hersteller als MTF 50 Auflösung angeben. Beispiele Kodak Portra: rund 3500 DPI (70 lp/mm). Velvia: 2400 DPI (knapp 50 lp/mm). Wohlgemerkt: Mein Workflow taugt für 3500 DPI, aber nur, wenn der Portra oder ähnliche Negativfilme von Fuji drinnen sind. Mit dem Velvia schaff ich es nicht, daher die Vermutung, es liegt am Film und meinen Motiven (Siemenssterne kann der viel besser auflösen, bestimmt).

Guck dir mal das hier an, so gross ist der Abstand zwischen V700 und Super Coolscan nicht, obwohl natürlich ein Abstand da ist:

http://www.photo-i.co.uk/Reviews/interactive/Epson V750/page_1.htm

Grüsse,
Sebastian
 
Kommentar
Ich habe nun ein wemig mit dem Canon herumgespielt, für das Geld echt nicht schlecht Herr Specht. Problematisch sind natürlich gewellte Rollen und der dafür nicht ausgelegte Filmhalter. Ein MF-Dia in 4800 DPI gescannt hat dann mal so eben 350MB :eek:

Allerdings gibt entweder das Objektiv, oder der Sanner, oder beide eine solche Auflösung nicht her, da ist im 100% Crop bei gut 10.oooPX Kantenlänge einiges unscharf. Da werde ich mich noch ein wenig herantasten.

Was mich wirklich sehr positiv überrascht hat war der Kodak E100GX, selbst bei 4800DPi absolut nix von diesem ekligen Filmkorn zu sehen :up: Danke nochmals an Balou für den Tip. Die Fujis muß ich etwas neaten um dieses Relikt aus vergangenen Zeiten loszuwerden. :fahne:

Den Kodak muß ich dafür noch etwas lernen richtig zu belichten, von Natur aus ist er mir etwas zu unbunt, den letzten habe ich versuchsweise deutlich unterbelichtet, mal schaun obs hilft.

Anbei noch eines der üblen Knipsbildchen aus meinem allerersten MF-Film überhaupt.
 
Kommentar
Es ist durchaus sinnvoll mit 4800 (oder 3200) DPI zu scannen. Leider muss man das bei Flachbettscanner meist so hoch einstellen, damit er die volle Auflösung bringt. Der Vorgänger (8600) bringt übrigens in Wirklichkeit rund 1600 DPI. Somit wird sich sein Nachfolger vermutlich bei irgendwo zwischen 1600 und 2000 DPI bewegen. Du kannst das Bild also gerne nach dem Scan runter rechnen, 1800 DPI wäre ein möglicher Ansatz.

Apropos: 350 MB ist wenig! Ist das 4.5x6 etwas gecroppt? Ich erhalte bei dieser Auflösung fast 800 MB (6x7). Oder scannst du noch 8 Bit? Das sollte man lieber nicht tun, der Scanner kann 16 Bit.

Grüsse,
Sebastian
 
Kommentar
Was mich wirklich sehr positiv überrascht hat war der Kodak E100GX, selbst bei 4800DPi absolut nix von diesem ekligen Filmkorn zu sehen :up: Danke nochmals an Balou für den Tip.

Hallo Stefan,

freut mich zu hören, dass Du mit der Empfehlung zufrieden bist. Da Du ja ein ausgesprochener Kornverächter bist ;), möchte ich Dir zum Testen auch noch mal eine weitere meiner damaligen Empfehlungen ans Herz legen:
Den Fuji Astia 100F. Noch einen Tick feinkörniger als der Kodak (aber erst bei sehr starken Vergrößerungen zu sehen), sehr natürliche Farbwiedergabe, weiche Gradation, dadurch sehr gute Lichter- und Schattenzeichnung (deutlich besser als bei den sehr kontrastreichen Velvias), sehr gute Hauttonwiedergabe.
Probier mal aus, ob er Dir gefällt.

Viele Grüße,
Balou
 
Kommentar
...Im Bereich der digitalen Daten hat der Amateur als auch der Profi heute noch immer das ungelöste Problem fehlender Standards uns auch haltbarer Datenträger (nach max. 5-10 Jahren umkopieren).
"Leider" nein. Den Standard gibt es schon lange, nämlich die (echte) Kodak Photo-CD. Durchgängig genormt wird das Verfahren auch heute noch von professionellen Anwendern (Museen, Bibliotheken, Verlagen usw.) genutzt, obwohl es vom Erfinder nicht mehr unterstützt wird. Sehr lange Haltbarkeit garantiert dabei die spezielle Gold-CD von Kodak.
Die übliche Master-CD (16 Base) speichert in der höchsten Auflösung bis 3072x2048 Pixel, was für Vergrößerungen bis 20x30 vollkommen ausreicht.
Die Pro Master liefert in einer weiteren Stufe (64 Base) sogar Scans von 6144x4096 Pixel bis Dia-Format 10x13, aber auch vom KB! Solche Scans sind absolut vergleichbar mit Trommelscans, aber viel preiswerter. Anders als bei diesen werden die Dias nicht mit Immersionsöl auf einen Glaszylinder aufgelegt, sondern "freischwebend" aufgespannt. Newtonringe und Verunreinigungen werden damit vermieden.
Die Pro Photo-CD gibt es bei Fa. CD-Service Gromke, ich habe pro Scan ca. 5€ bezahlt.
http://www.cd-service.com/v4/
Die Basis-CD gibt es auch bei
http://www.paegelow.de/httpdocs/photocd/index.html
Wer professionelle Qualität im genormten Farbraum Photo-YCC sucht, ist auch heute noch mit der Kodak Photo-CD auf der sicheren Seite.

Gruß
Christian
 
Kommentar
...möchte ich Dir zum Testen auch noch mal eine weitere meiner damaligen Empfehlungen ans Herz legen:
Den Fuji Astia 100F. Noch einen Tick feinkörniger als der Kodak (aber erst bei sehr starken Vergrößerungen zu sehen), sehr natürliche Farbwiedergabe, weiche Gradation, dadurch sehr gute Lichter- und Schattenzeichnung (deutlich besser als bei den sehr kontrastreichen Velvias), sehr gute Hauttonwiedergabe.
Probier mal aus, ob er Dir gefällt.

Viele Grüße,
Balou

Kann ich nur bestätigen, der Astia 100F ist erstklassiges Filmmaterial. Die Farben sind so natürlich, dass ich den Film mittlerweile auch für Landschafts- und Städteaufnahmen verwende.
Durch die etwas weichere Gradation lässt er sich auch sehr gut scannen, die hohen Kontraste eines Velvia werden zwar von einem guten Diaprojektor bewältigt, das Scannen wird dadurch aber nicht einfacher.

Grüße
Erhard
 
Kommentar
Danke für den Astia Tip, werde ich mir beim nächsten Mal bestellen. Der Velvia überfordert meinen Billigscanner in der Tat, die im Dia eher langweiligen Kodak-Dias haben in der EBV scheinbar deutlich höhere Reserven.


Nachtrag: Jetzt werd ich völlig pervers: Gebt mir mal einen Tip zu einem gut scannbaren möglichst kornfreiem SW-Film (Wäre dann der 2. meines Lebens)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
....
Nachtrag: Jetzt werd ich völlig pervers: Gebt mir mal einen Tip zu einem gut scannbaren möglichst kornfreiem SW-Film (Wäre dann der 2. meines Lebens)

Hallo Stefan,

für Deine Anwendungen dürfte der Kodak BW 400 CN der geeignete Film sein:

- Ist ein chromogener SW-Film, d.h. ein Film, der wie ein Farbfilm aufgebaut ist und problemlos im Standard C41 Colorprozess entwickelt wird. Kannst Du zur Entwicklung in jedes Großlabor oder Minilab geben.

- Sehr hohes Auflösungsvermögen und sehr feines Korn.

- Sehr gut zu scannen. Automatische Staub- und Kratzerentfernung funktioniert bei diesem Film genau so wie bei Farbnegativfilmen.

- Sehr hoher Dynamikumfang, hervorragende Lichter- und Schattenzeichnung.

- Sehr großer Belichtungsspielraum. Der Film kann problemlos im Bereich von 100 - 800 ASA belichtet werden (mit gewissen qualitativen Einschränkungen auch 50 - 1600 ASA), ohne Notwendigkeit einer angepassten Entwicklung. Auf ein und demselben Film sind somit Belichtungen mit unterschiedlichen Empfindlichkeitseinstellungen möglich (falls die Aufnahmesituationen das erfordern).

- Bei Überbelichtung verringert sich die Auflösung etwas, aber das Korn wird noch feiner. Bei Deiner Vorliebe für feines Korn dürfte die Belichtung auf 200 ASA bei diesem Film für Dich wahrscheinlich die besten Ergebnisse bringen.

Eine weitere Alternative wäre der Ilford XP2 Super, ebenfalls ein chromogener SW-Film. Im wesentlichen gilt für ihn ebenfalls das oben gesagte, allerdings ist der Kodak dem Ilford bei den Parametern Auflösung und Feinkörnigkeit überlegen.

Ansonsten wäre der neue Kodak T-Max 400 (TMY-2) eine Empfehlung wert. Der bringt seine optimale Leistung aber nur dann, wenn man ihn selbst entwickelt oder im Fachlabor entwickeln lässt, da er ein "echter" SW-Film ist. Ins Großlabor würde ich ihn keinesfalls geben.

Viel Spaß bei Deinen "SW-Perversionen" ;) wünscht Dir
Balou
 
Kommentar
Danke Balou, werd ich demnächst mal wieder bei Nordfoto vorbeiwackeln :D
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten