Welche Schriftarten darf man frei verwenden?

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ohhhhhhhhhh jaaaaaaaaaaaaaa
das ist alles soooooooooo kompliziert :)
es ist ja nicht nur die Frage, darf ich eine Schriftart nutzen die mit Windows/ dem Office-Paket ausgeliefert wurde:confused:
nein, wenn sollte -- muss man viel viel tiefgreifender nachfragen....
darf ich einen privat gekauften PC mit "Home-Office" für einen "Geschäftsbrief" nutzen??
 
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Ja, und fahnde mal nach freien Schriftarten (Open Fonts), da findest Du jede Menge.

Der Hinweis auf freie Schriften ist gut - allerdings sind auch da die Lizenzbedingungen genau zur Kenntnis zu nehmen und einzuhalten.
Manche Freefonts darf man kommerziell nutzen, z.B. auch um Werbung für Firma XY zu gestalten.
Manche nur für private Zwecke: wenn du deine Bilder in der Familie und Freunden zeigst, ausdruckst und verschenkst - ok; in einer Online-Galerie kann es schon tricky werden ...
Manchmal wird - sozusagen als Gegenleistung - ein Nachweis verlangt, also z.B. ein Link zum Typografen bzw. der Website, wo du die Schrift her hast. In einer Online-Galerie kein Problem, wenn du Drucke verkaufst schwierig.
 
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ohhhhhhhhhh jaaaaaaaaaaaaaa
das ist alles soooooooooo kompliziert :)
.....
darf ich einen privat gekauften PC mit "Home-Office" für einen "Geschäftsbrief" nutzen??

Natürlich nicht.


Ein Geschäftsbrief ist ein Brief der durch den Vertreter oder Inhaber einer Firma im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit geschrieben wird. Dazu darfst Du natürlich keine Home-Lizenz verwenden.
 
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Fonts sind künstlerische Werke, insofern ist es völlig angebracht, Urheberrechte klar zu definieren. Es gibt aber ein paar Punkte, die mich bei der Geschäftspolitik von Schriften-Anbietern stören.

Zum einen besteht keine vernünftige Möglichkeit, sich bezahlbar mit einer brauchbaren Auswahl professioneller Schriften einzudecken. Allerdings lasse ich mich gerne eines Besseren belehren, so 100% kenne ich den Markt nicht, habe immer nur einzelne Schriften gekauft.

Was ich echt einen Witz finde, ist die übliche Regelung, daß in der Produktionskette jeder die Schrift lizensiert haben muss. D.h. streng genommen jeweils der Kunde, der Grafiker und auch der Drucker. Da hört für mich der Spaß auf. Wenn ein Produkt 1x benutzt wird, muss es nicht 3x bezahlt werden. Selbst das wäre mit einer vernünftigen Lösung zu Punkt 1 noch erträglich. Der Kunde kauft sich halt die 2,3 Schriften die er in seinem CD verwendet, das ist ok.

Was kommt nun in der Praxis dabei heraus? Es wird geklaut und kopiert. Die meisten Druckereien haben auch eine Druckvorstufe. Die Leute, die dort arbeiten, entwerfen häufig auch ganze Drucksachen für ihre Kunden. Habt Ihr je gehört, dass der Kunde für Schriften zur Kasse gebeten wurde? Nö. Verstehe ich auch. Wenn man den Bogen überspannt, gibt´s garnix. Ok, moralisch rechtfertigen kann ich das nicht wirklich, da ich selbst versuche, grundehrlich zu leben. Aber im Hinblick auf Software aller Art ist das echt schwer, konsequent zu bleiben.

Das allerschlimmste, was bei diesem Themenkomplex herauskommt sind Drucksachen mit Comic Sans. Ein Geschäftspartner und Freund von mir verschickt Angebote für Industriemaschinen im 5-6stelligen Bereich mit dieser Schrift. Da könnte ich immer lang hinkotzen... :motz: Otl Aicher würde sich im Grab herumdrehen.

[img]http://img01.lachschon.de/images/104899_comic_sans.jpg[/img]


Falls sich jemand über das grenzwertige Verlinken des Bildes beschwert: Es ist soweit verbreitet, daß ich unterstelle, das Urheberrecht wurde aufgegeben und der Schöpfer des Werkes freut sich über die Verbreitung!
 
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Was ich echt einen Witz finde, ist die übliche Regelung, daß in der Produktionskette jeder die Schrift lizensiert haben muss. D.h. streng genommen jeweils der Kunde, der Grafiker und auch der Drucker. Da hört für mich der Spaß auf. Wenn ein Produkt 1x benutzt wird, muss es nicht 3x bezahlt werden.

Da muss ich ein klein wenig einhaken:
Schriftlizenzen erwirbst du in der Regel für 5 Arbeitsplätze. Für einen einzelnen Arbeitsplatz ist mir bisher noch nicht untergekommen ...
Der Drucker braucht die Schriften nicht - die wandelst du nämlich (korrekterweise, wobei ich natürlich weiß, dass das die Ausnahme ist) in Pfade um.
Ebenso, wenn du z.B. ein Logo an den Kunden weitergibst.
Will der Kunde eine Schrift als Hausschrift, also z.B. auch für seinen Schriftverkehr nutzen, dann muss er sie natürlich kaufen.

Habt Ihr je gehört, dass der Kunde für Schriften zur Kasse gebeten wurde? Nö.

Solange die Schrift nicht an den Kunden weitergegeben wird, also nur der Dienstleister die Schrift verwendet, ist das ok - vorausgesetzt natürlich, er hat die Lizenz.
 
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Die Sache mit den fünf Arbeitsplätzen habe ich auch gelesen, wobei sich das i.d.R. nur auf Arbeitsplätze im eigenen Hause bezieht. Zumindest wird das bei Software, die sich auf mehreren Rechnern legal nutzen lässt, so suggeriert. Das Gegenteil wird aber auch nicht klar geregelt.
 
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